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Tatra gehen zum Fahrplanwechsel in Rente
geschrieben von Tradibahner 
Zitat
Arnd Hellinger

Tja, hätte man den Zwangspunkt S Karlshorst schon umgebaut, könnte man die GT-Doppel ja statt nach S Schöneweide nach Köpenick oder Adlershof fahren und dort wenden lassen. Diese Saumseligkeit von SenStadtUm und BA Lichtenberg in der vergangenen Wahlperiode macht sich immer negativer bemerkbar..

Der PFB zu S Karlshorst liegt ja bis dato nicht vor. :-(((

Mit dem GT-Doppel hätte man aber immer noch 40 brauchbare Sitzplätze weniger pro Zug.
Zitat
der weiße bim
Zitat
GraphXBerlin
Fakt ist, dass immer Barrierefreiheit gefordert wird, die Straßenbahn als DAS Fortbewegungsmittel in Berlin angepriesen wird, und ausgerechnet bei jenem diesem noch Vorwendefahrzeuge mit Hocheinstieg herumfahren. Man könnte sich als Laie fragen wie es sein kann, dass in den letzten Jahren in der Sparte Bus bereits Niederflurfahrzeuge ausgemustert werden, aber bei der Straßenbahn man immernoch 25 Jahre aufzuholen hat.

Jetzt bist du aber ungerecht ;-)

Gerade in den Straßenbahnfuhrpark hat die BVG in den letzten 10 Jahren soviel investiert wie nie zuvor und wie kein anderer deutscher Verkehrsbetrieb. Rund eine halbe Milliarde Euro für neue Flexity und die Lebensdauerverlängerung der Hälfte der vorhandenen Niederflurkisten.

Weder im Bus- noch im U-Bahnbereich wurde auch nicht ansatzweise soviel Geld für den Fuhrpark in die Hand genommen, obwohl beide Betriebszweige die mehrfache Beförderungsleistung der Straßenbahn erbringen.

Hallo Mario.

Meine Postings sind auch gar nicht böse ggü. den Straßenbahnfans o.ä. gemeint. Ich frage mich das ganz ernsthaft (und auch etwas unwissend da mich die Straßenbahn nicht so interessiert) weshalb seit der Wende, vorzugsweise in den 1990ern und 2000dern nicht genügend Zeit war die Tatras komplett abzulösen? War es zu wenig Geld genügend GTs zu bestellen? Wie ist das Verhältnis ein Zugverband GT ggü. mehreren Niederflurbussen? Ich weiß, das ist jetzt ein wenig Milchmädchenrechnung. Aber mir will nicht ganz in den Kopf weshalb man es in 25 Jahren nicht geschafft hat die Tatras abzulösen, während man alle Ikarus-Busse und Hocheinstiegsbusse doch schnell innerhalb von 10- 15 Jahren ausmustern konnte. Die zahlenmäßige Neuanschaffung von Niederflurbussen kostete ja auch nicht wenig.

"Zielverzeichnis Berlin 2016 - Eine Sammlung" >> Infos bei Facebook "GraphX Berlin"
Dafür gibt es viele Gründe. Erstmal sind Straßenbahnen teurer. Eine Straßenbahn = fünf Gelenkbusse vom Preis her. Dann waren die Tatrabahnen ja von der Substanz her gut und die Bahnen noch nicht alt. Anfangs war die Zukunft der Straßenbahn bzw. später von Teilen des Netzes ungewiss und dann hätte man eventuell neue Bahnen gehabt, die überzählig waren. Nebenbei musste das Straßenbahnnetz saniert werden und für die breiteren Bahnen ertüchtigt werden - ebenso die Betriebshöfe. Damit ist man jetzt erst fertig. Die neuen U-Bahnwagen (A3L92, F92, H etc.) waren auch nicht umsonst zu haben.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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B-V 3313
Dafür gibt es viele Gründe. Erstmal sind Straßenbahnen teurer. Eine Straßenbahn = fünf Gelenkbusse vom Preis her. Dann waren die Tatrabahnen ja von der Substanz her gut und die Bahnen noch nicht alt. Anfangs war die Zukunft der Straßenbahn bzw. später von Teilen des Netzes ungewiss und dann hätte man eventuell neue Bahnen gehabt, die überzählig waren. Nebenbei musste das Straßenbahnnetz saniert werden und für die breiteren Bahnen ertüchtigt werden - ebenso die Betriebshöfe. Damit ist man jetzt erst fertig. Die neuen U-Bahnwagen (A3L92, F92, H etc.) waren auch nicht umsonst zu haben.

