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Schwarzfahrer sollen nicht mehr ins Gefängnis
geschrieben von Marienfelde 
Zitat
B-V 3313
Zitat
Philipp Borchert
Hm...inwiefern könnte es sinnvoll sein, Geschwindigkeitskontrollen und die Bestrafung der zu schnell Fahrenden über die Strafverfolgung von Schwarzfahrern zu stellen? Ein Tipp zur Argumentationsfindung: Gefahrenpotenzial von Geschwindigkeitsübertretungen, ungesicherter Ladung, Lenkzeitüberschreitung und Leistungserschleichung betrachten.

Schöne Küchentischromantik. Ich wäre sofort bei dir, wenn man da blitzen würde, wo es gefährlich ist (vor Schulen und Kitas) und nicht da wo in kurzer Zeit viel Knete zu erwarten ist. Wie "gefährlich" der Gesetzgeber das Thema Geschwindigkeit ansieht, sieht man schön am fehlenden Tempolimit auf deutschen Autobahnen.

Wo kan man denn noch großartig Vmax fahren- die Autobahnen sind doch schon voller Limits-
rings um Berlin sind es genug begrenzte Abschnitte, die auf bauliche Begenheiten zurückzuführen sind,
oder die täglich fahrenden Pendler dazu beitragen das es oft genug rummst, weil sie erst aufn letzten Drücker losfahren..
Ich für mich entscheide an freien Abschnitten wie schnell ich fahren möchte, vom Staat will ich da nicht gegängelt werden,
ebenso wie von rot-grünen Sozialromantikern in Sachen ÖPNV Ticket für alle,um einige Leistungsunwillige vor der notwendigen Bestrafung zu bewahren.

T6JP

PS: An den beiden Schulen in meiner Wohngegend steht oft genug das mobile Fotostudio.
Zitat
T6Jagdpilot
(...) vom Staat will ich da nicht gegängelt werden (...)

Wer bist du dass du was willst?

Nur noch für kurze Zeit! Die Original Eisenbahn-Schabeseife der DB - nur echt mit Zitronenduft!
Zitat
T6Jagdpilot

Ich für mich entscheide an freien Abschnitten wie schnell ich fahren möchte, vom Staat will ich da nicht gegängelt werden,
Wer entscheidet was ein freier Abschnitt ist?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.2017 20:14 von VvJ-Ente.
Zitat
VvJ-Ente
Zitat
T6Jagdpilot

Ich für mich entscheide an freien Abschnitten wie schnell ich fahren möchte, vom Staat will ich da nicht gegängelt werden,
/quote]
Wer entscheidet was ein freier Abschnitt ist?

Die Beschilderung laut STVO- Zeichen 278 bzw 282.
Da dürfte jemand entschieden haben wo diese Zeichen aufgestellt sind.
Auf Straßen ausserhalb geschlossener Ortschaften gilt dann zulässige Höchstgeschwindigkeit oder auf der Autobahn Vmax-
entsprechend der Fahrbahn,Verkehrs und Witterungsverhältnisse.
Und wenn mir danach ist, gehts Gaspedal dann halt bis zur max. Fahrzeugleistung.

T6JP
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
T6Jagdpilot
(...) vom Staat will ich da nicht gegängelt werden (...)

Wer bist du dass du was willst?

Einer von Millionen KFZ-Führern, die das ebensowenig wollen.
Wer Kröten über die Straße tragen will kann das von mir auch machen.

T6JP
Wo ist der Unterschied ob "jemand" ein Schild mit der Zahl 130 aufstellt oder ob es ein generelles Tempolimit gibt?

