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Neue Niederflurbahnen für Frankfurt (Oder)
geschrieben von DasVerkehrswesen 
In z.B. Cottbus sind doch alle Fahrzeuge mit einem Niederflur Mittelteil ausgestattet, ich versteh den sinn nicht viel wind um nichts -.- und alle anderen Betriebe dicht zu machen ... Wenn man danach gehen würde, würde es in Deutschland fast keine Straßenbahn mehr geben ...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.10.2016 18:28 von Paul1405.
Zitat
Paul1405
In z.B. Cottbus sind doch alle Fahrzeuge mit einem Niederflur Mittelteil ausgestattet, ich versteh den sinn nicht viel wind um nichts -.- und alle anderen Betriebe dicht zu machen ... Wenn man danach gehen würde, würde es in Deutschland fast keine Straßenbahn mehr geben ...

Hallo Paul,

was Cottbus betrifft, ist meines Wissens das Problem, dass die Fahrzeuge trotz Modernisierung und NF-Mittelteilen sowie teilweiser Generalüberholung ("Langläufer") insgesamt in absehbarer Zeit am Ende ihrer wirtschaftlich vertretbaren Lebensdauer angekommen sind.

Cottbus hat sehr früh sehr viel in die KT4D investiert und war tatsächlich der erste deutsche Betrieb, der planmäßig auf jeder Fahrt einen barrierefreien Wagen anbieten konnte.

Die Wagen stammen überwiegend aus den Jahren 1986 und 1987, manche sind etwas jünger, andere sind noch älter. Die Wagen sind also - unabhängig vom eingefügten NF-Mittelteil - in ihrer Grundsubstanz inzwischen im Schnitt 30 Jahre alt und einfach nicht für eine solche oder eine noch längere Lebensdauer ausgelegt.

Es müssen also nicht aufgrund der Barrierefreiheit neue Fahrzeuge her, sondern allein aufgrund der nicht viel länger wirtschaftlich realisierbaren Instandhaltung.


Ich bin ja sehr gespannt, wo die MGT6D landen werden, welche Bochum als Partnerstadt von Cottbus und als erster Betrieb in Deutschland demnächst als erste Fahrzeuge in weitgehender Niederflurbauweise ausmustern wird ... Vielleicht kann Cottbus damit Zeit gewinnen; schneller als 50 km/h muss man dort nicht fahren. Es könnte aber auch sein, dass diese nicht viel jüngeren und ebenfalls mit erheblichen konstruktiven Problemen belasteten Wagen von den Wartungskosten her ebenfalls keine Vorteile gegenüber den KTNF6 bringen.

Am Ende müssen nach einer so langen Nutzungszeit Neufahrzeuge her. Das Land Brandenburg muss endlich Farbe bekennen. Der jüngst beschlossene Verlust der Kreisfreiheit für Cottbus und andere Städte ist m.E. leider kein gutes Zeichen.

Viele Grüße
Manuel
Hallo Manuel!

Zitat
manuelberlin
Cottbus hat sehr früh sehr viel in die KT4D investiert und war tatsächlich der erste deutsche Betrieb, der planmäßig auf jeder Fahrt einen barrierefreien Wagen anbieten konnte.

War das nicht Jena?

Zitat
manuelberlin
Der jüngst beschlossene Verlust der Kreisfreiheit für Cottbus und andere Städte ist m.E. leider kein gutes Zeichen.

Und im Falle Cottbus' dürfte das noch problematischer sein: während die anderen Straßenbahnbetriebe dann in Speckgürtelkreisen liegen, also ein wenig Hoffnung auf etwas Geld vorhanden ist (was natürlich politischen Willen nicht ersetzen kann), ist Cottbus dann Teil des berlin-, leipzig- und dresdenfernen "Südkreises" (bisher Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße, Cottbus).
Zitat
def
War das nicht Jena?

