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Schwarzfahrer sollen nicht mehr ins Gefängnis
geschrieben von Marienfelde 
Zitat
Ronny_Sommer
Zitat
Beförderungsfall Nr. 8821

Harte Strafen sind nicht wirklich effektiver, falls man sich mal Länder wie die USA anschaut. Und in einem Staat wie Singapur möchte ich persönlich nicht leben.

Nix als Ausreden!

Scheinbar hast du eine Qulle zur Hand: also bitte!

Berlins Straßen sind zu eng, um sie nur dem MIV zu opfern!
Zitat
Beförderungsfall Nr. 8821
Harte Strafen sind nicht wirklich effektiver, falls man sich mal Länder wie die USA anschaut. Und in einem Staat wie Singapur möchte ich persönlich nicht leben.

Das Neuköllner Modell hat aber sehr gute Wirkung erzielt. Das war nicht drakonisch, sondern nur konsequent und setzte zeitnah an.

Zitat

Im Grunde bin ich aber der Meinung, dass wir den Nahverkehr einfach komplett den Staat finanzieren sollten - er tut es ja jetzt schon zu einem großen Teil.
Und falls man doch noch der Meinung ist, dass die Fahrgäste was zahlen sollten, einfach ein Tagesticket zu 1 Euro oder ein Monatsticket zu 30 Euro anbieten, dass im gesamten deutschen Nahverkehr gültig ist.

Man könnte meinen, Hugo Chavez würde zu einem sprechen. Durch das Forum, direkt aus dem Jenseits.
Auf vielen U-Bahnhöfen hat man nichtmehr den Platz für ein geschlossenes System. Bei der U6 hat man z.B. den Sperrenraum für die Bahnsteigverlängerungen genutzt. Außerdem ist in geschlossenen Systemem der Schwarzfahreranteil nur unwesentlich kleiner als in offenen Systemen, bei wesentlich höheren Produktionskosten. Mit Kinderwagen, Fahrrädern und großen Taschen ist es auch nicht einfach durch so eine Sperre zu kommen. Das man Kinderwagen und große Taschen mitnehmen können sollte, darüber sind wir uns doch vermutlich einig?

Ich will auch keinen nervigen Check-In, wenn ich eine Monatskarte habe. Auch bei einem System wie im Kaufhaus mit diesen RFID-Gattern kann man feststellen wieviele Leute eingestiegen sind und wieviele Fahrscheine vorhanden sind. Aus der Differenz folgt der Schwarzfahreranteil. Das ermöglicht dann auch das genaue Steuern der Kontrolltrupps.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
drstar
Da irrst Du, und zwar gewaltig.

Du aber auch.

Die Pfändungsgrenzen für Arbeitseinkommen findest du im §850c ZPO.
Der Bundesgerichtshof hat vor Zeiten beschlossen, dass Arbeitslosengeld und Arbeitseinkommen bei der Pfändung gleichgestellt sind.
Auch Fälle, in denen der Gläubiger die Zwangsvollstreckung wegen einer Forderung aus einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung gegen den Schuldner betreibt, sind nicht anders zu beurteilen.

Leider keine Chance.

(BGH-Beschluss VII ZB 74/11)
Zitat
Nemo
Auf vielen U-Bahnhöfen hat man nichtmehr den Platz für ein geschlossenes System. Bei der U6 hat man z.B. den Sperrenraum für die Bahnsteigverlängerungen genutzt.
ja, und bei anderen Bahnhöfen gibt es jede Menge Zugänge, was viele eigene Sperren erfordern würde.
Man nehme nur mal Hallesches Tor - Zugang U6 Nord, Zugang U6 Süd, U6 Aufzug (ist ja wohl gerade im Bau), das Zugangsgebäude under der Hochbahn mit Eingängen von beiden Seiten, die Treppe zu den Hochbahnsteigen sowie zwei Aufzüge zur U1. Da komme ich auf 8 nötige Sperren, für nur einen Umsteige-Bahnhof.
Das kann man allerdings halbieren, wenn man bspw. den Bereich unter der Hochbahn komplett abschottet (falls das wg Fluchtwegen usw zulässig ist), denn dann braucht man nur noch 3 Zugangssperren für die U6 und eine für die U1.