Es sterben übrigens jedes Jahr mehr als 100 Menschen, weil Autofahrer, die nicht "gegängelt" werden wollen, feststellen müssen, dass die Verkehrs- und/oder Wetterverhältnisse doch nicht so gut sind wie sie gedacht haben.
Der Unterschied ist eben der, ob die Stelle an sich nicht einer höheren Geschwindigkeit zuträglich ist.
Ein generelles Tempolimit auch für ausgebaute, freie Abschnitte ist völliger Blödsinn.
Man siehts ja sobald man Deutschland verlassen hat, langsames Geschleiche auf den Autobahnen,
und genug Unfälle passieren man trotzdem..genug gsehen bei den letzten Urlaubstouren.
Und wer es nicht packt, dann sein KFZ zu führen ist genauso am Ende wie jemand,
der sich überschätzt ob er mit 5 Promille noch freihändig Rad fahren kann und auf die Fresse fällt.
Die Todeszahlen im Haushalt allein bei Putztätigkeiten usw. dürften übrigens nicht geringer sein...
und keiner schreit, das Fensterputzen ab dem zweiten Stock zu limitieren sei..

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
(...) und keiner schreit, das Fensterputzen ab dem zweiten Stock zu limitieren sei.

Was daran liegen könnte, dass beim Glasreinigungsarbeiten so selten Dritte zu Schaden kommen.

Nur noch für kurze Zeit! Die Original Eisenbahn-Schabeseife der DB - nur echt mit Zitronenduft!
Autofahrer, die sich einen Dreck um unsere Rechtsordnung scheren, aber andere unbedingt im Gefängnis sehen wollen - die Krönung einer seitenlangen "Argumentation"!

Berlins Straßen sind zu eng, um sie nur dem MIV zu opfern!
Zitat
T6Jagdpilot
Der Unterschied ist eben der, ob die Stelle an sich nicht einer höheren Geschwindigkeit zuträglich ist.
Ein generelles Tempolimit auch für ausgebaute, freie Abschnitte ist völliger Blödsinn.
Man siehts ja sobald man Deutschland verlassen hat, langsames Geschleiche auf den Autobahnen,
und genug Unfälle passieren man trotzdem..genug gsehen bei den letzten Urlaubstouren.
Und wer es nicht packt, dann sein KFZ zu führen ist genauso am Ende wie jemand,
der sich überschätzt ob er mit 5 Promille noch freihändig Rad fahren kann und auf die Fresse fällt.
Die Todeszahlen im Haushalt allein bei Putztätigkeiten usw. dürften übrigens nicht geringer sein...
und keiner schreit, das Fensterputzen ab dem zweiten Stock zu limitieren sei..

T6JP

Es grenzt schon an Egoismus, wenn Kraftfahrzeugführer behaupten, sie können jederzeit einschätzen wann niedrige Fahrgeschwindigkeiten unangemessen sind. Sie können es nur bis zu einem gewissen Maße. Nämlich bis zu der Grenze wo die Reaktionszeit oder das Blickfeld nicht mehr ausreicht, um rechtzeitig vor einem Hindernis zum Stehen zu kommen. Was darüber hinaus geht, sind Fahrzeugführer auf kontextunabhängige Signale angewiesen. So gibt es vor Kreuzungen Lichtsignalanlagen und Vorfahrtszeichen und an unübersichtlichen Streckenabschnitten Geschwindigkeitsbeschränkungen. Beides technische Maßnahmen, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen. Das ist ähnlich wie bei der Eisenbahn. Lokführer sind ebenfalls auf externe Signale angewiesen, sobald die Fahrgeschwindigkeit ein bestimmtes Maß überschreitet. Hier sogar als Extremum, wo das Fahren auf Sicht gänzlich aufgelöst wird. Dahinter steckt der einfache Wirkzusammenhang von Reaktionszeit und Geschwindigkeit in Bezug zu Bremsweg und Krafteinwirkung. Steigt die Geschwindigkeit um das doppelte, so steigt die Krafteinwirkung auf ein Hindernis um das Vierfache. Mit der Folge, dass die Gefahren für den schwächeren Gegner exponentiell ansteigen.