In Jena sind noch bis 2003 Reko-Wagen unterwegs gewesen, in Cottbus fuhr der letzte hochflurige KT4D 1998.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.2016 13:47 von VT 646.
Und CB ist ebenfalls von Millionenschweren Rückzahlungen an Vattenfall betroffen,
hat also eine ähnlich leere Stadtkasse wie FFO bzw. BRB...
Alle Betriebe im Land Brandenburg muß seitens Land/Bund erheblich dazufinanziert werden-
die Gemeinden selber werden den nötigen Eigenanteil kaum stemmen können.
T6JP
Zitat
def
Zitat
manuelberlin
Cottbus hat sehr früh sehr viel in die KT4D investiert und war tatsächlich der erste deutsche Betrieb, der planmäßig auf jeder Fahrt einen barrierefreien Wagen anbieten konnte.
War das nicht Jena?

Auf keinen Fall. In Jena wurden bis zum 31. Oktober 2004 noch Gothawagen planmäßig im Linienverkehr eingesetzt.

In Cottbus fahren seit dem 1. April 2004 nur noch KTNF6 im Linienbetrieb.

Dennoch war Cottbusverkehr nicht der erste Straßenbahnbetrieb ohne Hochflurwagen. Die Landeshauptstadt Schwerin verabschiedete zum 30. Einsatzjubiläum der Tatrawagen am 23. August 2003 offiziell die Tatrazüge. Allerdings gab es noch einen Fahrer kurz vor der Rente, der nur Tatra fahren konnte. Nach dessen Pensionierung endete am 13. Februar 2004 der T3D-Einsatz tatsächlich. Seitdem fährt die Schweriner Straßenbahn 100%ig Niederflur.

Auch andere Betriebe wie Ulm stellten schon 2003 komplett auf Niederflurwagen um. Dessau mit der Lieferung der NGT6DE im Jahre 2001-2002 ebenso, allerdings läuft ab und zu ein Düwag-Reservewagen im Linienverkehr.

so long

Mario
Zitat
manuelberlin
was Cottbus betrifft, ist meines Wissens das Problem, dass die Fahrzeuge trotz Modernisierung und NF-Mittelteilen sowie teilweiser Generalüberholung ("Langläufer") insgesamt in absehbarer Zeit am Ende ihrer wirtschaftlich vertretbaren Lebensdauer angekommen sind.

Dann sollte man das aber auch so argumentieren und nicht mit der Barrierefreiheit-Debatte vermischen.

Ich halte es diese Vermischung sogar für kontraproduktiv.
Als ich zum erstem mal in den Nachrichten die etwas reißerisch aufgemachte Meldung hörte, dass unter Berufung auf den Fahrgastverband ALLE brandenburgischen Straßenbahnbetriebe durch die vorgeschriebene Barrierefreiheit vor dem Aus stünden, als völlig übertrieben abgetan.

Immerhin ist ja in Cottbus die komplette Flotte mit Niederfluranteilen ausgerüstet. In Brandenburg gibt es noch ein oder zwei Nicht-Niederflurfahrzeuge als Werkstattreserve; am Wochenende kann sogar das komplette Fahrplanangebot 100% niederflurig gefahren werden, falls nicht grad ein dafür nötiges Fahrzeug in der Werkstatt ist und durch einen teilniederflurigen Tatra-Wagen ersetzt wird. In Potsdam gibt es nur noch 2 oder 3 Kurse, die mit Hochflurbahnen gefahren werden, der Rest 100% Niederflur. Strausberg hat für den Regelbetrieb nagelneue 100%-Niederflurbahnen; wie es mit der Werkstattreserve aussieht, weiß ich nicht. In Schöneiche gibt es für den Regelbetrieb wohl auch ausreichend Fahrzeuge mit Niederfluranteil. – Die fehlende Barrierefreiheit kann also nur an noch umzubaueneden Haltestellen liegen, die es zwar bei (fast) jedem der Betriebe gibt. Nur kostet der Umbau einer Haltestelle deutlich weniger als die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs.
Zitat
Manuel
Ich bin ja sehr gespannt, wo die MGT6D landen werden (...) Es könnte aber auch sein, dass diese nicht viel jüngeren und ebenfalls mit erheblichen konstruktiven Problemen belasteten Wagen von den Wartungskosten her ebenfalls keine Vorteile gegenüber den KTNF6 bringen.