Dabei hatte die BVG damals mit Beginn der Modernisierung die Möglichkeit, ein Niederflurmittelteil einzubauen. Andere Städte haben es gemacht. Hätte man alleine alle 99 Turbos (KT4Dt) mit einem Mittelteil ausgestattet, hätte man sich schon alle unbeliebten GT6 sparen können. Die zudem, damals eine Hauruckaktion des Gleisumbaus mit sich brachte und man in Berlin unbedingt der erste sein wollte, der 100% Niederflur fahren wollte. Koste es was es wolle. Andere Städte sind da mit mehr Überlegung und ruhiger an die Sache ran gegangen.
Zitat
Triebfahrzeugführer
Zitat
B-V 3313
Dafür gibt es viele Gründe. Erstmal sind Straßenbahnen teurer. Eine Straßenbahn = fünf Gelenkbusse vom Preis her. Dann waren die Tatrabahnen ja von der Substanz her gut und die Bahnen noch nicht alt. Anfangs war die Zukunft der Straßenbahn bzw. später von Teilen des Netzes ungewiss und dann hätte man eventuell neue Bahnen gehabt, die überzählig waren. Nebenbei musste das Straßenbahnnetz saniert werden und für die breiteren Bahnen ertüchtigt werden - ebenso die Betriebshöfe. Damit ist man jetzt erst fertig. Die neuen U-Bahnwagen (A3L92, F92, H etc.) waren auch nicht umsonst zu haben.

Dabei hatte die BVG damals mit Beginn der Modernisierung die Möglichkeit, ein Niederflurmittelteil einzubauen. Andere Städte haben es gemacht. Hätte man alleine alle 99 Turbos (KT4Dt) mit einem Mittelteil ausgestattet, hätte man sich schon alle unbeliebten GT6 sparen können. Die zudem, damals eine Hauruckaktion des Gleisumbaus mit sich brachte und man in Berlin unbedingt der erste sein wollte, der 100% Niederflur fahren wollte. Koste es was es wolle. Andere Städte sind da mit mehr Überlegung und ruhiger an die Sache ran gegangen.

Tatsächlich hätte man längst 100% der Fahrten niederflurig anbieten können, wenn damals einige Entscheidungen anders getroffenen worden wären. Gerade die umfangreiche Modernisierung der jungen T6/B6 erscheint im nachhinien fragwürdig. Allerdings träumte man in den 90ern, nachdem die Komplettstilllegung weitestgehend vom Tisch war, auch mit einem deutlichen Netzausbau und steigenden Fahrgastzahlen. Deutlich steigende Fahrgastzahlen haben wir inzwischen, vom Netzausbau träumen wir weiterhin.

Neben dem Umbau von KT4 zu KTNF6 oder 8 (wie Gera) wäre ja auch ein Umbau der B6 oder die Beschaffung von NF-Beiwagen möglich gewesen. Andererseits konnte man so nun den Druck hoch halten, um neue Fahrzeuge zu beschaffen.

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Hallo,
Man muß auch einmal bedenken, daß die Tatras zur Wendezeit größtenteils noch mehr oder weniger neuwertig waren. Eine sofortige Ablösung (wie es ja mit den T6/B6 geschehen ist :-( ) wäre einfach eine riesige Verschwendung gewesen. Wenn ein Betrieb, wie die BVG, auf einmal ein Straßenbahnnetz mit lauter nagelneuen Wagen übernimmt, wäre es ja wohl ziemlich dumm, als erstes mal die "geschenkten" neuen Wagen zu verschrotten.
Führt euch doch einfach mal vor Augen, mittlerweile haben die Wagen mit 30 Jahren (bzw. 20 Jahren seit Modernisierung) ein Alter erreicht, wo eine Ausmusterung langsam zur Debatte steht, aber auch nur das. In vielen anderen Städten fahren noch deutlich ältere Straßenbahnen. Dieses ganze Tatra-Bashing und Geweine wegen der fehlenden Barrierefreiheit läßt die Züge in einem viel schlechteren Licht erscheinen, als es eigentlich berechtigt wäre, so sind die Tatras (so wie ich es verstanden habe) mit Abstand am zuverlässigsten und am unempfindlichsten gegenüber Wettereinflüssen. Und es reicht ja wohl vollkommen, einen gewissen Grundtakt mit Niederflurbahnen anzubieten. Den Fahrgästen, die zu faul sind, Treppen zu steigen, oder tatsächlich auf Gt6/Flexity angewiesen sind, sollte das ja wohl reichen, und der überwiegende Rest wird 2 KTs ja wohl gegenüber einer Gt6 vorziehen.
LG Rekowagen
Zitat
Jay