Höhere Geschwindigkeiten bedingen nicht nur längere Reaktionszeiten, sondern auch die Interaktion mit anderen Verkehrsteilnehmern wird schwieriger, weil sich mit steigender Geschwindigkeit das Blickfeld von der Breite mehr auf den zentralen Punkt konzentriert. Erscheinungen um einem herum werden zunehmend ausgeblendet. Zudem sinkt die Fähigkeit, ausreichend Blickkontakt zum Gegenüber aufzubauen. Auf Nur-Autostraßen wird die Nutzung durch andere, nicht interaktionsfähige Verkehrsteilnehmer gleich gänzlich untersagt. Gleichzeitig wird die monopolisierende Infrastruktur baulich "reiner" gestaltet, also mit deutlich weniger Konfliktpunkten (Brücken, breitere Spuren, Beschleunigungsstreifen etc.).

Allgemein gesagt steigern geringere Geschwindigkeiten grundsätzlich die Verkehrssicherheit, egal ob auf Autobahnen, Bundesstraßen oder Wohngebietsstraßen. Diese Erkenntnis ist kein "Blödsinn", sondern Ergebnis jahrelanger empirischer Forschungen und statistischer Unfallauswertungen. Geschwindigkeitsüberschreitungen und zu geringer Fahrzeugabstand gehören zu den häufigsten Unfallursachen. Deutlich ist zu erkennen, dass beide Ursachen im engen Wirkzusammenhang stehen. Je höher die Geschwindigkeit, desto länger der Brems- und Reaktionsweg und desto größer die Unfallgefahr. Auch der Stresspegel steigt im entsprechenden Maße an, weil Entscheidungen schneller gefällt werden müssen, obwohl die soziale Verantwortung aufgrund der größeren Folgewirkungen immer mehr ansteigt.

Auch wenn es manche Fahrzeugführer nicht glauben mögen, aber geringere Geschwindigkeiten sind für einen sauberen Verkehrsfluss tatsächlich dienlicher als andersherum. Je höher die Geschwindigkeit, desto mehr Sicherheitsabstand ist nämlich erforderlich. Mit der Folge, dass sich ab einer bestimmten Geschwindigkeit der Fahrzeugabstand negativ auf die Durchlassfähigkeit auswirkt. Geschwindigkeit spart keine Zeit, sondern beansprucht Raum. Vor allem wenn unterschiedliche Geschwindigkeiten ins Spiel kommen. Hier zeigt sich wieder der Egoismus, wenn man meint rasen zu müssen. Wer denkt eigentlich an diejenigen Verkehrsteilnehmer, die sich langsamer bewegen? Weil sie sich auf der langsameren Spur sich nicht trauen, in den schnellere Spur einzufädeln? Vor einigen Jahren wurde der Zusammenhang im Forum mal schön erläutert: [www.bahninfo-forum.de]

Und wer meint, rasen zu müssen, spart von der Zeit am allerwenigsten. Wir bewegen uns im Vergleich von vor 50-60 Jahren vielleicht schneller und sicherer durch das Land. Aber die durchschnittliche Gesamtreisezeit liegt seit Jahrzehnten konstant bei einer Stunde pro Tag. Das beweist einmal mehr: Geschwindigkeit spart keine Zeit, sondern kostet Raum. Und Energie. Egal ob Antriebsenergie, bauliche oder materielle. Vor allem kostet es gesundheitliche Energie. Schnell fahren mag vielleicht den Nutzen erzeugen, Zeit zu sparen. Aber es ist sinnlos, weil der Zeitvorteil durch die aufgewendete Energie für den Fahrer, das Fahrzeug und sein Umfeld wieder verloren geht.

Viele Grüße
Florian Schulz

--
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Zitat
Florian Schulz

Es grenzt schon an Egoismus, wenn Kraftfahrzeugführer behaupten, sie können jederzeit einschätzen wann niedrige Fahrgeschwindigkeiten unangemessen sind. Sie können es nur bis zu einem gewissen Maße.
Nämlich bis zu der Grenze wo die Reaktionszeit oder das Blickfeld nicht mehr ausreicht, um rechtzeitig vor einem Hindernis zum Stehen zu kommen.