Ich auch (bezugnehmend auf den ersten Teilsatz). Eher hielte ich die Wagen als Zeitüberbrückung für Frankfurt (Oder) für sinnvoll - eben weil sie für Cottbus vermutlich kaum einen Mehrwert darstellen. An der Oder könnte man damit aber einigermaßen kurzfristig die vollständige Barrierefreiheit herstellen. Wie du schon schreibst, kämen die Wagen weder in Cottbus noch in Frankfurt (Oder) dermaßen in Fahrt wie in Bochum, sodass sich konstruktive Schwächen doch kaum zeigen dürften, oder? Letztlich würden die natürlich auch kosten und durch intensive Wartung Geld binden, das vom nicht vorhandenen für Neuwagen dann zusätzlich abgeht...

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du doof bist. Hagen Rether ~
Zitat
Jumbo
Zitat
manuelberlin
was Cottbus betrifft, ist meines Wissens das Problem, dass die Fahrzeuge trotz Modernisierung und NF-Mittelteilen sowie teilweiser Generalüberholung ("Langläufer") insgesamt in absehbarer Zeit am Ende ihrer wirtschaftlich vertretbaren Lebensdauer angekommen sind.

Dann sollte man das aber auch so argumentieren und nicht mit der Barrierefreiheit-Debatte vermischen.

Ich halte es diese Vermischung sogar für kontraproduktiv.
Als ich zum erstem mal in den Nachrichten die etwas reißerisch aufgemachte Meldung hörte, dass unter Berufung auf den Fahrgastverband ALLE brandenburgischen Straßenbahnbetriebe durch die vorgeschriebene Barrierefreiheit vor dem Aus stünden, als völlig übertrieben abgetan.

Immerhin ist ja in Cottbus die komplette Flotte mit Niederfluranteilen ausgerüstet. In Brandenburg gibt es noch ein oder zwei Nicht-Niederflurfahrzeuge als Werkstattreserve; am Wochenende kann sogar das komplette Fahrplanangebot 100% niederflurig gefahren werden, falls nicht grad ein dafür nötiges Fahrzeug in der Werkstatt ist und durch einen teilniederflurigen Tatra-Wagen ersetzt wird. In Potsdam gibt es nur noch 2 oder 3 Kurse, die mit Hochflurbahnen gefahren werden, der Rest 100% Niederflur. Strausberg hat für den Regelbetrieb nagelneue 100%-Niederflurbahnen; wie es mit der Werkstattreserve aussieht, weiß ich nicht. In Schöneiche gibt es für den Regelbetrieb wohl auch ausreichend Fahrzeuge mit Niederfluranteil. – Die fehlende Barrierefreiheit kann also nur an noch umzubaueneden Haltestellen liegen, die es zwar bei (fast) jedem der Betriebe gibt. Nur kostet der Umbau einer Haltestelle deutlich weniger als die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs.

