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RE2 hält ab Dezember nicht mehr am Ostbahnhof!
geschrieben von Tradibahner 
Zitat
Stefan Metze
Ganz einfach...am Ostbahnhof entsteht mit einem Investitionsvolumen von fast 1 Milliarde Euro gerade ein komplett neues Stadtquartier mit:
- [...] Hotels, Büros, Gastronomie, Einkauf und Veranstaltungsorten [...] Arbeitsplätze [...] Wohnungen [...]
- pro Stunde wird der Ostbahnhof von 33 Bussen der 6 BVG-Linien aus den umliegenden Stadtteilen angefahren
- der Ostbahnhof ist für viele Reisende aus dem Bundesgebiet und dem Umland Ziel wenn es um den Besuch von Sportevents und Konzerten in der Mercedes-Benz Arena geht

Wenn es rein um Hotels, Büros, Gastronomie, Veranstaltungen, Arbeitsplätze, Wohnungen ginge, müssten RegionalExpresse auch am Hackeschen Markt, in Charlottenburg, am Savignyplatz und an der Warschauer Straße halten. Für die Feinerschließung aber gibt's die S-Bahn. Ein Umsteigen in diese ist zumutbar. Müssen Leute, die vom Regionalverkehr zur Frankfurter Allee, zum Rosa-Luxemburg-Platz oder zum Wittenbergplatz wollen, auch machen. Das Ostkreuz bietet kürzere Fahrzeiten in Richtung Osten und insgesamt mehr Umsteigemöglichkeiten als 6 Buslinien am Ostbahnhof, von denen manche selbst in den Spitzenstunden nur alle 20 Minuten fahren, und eine davon auch am Ostkreuz hält. Das ist schon ganz gut und auch im Sinne der Umlandfahrgäste, dass sich Regionalzüge auf die wirklich wichtigen Stationen im Stadtgebiet konzentrieren. Dass die Erreichbarkeit dieser Sport- und Konzertarena leidet, scheint mir noch der größte Nachteil eines ausgelassenen RegionalExpress-Haltes am Ostbahnhof. Aber wie oft im Jahr fährt der Cottbusser, Königs Wusterhausener oder Wittenberger dorthin? So selten, dass 5 Minuten Fahrzeit mehr verschmerzbar sind.

Zitat
Stefan Metze
Jeder Abzug von Verkehr, ob Regional oder Fernverkehr vom Ostbahnhof zwingt zu unnötigem Umsteigeverkehr und zur Mehrbelastung der anderen vorhandenen und nicht erweiterten dort verkehrenden Linien.

Auch jetzt sitzen in der S-Bahn zwischen Ostbahnhof und Ostkreuz Fahrgäste des RE2, die in die östlichen Stadtteile Lichtenberg, Marzahn, Köpenick etc. wollen. Mit dem RE2-Halt am Ostkreuz fallen diese weg. Stattdessen sitzen in der dortigen S-Bahn dann ein paar RE2-Fahrgäste die zum Ostbahnhof wollen. Ich erwarte hier keine Mehrbelastung.
Zitat
peterl
Warum sollte der RE dort überhaupt halten? Es gibt weder eine kreuzende U- oder S-Bahn und der RE hält am Alex sowie am Ostkreuz, beides mit der S-Bahn von Ostbahnhof in unter 5 Minuten erreichbar. Auch der Fernverkehr der am Ostbahnhof hält bietet keine zusätzliche Umsteigeoption für RE2-Fahrgäste, da die selben Züge auch am Hbf halten.

Wenn ich mit ICE, RE1 oder RE2 nach Berlin gekommen bin, habe ich bisher immer den Ostbahnhof zum Umstieg auf die S-Bahn Richtung Osten genutzt. Die zahlreichen Verbindungstunnel zwischen den Fernbahnsteigen und den S-Bahnsteigen dieses Bahnhofes bieten dafür die schnellste und unkomplizierteste Umstiegsmöglichkeit aller Bahnhöfe der Stadtbahn. Einschließlich Ostkreuz nach Fertigstellung. Hinzu kommt, dass dort nie Fernzüge halten werden.

Gruß
Micha

Zitat
Tradibahner
Schuchmann sagt, Ostbahnhof ist nicht wichtig, aber was ist dort mit dem noch verkehrenden Fernverkehr Richtung Amsterdam, Warschau und Göttingen/Kassel/Fulda? Alles nicht wichtig? Bin ja gerade Richtig sauer!