Zitat
Nemo
Außerdem ist in geschlossenen Systemem der Schwarzfahreranteil nur unwesentlich kleiner als in offenen Systemen, bei wesentlich höheren Produktionskosten.
Bei den Produktionskosten bin ich bei dir, aber beim Schwarzfahreranteil?
Schwarzfahren geht dann ja nur noch in dem man über die Absperrung hüpft

Zitat
Nemo
Mit Kinderwagen, Fahrrädern und großen Taschen ist es auch nicht einfach durch so eine Sperre zu kommen. Das man Kinderwagen und große Taschen mitnehmen können sollte, darüber sind wir uns doch vermutlich einig?

Ich will auch keinen nervigen Check-In, wenn ich eine Monatskarte habe
Ich war, als ich kürzlich in London war, doch recht überrascht wie problemlos der dortige Weg durch die Sperren ist - mit OysterCard.
Voraussetzung ist allerdings, dass man die Hände frei hat, um die Karte rauszuziehen.
Schwer bepackt mit vollen Händen ist das ganze vermutlich nicht so einfach.

Kinderwagen oder große Koffer sind aber in London kein großes Problem, glaube ich - an jedem Sperrenfeld ist ja wohl ein Mitarbeiter postiert, der ggf den extrabreiten Zugang für Kinderwagen, Rollstühle usw öffnet. Der dürfte dann auch dem über die Sperre hüpfenden Schwarzfahrer hinterherlaufen. :)

Womit wir aber schon wieder bei 4 Mitarbeitern alleine für den Bahnhof Hallesches Tor wären. Da wär es mir doch lieber, man würde diese 2-4 Mitarbeiter pro Bahnhof einfach dauerhaft auf dem Bahnsteig postieren, so dass sie ein Auge auf alles haben können und den Fahrgästen für Fragen zur Seite stehen.
Vielleicht lässt man sie ja auch Züge abfertigen, damit ihnen nicht so langweilig wird ;)

Auch berücksichtigen sollte man bei einem geschlossenen System, dass die Sperrenfelder zb in London deutlich mehr Platz einnehmen, als wir in Berlin teilweise auf oder bei den Bahnsteigen hätten.
Dazu fehlen unseren U-Bahnhöfen die teils großzügigen Bahnhofsgebäude (oder Untergeschosse), die London hat...

~ Mariosch
Zitat
Mariosch
Kinderwagen oder große Koffer sind aber in London kein großes Problem, glaube ich - an jedem Sperrenfeld ist ja wohl ein Mitarbeiter postiert, der ggf den extrabreiten Zugang für Kinderwagen, Rollstühle usw öffnet. Der dürfte dann auch dem über die Sperre hüpfenden Schwarzfahrer hinterherlaufen. :)

Daran glaubst du? Wenn der "Hüpfer" grimmig schaut oder in einer Gruppe daherkommt, dann dreht sich der Mitarbeiter um.

Man wird nie genug Leute haben um alle Straftaten zu verhindern - gerade dann nicht, wenn der Täter psychisch gestört ist. Die Vorfälle am Ernst-Reuter-Platz oder an der Hermannstraße wird man auch mit 50 Polizisten pro Bahnhof nicht verhindern können. Ein geschlossenes System hatten wir in Berlin schon. Mit allen Folgen. Da waren dann bei Krankheitswellen und abends Eingänge einfach geschlossen. Ein attraktiver Nahverkehr sieht anders aus.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Ausgerechnet von der Londoner U-Bahn gibt es eine Doku, die den (gezielten) Kampf gegen Schwarzfahrer zeigt.

Neben Überspringen funktioniert z.B. auch das "drängeln", wo einfach eine zweite Person mit durch die Sperre geht, das Aufdrücken einer Sperre (Fluchtweg) oder gar das Bedrohen des örtlichen Mitarbeiters. Der Unterschied ist, dass solche Leute, wenn sie ihre Masche wiederholt durchziehen, gezielt von einem Team erwartet werden.