"Man" muss auf eine Weise argumentieren, dass es für die Medien nicht zu kompliziert wird und möglichst plakativ ist, sonst fällt es hinten runter. Und in Brandenburg muss Druck auf das Land ausgeübt werden, damit sich an der derzeitigen Praxis etwas ändert. Cottbus hat verschiedene Szenarien zwischen "Langläufern" und Neufahrzeugen aufgestellt und hätte eigentlich gern 5-10 Stück angeschafft. Ein Komplettersatz des Fuhrparks wäre natürlich noch schöner. Problem ist der zunehmend höhere Anteil an älteren Fahrgästen und da stößt das Niederflumittelteil eben schnell an die Kapazitätsgrenze. Insofern ist das Thema barrierefreie Fahrzeuge eben auch für Cottbus relevant. Brandenburg kann seit Übernahme der Fahrzeuge aus Halle eigentlich alle Umläufe barrierefrei fahren. Die MGT6D haben allerdings auch "nur" (ausreichende) 70% Niederfluranteil. Potsdam erhält nun doch längerfristig Tatra-Fahrzeuge, weil der NF-Park zu knapp bemessen ist. Eigentlich müsste auch das Angebot im Norden verdichtet werden - spätestens in einem Jahr mit Eröffnung der Neubaustrecke. 7 Combinos sollen nun um zwei Segmente verlängert werden, was neben den 1-2 Millionen pro Fahrzeug auch Investitionen in die Werkstatt erfordert.

Strausberg ist der einzige Betrieb, der derzeit komplett raus ist. Neben den zwei F6 gibt es noch einen KT8mod, der ein Niederflurmittelteil bekam und damit wenigstens etwa 20%-NF-Anteil bietet. Der Hochflur-T6 ist auch noch vorhanden, der Hublift wurde aber wohl außer Betrieb gesetzt, womit das Fahrzeug nicht mehr als barrierefrei gilt. Schöneiche hat 3 KTNF6 bei wochentags 4 Umläufen. Reicht also bei weitem nicht aus. Mindestens 5 Fahrzeuge wären nötig, um alle Umläufe halbwegs verlässlich zu bestücken. Planmäßig soll alle 40 Minuten ein NF-Fahrzeug kommen. In der Realität war es auch schon ein 80-Minuten-Takt oder gar alle Umläufe hochflurig. Der Umbau der Haltestellen ist für die ganzen Busbetriebe das viel größere Problem.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Potsdam erhält nun doch längerfristig Tatra-Fahrzeuge, weil der NF-Park zu knapp bemessen ist. Eigentlich müsste auch das Angebot im Norden verdichtet werden - spätestens in einem Jahr mit Eröffnung der Neubaustrecke. 7 Combinos sollen nun um zwei Segmente verlängert werden, was neben den 1-2 Millionen pro Fahrzeug auch Investitionen in die Werkstatt erfordert.

Es werden acht Combinos verlängert. Reicht meines Erachtens trotzdem nicht ansatzweise.

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du doof bist. Hagen Rether ~
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Jay
Potsdam erhält nun doch längerfristig Tatra-Fahrzeuge, weil der NF-Park zu knapp bemessen ist. Eigentlich müsste auch das Angebot im Norden verdichtet werden - spätestens in einem Jahr mit Eröffnung der Neubaustrecke. 7 Combinos sollen nun um zwei Segmente verlängert werden, was neben den 1-2 Millionen pro Fahrzeug auch Investitionen in die Werkstatt erfordert.

Es werden acht Combinos verlängert. Reicht meines Erachtens trotzdem nicht ansatzweise.

Woher kommt denn die Info mit 1-2 Mio pro Fahrzeug? Das ist ja horrende! Dann wäre ja die Verlängerung von zwei Combinos teurer als der Kauf einer komplett neuen Bahn. Kannst Du das nochmal verifizieren, Jay?
Wahrscheinlich 'n Tippfehler, hier ist von 1,1 - 1,2 Millionen € je Zug die Rede:

[www.maz-online.de]

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du doof bist. Hagen Rether ~
Hallo Jay, hallo zusammen,

ein paar Anmerkungen noch von mir - ohen Gewähr für Richtigkeit ;)

Zitat
Jay
Brandenburg kann seit Übernahme der Fahrzeuge aus Halle eigentlich alle Umläufe barrierefrei fahren. Die MGT6D haben allerdings auch "nur" (ausreichende) 70% Niederfluranteil.

