Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Tatra gehen zum Fahrplanwechsel in Rente
geschrieben von Tradibahner 
Zitat
T6Jagdpilot
Zur Fehlentscheidung GT6 Größe Zustimmung, allerdings die war damals noch auf die gesunkene Zahl der Fahrgäste nach 1990 zurückzuführen,
angesichts der flächendeckenden Schaffung "blühender Landschaften" ging deren Anzahl erstmal kontinuierlich zurück.

Da hätten Einwohner- und Fahrgastzahlen aber schon in Hoyerswerdaer Ausmaßen zurückgehen müssen, um den Einsatz auf Linien wie der (M)6 oder (M)8 zu rechtfertigen. Die Dinger waren zumindest für die heutigen Metrolinien von Anfang an ungeeignet. Wenigstens hat man sich nun bei der Flexity-Bestellung eines Besseren besonnen.

Woran scheitert eigentlich der Flexity-Einsatz auf der Osttangente? Ist ja nicht so, dass dieser Fahrzeugtyp erst gestern aufgetaucht ist - er ist inzwischen bald 10 Jahre in dieser Stadt unterwegs, und dem ging ja auch eine Planungszeit voraus. Dass man es also in über einem Jahrzehnt nicht geschafft hat, eine so wichtige Strecke nicht anzupassen, ist ein echtes Armutszeugnis. Aber wenn man bedenkt, wie lange sich der dringend notwendige Umbau der Endstelle Warschauer Straße für F8 schon hinzieht, eigentlich nicht verwunderlich.

Bei so kleinen, aber wirkungsvollen Maßnahmen könnten die Grünen mal zeigen, wie wichtig ihnen der Nahverkehr wirklich ist.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.05.2017 22:51 von def.
Ich vestehe Euer Gemecker an den GT6 nicht so ganz. Ich fand die damals chic. Auf 2 Stadtrundfahrten (mit Rollis) waren die auch die einzige Möglichkeit. Die GT6 Waren ja auch nicht als KT4D Ersatz gedacht. Kurzer Vergleich
KT4D Doppel 198 Plätze
T6A2 / T6A2 / B6A2 ca. 300 Plätze
GT6 Doppel 300 Plätze
Somit war ein Solo-GT6 zwischen Solo-Tatra und Tatra Doppel angesiedelt, eine GT6 Traktion entsprach vom Platzangebot einem Langzug T6A2 / T6A2 / B6A2
so gesehen kann ich die damalige Entscheidung zur Anschaffung der GT6 gut nachvollziehen.

Bäderbahn
Zitat
Bäderbahn
Ich vestehe Euer Gemecker an den GT6 nicht so ganz. Ich fand die damals chic. Auf 2 Stadtrundfahrten (mit Rollis) waren die auch die einzige Möglichkeit. Die GT6 Waren ja auch nicht als KT4D Ersatz gedacht.

Leider wurden aber KT4-Doppel durch einzeln fahrende GT6 ersetzt, z.B. auf der (M)6. Und was bringt es, bei Neubaufahrzeugen ausschließlich auf einen Typen zurückzugreifen, der für die Hauptlinien ungeeignet ist?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.05.2017 23:07 von def.
Zitat
Bäderbahn

Somit war ein Solo-GT6 zwischen Solo-Tatra und Tatra Doppel angesiedelt, eine GT6 Traktion entsprach vom Platzangebot einem Langzug T6A2 / T6A2 / B6A2
so gesehen kann ich die damalige Entscheidung zur Anschaffung der GT6 gut nachvollziehen.

Es war aber anfangs nie geplant, dass GT6 im Fahrgastverkehr als Doppeltraktion eingesetzt werden.
Zitat
Jay
Auf Gelegenheitsfahrgäste trifft das sicher zu, aber einige Stammfahrgäste orientieren sich da durchaus um und erscheinen dann 10 Minuten früher oder später an der Haltestelle.