Kann man alles auch in Spandau oder Hauptbahnhof erreichen. Im Gegensatz zu Ringbahn, RB 12, 25, 26, S8 und S85. In sofern schon ein sehr klares Plus für den RE2-Halt in Ostkreuz statt Ostbahnhof.
Zitat
Micha
Wenn ich mit ICE, RE1 oder RE2 nach Berlin gekommen bin, habe ich bisher immer den Ostbahnhof zum Umstieg auf die S-Bahn Richtung Osten genutzt. Die zahlreichen Verbindungstunnel zwischen den Fernbahnsteigen und den S-Bahnsteigen dieses Bahnhofes bieten dafür die schnellste und unkomplizierteste Umstiegsmöglichkeit aller Bahnhöfe der Stadtbahn. Einschließlich Ostkreuz nach Fertigstellung. Hinzu kommt, dass dort nie Fernzüge halten werden.

Ostkreuz bietet genau so viele Querungsmöglichkeiten (nämlich deren 3: Steg, Ringbahnsteig S-Bahn und Ringbahnsteig Fernbahn; zur Ringbahn ist der Umstieg in Ostkreuz sogar mit nur einer Treppe zu bewältigen (Statt 2 am Ostbahnhof und 2 am Ostkreuz).

Umgekehrt wird ein Schuh draus: Man hat verpennt, das Ostkreuz auch gleich zum Endpunkt für die ICE-Linien Richtung Frankfurt (München ist ja ab Dezember nicht mehr) und die IC Richtung Amsterdam zu machen.

Der IRE Berlin-Hamburg soll nach meiner Kenntnis in Ostkreuz halten.
Ich denke Ostkreuz wird zwar ein Regionalbahnhof, aber kein Fernbahnhof, weil einfach nicht genug Platz auf den Bahnsteigen ist, um auch noch den Fernverkehr aufzunehmen und es fehlt die übliche Infrastruktur für einen Fernbahnhof. Sollen die Fernreisenden sich mit den S-Bahnfahrern auf die Füße treten? Es hat schon seinen Sinn, dass es große Fernbahnhöfe gibt, die sich von Regionalbahnhöfen unterscheiden. Fernverkehr ist Langstreckenverkehr, bei dem man über Stunden große Entfernungen zurücklegt, da ist der Umstieg in die Feinverteilung, wie sie im Nahverkehr notwendig ist, nachrangig und wird durch den Umstieg in die Stadtbahn ja gewährleistet. Und die ICE- und 1.Klasse-Reisenden steigen ohnehin ins Taxi. Der Ostbahnhof ist entspannt, das wird das Ostkreuz leider nicht werden. Ist auch der Grund, warum ich gegen den Fernhalt in Zoo bin.

Berlin braucht echte Fernbahnhöfe: Anhalter, Lehrter, Görlitzer und Stettiner Bahnhof!!!

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Um ehrlich zu sein freue ich mich über die Nachricht. Der Regionalverkehr hält auf der Stadtbahn immer noch am Zoo, am Hauptbahnhof, am Alex und bald am Ostkreuz - das sind vier Stationen, die eine Feinerschließung ermöglichen.

Es wurde hier schon richtig angemerkt, dass auch das neue Quartier am Ostbahnhof kein Argument für einen Halt ist, denn deutlich dicht bebautere Gebiete in Berlin verfügen über diesen auch nicht. Letztlich fällt auch kein Anschluss weg, die S-Bahn wird man dort wohl kaum stilllegen. Die Anbindung zur Mercedes-Benz-Arena, dem neuen Quartier und dem Einkaufszentrum ist über den Bahnhof Warschauer Straße zudem deutlich kürzer zu erreichen.

Ich kann die Einsparungen nicht beziffern, aber wenn es auch finanziell lohnt, dann sollte man den Bahnhof bis auf die S-Bahn über kurz oder lang schließen und darüber nachdenken, wie und ob man die Flächen südlich der S-Bahn umnutzen kann. Immerhin werden auch am Bahnhofsvorplatz große Flächen frei und das in den 2000ern sanierte Bahnhofsgebäude steht mehr und mehr leer, was sich durch den Abzug der Verkehrshalte noch verstärken wird.
Kreative Lösungen könnten auch ein Hotel, möbelierte Apartments oder Büros IN der alte Bahnsteighalle sein, damit man diese nicht abreißen muss - die Frage ist nur, ob man so viel Platz gewinnt, wenn man die Fernbahngleise - dann ohne Bahnsteige - nach Norden verschiebt.
Ich bin dafür, hauptsache man kann überhaupt in den RE2 umsteigen und wer zum Ostbahnhof will, der hat noch die S-Bahn.

