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Anbindung Gedenkstätte Sachsenhausen
geschrieben von Jumbo 
Nach das Thema nun sogar schon vom Fernsehen [www.rbb-online.de] aufgeriffen wurde und ich auch selbst schon mal den Bus kostenlos nutzen durfte, weil der Fahrer nur noch die hintere Tür öffen konnte, wo ich dann das erste Stück (nämlich bis zum Bahnhof) ohne Festhaltemöglichkeit fahren musste, hätte ich mal zwei Fragen:

Lässt sich sagen, wie hoch der durchschnittliche Zuschussbedarf für die zusätzlichen Fahrten sein könnte?
Es geht hier um eine Strecke von zweimal 2,7km (also insgesamt 5,4 km) vom Bahnhof bis zur potentiellen Betriebshaltestelle auf dem Busparkplatz der Gedenkstätte, wenn man die derzeitige Linienführung beibehält. Für die Strecke vom Bahnhof bis zur Aus- bzw. Einstiegshaltestelle sieht der Fahrplan 7 Minuten vor.

Da ich allerdings befürchte, dass derzeit ein Wenden am Bahnhof nicht möglich ist, weil die 180°-Kurve von der Stralsunder Straße (Betriebshaltestelle auf dem ehemaligen Busbahnhof) zur Abfahrtshaltestelle auf dem Bahnhofsvorplatz zu eng ist, erscheint mir eine Ringlinie sinnvoll: Betriebshaltestelle Gedenkstätte --> Gedenkstätte (Einstieg) --> Straße der Nationen --> Straße der Einheit --> Freiburger Straße --> Bahnhof --> Dr.-Heinrich-Byk-Straße (T.U.R.M.-Erlebniscity) --> Straße der Einheit --> Straße der Nationen --> Gedenkstätte (Ausstieg) --> Betriebshaltestelle sinnvoll. Diese Strecke wäre 4,6 km lang.
Wenn die Runde andersrum gefahren würde, könnte man zwar das Linksabbiegen aus der Dr.-Heinrich-Byk-Straße in die vielbefahrene André-Pican-Straße einsparen; die Busse zur Gedenkstätte würden dann aber am Bahnhof von unterschiedlichen Haltestellen abfahren.
Nachteil der Rundfahrt wäre, dass die T.U.R.M.-Erlebniscity nur in einer Richtung im „dichten“ Takt an den Bahnhof angebunden wäre.

Ich gehe dabei davon aus, dass höchstens ein zusätzlicher Bus nötig sein wird. Denn von den beiden Bussen, die auf dem 821er im Einsatz sind, müsste ja zumindest der, der morgens in Sachsenhausen, Schule endet, recht schnell zur Verfügung stehen. (Der 821er verstärkt mit seinen ca. 5 Fahrten am Tag den 804er auf dem fraglichen Abschnitt ohnehin ein klein wenig).


Wie würdet ihr die ebenfalls vorgeschlagene Verlängerung des 824ers, der ohnehin im 20-Minuten-Takt fährt, einschätzen?
Das könnte zwar rein rechnerisch umlaufneutral erfolgen. Aber ich halte die Wendezeit an der Gedenkstätte dann für zu kurz als Verspätungspuffer, mal ganz abgesehen von den Pausenzeiten fürs Personal.


Übrigens halte ich das immer mal wieder gebrachte Gegenargument, eine Verstärkung des 804ers würde die Beförderung von heißer Luft in Friedrichsthal und Malz bedeuten, für ausgemachten Unsinn. Denn es kommt ja ausschließlich auf den Abschnitt Bahnhof–Gedenkstätte und nichts weiter an. Und verkürzte Linienführungen kennt sogar die OVG, z.B. bei der Linie 804 (ups :-) ), die teilweise nicht bis zur Rewestraße, sondern nur bis zur Birkenallee fährt.
Das Problem würde sich weitgehend verflüchtigen, wenn man den Haltepunkt Sachsenhausen ordentlich mit Berlin verbinden würde. Und damit meine ich eine Regionalbahn-Linie im Halbstundentakt über eine wiederaufzubauende Nordbahn, durch den Tiergartentunnel bis Südkreuz. Dann können die Besucher das kurze Stück zum KZ rüberlaufen und brauchen keinen Bus mehr.
Zitat
flierfy
Das Problem würde sich weitgehend verflüchtigen, wenn man den Haltepunkt Sachsenhausen ordentlich mit Berlin verbinden würde. Und damit meine ich eine Regionalbahn-Linie im Halbstundentakt über eine wiederaufzubauende Nordbahn, durch den Tiergartentunnel bis Südkreuz. Dann können die Besucher das kurze Stück zum KZ rüberlaufen und brauchen keinen Bus mehr.