Es ist und bleibt ein Irrglaube, dass es in geschlossenen Systemen keine (oder deutlich weniger) Schwarzfahrer gäbe. Die Differenz ist minimal.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
B-V 3313
Daran glaubst du? Wenn der "Hüpfer" grimmig schaut oder in einer Gruppe daherkommt, dann dreht sich der Mitarbeiter um.
Mit Sicherheit.
Ich kann mir nur vorstellen, dass es für viele schon ein mentaler Unterschied ist, ob sie einfach in einen Zug steigen mit geringer Chance, kontrolliert zu werden, oder ob sie aktiv über eine geschlossene Sperre klettern müssen.
Von daher fällt es mir schwer zu glauben, das gäbe bei den Schwarzfahrerzahlen keinen oder nur einen geringen Unterschied.

Aber vielleicht schätze ich die Menschen da auch falsch ein. *Ich* persönlich würde mich von einer Sperre im Gegensatz zu einer gelegentlichen Kontrolle beeindrucken lassen (hypothetisch gesprochen; ich hab ja eine Monatskarte).

Zitat
B-V 3313
Ein geschlossenes System hatten wir in Berlin schon. Mit allen Folgen. Da waren dann bei Krankheitswellen und abends Eingänge einfach geschlossen. Ein attraktiver Nahverkehr sieht anders aus.
Da gebe ich dir recht, deswegen halte ich auch nicht viel von Sperren. Die Umbaukosten um ein effizientes geschlossenes System zu errichten wären auch zu hoch,
vom Personalbedarf abgesehen.
Das Geld dann lieber für mehr Personal, mehr Züge, mehr Angebot verwenden.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.2017 18:56 von Mariosch.
Auch die Linke will Schwarzfahrer nicht mehr ins Gefängnis schicken, ist einem Artikel in der heutigen Berliner Zeitung (S. 12) zu entnehmen. Für viele Schwarzfahrer soll die Höhe des erhöhten Beförderungsentgelts keine Rolle spielen - "sie zahlen das Entgelt sowieso nicht, weil sie arm sind. Im vergangenen Jahr mußten 47% der Forderungen abgeschrieben werden.", wird u.a. ausgeführt.

Ein Hafttag koste eine dreistellige Summe. Viele Schwarzfahrer sind Alkoholkranke, andere 'ideologische Überzeugungstäter'.

Justizsenator Behrendt (Grüne) will einen Teil der Schwarzfahrer zu Arbeiten im sozialen Bereich heranziehen.

Hier noch der Link zum Artikel: [www.berliner-zeitung.de]

Also dann eine gute Nacht!
Marienfelde
Und genau den "ideologischen Überzeugungstätern" müßte man diese Ideologie mit aller Härte austreiben,
bis sie automatisch nach ner Fahrkarte greifen sowie sie ein ÖPNV-Gefährt auch nur sehen...

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
Und genau den "ideologischen Überzeugungstätern" müßte man diese Ideologie mit aller Härte austreiben,
bis sie automatisch nach ner Fahrkarte greifen sowie sie ein ÖPNV-Gefährt auch nur sehen...

Dabei stellt sich aber die Frage, ob es wirklich so viele sind, dass sich der Aufwand und die Gängelung der übrigen Fahrgäste mit zusätzlichen Kontrollen usw. lohnt. Dies alles könnte leichter und für die Gesellschaft insgesamt deutlich günstiger werden, wenn man als maximales reguläres Strafmaß eine Gefängnisstrafe hätte.
Zitat
Lopi2000
Dabei stellt sich aber die Frage, ob es wirklich so viele sind, dass sich der Aufwand und die Gängelung der übrigen Fahrgäste mit zusätzlichen Kontrollen usw. lohnt.

Aber genau so funktioniert doch unsere Gesellschaft in der Regel.