Wenn der Fahrplan nicht einzuhalten geht, dann ist das Osktreuz relevanter, ansonsten gabs hier noch den Vorschlag den RE2 über Ostkreuz Ro fahren zu lassen.
Auch sehr schön, wie ich finde. Sehr schöne Abkürzung von Spandau aus und damit sehr attraktiv für die Spandauer.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.04.2017 18:31 von Flexist.
Zitat
485er-Liebhaber
Sowas Unmögliches schon wieder, da kriegt man ja das Kotzen beim Lesen. Statt man dann halt Alexanderplatz auslässt.

Netter Scherz! Die Zahl der umsteigenden Fahrgäste dort ist enorm.
Zitat
Heidekraut
Berlin braucht echte Fernbahnhöfe: Anhalter, Lehrter, Görlitzer und Stettiner Bahnhof!!!

So ein Quatsch, da hat ja gar keiner was von.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1904-2017
Zitat
JeDi
Der IRE Berlin-Hamburg soll nach meiner Kenntnis in Ostkreuz halten.

Dazu reicht die Bahnsteiglänge nicht aus, es werden meines Wissens maximal 5-6 Wagen möglich sein, der IRE fährt öfters auch mal mit 9-10 Wagen.

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MfG, S5M
Dann halten eben nur 5 Wagen am Bahnsteig, der Rest außerhalb.
Also so wie bei der S3 in Wuhlheide neuerdings?
Zitat
S5 Mahlsdorf
Zitat
JeDi
Der IRE Berlin-Hamburg soll nach meiner Kenntnis in Ostkreuz halten.

Dazu reicht die Bahnsteiglänge nicht aus, es werden meines Wissens maximal 5-6 Wagen möglich sein, der IRE fährt öfters auch mal mit 9-10 Wagen.

Hallo,
geplante Länge ist wohl 210 m:

Bahnsteiginfo Ostkreuz DB AG

dafür wieder schöne 76 cm Bahnsteighöhe.
Ich glaube kaum, dass man sich streiten muss, welcher Bahnhof wichtiger ist, wenn man nur ein Halt zur Verfügung hat. Das ist das Ostkreuz nach der Eröffnung. Ärgerlich ist es trotzdem, genauso wie es mit den Orte bei Cottbus ärgerlich ist.

Warum hält der RE2 eigentlich nicht in Charlotteburg? Weil von Zoo die S-Bahn um die Ecke ist, von Spandau neben der S-Bahn auch die U-Bahn vorhanden ist und der angespannte Zeitplan die Streichung erforderte?

Nur wenn der RE2 in Ostkreuz, Ostbahnhof, Alex, Friedrichstraße, Hbf, Zoo und Charlottenburg hielte, wird er in Berlin zu S-Bahn. Gut oder schlecht, auch darüber lässt sich streiten (Express ist dann jedenfalls nicht mehr).

Zu den ICEs, die von Stadtbahn weg sind. Hat das nicht den Hintergrund, dass man die Stadtbahn leerer kriegen wollte für die Regionalbahnen? Auch hier musste man abwägen, wie es mir scheint. Alles geht nicht (zumindest aktuell).
Zitat
Ostkreuzi
Dann halten eben nur 5 Wagen am Bahnsteig, der Rest außerhalb.

Zitat
VBB/HVV
Also so wie bei der S3 in Wuhlheide neuerdings?

Kannst du das erklären?
Zitat
VBB/HVV
Also so wie bei der S3 in Wuhlheide neuerdings?

Was soll in Wuhlheide sein? Gestern hielten da ganz normal Vollzüge...

Viele Grüße
Arnd
Nein nein, es gab hier letztens einfach einen Beitrag von jemandem (Verzeihung, weiß nicht, wer es schrieb), nach dem am S Wuhlheide ein Vollzug nur mit den ersten vier Wagen im Bahnsteigbereich hielt, die hinteren vier Wagen hingen quasi über, die Türen waren jedoch wohl trotzdem freigegeben. Dann wurde über Gründe spekuliert, wahrscheinlich dass der Fahrer vergaß, dass er einen Vollzug fuhr, und dass sowas überhaupt passieren könne und zuletzt natürlich den Sicherheitsaspekt, dass jemand Blindes wahrscheinlich in den Gleisbereich gefallen wäre, aus einer nicht geringen Höhe, wenn er ausgestiegen wäre.
Das Problem der Fahrplanstabilität des RE2 ist doch dieser verdammt lange Laufweg von Wismar durch drei Bundesländer nach Cottbus.
Dadurch dass diese verdammt langen Strecken, ehemals Laufwege der InterRegios, nun seit ein paar Jahren von der Bahn den Verkehrsverbünden übergeholfen wurden weil sie sie selbst nicht mehr befahren hat und vom Steuerzahler subventioniert werden müssen, sind die Besteller auch daran interessiert die Laufwege so lang wie möglich zu gestalten. Je näher diese Züge jedoch den Ballungsräumen kommen und bei uns ist das nun mal ganz Berlin + Speckgürtel, desto mehr werden die Züge fast S-Bahnähnlich als Pendlerzüge genutzt (sieht man ja im Havelland Nauen - Falkensee - Berlin).