Deshalb passt man seine Geschwindigkeit ja auch an der Situation entsprechend an.

Zitat

Höhere Geschwindigkeiten bedingen nicht nur längere Reaktionszeiten, sondern auch die Interaktion mit anderen Verkehrsteilnehmern wird schwieriger, weil sich mit steigender Geschwindigkeit das Blickfeld von der Breite mehr auf den zentralen Punkt konzentriert.

Die Reaktionszeit beträgt 0,8-1,0 Sekunden - und das ist von der gefahrenen Geschwindigkeit weniger abhängig als von der Konzentration und Ausgeruhtheit des Fahrzeugführers.
Es ging T6JP um das Fahren auf Autobahnen und die Ablehnung eines generellen Tempolimits.
Auf der Autobahn interessiert mich im Allgemeinen weniger das, was jenseits der Leitplanke geschieht, sondern das, was vor mir passiert und passieren wird und was hinter mir los ist. Für Letzteres gibt es diese praktischen Spiegel.

Zitat

Erscheinungen um einem herum werden zunehmend ausgeblendet. Zudem sinkt die Fähigkeit, ausreichend Blickkontakt zum Gegenüber aufzubauen.

Sollte man auf der Autobahn wirklich vermeiden.

Zitat

Auf Nur-Autostraßen wird die Nutzung durch andere, nicht interaktionsfähige Verkehrsteilnehmer gleich gänzlich untersagt. Gleichzeitig wird die monopolisierende Infrastruktur baulich "reiner" gestaltet, also mit deutlich weniger Konfliktpunkten (Brücken, breitere Spuren, Beschleunigungsstreifen etc.).

Deshalb gibt es dort auch entsprechend weniger Unfälle als auf Landstraßen.

Zitat

Allgemein gesagt steigern geringere Geschwindigkeiten grundsätzlich die Verkehrssicherheit, egal ob auf Autobahnen, Bundesstraßen oder Wohngebietsstraßen. Diese Erkenntnis ist kein "Blödsinn", sondern Ergebnis jahrelanger empirischer Forschungen und statistischer Unfallauswertungen. Geschwindigkeitsüberschreitungen und zu geringer Fahrzeugabstand gehören zu den häufigsten Unfallursachen.

Weshalb kommen auf Autobahnen mit strengsten Geschwindigkeitsbegrenzungen dann im Verhältnis mehr Menschen ums Leben als auf unseren Bundesautobahnen - die amerikanischen Interstates fallen mir da als Beispiel spontan ein.


Zitat

Auch wenn es manche Fahrzeugführer nicht glauben mögen, aber geringere Geschwindigkeiten sind für einen sauberen Verkehrsfluss tatsächlich dienlicher als andersherum. Je höher die Geschwindigkeit, desto mehr Sicherheitsabstand ist nämlich erforderlich. Mit der Folge, dass sich ab einer bestimmten Geschwindigkeit der Fahrzeugabstand negativ auf die Durchlassfähigkeit auswirkt. Geschwindigkeit spart keine Zeit, sondern beansprucht Raum.

Wenn dieser Raum auf Grund des Verkehrsaufkommens nicht vorhanden ist, sinkt automatisch auch die Geschwindigkeit aller Beteiligten.
Allerdings ist der Zweck der Autobahn schon, dass Menschen und Güter schnell von A nach B gelangen können.

Zitat

Und wer meint, rasen zu müssen, spart von der Zeit am allerwenigsten.
Wir bewegen uns im Vergleich von vor 50-60 Jahren vielleicht schneller und sicherer durch das Land. Aber die durchschnittliche Gesamtreisezeit liegt seit Jahrzehnten konstant bei einer Stunde pro Tag.