Ich glaubt nicht, dass eine bessere Anbindung des Haltepunkts Sachsenhausen zu einer spürbaren Entspannung beitragen wird. Denn wem die 2 km vom Bf Oranienburg zu weit zum Laufen sind, werden auch die 200 Meter¹ weniger ab Hp Sachsenhausen nicht viel bringen. Zumal der Zeitgewinn durch den kürzeren Weg von der um 3 Minuten längere Fahrzeit (vgl. aktuellen Fahrplan der RB12) aufgezehrt wird.

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¹mit dem Routenplaner auf Openstreetmap.org ermittelt
Zitat
Jumbo

Wie würdet ihr die ebenfalls vorgeschlagene Verlängerung des 824ers, der ohnehin im 20-Minuten-Takt fährt, einschätzen? .

So wie ich das sehe, fährt der 824 nur Mo-Sa im 20-Minuten-Takt; Sonntags nur stündlich, oder? Nach Sachsenhausen müsste er Sonntags natürlich genauso oft fahren.

Ansonsten wäre das gut, seine Fahrzeit muss man natürlich auf die S-Bahn abstimmen. Wenn man ne Viertelstunde und mehr warten muss, braucht man ihn nicht.

Allerdings: wie siehts mit dem Reisendenaufkommen in S-Bahn vs. RE aus? Ich beobachte regelmäßig, wie sich in den (ohnehin schon vollen) RE am Wochenende die Massen nach Sachsenhausen drängeln.
Zitat
flierfy
Das Problem würde sich weitgehend verflüchtigen, wenn man den Haltepunkt Sachsenhausen ordentlich mit Berlin verbinden würde. Und damit meine ich eine Regionalbahn-Linie im Halbstundentakt über eine wiederaufzubauende Nordbahn, durch den Tiergartentunnel bis Südkreuz. Dann können die Besucher das kurze Stück zum KZ rüberlaufen und brauchen keinen Bus mehr.

So groß ist die Nachfrage zur KZ Gedenkstätte?

Übrigends können gesunde Menschen vom Bahnhof Oranienburg die paar Meter auch zu Fuß zurücklegen. Ist nicht wesentlich länger als vom dir gewünschten Haltepunkt Sachsenhausen ;-)

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Gruß Ronny

besser keine Strassenbahn als keine U-Bahn
Zitat
Ronny_Sommer
So groß ist die Nachfrage zur KZ Gedenkstätte?
Sie ist jedenfalls zeitweise zu gross, um von den lokalen Buslinien aufgefangen zu werden.

Zitat
Ronny_Sommer
Übrigends können gesunde Menschen vom Bahnhof Oranienburg die paar Meter auch zu Fuß zurücklegen. Ist nicht wesentlich länger als vom dir gewünschten Haltepunkt Sachsenhausen ;-)
Was nützt es, dass die Meisten diese Strecken laufen könnten, wenn sie es dann doch nicht machen. Die Busse sind überlastet und für die Einheimischen nur eingeschränkt nutzbar. Da wird man was machen müssen. Und mehr Busse kann bestenfalls eine sehr kurzfristige Lösung sein.
Vom Hp Sachsenhausen sind es übrigens 700 m gegenüber 2,4 km von der Station Oranienburg. Das ist schon erheblich weniger. Dazu kommt der zum KZ passende Name. Das macht bei der Orientierung auch noch mal etwas aus.
Zitat
flierfy

Sie ist jedenfalls zeitweise zu gross, um von den lokalen Buslinien aufgefangen zu werden.

Dann liegt es am Besteller hier für Abhilfe zu sorgen.

Zitat
flierfy
.
Vom Hp Sachsenhausen sind es übrigens 700 m gegenüber 2,4 km von der Station Oranienburg. Das ist schon erheblich weniger. Dazu kommt der zum KZ passende Name. Das macht bei der Orientierung auch noch mal etwas aus.

1. Ist der Name des Ortteils Namensgebend und nicht das ehemalige KZ
2. mögen es 700m vom Bahnsteig bis zum Zaun KZ des Geländes sein
3. es sind ~1,3km* Fußweg vom Bahnübergang an den Bahnsteigen Sachsenhausen bis Eingang KZ-Gedenkstätte
4. es sind ~1,4km* Fußweg vom Eingang Bahnhof Oranienburg bis Eingang KZ-Gedenkstätte

* gemessen über Google Maps Messfunktion

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Gruß Ronny

besser keine Strassenbahn als keine U-Bahn
Zitat
Global Fisch
Ansonsten wäre das gut, seine Fahrzeit muss man natürlich auf die S-Bahn abstimmen. Wenn man ne Viertelstunde und mehr warten muss, braucht man ihn nicht.