Neben dem Umbau von KT4 zu KTNF6 oder 8 (wie Gera) wäre ja auch ein Umbau der B6 oder die Beschaffung von NF-Beiwagen möglich gewesen. Andererseits konnte man so nun den Druck hoch halten, um neue Fahrzeuge zu beschaffen.

Schon richtig, aber die BVG hat sich ja nicht ohne Grund schon lange vor der Ausmusterung der T6 von den B6 getrennt.
Zitat
Rekowagen
Und es reicht ja wohl vollkommen, einen gewissen Grundtakt mit Niederflurbahnen anzubieten. Den Fahrgästen, die zu faul sind, Treppen zu steigen, oder tatsächlich auf Gt6/Flexity angewiesen sind, sollte das ja wohl reichen, und der überwiegende Rest wird 2 KTs ja wohl gegenüber einer Gt6 vorziehen.

Nein, es reicht eben nicht! Wann kapiert eigentlich auch der Letzte, dass Barrierefreiheit im ÖPNV keine nette Geste, sondern eine Pflicht ist?

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313

Nein, es reicht eben nicht! Wann kapiert eigentlich auch der Letzte, dass Barrierefreiheit im ÖPNV keine nette Geste, sondern eine Pflicht ist?

Du scheinst mit deiner Forderung völlig daneben zu liegen, das EU-Gesetz fordert die 100% Barrierefreiheit erst ab 2022, und damit ist es doch eine nette Geste der BVG, das die Barrierefreiheit bei Bussen schon seit ein paar Jahren besteht, und sie bei der Straßenbahn zu 2018 weitestgehend umgesetzt wird. Falls du rechnen kannst, hätte die BVG dann noch knapp 4 Jahre Zeit. Also fordere was du willst, die Pflicht besteht erst ab 2022.

MfG Holger



[tradibahner.de]


Naja, sicher sind 2 KTs besser als 1 zu voller GT. Der GT ist ja irgendwie zugebaut. Aber im Vergleich zum Flexity ist so eine Tatra doch nun wirklich nur eine alte Tram.

Soll die BVG eigentlich stattdessen die GTs ausmustern oder sich keine weiteren Flexities mehr liefern lassen? Wenn dann waren die Reko-Züge doch noch schöne nostalgische Rumpelkisten - die wären cool gewesen. Fast so schön wie die Stadtbahner bei der S-Bahn.

Ich denke auch, dass sich die Tatras eher weiterverkaufen lassen. Die GTs erfüllen hingegen die Anforderungen an die Barrierefreiheit, bieten ausreichend Platz für Nebenlinien der Straßenbahn und können auf Hauptlinien in Doppeltraktion eingesetzt werden. Von daher würde ich auch so entscheiden.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Jay
(...)
Neben dem Umbau von KT4 zu KTNF6 oder 8 (wie Gera) wäre ja auch ein Umbau der B6 oder die Beschaffung von NF-Beiwagen möglich gewesen. Andererseits konnte man so nun den Druck hoch halten, um neue Fahrzeuge zu beschaffen.

Natürlich hätte man 1992/93 auch entscheiden können, die T6 mit NF-Beiwagen zu kuppeln oder die KT4D zu KTNF umzubauen, aber auch dann stünde man ja heute - 25 Jahre später - unweigerlich vor dem Zwang zur umfangreichen Neubeschaffung, weil einfach die Spenderfahrzeuge mit 30 oder 40 Jahren am Ende ihrer wirtschaftlich vertretbaren Nutzungsdauer angekommen wären. Man hätte also (s. Rostock, Leipzig, Cottbus...) das Problem nur verschoben...

Zudem: Aus Fahrgastsicht ist es immer noch angenehmer, an jeder Tür niederflurig ein. und aussteigen zu können. Das erlaubt etwa im GT6 die gleichzeitige Beförderung von E-Rollis und Kinderwagen.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Flexist
Zitat
Jay

Neben dem Umbau von KT4 zu KTNF6 oder 8 (wie Gera) wäre ja auch ein Umbau der B6 oder die Beschaffung von NF-Beiwagen möglich gewesen. Andererseits konnte man so nun den Druck hoch halten, um neue Fahrzeuge zu beschaffen.

