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Umbau S-Bahnhof Warschauer Straße - Bauzeitraum 03/2017 - 10/2017 (Thema beendet)
geschrieben von manuelberlin 
Kurz noch zwei Handy-Schüsse von heute Nachmittag:
- Bahnsteig A, Bahnsteigdach: Schön isset nich, aber dafür eijenartich.
- Die Überdachung des künftigen Laufweges durch die Bahnhofsbaustelle ist zwar schlagfest, aber dicht wird sie nicht sein, jedenfalls in dem Zustand


Guten Abend zusammen.
Der Neubau des Bahnhofes Warschauer Straße ist und bleibt ein Trauerspiel.

Vieles wird man bis zur Inbetriebnahme am 21. August nicht schaffen, deshalb wurde jetzt an vielen Stellen mit Wellblech verdeckt was zu verdecken geht.

Der Mittelsteg des Bahnsteigdaches sollte eigentlich Glasscheiben bekommen. Doch nun bietet sich folgendes Bild.


Unter dem Dach und unter der Halle ist alles provisorisch abgehangen, keine Verkleidung...nichts....man will das irgendwie nur noch betriebsfertig bekommen.


Die Einhausung durch die Halle wird links, rechts und von oben ebenfalls mit Wellblech versehen. Ich hoffe dass dieses Provisorium nicht all zu lang erhalten bleibt.


Auf eine Fassade werden wir wohl noch lange warten müssen, denn ich befürchte dass man diese erst aufbaut, wenn auch die Nordseite so weit ist. Und das kann dauern.
Die Fußgängerbrücke muss weg, der Kran muss raus, nördlich muss der Kran neu aufgebaut werden, die restlichen Betonagen müssen ausgeführt werden und dann kann das Fassadengerüst auf der Nordseite angebaut werden.
Ich schätze das wird erst im nächsten Jahr so weit sein.

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Och, das war doch in Südkreuz auch nicht anders, ging jahrelang so.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Hallo Stefan,

danke für die (ernüchternden) Bilder. Was ist das für eine schwarze Masse auf dem ersten Bild, wo die Schutz-Holzplatten bereits vom Bahnsteig entfernt wurden. Sieht aus wie eine Teer-Fahrspur.

Viele Grüße

Martin
Das ist dann aber doch rührend zu sehen, wie hier das Letzte gegeben wird.
Als Folge des "Das billigste Angebot gewinnt"-Schwachsinns.
Nur wer billig kauft, kauft doppelt.
Ein Spiegelbild für unsere verkorkste Wirtschaft.
Die DDR hätte es nicht besser machen können.
Ihr Material, wenn es mal was gab, war Wellblech.
Hallo!
Hoffentlich liegt eine gerichtsfeste Ausnahmegenehmigung des EBA für die Ausführung des großartigen blauen Bahnhofsschilds vor, daß man auf den Beton geklebt hat.
Ich staune, daß man die WEBcam, die das ganze Elend dieser Baustelle weltweit verbreitet noch nicht entfernt hat. Aber vielleicht soll es auch ein Hilfeschrei sein. (Wird aber ungehört verhallen.)
Grüße
Schön ist auch die neue Kaffebecherabwurfanlage.
Die Wand im Hintergrund ist mittlerweile hochgemauert, nach vorn ist das Bullauge aber weiter offen.
Ich hatte ja gehofft dass man sich da optisch was einfallen lässt, zum Beispiel eine Milchglashinterleuchtung.
Jetzt wird's wahrscheinlich eine Blechtür geben.