Diverse Betriebe, auch solche, die bereits zuvor Fahrzeuge mit 100% Niederfluranteil beschafft hatten, beschaffen heute Fahrzeuge mit "nur" 70% Niederfluranteil (prominentestes Beispiel Frankfurt a.M.). 70% dürften völlig ausreichen.

Zitat
Jay
Strausberg ist der einzige Betrieb, der derzeit komplett raus ist. [...] Der Hochflur-T6 ist auch noch vorhanden, der Hublift wurde aber wohl außer Betrieb gesetzt, womit das Fahrzeug nicht mehr als barrierefrei gilt.

Meines Wissens wurde der nach Aussagen von Fahrern extrem störanfällige Hublift sogar entfernt - da kann ich mich aber auch irren. Der Wagen wird nur noch gelegentlich als Verstärker (Vorzug) genutzt und ist ansonsten als letzte Reserve gedacht. Im letzteren Fall muss man die Beförderung von Fahrgästen, die auf die Barrierefreiheit angewiesen sind, zeitweilig anders bewerkstelligen (parallel fahrende Kleinbusse, wie man es schon bei der BÜ-Sanierung Landhausstraße gemacht hat).

Zitat
Jay
Schöneiche hat 3 KTNF6 bei wochentags 4 Umläufen. Reicht also bei weitem nicht aus. Mindestens 5 Fahrzeuge wären nötig, um alle Umläufe halbwegs verlässlich zu bestücken.

Schöneiche hat sich unlängst einen ex. Cottbuser KTNF6 aus Szeged geholt sowie das NF-Mittelteil des ausgemusterten Einzelgängers aus Braunschweig. Vielleicht weiß jemand, ob daraus ein vierter betriebsfähiger KTNF6 aufgebaut werden soll oder ob diese Wagen(-Teile) nur als Ersatzteilspender dienen sollen?

Da größte Mysterium bleibt allerdings Woltersdorf ... Aufgeben werden die ihre Straßenbahn nicht wollen.

Viele Grüße
Manuel
Ich schob ja absichtlich das eingeklammerte "ausreichend" hinter das in Anführungszeichen gesetzte nur nach. Ich bin auch der Meinung, dass 70% ausreichen, wobei allerdings nach Möglichkeit alle Türen stufenfrei sein sollten.

Zu Schöneiche: Da hast du dir aus der Gerüchteküche etwas falsch gemerkt. Das Braunschweiger Mittelteil ging in einen Cottbusser Schadwagen und nicht nach Schöneiche. Wagen 172 stand in Szeged jahrelang unter freiem Himmel und durch Beschwerung im Mittelteil unschön "durchgebeugt". Das Mittelteil hat keine Achsen mehr. Ich tippe darauf, dass er am Ende nur als Ersatzteilspender dienen wird, weil die Werkstatt viel zu viel mit dem restlichen Furhpark beschäftigt ist und eine Fremdvergabe zu viel kosten dürfte. Schon die Herrichtung der betriebsfähigen KTNF6 und des letzten Düwags (Tw 45) hat relativ viel Zeit in Anspruch genommen, da halte ich den 172 für fast unmöglich. Aber gut, Wunder brauchen eben etwas länger. ;)

Interessant wird die Entwicklung allemal. Die Bochumer Wagen mögen für Schöneiche nicht perfekt geeignet sein, aber vielleicht übernimmt Brandenburg welche und setzt damit seinerseits KTNF6 frei, die dann für Schöneiche interessant sein könnten. Das ist jetzt nur ein Gedankenspiel von mir, aber ich denke mit der Zahl 2022 im Personenbeförderungsgesetz und der bisherigen Weigerung der Brandenburger Landesregierung könnte durchaus Bewegung stattfinden. Auf jeden Fall arbeiten die Brandenburger Meterspurbetriebe beim Fahrzeugthema eng zusammen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Die MGT6D haben allerdings auch "nur" (ausreichende) 70% Niederfluranteil.