Der Anspruch der Pendler ist innerhalb Berlins + Speckgürtel nun mal der dass man an jedem möglichen Unterwegsbahnhof ein, aus oder umsteigen kann.
Mit dem Argument, dass dieser oder jener Bahnhof auf der Linie der bisher angefahren wurde nun doch nicht mehr so wichtig sei, könnte man in Handumdrehen auch Regionalbahnhalte wie Ahrensfelde, Hohenschönhausen, Wannsee oder Lichterfelde Ost dicht machen. "Schließlich fährt da ja ne S-Bahn."

Kurze Laufwege und aufgeteilte Linien würden zwar mehr Fahrplanstabilität bedeuten, allerdings aber auch mehr Fahrzeugeinsatz und wesentlich mehr Personal, was sich auf die Kosten und die Fahrpreise auswirken würde.
So hat am Ende der Kunde in fast allen Belangen das Nachsehen und die Bahn kassiert für die gleichen Strecken kräftig und mehrfach ab ohne dass sie ihre alten Angebote (die IRs) eigenwirtschaftlich betreiben muss.

Was hier jetzt mit dem RE2 passiert ist keine Angebotserweiterung sondern nur eine Angebotsverschiebung. Dafür dass der VBB in seinen Tweets immer mit dem Hashtag #wachsendestadt wirbt ist solch eine Angebotsverschiebung eine ganz schöne Mogelpackung.
Wenn das Schule macht und das hat es ja schon bei der Schließung von Karlshorst (hier hieß es erst Karlshorst schließt wenn Köpenick eröffnet), dann hält bald alles nur noch an wenigen Bahnhöfen und die Wege zu diesen Zügen werden umständlich, länger und unattraktiver.

Hier muss langsam mal ein gewisses Umdenken und auch neue zusätzliche Produkte her. Fit für die Zukunft und für Wachstum gewappnet scheint mir das bisherige System jedenfalls nicht mehr.

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Zitat
Stefan Metze
Was hier jetzt mit dem RE2 passiert ist keine Angebotserweiterung sondern nur eine Angebotsverschiebung.

Richtig. Angebotserweiterung wird es einzig beim RE1, der dann zusätzlich in Ostkreuz hält. Beim RE2 wird vom Ostbahnhof und bei RE7 und RB14 von Karlshorst verschoben. Bei letzterem kommt dann gleich noch eine Änderung der Tarifzone hinzu, so dass die Umsteiger aus dem östlichen S3-Raum dann künftig ABC statt BC kaufen müssen.

Eine Angebotsweiterentwicklung findet im Augenblick im Regionalverkehr nicht wirklich statt. Der Status Quo wird festgeschrieben. Die RB24 war da einfach nur ein Zufallsprodukt. Anfangs gab es tatsächlich die Überlegung die RB24 Eberswalde - Ostkreuz und die RB19 Ostkreuz - Senftenberg fahren zu lassen. Glücklicherweise passte die Fahrplanlage und der Anbieter für die Durchbindung. Genau das geht beim RE2 leider nicht, weil RB10 und RB14 als passende Kandidaten für einen Asttausch von einem anderen Unternehmen bedient werden. Für den Rücktausch mit dem RE4 passen die Fahrplanlagen nicht.

Selbstverständlich ist es auch ein Unterschied, ob am Hackeschen Markt noch nie ein Regio gehalten hat oder ein bestehender Halt wie Ostbahnhof und Karlshorst gestrichen wird. Sinn der Regios ist es nicht besonders schnell durch Berlin durch zu kommen, sondern den Brandenburgern möglichst gute Anbindungen nach Berlin und den Berlinern ins weitere Umland zu ermöglichen. Dafür ist im Zentrum ein dichter Haltestellenabstand sinnvoll. Im A-Bereich werden sowohl auf der Stadtbahn, als auch in Nord-Süd-Richtung maximal zwei S-Bahn-Stationen ausgelassen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Der RE2 ist für mich besserer Regionalverkehr und eigentlich kein Fernverkehr. Also ist es folgerichtig ihn am Ostkreuz halten zu lassen.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
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