--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Der ganze Bau ist von Anfang an völlig verkorkst. Beginnend mit dem verkehrstechnischen Planungskonzept des gesamten Knotenpunktes, wofür ich den Verantwortlichen nicht mal mehr Unfähigkeit sondern Böswilligkeit unterstelle, über die fragwürdige Entscheidung der Architektur bis zur Bauausführung, die über die gesamte Bauphase offensichtlich von eklatanten, teils haarsträubenden Planungsmängeln begleitet wird. Anders als beim BER haben sich die Randbedingungen während der gesamten Planungs- und Bauphase nicht wesentlich geändert, es hätte alles so gut werden können. Die zu erwartenden Verkehrsströme standen von Anfang fest. Doch wenn man sich jetzt diese Krücke anschaut, glaubt man kaum, dass soetwas heutzutage noch möglich ist. Ich bin mal gespannt, ob das EBA und die anderen zuständigen Behörden für diese aufsehenerregende Zwischenlösung eine Betriebsgenehmigung erteilen.
Bemerkenswert ist, dass offenbar niemand in der Lage ist, diesem ganzen Gebaren Einhalt zu gebieten. Es kann wild drauf losgepfuscht werden, ohne Rücksicht auf öffentliche Belange. Es ist eben kein Prestigeprojekt. Schade drum. An diesem Hotspot hätte Berlin und die Bahn mal zeigen können, wie preisbewusstes intelligentes zukunftsorientiertes Gestalten von öffentlichem Verkehrsraum hätte aussehen können. So wird der Nachwelt nun ein Bauwerk hinterlassen, über den alle zukünftigen Städte- und Verkehrsplaner die Stirn runzeln werden. Und ich werd das Gefühl nicht los, das in nicht allzuweiter Ferne der Bahnhof unter Denkmalschutz gestellt wird, als erhaltenswertes Denkmal für Fehlplanung und Behördenunfähigkeit....

Gruß Ralf
Wo sind denn die aktuellen Presse-Artikel dazu?
Sollte eine kritische Berichterstattung dazu nicht deren ureigenste Aufgabe sein?
Oder schläft die Zeitungslandschaft gerade in den Sommerferien???
AUFWACHEN, LEUTE!!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.2017 11:21 von Ostkreuzi.
Zitat
Ostkreuzi
Wo sind denn die aktuellen Presse-Artikel dazu?
Sollte eine kritische Berichterstattung dazu nicht deren ureigenste Aufgabe sein?
Oder schläft die Zeitungslandschaft gerade in den Sommerferien???
AUFWACHEN, LEUTE!!!

Ich will hier nichts schönreden, aber diese Aufregung finde ich schon irgendwie kindisch...

Von DB Netz, Station&Service und S-Bahn wurde schon seit Jahresbeginn kommuniziert, dass der Bahnhof zum jetzigen Bauzustandswechsel nur provisorisch nutzbar sei. Genau dies wird jetzt realisiert. Und in Südkreuz, Gesundbrunnen oder Jungfernheide lief es auch jahrelang mit Zwischenzuständen.

Dass dieses Gesamtprojekt hätte besser laufen müssen, ist klar, aber daran haben auch EBA, SenUVK/SenStadt, Baufirmen sowie Planungsbüros in den letzten 5 Jahren durchaus ihre jeweils individuelle Teilschuld erworben.

Viele Grüße
Arnd
@ Ralf: Danke. Es geht schon damit los, dass man einen Westzugang noch nicht einmal berücksichtigt geschweige denn umgesetzt hat. Auch eine Brückenverbreiterung hat man sich für die nächsten Jahrzehnte verbaut.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.2017 20:38 von def.
Zitat
def
@ Ralf: Danke. Es geht schon damit los, dass man einen Westzugang noch nicht einmal berücksichtigt geschweige denn umgesetzt hat. Auch eine Brückenverbreiterung hat man sich für die nächsten Jahrzehnte verbaut.

U-Bahnbau ist tot und für Fahrrad-bzw.Rollatorautobahnen brauchst keine Brückenverbreiterung.
...und der Rest kann sowieso bald zur MB-Arena und Mediaworld gebeamt werden.