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du doof bist. Hagen Rether ~
Vielleicht zur Abrundung noch eine etwas ältere Meinungsäußerung aus der Berliner Zeitung vom 19.02.15 ("Schwarzfahrer gehören nicht in den Knast"), die ich von der Argumentation her nicht uninteressant finde:
[www.berliner-zeitung.de]

Noch einen schönen Tag wünscht
Marienfelde
Zitat
Lopi2000
Zitat
T6Jagdpilot
Und genau den "ideologischen Überzeugungstätern" müßte man diese Ideologie mit aller Härte austreiben,
bis sie automatisch nach ner Fahrkarte greifen sowie sie ein ÖPNV-Gefährt auch nur sehen...

Dabei stellt sich aber die Frage, ob es wirklich so viele sind, dass sich der Aufwand und die Gängelung der übrigen Fahrgäste mit zusätzlichen Kontrollen usw. lohnt. Dies alles könnte leichter und für die Gesellschaft insgesamt deutlich günstiger werden, wenn man als maximales reguläres Strafmaß eine Gefängnisstrafe hätte.

Im Straßenverkehr sind doch stichpunktartige Kontrollen ebenso angesagt ( Geschwindigkeit, oder Ladungssicherung/Ruhezeiten).
Die dabei wiederholt gestellten Personen bzw. Betriebe bekommen dann halt auch Post vom Staatsanwalt mit höheren Strafen.
Und der notorische Falschparker mit über 50 Knöllchen wurde dann auch seinen Führerschein los.
Wer von denen seine Strafe nicht bezahlt, wird genauso gepfändet bzw in Erzwingungshaft als letzte Konsequenz genommen.

T6JP
Hm...inwiefern könnte es sinnvoll sein, Geschwindigkeitskontrollen und die Bestrafung der zu schnell Fahrenden über die Strafverfolgung von Schwarzfahrern zu stellen? Ein Tipp zur Argumentationsfindung: Gefahrenpotenzial von Geschwindigkeitsübertretungen, ungesicherter Ladung, Lenkzeitüberschreitung und Leistungserschleichung betrachten.

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du doof bist. Hagen Rether ~
Zitat
Philipp Borchert
Hm...inwiefern könnte es sinnvoll sein, Geschwindigkeitskontrollen und die Bestrafung der zu schnell Fahrenden über die Strafverfolgung von Schwarzfahrern zu stellen? Ein Tipp zur Argumentationsfindung: Gefahrenpotenzial von Geschwindigkeitsübertretungen, ungesicherter Ladung, Lenkzeitüberschreitung und Leistungserschleichung betrachten.

Schöne Küchentischromantik. Ich wäre sofort bei dir, wenn man da blitzen würde, wo es gefährlich ist (vor Schulen und Kitas) und nicht da wo in kurzer Zeit viel Knete zu erwarten ist. Wie "gefährlich" der Gesetzgeber das Thema Geschwindigkeit ansieht, sieht man schön am fehlenden Tempolimit auf deutschen Autobahnen.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
dubito ergo sum
Zitat
Ronny_Sommer
Zitat
Beförderungsfall Nr. 8821

Harte Strafen sind nicht wirklich effektiver, falls man sich mal Länder wie die USA anschaut. Und in einem Staat wie Singapur möchte ich persönlich nicht leben.

Nix als Ausreden!

Scheinbar hast du eine Qulle zur Hand: also bitte!

Da braucht es keine Quelle(n), sondern nur mal 5 Minuten nachdenken. Der Spruch das harte Strafen keine Straftaten verhindern und somit sinnlos wären, ist nur die Einleitung zum Rückzug aus Recht und Gesetz.
Die Bagatellisierung des bewußten Schwarzfahrens nur ein Einknicken, aus Bequemlichkeit und typisch für links-grüne Politik; "was ich nicht sehe existiert nicht".

Nachtrag: Der Gipfel ist die versuchte Sozialisierung dieses asozialen Verhaltens über eine ÖPNV-Pauschale, die jedem Haushalt zwangsabgeführt werden soll.
Wobei es hier bestimmt wieder Einkommensuntergrenzen gibt, um die eigene Wählerklientel nicht zu verprellen.