Was interessiert denn deine angeblich allgemein gültige durchschnittliche Reisezeit (gilt das weltweit, für alle Menschen?) in diesem Zusammenhang? Entweder die Autobahn ist frei, es gibt kein Tempolimit, Wetter ist gut, man ist in 2 Stunden am Ziel. Oder man braucht 3,5 Stunden, weil gestern allgemein Tempo 100 angeordnet wurde.
Zitat
Nicolas Jost
Deshalb passt man seine Geschwindigkeit ja auch an der Situation entsprechend an.

Das setzt voraus, dass die Situation richtig einschätzt wird. Das ist an vielen Örtlichkeiten aber nicht gegeben, vor allem nicht aus den Blickwinkeln jener, auf denen die restriktiven Maßnahmen angewendet werden. Achtungsschilder, Geschwindigkeitsbeschränkungen, Wildwechsel- und Stauwarnungen gibt es nicht aus Abwechslungsgründen.


Zitat
Nicolas Jost
Deshalb gibt es [auf Autobahnen] auch entsprechend weniger Unfälle als auf Landstraßen.

Dafür sind die Unfälle aufgrund der höheren Geschwindigkeiten folgenschwerer für den Einzelnen. Das ist doch der wesentliche Grund für eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung!


Zitat
Nicolas Jost
Weshalb kommen auf Autobahnen mit strengsten Geschwindigkeitsbegrenzungen dann im Verhältnis mehr Menschen ums Leben als auf unseren Bundesautobahnen - die amerikanischen Interstates fallen mir da als Beispiel spontan ein.

Dazu kannst du sicherlich eine Quelle nennen.


Zitat
Nicolas Jost
Wenn dieser Raum auf Grund des Verkehrsaufkommens nicht vorhanden ist, sinkt automatisch auch die Geschwindigkeit aller Beteiligten.
Allerdings ist der Zweck der Autobahn schon, dass Menschen und Güter schnell von A nach B gelangen können.

Richtig, das Fahrverhalten steht in ständiger Wechselwirkung mit den Strukturen in denen man sich bewegt.

Zum Zweck: Es geht um den Zweck des Schnellfahrens, nicht um den der Autobahn. Es ist sinnlos schnell zu fahren, wenn der Zweck Zeit zu sparen wegen des höheren Energieaufwands, Stresspegels und Gefahrenpotentials für andere Verkehrsteilnehmer nicht erreicht wird. Rasen ist Selbstzweck auf Kosten anderer. Und daher sinnlos.


Zitat
Nicolas Jost
Was interessiert denn deine angeblich allgemein gültige durchschnittliche Reisezeit (gilt das weltweit, für alle Menschen?) in diesem Zusammenhang? Entweder die Autobahn ist frei, es gibt kein Tempolimit, Wetter ist gut, man ist in 2 Stunden am Ziel. Oder man braucht 3,5 Stunden, weil gestern allgemein Tempo 100 angeordnet wurde.

...und man direkt an der Autobahnauffahrt wohnt, drei Stunden fährt ohne ein einziges Auto zu überholen und bei der Autobahnmeisterei an der Zielabfahrt arbeitet. Dass der An- und Abfahrtsweg zur Autobahn Bestandteil der Gesamtreisezeit ist, wird in deiner Simplifizierung genauso unterschlagen wie die Tatsache, dass sich Fahrzeuge untereinander nie gleich schnell bewegen. Außerdem sind mit der Gesamtreisezeit die Fahrten aller Fahrzeuge und Wege gemeint. Autobahnfahrten machen gesamtverkehrlich betrachtet den geringsten Teil aus. Oder bist du in deinem Leben mehr auf der Autobahn gefahren, als auf Land- und Stadtstraßen?

Viele Grüße
Florian Schulz

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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.2017 02:18 von Florian Schulz.
Das mussten wir vor Urzeiten mal berechnen. Wenn ein Autofahrer mit Tempo 100 auf die linke Spur will um einen mit 80 km/h fahrenden LKW zu überholen, muss er mindestens 300 Meter nach hinten freie Sicht haben, wenn er eine Kollision mit einem Schnellfahrer (250 km/h) ausschließen will. Heißt natürlich umgekehrt, wenn du mit Tempo 250 fährst und 200 Meter vor dir zieht einer auf deine Spur, dann knallt es. Zwingend. Außer du kannst die Physik außer Kraft setzen oder findest ein Wurmloch zum tunneln.