Sowas finde ich wahrlich verrückt und so einige Aussagen hier sehr albern. Anfang der 90er wusste man natürlich sehr viel von Metrolinien, vom deutlichen Anstieg der Fahrgastzahlen und alle anderen Betriebe haben ja auch immer min. 50 Meter Fahrzeuge geordert.

Die GT waren zu ihrer Anschaffungszeit aus meiner Sicht genau das Richtige, das mit dem Sitzabstand ist zwar nicht ganz so toll, aber man muss ja nicht maßlos übertreiben.

Die jetzige Fahrzeugsituation ist eben so und man arbeitet doch daran, siehe GT Doppeltraktionen, was man nicht mehr machen wollte. Was hier mitschwingt ist das Übliche: Altfahrzeuge sind immer viel besser gewesen und alles Neuere kacke. Im Kern geht es doch eher um was anderes: Endlich die Trasse nach Schöneweide flexitauglich machen.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1904-2017
Zitat
485er-Liebhaber
Sowas finde ich wahrlich verrückt und so einige Aussagen hier sehr albern.

... aber auch nur, wenn man mit dem verstehenden Lesen ähnliche Probleme hat wie mit dem Zitieren. :)

Zitat
485er-Liebhaber
Anfang der 90er wusste man natürlich sehr viel von Metrolinien, vom deutlichen Anstieg der Fahrgastzahlen und alle anderen Betriebe haben ja auch immer min. 50 Meter Fahrzeuge geordert.

Ich sprach von heutigen Metrolinien, die damals natürlich auch schon Hauptlinien waren. Und davon, dass die GT6 eben schon damals - auch ohne Fahrgastzuwächse und selbst bei leicht sinkenden Fahrgastzahlen - zu klein für diese Hauptlinien waren. Ich erinnere mich z.B. an IGEB-Proteste um die Jahrtausendwende, als die 6 vollständig auf GT6 umgestellt wurde.

Zitat
485er-Liebhaber
Die GT waren zu ihrer Anschaffungszeit aus meiner Sicht genau das Richtige, das mit dem Sitzabstand ist zwar nicht ganz so toll, aber man muss ja nicht maßlos übertreiben.

Waren sie eben nicht. Und auch zu ihrer Anschaffungszeit gab es bereits längere Niederflurfahrzeuge auf dem Markt, z.B. den GT8N in Bremen, so dass man noch nicht mal auf einen grundlegend anderen Fahrzeugtyp hätte zurückgreifen müssen.

Zitat
485er-Liebhaber
Was hier mitschwingt ist das Übliche: Altfahrzeuge sind immer viel besser gewesen und alles Neuere kacke.

Interpretrieren kannst Du genauso gut wie zitieren und verstehend lesen... Es ist zumindest gewagt, aus den Aussagen

"Es ist ein Armutszeugnis, dass die Strecke nach Schöneweide noch nicht Flexity-tauglich ist" und
"Es war ein Fehler, in den 90er Jahren nur GT6 zu beschaffen", kurz, aus der Aussage

"Wegen Fehlern aus den 90er Jahren sollte auf Tatras auf der Osttangente nicht verzichtet werden, auch wenn Niederflurwagen mit mehr Fassungsvermögen natürlich der bessere Weg wären."

ein

"Altfahrzeuge sind immer viel besser gewesen und alles Neuere kacke"

herauszulesen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.05.2017 08:31 von def.
Zitat
def
Zitat
T6Jagdpilot
Zur Fehlentscheidung GT6 Größe Zustimmung, allerdings die war damals noch auf die gesunkene Zahl der Fahrgäste nach 1990 zurückzuführen,
angesichts der flächendeckenden Schaffung "blühender Landschaften" ging deren Anzahl erstmal kontinuierlich zurück.

Da hätten Einwohner- und Fahrgastzahlen aber schon in Hoyerswerdaer Ausmaßen zurückgehen müssen, um den Einsatz auf Linien wie der (M)6 oder (M)8 zu rechtfertigen. Die Dinger waren zumindest für die heutigen Metrolinien von Anfang an ungeeignet. Wenigstens hat man sich nun bei der Flexity-Bestellung eines Besseren besonnen.