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Gruß Ronny

besser keine Strassenbahn als keine U-Bahn



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.2017 15:30 von Ronny_Sommer.
Zitat
Ronny_Sommer
Da braucht es keine Quelle(n), sondern nur mal 5 Minuten nachdenken. Der Spruch das harte Strafen keine Straftaten verhindern und somit sinnlos wären, ist nur die Einleitung zum Rückzug aus Recht und Gesetz.
Nein, fünf Minuten Nachdenken würden dazu führen, sich mit dem Thema etwas genauer zu beschäftigen, statt irgendwelche Parolen zu wiederholen.
Seit Jahrzehnten haben wir das Problem, dass Schwarzfahren ab einem bestimmten Punkt kriminalisiert wird und die Leute dafür in den Knast wandern, ohne dass sich daran etwas ändert. Und einige der Täter verbringen zusammen Jahre für Schwarzfahrerei im Knast. Daher ist es ehr wohl angebracht, darüber zu diskutieren - denn Gefängnisandrohung scheint hier nicht zu helfen.

Zitat
Ronny_Sommer
Nachtrag: Der Gipfel ist die versuchte Sozialisierung dieses asozialen Verhaltens über eine ÖPNV-Pauschale, die jedem Haushalt zwangsabgeführt werden soll.
Wobei es hier bestimmt wieder Einkommensuntergrenzen gibt, um die eigene Wählerklientel nicht zu verprellen.
Aber selbstverständlich für Autofahrer einen Anspruch einzufordern, kostenlos parken zu dürfen. Das nenne in Klientelpolitik - und zwar für sich selbst.

Ingolf
Zitat
B-V 3313
Schöne Küchentischromantik. Ich wäre sofort bei dir, wenn man da blitzen würde, wo es gefährlich ist (vor Schulen und Kitas) und nicht da wo in kurzer Zeit viel Knete zu erwarten ist. Wie "gefährlich" der Gesetzgeber das Thema Geschwindigkeit ansieht, sieht man schön am fehlenden Tempolimit auf deutschen Autobahnen.
Und immer hier noch die absurde Ansicht, als wenn jeder Autofahrer einen Anspruch darauf hat, für sich selbst zu entscheiden, was und wo eine angemessene Geschwindigkeitsüberschreitung zu ahnden ist. Genauso, wie die Höhe des Fahrpreises keine Verhandlungsache ist, trifft dies auch auf Geschwindigkeitsbeschränkungen zu.
Das fehlende Tempolimit auf Autobahnen in Deutschland ist eine Konzession zu Gunsten der Automobilindustrie, die damit bis heute als Standortfaktor als "größte Teststrecke für schnelle Autos" wirbt. Und natürlich an alle, die gerne rasen. Kostet jedes Jahr etliche Menschenleben, ökologische Schäden und Durchlassfähigkeit - wird aber von Politik und Gesellschaft weiterhin in Kauf genommen ist ist in dieser Form weltweit (nahezu) einmalig anzutreffen.

Ingolf
Zitat
T6Jagdpilot
Weil der KFZ Benutzer ebenso permanent an der Finanzierung der öffentlichen Hand teilnimmt-
mit seinen Steuern,die er für Besitz und Betrieb des Fahrzeugs entrichten muß.

Woraus sich weder rechtlich noch moralich ein Recht herleitet, eine Privilegierung in der Nutzung des öffentlichen Raumes einzufordern.
Allein schon dadurch, weil trotz entsprechender Steuern das Verkehrsystem um das Auto herum (und nicht nur) deutlich mehr externe Kosten verursacht, als von den Autofahrern gezahlt werden. Und daran ändern auch die permanent wiederholten Sprüche von der "Melkkuh der Nation" nichts.

Etwas Lesestoff dazu gibt es hier:

[www.zukunft-mobilitaet.net]

[www.bpb.de]

[www.iwkoeln.de]

Ingolf
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