Schon richtig, aber die BVG hat sich ja nicht ohne Grund schon lange vor der Ausmusterung der T6 von den B6 getrennt.

Irgend ein Schlaumeier hatte damals ausgerechnet, wieviel Züge man spart, wenn man die Hänger abstellt und nur Traktion fährt, weil sich die Reisezeiten verkürzen.
Dazu kam damals eine Welle von Fahrzeitkürzungen, wo bei man noch mehr Züge sparte, und die Fahrzeiten einer materialmordenen
und "egal was es an Strom frist" Fahrweise unterordnete da man dachte,
a) die Züge können das ab, und B9 Ersatzteile kosten weniger als gesparte Züge+Personal-eine Rechnung die nicht aufging...
auch wenn man die Hänger abstellen konnte, weil man die Fördergelder für die Mod durch Garantieleistungen von MGB ablösen konnte.

Eingedenk der Erfahrungen aus HRO und L mit der Störanfälligkeit der NF-Hänger bin ich froh, das der Kelch an uns vorüber ging.

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Die T6 löste man eher aus dem Grund ab, weil die Wartung den BWLern zu teuer wurde- unser Meister hat ja immer an den Zügen was machen lassen, auch optisch.
Die Kt die von den anderen Höfen dann kamen waren in gottvollem Zustand, so das man sich auch für eine optische Aufarbeitung innen samt grünen Folien entschied...
Da kam ein Schlaumeier und sagte, wir können im Köpenicker Netz eine Traktion T6 durch ein Kt solo ersetzen, für die 60,61+68 reicht das..
Und es soll sich angeblich sogar gerechnet haben, den abgestellten Kt4DT wieder eine HU zur notwendigen Inbetriebnahme zu geben.
Dafür das ab da Fahrgäste in Südostnetz zu Sardinen wurden, bekam der Mann eine fünfstellige Summe als Judaslohn.
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Nach wie vor bin ich zufrieden über das Fassungsvermögen der KT- eine Wohltat wenn die auf der Rhintrasse/Treskowalle/Wilhelminenhofstraße erscheinen,
da ist wenigstens Platz, in den Gt6 geht doch kein Appel mehr zu Erde!!

Und was ich gestern allein in der Stadt an Kt auf der 4,5,6+8 gesehen habe und wenn man die + die 17er und 67/67er Traktionen ersetzen will,frag ich mich-womit...
letztens gabs im gesamten Kombinatsbetrieb Straßenbahn nur noch ein Reservewagen, der noch nicht mal für den Südosten verwendbar war...
ich sag mal abwarten..da sind noch nicht alle Messen gesungen.
Es sei man etscheidet sich mal wieder gegen GTU-Traktionen und kommt zum Sardinenprinzip auf der 17+67/37 zurück, die Fahrgäste+Studis wirds freuen...


T6JP
Zitat
Tradibahner
Zitat
B-V 3313

Nein, es reicht eben nicht! Wann kapiert eigentlich auch der Letzte, dass Barrierefreiheit im ÖPNV keine nette Geste, sondern eine Pflicht ist?

Du scheinst mit deiner Forderung völlig daneben zu liegen, das EU-Gesetz fordert die 100% Barrierefreiheit erst ab 2022, und damit ist es doch eine nette Geste der BVG, das die Barrierefreiheit bei Bussen schon seit ein paar Jahren besteht, und sie bei der Straßenbahn zu 2018 weitestgehend umgesetzt wird. Falls du rechnen kannst, hätte die BVG dann noch knapp 4 Jahre Zeit. Also fordere was du willst, die Pflicht besteht erst ab 2022.

Nochmal für Dich, Holger: Es gibt zu dieser Frage kein "EU-Gesetz", sondern eine deutsche Verfassung, eine völkerrechtlich bindende UN-Behindertenrechtskonvention und ein deutsches Personenbeförderungsgesetz. Das einschlägige Verfassungsrecht (Art. 3 III 2 GG) gilt übrigens schon seit 1994, so dass Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen - eigentlich - genügend Zeit hatten, entsprechend tätig zu werden.