Woran scheitert eigentlich der Flexity-Einsatz auf der Osttangente? Ist ja nicht so, dass dieser Fahrzeugtyp erst gestern aufgetaucht ist - er ist inzwischen bald 10 Jahre in dieser Stadt unterwegs, und dem ging ja auch eine Planungszeit voraus. Dass man es also in über einem Jahrzehnt nicht geschafft hat, eine so wichtige Strecke nicht anzupassen, ist ein echtes Armutszeugnis. Aber wenn man bedenkt, wie lange sich der dringend notwendige Umbau der Endstelle Warschauer Straße für F8 schon hinzieht, eigentlich nicht verwunderlich.

Bei so kleinen, aber wirkungsvollen Maßnahmen könnten die Grünen mal zeigen, wie wichtig ihnen der Nahverkehr wirklich ist.

Mal ein Beispiel nur aus dem Südosten, auch wenn da die Gt6 recht spät kamen und von der Größe TDE/BDE bzw T6/B6 gleich waren:
Die Betriebe in Oberschweineöde rund 30 000 Beschäftigte, in Köpenick ca 10 000- größtenteils "abgewickelt".
Das allein führte zur Einstellung der Linien 19,25E,82,85....

Damals bläkte alles Niederflur ist die Zukunft, und Berlin wollte unbedingt 100% Nf-das Ergebnis war diese Tonne!!

Der Einsatz von Flexi scheitert immer noch an den Stellen, die es auch schon vor 10 Jahren gab,
Brücke Frf Ost, Gleiskörper ab Marksburgstr bis Wandlitzstr, S-Bf Schweineöde...
Diese Trasse war an einigen Stellen bis zum Umbau diverser Engstellen zwischen Frf Ost und S-Bf Schweineöde
mit diversen Begegnungsverboten für Gt6 behaftet, soviel zum Thema warum die Breitmaulfösche dort nicht ungehindert eingesetzt werden können.

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
Mal ein Beispiel nur aus dem Südosten, auch wenn da die Gt6 recht spät kamen und von der Größe TDE/BDE bzw T6/B6 gleich waren:
Die Betriebe in Oberschweineöde rund 30 000 Beschäftigte, in Köpenick ca 10 000- größtenteils "abgewickelt".
Das allein führte zur Einstellung der Linien 19,25E,82,85...

Klar. Dass es gerade im Spreeraum zwischen Friedrichshain und Köpenick diese Entwicklung gab, bestreite ich gar nicht. Aber gerade hierhin kam der GT6 ja relativ spät (obwohl er von der Fahrzeuggröße hier tatsächlich dem Bedarf entsprechen dürfte) - die Linien, auf denen er zuerst eingesetzt wurde, waren halt die Innenstadtlinien, und für die - ich wiederhole mich - war er auch unter damaligen Rahmenbedingungen zu klein. Erst 1999 kam er auf der damaligen 26 in den Raum Köpenick. Die Bedienung des Knotenpunkts Schöneweide mit Niederflurfahrzeugen ließ dann nochmal vier Jahre auf sich warten.
Die BVG hat ja damals generell gerne zu viel gespart. Und dann wurde sie auch noch von Nachfrage überrascht. Bei den Flexies hat man ja auch erst im Laufe der Leiferung "gemerkt", dass 30m-Fahrzeuge, die nicht Doppeltraktionsfähig sind, eben nur relativ begrenzt einsetzbar sind und das man dann doch lieber die 40m-Variante einkauft.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Die BVG hat ja damals generell gerne zu viel gespart. Und dann wurde sie auch noch von Nachfrage überrascht. Bei den Flexies hat man ja auch erst im Laufe der Leiferung "gemerkt", dass 30m-Fahrzeuge, die nicht Doppeltraktionsfähig sind, eben nur relativ begrenzt einsetzbar sind und das man dann doch lieber die 40m-Variante einkauft.

