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MoPo: S-Bahn-Ausbau nach Tegel dauert noch bis 2026
geschrieben von Bäderbahn 
Zitat
VvJ-Ente
Der RE6 wird (egal ob mit Diesel oder irgendwann Akku) ohne Oberleitung bleiben. Damit kann er problemlos zwischen Hennigsdorf und Tegel/Schönholz die S-Bahn-Gleise mitnutzen.

Das wird nicht funktionieren. Nicht mal alle S-Bahnzüge dürfen diesen Abschnitt befahren.
Die Nachrüstung von ZBS in vorhandene Fahrzeuge ist langwierig, sehr teuer und zieht eine Neuzulassung durch das EBA nach den neuesten Vorschriften nach sich. Lieber fährt man weiter über Spandau oder Karower Kreuz nach Berlin.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Zitat
VvJ-Ente
Der RE6 wird (egal ob mit Diesel oder irgendwann Akku) ohne Oberleitung bleiben. Damit kann er problemlos zwischen Hennigsdorf und Tegel/Schönholz die S-Bahn-Gleise mitnutzen.

Das wird nicht funktionieren. Nicht mal alle S-Bahnzüge dürfen diesen Abschnitt befahren.
Die Nachrüstung von ZBS in vorhandene Fahrzeuge ist langwierig, sehr teuer und zieht eine Neuzulassung durch das EBA nach den neuesten Vorschriften nach sich.

Ist denn ZBS derart inkompatibel mit dem „normalen“ ETCS, von dem es doch abgeleitet wurde, dass auch keine ganz neuen Fahrzeuge eingesetzt werden können? Ich gehe mal davon aus, dass Fahrzeuge, die nicht für die Berliner S-Bahn bestimmt sind, bald ohnehin neben der PZB- auch ETCS-Ausrüstung bekommen werden.

Könnte die Strecke für einen Mischbetrieb neben ZBS auch vorläufig mit PZB ausgerüstet werden oder ist das zu aufwändig? Platzmäßig dürfte es ja keine Probleme geben, da sich die Streckenelemente einmal zwischen und einmal außerhab der Schienen befinden.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.03.2017 17:40 von Jumbo.
Hamwanich, kennwanich, wollnwanich. Der Dreiklang der Besitzstandswahrer. Niemand verlangt, dass schon morgen die RE über die S25-Trasse fährt.
Die Teile von ZBS sind kompatibel mit ETCS. Die Software ist etwas vereinfacht. Die S-Bahn dürfte also nicht auf einer ETCS-Strecke fahren. Ob ein ETCS-Fahrzeug ohne Umstellung der Software auf dem Berliner S-Bahn fahren darf, weiß ich nicht. Letztendlich können die Fahrzeuge aber mehrere Softwares dazu im Bordcomputer haben. Man muss dann halt in Hennigsdof, Velten oder Schönholz umstellen.
Vielleicht müssen die Fahrzeuge dann ja in Schöholz beim Systemwechsel unnötigerweise kurz anhalten. Das wäre das einzige was ich mir da als Problem vorstellen könnte.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Der Senat hat in Hennigsdorf gar nix zu melden.
Da bestellt das Land Brandenburg.
Und dieses ist bekanntermaßen S-Bahn-Feind.
Zitat
def
Die aktuelle Planung ist mir durchaus bekannt, ich würde dennoch als Ziel einen 10-min-Takt bis Hennigsdorf in der HVZ [...] ansehen.

Selbstverständlich! Gibt es überhaupt, neben der nörlichen S25, noch weitere S-Bahnhöfe auf Berliner Stadtgebiet, die nur im 20-Minuten-Takt betrieben werden?

Gruß
Salzfisch

---
Berlins Straßen sind zu eng, um sie mit Gelenkbussen zu verstopfen!
Oberspree und Spindlersfeld ;-)
Zitat
der weiße bim
Ein Kollege von mir aus Neuruppin hat es ein paarmal probiert. Eineinhalb Stunden bis zum Berliner Hauptbahnhof mit ein bis zwei mal Umsteigen. Seitdem fährt er wieder jeden Arbeitstag mit seinem alten Benz Diesel über die A24/A10 und A111 oder 114 - in der Regel in einer Stunde - jeden Tag eine ganze Stunde mehr Zeit für sich und die Familie.

Die Rechnung finde ich auch sehr interessant. Erstmal scheint der Mensch gleitende Arbeitszeit zu haben oder er fährt sehr früh oder sehr spät zur Arbeit. In allen anderen Fällen wäre es sehr mutig die Fahrzeit per Auto mit nur einer Stunde zu kalkulieren. Dann würde ich gerne wissen, wie oft er die zusätzliche halbe Stunde am Morgen tatsächlich für seine Familie nutzt. Mein Vater ist früher B-Wilmersdorf -> Wünsdorf gependelt (also sogar gegen die Lastrichtung) und ist spätestens um halb 7 los, damit er nicht ins Chaos auf der A100 kommt. Da wäre es uns Kindern abseits von besonderen Feiertagen nicht im Traum eingefallen, auch nur um halb 6 aufzustehen damit wir unser Toastbrot eine Stunde früher essen und dann bis zum Start Richtung Schule eine Stunde Leerlauf haben. Mit Papa um dreiviertel 5 schon mal gar nicht.