Die Deadline "2022" wurde 2012 ins PBefG eingeführt, um das stetige Erfinden neuer Ausreden zu erschweren und besagt auch nur, dass die AUfgabenträger zu diesem Datum konkrete Zeitpläne zur Herstellung vollständiger Barrierefreiheit in ihren NVP verankert haben müssen...

Viele Grüße
Arnd
Mich haben die Tatras nicht gestört. Ich verstehe aber das Bashing gegen die GTs überhaupt nicht. Ich fand die Züge als sie überall fuhren einfach toll. Klar bringen die Flexities jetzt noch mehr an Platz und Komfort usw. (schöner sind sie allerdings nicht), aber deswegen sind die GTs doch nicht schlecht aus Fahrgastsicht. Es erfordert die Logik, dass die Tatras zuerst abgeschafft werden. Was uns aber zu der Frage bringt, was passiert mit ihnen? Alle nach Stettin? Alle zum verschrotten? Oder in den hohen Norden?

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Heidekraut
Mich haben die Tatras nicht gestört. Ich verstehe aber das Bashing gegen die GTs überhaupt nicht. Ich fand die Züge als sie überall fuhren einfach toll. Klar bringen die Flexities jetzt noch mehr an Platz und Komfort usw. (schöner sind sie allerdings nicht), aber deswegen sind die GTs doch nicht schlecht aus Fahrgastsicht. Es erfordert die Logik, dass die Tatras zuerst abgeschafft werden. Was uns aber zu der Frage bringt, was passiert mit ihnen? Alle nach Stettin? Alle zum verschrotten? Oder in den hohen Norden?

In einem Nachbarthema wurde das schon ausführlich diskutiert. Eine nicht ganz geringe Anzahl wartet im Moment in einer Hamburger Lagerhalle auf den Schiffstransport nach Alexandria, und viele andere werden bestimmt noch den Weg in die eine oder andere Kleinstadt antreten.
Zitat
Slighter
Zitat
Heidekraut
Was uns aber zu der Frage bringt, was passiert mit ihnen? Alle nach Stettin? Alle zum verschrotten? Oder in den hohen Norden?

In einem Nachbarthema wurde das schon ausführlich diskutiert. Eine nicht ganz geringe Anzahl wartet im Moment in einer Hamburger Lagerhalle auf den Schiffstransport nach Alexandria, und viele andere werden bestimmt noch den Weg in die eine oder andere Kleinstadt antreten.

KT4D für Stettin
Ich denke, dass Stettin keine weiteren Tatrawagen übernehmen wird. Die waren ganz gut geeignet, um die ältesten Konstal-Wagen kurzfristig zu ersetzen und einige KT4Dt haben auch eine Modernisierung erhalten (Neulack, neue Sitzpolster, teilweise neue Steuerung). Wie überall in Polen wird man künftig - je nach verfügbaren EU-Fördermitteln - weitere (Teil-)Niederflurwagen beschaffen.

KT4D für Alexandria
Im Hamburger Hafen stehen die definitiv nicht mehr, da das viel zu hohe Lagerkosten verursachen würde. Etwa alle 14 Tage geht ein Schiff von Hamburg nach Alexandria. Die zuletzt abtransportierten Wagen trafen am 27.03-29.03. in Hamburg ein. Das Seeschiff "Grande Roma" verließ Hamburg am 01.04. und dürfte Alexandria ca. 2 Wochen später erreicht haben.
Es gibt Sichtungsfotos von mehreren "gelben KT4" die per LKW durch Ägypten transportiert wurden. Es gibt jedoch noch keine Bestätigung, dass die bei A.P.T.A. angekommen wären.

KT4D für ...
Es gibt im Osten nicht so viele Betriebe, die KT4 (oder andere 2,20m breite Wagen) in Kombination mit Normalspur einsetzen. Alle Städte die einst KT4SU bezogen haben, laufen auf Meterspur bzw. Kapspur und haben sich dementsprechend in der Vergangenheit mit Wagen aus Cottbus, Erfurt & Gera eingedeckt. Weitere KT4D nach Russland wird es auf Grund geänderter Importbestimmungen nicht geben.
Stettin beschafft nur noch Pesa-NF Kisten,
das Projekt Kt mit NF teil hat man wohl zu den Akten gelegt.
Konstalwagen sieht man kaum noch in Netz.

Höchstens die Rumänen würden noch Tatra abnehmen, diese aber gerne geschenkt bekommen,
den Transport gesponsort und an den Wagen vorher neue Radreifen montiert...