Beachtet werden muß natürlich immer der politische Rahmen, in dem sich die BVG jeweils bewegt. Wenn der politische Vorsatz lautete: "Wir müssen sparen, koste es, was es wolle!", dann dürfte es für ein landeseigenes Verkehrsunternehmen schwierig sein, dagegen Politik zu machen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.05.2017 11:34 von Marienfelde.
Zitat
def
Zitat
T6Jagdpilot
Mal ein Beispiel nur aus dem Südosten, auch wenn da die Gt6 recht spät kamen und von der Größe TDE/BDE bzw T6/B6 gleich waren:
Die Betriebe in Oberschweineöde rund 30 000 Beschäftigte, in Köpenick ca 10 000- größtenteils "abgewickelt".
Das allein führte zur Einstellung der Linien 19,25E,82,85...

Klar. Dass es gerade im Spreeraum zwischen Friedrichshain und Köpenick diese Entwicklung gab, bestreite ich gar nicht. Aber gerade hierhin kam der GT6 ja relativ spät (obwohl er von der Fahrzeuggröße hier tatsächlich dem Bedarf entsprechen dürfte) - die Linien, auf denen er zuerst eingesetzt wurde, waren halt die Innenstadtlinien, und für die - ich wiederhole mich - war er auch unter damaligen Rahmenbedingungen zu klein. Erst 1999 kam er auf der damaligen 26 in den Raum Köpenick. Die Bedienung des Knotenpunkts Schöneweide mit Niederflurfahrzeugen ließ dann nochmal vier Jahre auf sich warten.

An sich richtig, aber diese Verhältnisse ließ sich auch auf andere Industriestandorte in Berlin übertragen.
Und in der Stadt fuhren zwischendurch auch immer noch die Tatrawagen, die die Mengen an Leuten wegfuhren.
In den Anfangsjahren kränkelten die NF-Tonnen schlimmer als jeder Tatra, und als Ersatzfzg. gabs keine andere Fahrzeugbauart als Tatra.
Am GT musste dann auch alles gemessen werden, koste es was es wolle, die Umkehr war nicht einzuleiten;(
Von solchen Krücken wie Combino oder den Siemensbüchsen wie HRO, Halle,Kassel, Bochum, Bonn usw. beschafften blieb Berlin ein Glück verschont...
Kuschlig wurde es vor allem an den Wochenenden, wenn die Linien nur noch mit Gt6 fuhren.
Da war die Umkehr von den Fahrgastschwundmengen schon geschafft..

T6JP
So sehr es richtig ist, dass wer aus dem Alltag des Personals berichtet, so wenig sachlich wirkt das Ganze bei dem ständigen Um-Sich-Werfen von despektierlichen Begriffen für offenbar alle jüngeren Fahrzeuggenerationen. Da bleibt nichts verschont, alles der letzte Scheiß. Kein Wunder, dass sich dann Interpretationen wie die von 485er-Liebhaber aufdrängen...

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du du doof bist. Hagen Rether ~
Zitat
Philipp Borchert
So sehr es richtig ist, dass wer aus dem Alltag des Personals berichtet, so wenig sachlich wirkt das Ganze bei dem ständigen Um-Sich-Werfen von despektierlichen Begriffen für offenbar alle jüngeren Fahrzeuggenerationen. Da bleibt nichts verschont, alles der letzte Scheiß. Kein Wunder, dass sich dann Interpretationen wie die von 485er-Liebhaber aufdrängen...

Dann soll er das aber bitte an die ansprechenden Mitforisten richten und nicht verschiedene Beiträge verschiedener Nutzer zusammenwürfeln und dann auch noch falsch zitieren.
@def:
Ich habe weder Lust so schrecklich kleinteilig zu zitieren noch habe ich falsch zitiert. ;)
Du fühlst dich einfach angesprochen, obwohl ich dich weder zitiert habe noch namentlich genannt habe (oder heißt du Jay?). Etwas sehr Ich-bezogen.