Klar. Wobei das schwierig werden könnte, wenn die S-Bahn ihre Fahrpläne mal wieder ändert (z.B. die Zugkreuzungen von Lehnitz nach Oranienburg verlegt oder die Zuggruppen auf der S25 tauscht). Schließlich hat der 824er auch Anschlüsse in Velten und Hennigsdorf.

Zitat
Global Fisch
Allerdings: wie siehts mit dem Reisendenaufkommen in S-Bahn vs. RE aus? Ich beobachte regelmäßig, wie sich in den (ohnehin schon vollen) RE am Wochenende die Massen nach Sachsenhausen drängeln.

Dazu kann ich leider nichts sagen. Den Gruppen, die mir auf der Straße begegnen, sieht man ja nicht an, ob sie von der S-Bahn oder vom RE kommen. Und im Zug fahre ich dann eher entgegen der Lastrichtung.
Zitat
flierfy
Vom Hp Sachsenhausen sind es übrigens 700 m gegenüber 2,4 km von der Station Oranienburg. Das ist schon erheblich weniger. Dazu kommt der zum KZ passende Name. Das macht bei der Orientierung auch noch mal etwas aus.

OK, für den Rückweg kann man mit ca. 700m vom Hinterausgang der Gedenkstätte zur Bahnstation rechnen.

Für den Hinweg bleibt es aber bei den 1,8 km, die ich in einem Vorposting verlinkt hatte.
Denn was nützt es, wenn man von der Bahn kommt und dann vor einem Ausgangsdrehkreuz in der Mauer der Gedenkstätte steht. Zum Eingang mit Besucherzentrum und dem berühmten „Arbeit macht frei“-Spruch sind es vom Hp Sachsenhausen aus nur 200m weniger als vom Bf Oranienburg aus. Die Wege hatte ich ja weiter oben verlinkt.
Zitat
Ronny_Sommer
2. mögen es 700m vom Bahnsteig bis zum Zaun KZ des Geländes sein
Was heisst hier Zaun. Das Lager ist ja wohl nicht mehr in Betrieb. Da kann man auch mal ein oder zwei Zaunsfelder rausnehmen.


Zitat
Ronny_Sommer
3. es sind ~1,3km* Fußweg vom Bahnübergang an den Bahnsteigen Sachsenhausen bis Eingang KZ-Gedenkstätte
4. es sind ~1,4km* Fußweg vom Eingang Bahnhof Oranienburg bis Eingang KZ-Gedenkstätte

* gemessen über Google Maps Messfunktion
Google ist nicht die Realität. Es sind vom Eingang des Bahnhofs Oranienburg bis zum Ende der Dohnanyi-Strasse ja schon 1,7 km. Und von dort sind es weitere 450 m bis zum Haupteingang.
Ich versteh die Aufregung eh nicht,
z.B.Ravensbrück,Buchenwald und Dora-Mittelbau sind auch nicht besser erreichbar...

T6JP
Zitat
flierfy

Was heisst hier Zaun. Das Lager ist ja wohl nicht mehr in Betrieb. Da kann man auch mal ein oder zwei Zaunsfelder rausnehmen.

Damit gewisse Zeitgenossen Nächtens ihren Neigungen nachgehen können?


Zitat
flierfy
Google ist nicht die Realität. Es sind vom Eingang des Bahnhofs Oranienburg bis zum Ende der Dohnanyi-Strasse ja schon.Und von dort sind es weitere 450 m bis zum Haupteingang.

Openstreetmap ist die Realität und frei von Fehlern?

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Gruß Ronny

besser keine Strassenbahn als keine U-Bahn



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.12.2016 21:32 von Ronny_Sommer.
Zitat
T6Jagdpilot
Ich versteh die Aufregung eh nicht,
z.B.Ravensbrück,Buchenwald und Dora-Mittelbau sind auch nicht besser erreichbar...

Es hängt damit zusammen, dass zu bestimmten Zeiten wirklich die Massen nach Sachsenhausen wollen, und Oma Schmidt, die einfach nur nach Malz will, nicht mehr reinkommt.

Und ob die genannten Orte noch schlechter erreichbar sind, macht das Problem doch nicht besser. Hier hat man eine große ÖPNV-Nachfrage, die nicht adäquat abgedeckt wird.
Zitat
Global Fisch

Es hängt damit zusammen, dass zu bestimmten Zeiten wirklich die Massen nach Sachsenhausen wollen, und Oma Schmidt, die einfach nur nach Malz will, nicht mehr reinkommt.