Ah, OK. Fahrzeuge sind halt nicht so sehr mein Interessengebiet.
Und da merkt man auch mal, wie schnell man als Nichtbetroffener solche Dinge wie Stufen übersieht.
Zitat
Philipp Borchert
Wahrscheinlich 'n Tippfehler, hier ist von 1,1 - 1,2 Millionen € je Zug die Rede:

[www.maz-online.de]
Im Artikel steht ja, dass das nicht nur den Wagenumbau sondern auch den Werkstatt- & Gleisumbau enthält.
Hallo Jay!

Zitat
Jay
Ich schob ja absichtlich das eingeklammerte "ausreichend" hinter das in Anführungszeichen gesetzte nur nach. Ich bin auch der Meinung, dass 70% ausreichen, wobei allerdings nach Möglichkeit alle Türen stufenfrei sein sollten.

Darüber kann man allerdings trefflich streiten:

Fast alle 70%-NF-Wagen haben die erste Tür erst hinter dem ersten (und vor dem letzten) Drehgestell (Beispiele: MGT6D in Brandenburg, Halle (S) usw., Flexity Classic in Schwerin, Kassel, Frankfurt a.M. usw.). Der Bereich von der ersten Tür hin zur Fahrerkabine ist nur über Stufen zu erreichen. Meiner Meinung nach ist bei diesen Fahrzeugen die Anzahl der Türen zu gering.

Die Combinos als 100%-NF-Wagen (und weitere Multigelenker-Typen genauso) haben eine erste Tür gleich hinter der Fahrerkabine, die zwar stufenfrei ist, aber aufgrund der Platzverhältnisse für Rollifahrer wertlos sein dürfte (Arnd, was denkst Du dazu?).

Die 6N1 in Rostock haben anders als alle anderen Wagen dieses Typs eine zusätzliche Fahrgasttür hinter der Fahrerkabine, allerdings mit Stufe. Dafür ist - anders als in allen anderen - der Bereich über dem Drehgestell von der Tür dahinter ohne Stufe erreichbar.

Was ist die beste Lösung?

Rollifahrer und auch Fahrgäste mit Rollator oder Kinderwagen kommen ohnehin nicht durch den Mittelgang. Es gibt 100%-NF-Wagen nach dem GT6N-Kurzgelenkprinzip, deren Sitzplätze zu einem großen Teil auf Podesten angeordnet sind (Avenio, Tramino). Diese Plätze sind dadurch ebenfalls kaum von mobilitätseingeschränkten Fahrgästen nutzbar, und in diesen Wagen geht es auch um die Plätze im Bereich der ersten Tür.


Zitat
Jay
Zu Schöneiche: Da hast du dir aus der Gerüchteküche etwas falsch gemerkt. Das Braunschweiger Mittelteil ging in einen Cottbusser Schadwagen und nicht nach Schöneiche. [...]

Danke für diese Info. Genau das war dann die falsche Information.

Dass in Szeged das Mittelteil des Cottbuser Wagens ruiniert wurde, war mir bekannt. Nicht nur der Aufbau wurde beschädigt. Dass, wie Du schreibst, die Achsen fehlen, liegt m.W. daran, dass man in Szeged beim Versuch des Umspurens die EEF ruiniert hat (und den Wagen anschließend vergammeln ließ). Genau deshalb hielt ich es für plausibel, in Schöneiche stattdessen das Braunschweiger Mittelteil umzuspuren.

Zitat
Jay
Interessant wird die Entwicklung allemal. Die Bochumer Wagen mögen für Schöneiche nicht perfekt geeignet sein, aber vielleicht übernimmt Brandenburg welche und setzt damit seinerseits KTNF6 frei, die dann für Schöneiche interessant sein könnten. Das ist jetzt nur ein Gedankenspiel von mir, aber ich denke mit der Zahl 2022 im Personenbeförderungsgesetz und der bisherigen Weigerung der Brandenburger Landesregierung könnte durchaus Bewegung stattfinden. Auf jeden Fall arbeiten die Brandenburger Meterspurbetriebe beim Fahrzeugthema eng zusammen.