Mir wäre aber neu, dass die nicht gegängelten Autofahrer nur dann 250 und schneller fahren, wenn sie mehr als 300 Meter freie Fahrt (d.h. auch niemand auf der Spur daneben, der rausziehen könnte) haben...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.2017 02:54 von VvJ-Ente.
Zitat
VvJ-Ente
Das mussten wir vor Urzeiten mal berechnen. Wenn ein Autofahrer mit Tempo 100 auf die linke Spur will um einen mit 80 km/h fahrenden LKW zu überholen, muss er mindestens 300 Meter nach hinten freie Sicht haben, wenn er eine Kollision mit einem Schnellfahrer (250 km/h) ausschließen will. Heißt natürlich umgekehrt, wenn du mit Tempo 250 fährst und 200 Meter vor dir zieht einer auf deine Spur, dann knallt es. Zwingend. Außer du kannst die Physik außer Kraft setzen oder findest ein Wurmloch zum tunneln.

Mir wäre aber neu, dass die nicht gegängelten Autofahrer nur dann 250 und schneller fahren, wenn sie mehr als 300 Meter freie Fahrt (d.h. auch niemand auf der Spur daneben, der rausziehen könnte) haben...

Volle Zustimmung, "freie Fahrt für freie Bürger" ist Unsinn.

Viele Grüße aus der Wollankstraße
Zitat
dubito ergo sum
Autofahrer, die sich einen Dreck um unsere Rechtsordnung scheren, aber andere unbedingt im Gefängnis sehen wollen - die Krönung einer seitenlangen "Argumentation"!

Kleiner Denkanstoß:
Fahre ich auf einer freigegeben Autobahn schneller als 130-begehe ich KEINEN Verstoß gegen Gesetze!!
Ein Schwarzfahrer der mehrfach und vorsätzlich Leistungserschleichung begeht,schon !!

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
Zitat
dubito ergo sum
Autofahrer, die sich einen Dreck um unsere Rechtsordnung scheren, aber andere unbedingt im Gefängnis sehen wollen - die Krönung einer seitenlangen "Argumentation"!

Kleiner Denkanstoß:
Fahre ich auf einer freigegeben Autobahn schneller als 130-begehe ich KEINEN Verstoß gegen Gesetze!!
Ein Schwarzfahrer der mehrfach und vorsätzlich Leistungserschleichung begeht,schon !!

T6JP

Es ist ja nichtmal eine Ordnungswidrigkeit schneller als 130 km/h zu fahren. Im Falle eines Unfalls zahlen dann halt schlimmstenfalls Versicherungen nicht. Man hat dann auch keine Handhabe gegen den Betreiber der Straße, wenn man bei 300 aus der Kurve fliegt oder bei einer Bodenwelle abhebt. Falls dann dieses aus der Kurve fliegen oder abheben Ursachen für einen Unfall mit anderen ist, trägt der Raser die Schuld, wegen unangepasster Geschwindigkeit, obwohl er so schnell fahren durfte - paradox oder?

Das fehlende Tempolimit stammt aus einer Zeit, als Sportwagen 90km/h schnell waren. Das das heute, wo 500 km/h und mehr möglich sind, nichtmehr passt, ist doch eigentlich klar. Zumal wir mit unserem Primatengehirn eigentlich nur in der Lage sind mit 20 km/h durch die Savanne zu rennen, also nichtmal durch schwieriges Gelände, wie Gebirge oder so.