Ich darf ja wohl erwarten, dass sich die Leute angesprochen fühlen, die sich hier so über die GT6 beschweren.
Und wenn ich hier von Tonnen (GT6) lese, darf ich sehr wohl äußern, dass man den Altbau wesentlich besser findet.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1904-2017



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.05.2017 16:34 von 485er-Liebhaber.
Zitat
485er-Liebhaber
@def:
Ich habe weder Lust so schrecklich kleinteilig zu zitieren noch habe ich falsch zitiert. ;)
Du fühlst dich einfach angesprochen, obwohl ich dich weder zitiert habe noch namentlich genannt habe (oder heißt du Jay?). Etwas sehr Ich-bezogen.

Nun passte allerdings der erste Absatz thematisch so gar nicht zu dem, was Jay geschrieben hat, aber dafür wie die Faust aufs Auge zu meinen Beiträgen.
Zitat
T6Jagdpilot
[...]Am GT musste dann auch alles gemessen werden, koste es was es wolle, die Umkehr war nicht einzuleiten;(
Von solchen Krücken wie Combino oder den Siemensbüchsen wie HRO, Halle,Kassel, Bochum, Bonn usw. beschafften blieb Berlin ein Glück verschont...[...]

Hallo T6Jagdpilot,

es ist immer wieder verblüffend, wie unterschiedlich die Ansichten sein können.

Die Rostocker Siemens/Düwag-Wagen (heute dort als 6N1 bezeichnet) finde ich nach wie vor sehr angenehm. Sie laufen ruhig und vor allem sehr leise, kein Vergleich zu den Berliner GT6. Sie sind zwar nicht 100 Prozent Niederflur, aber der Gang ist aufgrund der Rampen frei von Stufen, kein Podestverbau. Das Design wirkt insbesondere innen gegenüber den GT6 etwas altmodischer, aber meine Güte.

Und die Wagen sind dem Vernehmen nach auch beim Personal beliebt, auch wenn Zutaten wie Klimaanlage (bis auf ein Probeexemplar) fehlen - ich kenne mehrere Rostocker Fahrerinnen und Fahrer persönlich. Gemeckert wird dort in erster Linie über den 6N2 (Vossloh Tramlink).

Viele Grüße
Manuel
Zitat
Flexist
Es war aber anfangs nie geplant, dass GT6 im Fahrgastverkehr als Doppeltraktion eingesetzt werden.

Das ist schlichtweg falsch! Die GT6 wurden für Berlin (im Gegensatz zu allen anderen Kunden dieses Wagentyps) von Anfang an traktionsfähig bestellt und es gab in der Anfangszeit auch größeren Zoff mit dem Hersteller, weil das (wie so einiges andere) nicht richtig funktionierte.

Für die erste Serie war eine schlecht funktionierende Traktionsfähigkeit noch kein großes Problem, da man zuerst versuchte so großflächig wie möglich die Niederflurwagen einzusetzen, was nicht funktioniert, wenn man die wenigen Wagen auch noch als Doppeltraktionen einsetzt.

Ab der zweiten Serie (Wagen ab # 1061) wurden jeweils zwei der fabrikneuen Wagen nachts auf dem Nürnberger Straßenbahnnetz in Doppletraktion getestet, um sie funktionsfähig ausliefern zu können.

Um so erstaunlicher war es, dass man bei der Beschaffung der Flexity Berlin von Anfang an auf die Traktionsfähigkeit der F6 verzichtete. Immerhin plante man urspünglich die Beschaffung von 60 F6Z. Durch mehrfache Änderung der Bestellung sind es zum Glück nur 34 kurze Flexity geworden, da ist es verschmerzbar, dass diese nur einzeln eingesetzt werden können.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.05.2017 18:42 von Incentro.
Zitat
485er-Liebhaber
@def:
Ich habe weder Lust so schrecklich kleinteilig zu zitieren noch habe ich falsch zitiert. ;)
Du fühlst dich einfach angesprochen, obwohl ich dich weder zitiert habe noch namentlich genannt habe (oder heißt du Jay?). Etwas sehr Ich-bezogen.