Und wenn dem Herrn tatsächlich so viel an seiner Familie liegt - warum pendelt er jeden Tag 140 km? Auch in Berlin gibt es noch bezahlbare Wohnungen, wenn man statt Fahrtkosten in Miete investiert...
Zitat
Ostkreuzi
Der Senat hat in Hennigsdorf gar nix zu melden.
Da bestellt das Land Brandenburg.
Und dieses ist bekanntermaßen S-Bahn-Feind.

Jetzt mal davon abgesehen, dass letztere Aussage in der
pauschalen Form Unsinn, so stimmt der Rest auch nicht:
auf 91,55% der nur im 20-Minuten-Takt bedienten Strecke
von Schönholz nach Hennigsdorf entscheidet der Berliner
Senat. Selbst wenn Brandenburg wieder in Stolpe Süd
die Grenztruppen aufziehen ließe, um zusätzliche S-Bahnen
zu verhindern, könnte doch Berlin soviel 10-Minuten-Takt
nach Heiligensee bestellen, wie es wollte, wenn es wollte.
Zitat
VvJ-Ente
Zitat
der weiße bim
Ein Kollege von mir aus Neuruppin hat es ein paarmal probiert. Eineinhalb Stunden bis zum Berliner Hauptbahnhof mit ein bis zwei mal Umsteigen. Seitdem fährt er wieder jeden Arbeitstag mit seinem alten Benz Diesel über die A24/A10 und A111 oder 114 - in der Regel in einer Stunde - jeden Tag eine ganze Stunde mehr Zeit für sich und die Familie.

Die Rechnung finde ich auch sehr interessant. Erstmal scheint der Mensch gleitende Arbeitszeit zu haben oder er fährt sehr früh oder sehr spät zur Arbeit. In allen anderen Fällen wäre es sehr mutig die Fahrzeit per Auto mit nur einer Stunde zu kalkulieren.

Selbst die DB hatte mit Bussen um 2000 rum nur 80 Minuten Zoo-Neuruppin kalkuliert, mit Halten am Flughafen Tegel und am Bahnhof Tegel.

Neuruppin ist nun wirklich ein Ort, wo das Auto dank Autobahn hier, eher mäßiger Bahnverbindung dort selbst in der Radiale auf Berlin zu einen Zeitvorteil hat.

Unser Nachbar macht das jeden Tag auch, nur auch gegen Lastrichtung (in Steglitz wohnend, in Neuruppin arbeitend). Und wie bei Deinem Vater: auch mit losfahren zu perversen Zeiten frühmorgens wegen leerer A100.

Und ich kenne den o.g. Herren nicht, aber die Zeiten, wo Frau und Kinder immer dorthin mitziehen mussten, wo Herrchen arbeitet, sind in vielen Familien schon einige Jahre vorbei. Vielleicht hat sie ja nen guten Job in Neuruppin oder die haben dort ein Eigenheim mit großen Garten (was sie in Berlin nicht kriegen würden). Und über ne Stunde Pendelzeiten kann man locker auch innerhalb von Berlin haben.
Zitat
Jumbo


Ist denn ZBS derart inkompatibel mit dem „normalen“ ETCS, von dem es doch abgeleitet wurde, dass auch keine ganz neuen Fahrzeuge eingesetzt werden können? Ich gehe mal davon aus, dass Fahrzeuge, die nicht für die Berliner S-Bahn bestimmt sind, bald ohnehin neben der PZB- auch ETCS-Ausrüstung bekommen werden.

Könnte die Strecke für einen Mischbetrieb neben ZBS auch vorläufig mit PZB ausgerüstet werden oder ist das zu aufwändig? Platzmäßig dürfte es ja keine Probleme geben, da sich die Streckenelemente einmal zwischen und einmal außerhab der Schienen befinden.