Ja, das halte ich auch für vorstellbar. Nur: Taugen die Bochumer NF6D (MGT6D) ausgerechnet für Schöneiche mit ihrer auf 50 km/h herabgesetzten zulässigen Höchstgeschwindigkeit? Da gibt es andere Betriebe mit KTNF6, bei denen eh nicht schneller gefahren wird.

Danke nochmal und viele Grüße
Manuel
Zitat
manuelberlin
Zitat
Jay
Zu Schöneiche: Da hast du dir aus der Gerüchteküche etwas falsch gemerkt. Das Braunschweiger Mittelteil ging in einen Cottbusser Schadwagen und nicht nach Schöneiche. [...]

Danke für diese Info. Genau das war dann die falsche Information.

Dass in Szeged das Mittelteil des Cottbuser Wagens ruiniert wurde, war mir bekannt. Nicht nur der Aufbau wurde beschädigt. Dass, wie Du schreibst, die Achsen fehlen, liegt m.W. daran, dass man in Szeged beim Versuch des Umspurens die EEF ruiniert hat (und den Wagen anschließend vergammeln ließ). Genau deshalb hielt ich es für plausibel, in Schöneiche stattdessen das Braunschweiger Mittelteil umzuspuren.

Ich meine mich zu erinnern, dass die Idee, das Braunschweiger Mittelteil in den #172 einzubauen älter ist (der Wagen kam bereits im April 2014 nach Schöneiche), als der Unfall in Cottbus (April 2015) und der danach notwendige Ersatz eines KTNF6-Mittelteils. Wie auch immer, das Endresultat ist, dass BS # 0051 sein Mittelteil dem KTNF6 CB # 129 spendete.

Laut Aussage aus Schöneiche arbeitet man bereits an der Aufarbeitung / Neuerstellung der fehlenden Komponenten, um # 172 eines Tages als vierten KTNF6 (#29)einsetzen zu können.

Zitat
manuelberlin
Zitat
Jay
Interessant wird die Entwicklung allemal. Die Bochumer Wagen mögen für Schöneiche nicht perfekt geeignet sein, aber vielleicht übernimmt Brandenburg welche und setzt damit seinerseits KTNF6 frei, die dann für Schöneiche interessant sein könnten. Das ist jetzt nur ein Gedankenspiel von mir, aber ich denke mit der Zahl 2022 im Personenbeförderungsgesetz und der bisherigen Weigerung der Brandenburger Landesregierung könnte durchaus Bewegung stattfinden. Auf jeden Fall arbeiten die Brandenburger Meterspurbetriebe beim Fahrzeugthema eng zusammen.

Ja, das halte ich auch für vorstellbar. Nur: Taugen die Bochumer NF6D (MGT6D) ausgerechnet für Schöneiche mit ihrer auf 50 km/h herabgesetzten zulässigen Höchstgeschwindigkeit? Da gibt es andere Betriebe mit KTNF6, bei denen eh nicht schneller gefahren wird.

Danke nochmal und viele Grüße
Manuel

Nochmal lesen: Jay schlug einen Tausch vor: MGT6D von Bochum nach Brandenburg a.d.H. und dafür KTNF6 von BRB a.d.H. nach Schöneiche!

Schöneiche könnte sich aber auch eine Hand voll Basler Be 4/6 holen (oder einen als Teilespender für #172), bevor die alle nach Sofia gehen:

Bitte den Beitrag löschen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.2017 13:18 von Paul1405.
Zitat
Incentro
Schöneiche könnte sich aber auch eine Hand voll Basler Be 4/6 holen

Wie nostalgisch, dann würden dort endlich wieder Fahrzeuge mit Druckluftbremse fahren, so wie es früher einmal war.
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