Ich darf ja wohl erwarten, dass sich die Leute angesprochen fühlen, die sich hier so über die GT6 beschweren.
Und wenn ich hier von Tonnen (GT6) lese, darf ich sehr wohl äußern, dass man den Altbau wesentlich besser findet.

Wir beschweren uns nicht über den GT6, sondern wir beschweren uns nur darüber, wo er eingesetzt wird (also zumindest bei mir).
Auf Linien wie die 12, 18, 21 und Co. passen sie hingegen.
Zitat
manuelberlin
Zitat
T6Jagdpilot
[...]Am GT musste dann auch alles gemessen werden, koste es was es wolle, die Umkehr war nicht einzuleiten;(
Von solchen Krücken wie Combino oder den Siemensbüchsen wie HRO, Halle,Kassel, Bochum, Bonn usw. beschafften blieb Berlin ein Glück verschont...[...]

Hallo T6Jagdpilot,

es ist immer wieder verblüffend, wie unterschiedlich die Ansichten sein können.

Die Rostocker Siemens/Düwag-Wagen (heute dort als 6N1 bezeichnet) finde ich nach wie vor sehr angenehm. Sie laufen ruhig und vor allem sehr leise, kein Vergleich zu den Berliner GT6. Sie sind zwar nicht 100 Prozent Niederflur, aber der Gang ist aufgrund der Rampen frei von Stufen, kein Podestverbau. Das Design wirkt insbesondere innen gegenüber den GT6 etwas altmodischer, aber meine Güte.

Und die Wagen sind dem Vernehmen nach auch beim Personal beliebt, auch wenn Zutaten wie Klimaanlage (bis auf ein Probeexemplar) fehlen - ich kenne mehrere Rostocker Fahrerinnen und Fahrer persönlich. Gemeckert wird dort in erster Linie über den 6N2 (Vossloh Tramlink).

Viele Grüße
Manuel
Hallo Manuel,

unterschiedliche Ansichten kann ich da nur bestätigen,auch weil ich die Siemens/DuewagFahrzeuge schon selber bewegt habe.
Ich bin verwöhnt vom T6 ;-))

Als größtes Manko empfinde ich, das man bei Weichenstörungen etc keinen eignen Ausstieg hat,
sonder sich durch den halben, wohlmöglich gut gefüllten Fahrgastraum bewegen muß,bis zur Ampel/Weiche vor und das ganze wieder zurück.
Und aus Werkstattsicht die starke Leichtbauausrichtung, in KS hats ja schon einige zerlegt und nach dem VU in HRO möcht ich nicht in der Bahn gesessen haben, wo die halbe Fk weg war-
da muß man dem Gt doch mehr Stabilität zubilligen, auch wenn schon einiges repariert bzw umgebaut werden mußte (Dachgelenke/Türkästen/ Fenstereinfassungen).
So richtig glücklich sind ja viele Betriebe, die den Gt6 einsetzen auch nicht mit ihm geworden.

Da war es doch schon ein gewaltiger Unterschied, wie die Beschaffung des Flexi gelaufen ist, man hatte aus dem Gt6 Desaster Lehren gezogen,
sicher weil das gezahlte Lehrgeld dabei am meisten geschmerzt hat, neben der Peinlichkeit,
die Wagen schon am ersten offiziellen Einsatztag von der Strecke nehmen zu müssen..

T6JP
Zitat
Flexist
Wir beschweren uns nicht über den GT6, sondern wir beschweren uns nur darüber, wo er eingesetzt wird (also zumindest bei mir).
Auf Linien wie die 12, 18, 21 und Co. passen sie hingegen.

Nimm den aktuellen Fuhrpark und die Linien: Wie möchtest du es anders machen? Die Flexitys kommen ja nicht vom Himmel geflogen und man will es noch verbessern.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1904-2017
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen