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Sammelthread: Nahverkehr in Brandenburg
geschrieben von Marc1 
Klar, dass das, was in der schwäbischen Provinz passiert für "BERLIN" nicht geeignet ist. Wenn man aber genau hinsieht, und realisiert, was da in den letzten 28 Jahren geleistet wurde, dann ist das schon ein Quantensprung. Und da könne sich "Heidekrautbahn" und Konsorten schon mal ne Scheibe von abschneiden. Bahnhöfe, wie Aglasterhausen, Sinsheim, Osterburken oder Eppingen im VRN oder Germersheim, Wörth(Rhein), Hassmersheim, Bad Rappenau oder Öhringen sind ja keinen Deut anders als Groß Schönebeck oder Johannistal. Aber man macht was und sorgt für "sichtbare Infrastruktur". Das was in Hoffenheim und Umgebung geht, sollte auch in Potsdam und Umgebung möglich sein.
Zitat
HermannDuncker
Klar, dass das, was in der schwäbischen Provinz passiert für "BERLIN" nicht geeignet ist. [...]

Lass das bloss keinen Karlsruher lesen... :P
Zitat
Arec
Insgesamt würden Reisezeiten von Basdorf beispielsweise zum Alexanderplatz auf 52 Minuten steigen, zur Friedrichstr. sogar auf 56 Minuten gegenüber derzeit möglichen 36 Minuten über Karow zu beiden Zielen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese immensen Reisezeitverlängerungen durch einen entfallenen Umstieg kompensiert werden und glaube, dass die Attraktivität der Strecke dadurch eher sinken würde.

Hast völlig recht, eine Straßenbahn-Regionalbahn-Kombination ist in und um Berlin sicher nicht erstrebenswert.
Allerdings wäre bei den laufenden und bevorstehenden langwierigen Bauarbeiten ein ziemlicher Zeitvorteil für die Basdorfer zu verzeichnen. Die eine Stunde bis in die Mitte Berlins kann man derzeit nur nachts mit dem Auto schaffen. In den Hauptverkehrszeiten geht zwischen Karow und Pankow nichts außer Dauerstau, für die Teilnehmer am MIV und ÖPNV gleichermaßen.

Dennoch ist eine Elektrifizierung sinnvoll, wenn auch nicht sehr wirtschaftlich, solange Diesel billig ist und Strom immer teurer wird.

so long

Mario
Das passiert in wirtschaftlich starken Bundesländern.
Hier hat man ja lieber knappes Steuergeld für in dubiosen Bankgeschäften durch Provizniveau besitzende Politiker verbrannt.
Oder an einem Fluchhafen, wo bei gleichem monetären Einsatz im hohen Norden Sund/Beltquerungen mit Tunnel und Brücken fertig fabriziert wurden.

Bevor man hier aber Nebenbahnen elektrifiziert, die im halb bzw. Stundentakt verkehren, gibts sicher dringender Investitionsmöglichkeiten im Bestandsnetz.
Die "Hindenburg" mag ein Anfang zu alternativen Antrieben sein,aber auch Wasserstoff muß erstmal mit hohem Energieaufwand produziert werden.

T6JP
Na der Wasserstoff wird ja nun mit geringem Wirkungsgrad aus der reichlich überschüssigen Windenergie produziert. Für Dunkelflauten muss er halt gespeichert werden, auch nicht so einfach. Aber man will ihn ins Erdgasnetz drücken, ein Speicher von riesigem Ausmaß.

Die Welt

Fehlt eigentlich nur noch ne RB Henningsdorf - Velten - Hohenhausen - Oskreuz. Sollte elektrisch möglich sein.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
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schallundrausch
Zitat
HermannDuncker
Klar, dass das, was in der schwäbischen Provinz passiert für "BERLIN" nicht geeignet ist. [...]

Lass das bloss keinen Karlsruher lesen... :P

Klar, dass für einen "echten Berliner" alles in Baden-Württemberg "schwäbisch" ist. Aber inzwischen gibt es ja den VRN, der die nicht alemannischen Gebiete in BW umfasst und auch in Rheinland-Pfalz und in Südhessen, entsprechend der Sprachgrenze, aktiv ist. Nicht ohne Grund gehört der Landkreis Germersheim (in RLP) zum KVV, weil der Landkreis Germersheim südlich der Speyerer Linie liegt
Zitat
der weiße bim
Zitat
Arec
Insgesamt würden Reisezeiten von Basdorf beispielsweise zum Alexanderplatz auf 52 Minuten steigen, zur Friedrichstr. sogar auf 56 Minuten gegenüber derzeit möglichen 36 Minuten über Karow zu beiden Zielen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese immensen Reisezeitverlängerungen durch einen entfallenen Umstieg kompensiert werden und glaube, dass die Attraktivität der Strecke dadurch eher sinken würde.

Hast völlig recht, eine Straßenbahn-Regionalbahn-Kombination ist in und um Berlin sicher nicht erstrebenswert.
Allerdings wäre bei den laufenden und bevorstehenden langwierigen Bauarbeiten ein ziemlicher Zeitvorteil für die Basdorfer zu verzeichnen. Die eine Stunde bis in die Mitte Berlins kann man derzeit nur nachts mit dem Auto schaffen. In den Hauptverkehrszeiten geht zwischen Karow und Pankow nichts außer Dauerstau, für die Teilnehmer am MIV und ÖPNV gleichermaßen.

Dennoch ist eine Elektrifizierung sinnvoll, wenn auch nicht sehr wirtschaftlich, solange Diesel billig ist und Strom immer teurer wird.

Mir würde da schon eine Strecke einfallen: Die RB33 von Jüterbog über Beelitz (künftig wieder) nach Potsdam. Da gab es ja mal durchaus ernsthafte Überlegungen sie in Pirschheide mit dem Straßenbahnnetz zu verbinden und so über Charlottenhof direkt zum Platz der Einheit zu fahren. Ebenso gab es die Idee von Michendorf kommend in Rehbrücke auf die Straßenbahn überzugehen. Ob der Nutzen den nötigen Aufwand gerechtfertigt hätte, sei mal dahin gestellt. Der Hbf in Potsdam ist ja jetzt auch nicht so extrem abgelegen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Da gab es ja mal durchaus ernsthafte Überlegungen sie in Pirschheide mit dem Straßenbahnnetz zu verbinden und so über Charlottenhof direkt zum Platz der Einheit zu fahren. Ebenso gab es die Idee von Michendorf kommend in Rehbrücke auf die Straßenbahn überzugehen. Ob der Nutzen den nötigen Aufwand gerechtfertigt hätte, sei mal dahin gestellt. Der Hbf in Potsdam ist ja jetzt auch nicht so extrem abgelegen.

Ja, Ideen wurden schon immer reichlich geboren und das allermeiste davon schnell wieder verworfen.
In den "goldenen" Zwanziger Jahren gab es schon Ideen, die Untergrundbahnlinie Gesundbrunnen - Neukölln (GN-Bahn, heute U8) im Norden mit der Heidekrautbahn, im Süden mit der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn zu verbinden und dazu die Bahnstrecken mit Stromschiene auszurüsten.
In Hamburg wurde etwas ähnliches sogar verwirklicht, so dass die Walddörfer (j.w.d., allerdings territorial seit dem Mittelalter zur Hansestadt gehörend) heute mit der U-Bahnlinie U1 erschlossen werden.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
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Arec
Insgesamt würden Reisezeiten von Basdorf beispielsweise zum Alexanderplatz auf 52 Minuten steigen, zur Friedrichstr. sogar auf 56 Minuten gegenüber derzeit möglichen 36 Minuten über Karow zu beiden Zielen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese immensen Reisezeitverlängerungen durch einen entfallenen Umstieg kompensiert werden und glaube, dass die Attraktivität der Strecke dadurch eher sinken würde.

Hast völlig recht, eine Straßenbahn-Regionalbahn-Kombination ist in und um Berlin sicher nicht erstrebenswert.
Allerdings wäre bei den laufenden und bevorstehenden langwierigen Bauarbeiten ein ziemlicher Zeitvorteil für die Basdorfer zu verzeichnen. Die eine Stunde bis in die Mitte Berlins kann man derzeit nur nachts mit dem Auto schaffen. In den Hauptverkehrszeiten geht zwischen Karow und Pankow nichts außer Dauerstau, für die Teilnehmer am MIV und ÖPNV gleichermaßen.

Dennoch ist eine Elektrifizierung sinnvoll, wenn auch nicht sehr wirtschaftlich, solange Diesel billig ist und Strom immer teurer wird.

Ich stimme dir zu, dass die Elektrifizierung in Deutschland noch etwas - sagen wir mal - zaghaft ist. Auf der anderen Seite kann ich mir nicht vorstellen, dass es eine gute Investition ist, jetzt eine mehrfach redundante Verkehrsanbindung für Orte von Größe und Lage wie Basdorf und das anschließende Siedlungsband aufzubauen. Eigentlich könnte man ja entweder auf die Straße und die Eisenbahn ausweichen, jetzt gerade geht bedauerlicherweise beides nicht. Ist es denn wirklich nötig, S- und Fernbahn gleichzeitig zu sperren?
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