Und ob die genannten Orte noch schlechter erreichbar sind, macht das Problem doch nicht besser. Hier hat man eine große ÖPNV-Nachfrage, die nicht adäquat abgedeckt wird.

Das Hauptproblem dabei dürfte sein, daß der Bus in den Wegbeschreibungen und ÖPNV Abfrage zur Gedenkstätte angegeben wird.
Würde man den Bus in der Suchabfrage und den Wegbeschreibungen rauslassen und in Oranienburg entsprechende Hinweisschilder mit Meterangabe aufstellen, könnte sich die Situation entschärfen.

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Gruß Ronny

besser keine Strassenbahn als keine U-Bahn
Genial! Die Idee löst auch sofort alle Probleme in Berlin. Man nimmt einfach überlastete Linien wie den S-Bahn-Ring, die M10 oder den TXL aus allen Infomedien raus und montiert die Schilder von den Haltestellen ab und schon sind die Züge und Busse schön leer...
Oder man macht es, wie die BVG es zeitweise an der Alten Försterei praktizierte und läßt die Betreiber des KZ für den eventuell nötigen Mehrverkehr aufkommen.
LG Rekowagen
Zitat
Rekowagen
Oder man macht es, wie die BVG es zeitweise an der Alten Försterei praktizierte und läßt die Betreiber des KZ für den eventuell nötigen Mehrverkehr aufkommen.
LG Rekowagen

Es gibt aber doch ein paar wesentliche Unterschiede:
- Veranstalter: millionenschwerer Betrieb der Sportunterhaltungsindustrie vs. hochdefizitäre Stiftung im Non-Profit-Bereich der politischen Bildung
- Veranstaltungsformat: 2x im Monat mit extremen Verkehrsspitzen vs. kontinuierlicher Besucherstrom
- Eintritt: ca. 10-50 Euro vs. frei

Das Thema scheint für die Gedenkstätte bedeutsam und frustrierend zu sein. Es wird auf deren Internetseite thematisiert: [www.stiftung-bg.de]
Zitat
Global Fisch
Zitat
T6Jagdpilot
Ich versteh die Aufregung eh nicht,
z.B.Ravensbrück,Buchenwald und Dora-Mittelbau sind auch nicht besser erreichbar...

Es hängt damit zusammen, dass zu bestimmten Zeiten wirklich die Massen nach Sachsenhausen wollen, und Oma Schmidt, die einfach nur nach Malz will, nicht mehr reinkommt.

Und ob die genannten Orte noch schlechter erreichbar sind, macht das Problem doch nicht besser. Hier hat man eine große ÖPNV-Nachfrage, die nicht adäquat abgedeckt wird.

Das sind doch nicht Ballungen von Individualbesuchern, sondern Gruppen??
Und Gruppenreisen sind meines Wissens vorher dem Verkehrsbetrieb anzumelden-
ansonsten würde ich als ortsansässiger Buskutscher eher irgendwelche Jungspunde auf Klassenfahrt ausm Bus verweisen- zugunsten Stammfahrgästen wie Oma Schmidt aus Malz.

T6JP
Zitat
flierfy
Was heisst hier Zaun. Das Lager ist ja wohl nicht mehr in Betrieb. Da kann man auch mal ein oder zwei Zaunsfelder rausnehmen.

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass es hier Foristen gibt, denen man erklären muss, dass eine KZ-Gedenkstätte nicht umgebaut werden kann. Und die Zäune kann man schon einmal gar nicht entfernen.

Zitat
Rekowagen
Oder man macht es, wie die BVG es zeitweise an der Alten Försterei praktizierte und läßt die Betreiber des KZ für den eventuell nötigen Mehrverkehr aufkommen.
LG Rekowagen

"Die Betreiber des KZ" wurden in Nürnberg zum Tode verurteilt.
Hier geht es um eine Gedenkstätte von mindestens nationaler Bedeutung, die jährlich 700.000 Besucher anzieht.


nic
Zitat
T6Jagdpilot
Das sind doch nicht Ballungen von Individualbesuchern, sondern Gruppen??

Das sind garantiert nicht nur Schulklassen, sondern auch ganz normale Touristen und Berliner, die alleine oder mit Frau und Kind(ern) unterwegs sind.
Aber vielleicht auch zeitgleich eine Gruppe älterer Leute, deren Angehörige dort ermordet wurden.
Wir wissen es nicht, aber es ist eigentlich auch nicht relevant.

Zitat

Und Gruppenreisen sind meines Wissens vorher dem Verkehrsbetrieb anzumelden-

Und was passiert dann? Kommt ein größerer Bus? Oder ein zweiter Wagen?
Oder geht es nur ums Prinzip?


nic
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