T6JP
Zitat
Tradibahner
Zitat
B-V 3313

Nein, es reicht eben nicht! Wann kapiert eigentlich auch der Letzte, dass Barrierefreiheit im ÖPNV keine nette Geste, sondern eine Pflicht ist?

Du scheinst mit deiner Forderung völlig daneben zu liegen, das EU-Gesetz fordert die 100% Barrierefreiheit erst ab 2022, und damit ist es doch eine nette Geste der BVG, das die Barrierefreiheit bei Bussen schon seit ein paar Jahren besteht, und sie bei der Straßenbahn zu 2018 weitestgehend umgesetzt wird. Falls du rechnen kannst, hätte die BVG dann noch knapp 4 Jahre Zeit. Also fordere was du willst, die Pflicht besteht erst ab 2022.

Ich muß B-V 3313 Recht geben. Egal wie das Gesetz ist: Jeder Rentner, jeder Gehbehinderte / Rollstuhlfahrer und jede Mutter mit Kinderwagen freut sich über Niederflur bzw. empfindet soetwas heutzutage als selbstverständlich. Man sollte die Meinung nicht nur von seiner "gesunden" Sicht aus sehen.

"Zielverzeichnis Berlin 2016 - Eine Sammlung" >> Infos bei Facebook "GraphX Berlin"
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
Tradibahner
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B-V 3313

Nein, es reicht eben nicht! Wann kapiert eigentlich auch der Letzte, dass Barrierefreiheit im ÖPNV keine nette Geste, sondern eine Pflicht ist?

Du scheinst mit deiner Forderung völlig daneben zu liegen, das EU-Gesetz fordert die 100% Barrierefreiheit erst ab 2022, und damit ist es doch eine nette Geste der BVG, das die Barrierefreiheit bei Bussen schon seit ein paar Jahren besteht, und sie bei der Straßenbahn zu 2018 weitestgehend umgesetzt wird. Falls du rechnen kannst, hätte die BVG dann noch knapp 4 Jahre Zeit. Also fordere was du willst, die Pflicht besteht erst ab 2022.

Ich muß B-V 3313 Recht geben. Egal wie das Gesetz ist: Jeder Rentner, jeder Gehbehinderte / Rollstuhlfahrer und jede Mutter mit Kinderwagen freut sich über Niederflur bzw. empfindet soetwas heutzutage als selbstverständlich. Man sollte die Meinung nicht nur von seiner "gesunden" Sicht aus sehen.

Man muss sich auch klar darüber werden, dass Behinderung dem Wesen nach nichts ist, wovon grundsätzlich immer nur "die Anderen" betroffen wären, sondern es kann Jeden jederzeit treffen - selbst oder familiär. Ob Tradibahner, Rekowagen oder Tf wohl immer noch so schrieben, hätten sie gerade eine Diagnose wie "MS" oder "Parkinson" bekommen oder lägen mit einer Rückenmarksverletzung im UKB, wage ich sehr zu bezweifeln. Dies auch, stellte man bei ihren Kindern Muskeldystrophie oder frühkindliche Hirnschädigung (habe ich selbst) fest...

Ach ja, und die steigende Lebenserwartung hierzulande ist auch mehr als nur eine statistische Erkenntnis. Insofern sollten wir eigentlich froh sein, dass die BVG die Forderung nach Barrierefreiheit bei Bus und Tram vorfristig erfüllt - bei der U-Bahn wird das wohl kaum zu schaffen sein, unterstellt man das aktuelle Tempo beim Bahnhofsumbau. :-(

Viele Grüße
Arnd
Gilt denn eine Linie als barrierefrei, wenn eine überfüllte Niederflurtonne nach der anderen. in die sich "gesunde" Menschen gerade so mit Ellenbogen reinquetschen können und Rollstuhlfahrer und Kinderwagen null Chancen auf Mitnahme haben? Für mich wäre eine Linie eher barrierefrei, wenn in dichtem Takt (mindestens alle 5 Minuten) abwechselnd ein Tatra-Doppel für die Massen und ein GT für diejenigen, die auf Niederflur angewiesen sind, kämen.

So wie ich über jeden Bahnhof mit Rolltreppe froh wäre, weil man da als Rollstuhlfahrer wenigstens eine Chance hat, auch in der Stoßzeit einen Platz im Fahrstuhl zu bekommen.
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