Hab ich nicht letztens hier ein Foto von der Strausberger Strecke gesehen, wo neben ZBS auch Anschlag und Indusi installiert war? Die Balisen zeigen doch eh nur das Signalbild an (Ok, der Bordrechner macht ein bisschen mehr daraus). Soviel ich weiß, kann man doch ZBS mit einer externen Rechnereinheit direkt an das Signal anklemmen. Warum sollte also ZBS parallel zu PZB nicht funktionieren? Ist ZBS eigentlich was großartig anderes als PZB? Die Strecke wird ja nicht, wie bei LZB, dauerüberwacht, oder? Besitzt ZBS auch RBCs? Soviel ich weiß nicht.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.03.2017 09:14 von DerMichael.
@Global Fisch: Alles richtig. Aber auch alles vorher bekannt. Von daher kann ich nicht täglich zwei Stunden pendeln und die Familie vorschieben um die eigene Bequemlichkeit zu rechtfertigen. Da ist mir eine meiner Kolleginnen lieber. Die fährt von Treptower Park nach Adlershof mit dem Auto, weil sie sagt, dass ihr die ungestörten 20 Minuten pro Weg wichtig sind und sie keine Lust auf die S-Bahn hat.
Zitat
DerMichael
Soviel ich weiß, kann man doch ZBS mit einer externen Rechnereinheit direkt an das Signal anklemmen. Warum sollte also ZBS parallel zu PZB nicht funktionieren?

Könnte ja sein, dass die Signale nur Anschlussmöglichkeit für eine Zugsicherungstechnik haben oder sich die beiden Systeme bei parallelem Anklemmen irgendwie beeinflussen, so nach dem Motto:
         ____
----o---[____]---o----
    |            |
    |____________|
„Widerstand ist zwecklos“
Zitat
VvJ-Ente
Die Rechnung finde ich auch sehr interessant. Erstmal scheint der Mensch gleitende Arbeitszeit zu haben oder er fährt sehr früh oder sehr spät zur Arbeit.

Beides. Er hat sich dort -rechtzeitig- Haus und Grundstück gekauft, ist die letzten Jahre gependelt und nun im Ruhestand.
Die Wahrscheinlichkeit einer Störung ist sowohl bei der Straßen- als auch bei Schienenverbindung nicht vorhersehbar. Im Auto umfährt man jedoch gemeldete Staus mit weniger Zeitverlust, als ein Takt der Regionalbahn bei Ausfall oder Anschlussverlust.

so long

Mario
Hat Karow nicht beides, ZBS und PZB?

Da funzt es doch...
Zitat
der weiße bim
Zitat
VvJ-Ente
Der RE6 wird (egal ob mit Diesel oder irgendwann Akku) ohne Oberleitung bleiben. Damit kann er problemlos zwischen Hennigsdorf und Tegel/Schönholz die S-Bahn-Gleise mitnutzen.

Das wird nicht funktionieren. Nicht mal alle S-Bahnzüge dürfen diesen Abschnitt befahren.
Die Nachrüstung von ZBS in vorhandene Fahrzeuge ist langwierig, sehr teuer und zieht eine Neuzulassung durch das EBA nach den neuesten Vorschriften nach sich. Lieber fährt man weiter über Spandau oder Karower Kreuz nach Berlin.

Deswegen wird ja in der - von DemMichael geposteten - qualifizierenden Untersuchung (sehr lesenswert, zum ersten Mal blicke ich durch bei den ganzen Wünschen, Forderungen, Restriktionen und Hemmnissen) auch explizit davon die Rede, dass
- vom Weiterbetrieb mit den vorhandenen GTW2/6 ausgegangen wird, diese aber entweder
- mit ZBS ausgerüstet werden müssen oder
- die Strecke zusätzlich mit PZB für einen Mischbetrieb ausgerüstet werden müsste.

Die Studie gibt da keine Empfehlung, hält beides für möglich und empfiehlt die insgesamt kostengünstigere Variante zu verwenden. Zwischen den Zeilen lese ich da raus, dass die Autoren eine Nachrüstung von ZBS in den vorhandenen Dieseltriebwagen relativ abenteuerlich finden, von der Einschränkung der betrieblichen Flexibilität mal ganz abgesehen. Eine parallele Ausrüstung der Strecke mit PZB und ZSB hingegen sollte mit überschaubarem Aufwand machbar sein.
Zitat
VvJ-Ente
Hamwanich, kennwanich, wollnwanich. Der Dreiklang der Besitzstandswahrer. Niemand verlangt, dass schon morgen die RE über die S25-Trasse fährt.


Diese "Besitzstandswahrer" findet man unter den Anwohnern der Nordbahn. Die haben erfolgreich verhindert, dass eine Regionalbahn über die Nordbahn geführt wird, obwohl in Höhe Bornholmer Strasse alles vorbereitet wurde. Da wohnen die reichen Pinkel. Platz ist auf der Nordbahn genug. Jetzt versucht man die Kremmener zu vergewaltigen und propagiert dies jetzt als alternativlos.

Verrückt bleiben bitte.
Vergewaltigen ist wohl nicht ganz die richtige Wortwahl!

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Vergewaltigen ist wohl nicht ganz die richtige Wortwahl!

Wenn das der einzige Einwurf ist, verstehe ich das mal als Zustimmung.
Zwischen Reinickendorf und Tegel ist die Strecke nach wie vor mit PZB ausgerüstet, ist in diesem Teil offiziell immer noch Gemeinschaftsstrecke auch wenn schon seit vielen Jahren nichts außer S-Bahn fährt....
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