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Schwarzfahrer sollen nicht mehr ins Gefängnis
geschrieben von Marienfelde 
Kann man sich auch eine neue Monatskarte kaufen und bekommt jene unbürokratisch erstattet?
Wird bestimmt nicht vorgesehen sein. Einfacher wär's für dich als Kunde natürlich. Und die BVG könnte dir, sobald dein eingezogenes E-Ticket geprüft wurde diese Monatskarte abnehmen und dir den kompletten Betrag erstatten und dich mit deinem nun wieder als gültig erkennbaren elektronischen Fahrschein nach Hause schicken. Das hielte ich für angemessen, damit du dir als Kunde zwischenzeitlich den zusätzlichen Aufwand des Kaufs von Einzeltickets sparen kannst. Hast ja schon so genug Gerenne und das weil die BVG unbedingt auf Tickets setzen möchte, die aufgrund ihrer Technik Fehler aufweisen können.

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du doof bist. Hagen Rether ~
Zitat
Logital
Zitat
Arec
Noch toller als Türsteher mit Fahrrad sind übrigens im Türbereich abgestellte Räder ohne Türsteher. Am Besten so angelehnt, dass sie bei Seitenbahnsteigen (derzeit z.B. Ostkreuz und Ostbf stadtwärts) beim Öffnen der Tür heraus- oder umfallen.

Leider wurde ich noch nie Zeuge eines solchen Schauspiels. So oft scheint das also nun auch nicht vorzukommen.

Doch, doch. In der wärmeren Jahreszeit erlebe ich es auf Fahrten ab Spindlersfeld, recht häufig bei Radwandernden mit touristischem Hintergrund. Nachdem die Räder in Spindlersfeld gegen die nicht benutzten Türen gelehnt wurden und in Oberspree auf den Bahnsteig gestürzt sind, werden sie wieder gegen die nunmehr nicht benutzen Türen gelehnt, um in Schöneweide erneut herauszufallen. Meist wiederholt sich das Ganze dann in Köllnische Heide noch einmal nachdem man sich in Baumschulenweg vergewisserte. Funktioniert auch gut zwischen Strausberg und Hoppegarten.
Der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes Jens Gnisa hat sich dafür ausgesprochen, "das sogenannte Schwarzfahren als Tatbestand im Strafgesetzbuch zu überprüfen".

Allein die Berliner Justiz sei jährlich mit 40.000 Schwarzfahrten befasst, während sie unter Personalknappheit leide.

Hier noch ein Link zu "Zeit Online": [www.zeit.de]

Einen schönen Abend wünscht Euch
Marienfelde
Haft für Bagatelldelikte wie Schwarzfahren - das gibt es häufiger, als man denkt. Denn wer eine Geldstrafe nicht bezahlen kann, muss oft eine "Ersatzfreiheitsstrafe" absitzen. Das kostet den Staat laut Monitor-Recherchen mehr als 200 Millionen Euro pro Jahr:
[www.tagesschau.de]

Berlins Straßen sind zu eng, um sie nur dem MIV zu opfern!
Zitat
Lehrter Bahnhof
weil ich sonst eine Prüfung nicht hätte schreiben können.

Besitzt du keinen Personalausweis oder Reisepass?
Zitat
dubito ergo sum
Das kostet den Staat laut Monitor-Recherchen mehr als 200 Millionen Euro pro Jahr...

Und somit ungefähr doppelt so viel, wie die Einnahmeausfälle durch Schwarzfahrer in der Summe von 14 der größten deutschen Städte mit etwa der Hälfte der deutschen Großstadtbewohner: [de.statista.com]

Überschlägig ist es also insoweit ein Nullsummenspiel zwischen vermeidbaren Einnahmeverlusten und Vollstreckungskosten. Nicht berücksichtigt sind dabei vermutlich zum einen Folgekosten wie eine potenzielle zusätzliche Kriminalisierung im Strafvollzug und zum anderen der Umstand, dass es ja trotz der eingesetzten Mittel zur Strafverfolgung und -vollstreckung nicht gelingt, das Schwarzfahren nennenswert einzudämmen.

Ebenso unberücksichtigt bleibt der Aspekt, dass auch die Zahl der Personen in Strafverfolgung und -vollstreckung endlich ist und durch die derzeitige Prioritätensetzung etliche andere Delikte unverfolgt bleiben oder verjähren und unvollstreckt bleiben.
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