Vielleicht sollten wir einen "Richtfahrpreis" einführen. Dann kann jeder gerne mehr oder weniger bezahlen. Nur wenn dann der U-Bahnbetreiber den Strom nichtmehr bezahlen kann, dann müssen die, die am wenigsten bezahlt haben aussteigen und schieben.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.2017 12:26 von Nemo.
Zitat
VvJ-Ente
Heißt natürlich umgekehrt, wenn du mit Tempo 250 fährst und 200 Meter vor dir zieht einer auf deine Spur, dann knallt es. Zwingend.

Auf keinen Fall.
Nichts ist auch nur entfernt so unberechenbar wie die Fahrer, die mit 90 oder 100 hinter (oder auch gern neben) LKWs herfahren. Die überholt man eigentlich nicht ungerührt mit 250 Sachen.
Nun weiß ich allerdings, dass "mein" Bremsweg von 210 km/h auf Null noch immer deutlich unter 200 Metern liegt.


Zitat

Mir wäre aber neu, dass die nicht gegängelten Autofahrer nur dann 250 und schneller fahren, wenn sie mehr als 300 Meter freie Fahrt (d.h. auch niemand auf der Spur daneben, der rausziehen könnte) haben...

Jeder Fahrstreifenwechsel verlangt die Einhaltung äußerster Sorgfaltspflicht.
Hier wird größtenteils was falsch wiedergegeben. Die allermeisten der Schwarzfahrer haben eine Geldstrafe von xx Tagessätzen zu yy€ bekommen. Wenn ich diese nicht zahle, auch Ratenzahlung ist möglich - bekomme ich noch das Angebot Sozialstunden zu leisten. 8h x Tagessätze = Gesamtstundenzahl. Alternativ kann ich mich in den Bau setzen. Und jetzt seid mal ehrlich. Wenn man obdachlos ist und es Winter ist, was ist dann besser? Vollpension in Tegel oder unter der Brücke schlafen und Straßenfeger verkaufen? De meisten von denen haben keine Perspektive. Gerade diese Klientel sitzt die EFS ab. Und auch mit einem deutlichen Zuwachs im Winter.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.2017 03:42 von hacklberry.
Zitat
VvJ-Ente
Heißt natürlich umgekehrt, wenn du mit Tempo 250 fährst und 200 Meter vor dir zieht einer auf deine Spur, dann knallt es. Zwingend. Außer du kannst die Physik außer Kraft setzen oder findest ein Wurmloch zum tunneln.

Öhm, nö? Da auf der Autobahn selten mit Schrittgeschwindkeit gefahren wird, bewegt sich auch der weiterhin vorwärts, der rauszieht.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Zitat
VvJ-Ente
Heißt natürlich umgekehrt, wenn du mit Tempo 250 fährst und 200 Meter vor dir zieht einer auf deine Spur, dann knallt es. Zwingend. Außer du kannst die Physik außer Kraft setzen oder findest ein Wurmloch zum tunneln.

Öhm, nö? Da auf der Autobahn selten mit Schrittgeschwindkeit gefahren wird, bewegt sich auch der weiterhin vorwärts, der rauszieht.

Und trotzdem ist es hochgefährlich auf einer gut gefüllten Autobahn links mit 200+ Sachen langzufegen. Zu viele sind hierzulande leider nicht in der Lage einzuschätzen, wann eine solche Geschwindigkeit schlicht unangemessen ist. Die A24 spricht da Bände. Im letzten Jahr der Freigabe gab es 8 Tote. Im Jahr nach der Einführung 0. Ich bin vorher und hinterher mit um die 120-130 unterwegs gewesen und finde es mit der Begrenzung deutlich entspannter, weil nun 90% mit maximal 150 km/h von hinten "angeflogen" kommen.

Aber das nun schon wieder weit abseits vom eigentlichen Thema.

@haklberry: Richtig, das versuchte ich eher weniger erfolgreich weiter oben zu erklären. Die meisten Kontrolleure ignorieren inzwischen allerdings nach meiner Erfahrung offensichtlich Obdachlose. Würden die kosequent verfolgt, dann wäre die Zahl also vermutlich noch deutlich höher.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
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