Gruß Angus
Und ich bleibe dabei: solange es keinen VERNÜNFTIGEN Übergang zwischen S- und U-Bahn gibt, hat diese Station den Namen "SCHILDA HBF" verdient. 😠

Beste Grüße
Harald Tschirner
Zitat
Harald Tschirner
Und ich bleibe dabei: solange es keinen VERNÜNFTIGEN Übergang zwischen S- und U-Bahn gibt, hat diese Station den Namen "SCHILDA HBF" verdient. 😠

Hier werden Sie geholfen: [www.parlament-berlin.de]

Oder Du wendest Dich an die örtlich gewählten MdA: [www.parlament-berlin.de] - genauer [www.parlament-berlin.de]

Aus meiner Erfahrung ist dieses Vorgehen deutlich zielführender, als suboptimale Zustände (oder das, was man dafür hält) ständig nur in Sozialen Medien - dazu gehören auch Webforen - zu beklagen...

Viele Grüße
Arnd



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.2017 01:34 von Arnd Hellinger.
Hallo zusammen,

hier noch einige aktuelle Eindrücke von der Baustelle des Grauens. Schwer vorstellbar, dass dort in einer Woche Fahrgäste herumlaufen sollen.

Die Fotos habe ich bereits gestern Nachmittag aufgenommen.

Viele Grüße
Manuel


(1) Gesamtansicht von Süden


(2) Südwestecke und seitliches Bahnsteigdach


(3) Das Wellblechlabyrinth für die Fahrgäste wird aufgebaut, die Schutzwand zur Warschauer Straße hin wurde bereits geöffnet. Zauberhafte Aussichten.


(4) Gesamtansicht von Osten mit den Einhausungen auf der Zugangsebene


(5) Bahnsteigdach. Bei der schwarzen Bahn auf dem Bahnsteig handelt es sich nicht um Asphalt, sondern um eine (teilweise abgerissene) Folie.


(6) Bahnsteig und Bahnsteigdach vom Bahnsteig B aus gesehen. Alles nur provisorisch hergerichtet.


(7) Westlicher Abgang. Geländer waren noch nicht zu sehen. Statt der abgehängten Decke gibt es eine abgehängte provisorische Beleuchtung.


(8) Die Elektrik scheint selbst für das Provisorium hinter dem Zeitplan zu liegen.


(9) Gesamtansicht von Bahnsteig A


(10) Auf der Nordseite reicht nun endlich die Schalung für die Treppenunterseite bis oben.


(11) Vom Aufbau der Bewehrung ist noch nichts zu sehen. Dabei werden erst der nördliche Bahnsteig B, die Treppen dort sowie der neu zu errichtende nördliche Steg mit den seitlichen Zugängen fertiggestellt und in Betrieb sein müssen, um den Innenausbau der Halle beginnen und die Provisorien auf Bahnsteig A beseitigen zu können. Vorher ist ja alles blockiert.

Ich hielte es angesichts der von Manuel hier gerade gezeigten Bilder nicht wirklich für ein dem Weltuntergang analoges Szenario, bis zum Dezember-Fahrplanwechsel 2017 auf Verkehrshalte in Warschauer Straße zu verzichten und stattdessen eine Bus-Ringlinie via Ostbahnhof und MB-Arena zu fahren...

Viele Grüße
Arnd
Absolute Zustimmung! Ich denke, die Fahrgäste hätten dafür Verständnis. Schließlich ist es nicht für sehr lange.
Hallo!
Könnte man noch eine Zeit zwischen Ostbahnhof und Warschauer parallel pendeln?
Grüße!
Na ja, wenn ich zur Zeit mal wieder in Berlin waere und vom Ostkreuz zur U1 wollte, wuerde ich auf jeden Fall das Provisorium einem Busersatzverkehr vorziehen. Zeit ist mir wichtiger als Schoenheit.
Henner
Zitat
Bauart Bernau
Könnte man noch eine Zeit zwischen Ostbahnhof und Warschauer parallel pendeln?

Nein. Genau dort stehen die meisten noch fehlenden Arbeiten an.

Viele Grüße
Arnd
Dieses Thema wurde beendet.