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Fragenthread 2017 (3. Quartal)
geschrieben von Alter Köpenicker 
Wo holt denn der 191er in letzter Zeit ständig seine Verspätung her?

Ich fahre nahezu täglich zwischen 21 und 23 Uhr von der Haltestelle Garzauer Straße in Richtung Wuhletal. Seit einiger Zeit kommen die Busse recht zuverlässig zwei bis fünf Minuten später, so daß der Anschluß in Kaulsdorf-Nord zum 197er gefährdet ist und auch schonmal platzt, zumal der 197er keinen Gedanken daran verschwendet, mal zwei Sekunden auf den 191er zu warten, häufig stehen dann beide Busse an der Kreuzung Hellersdorfer Straße/Gülzower Straße nebeneinander vor der Ampel.

Wie schafft man es denn, auf dem kurzen Stück vom S-Bf. Marzahn zu später Stunde solche Verspätung einzufahren? Ich habe ja für manches Verständnis, aber wenn es zur Regel wird, sollte man doch den Fahrplan anpassen. Erschwerend kommt ja noch hinzu, daß ich am S-Bf. Kaulsdorf nochmal eine Viertelstunde Aufenthalt beim Übergang 197 -> 269 habe. Für die Relation Biesdorf, Garzauer Straße -> Krankenhaus Kaulsdorf (insgesamt 6 Haltestellen, also von der Sache her eine Kurzstrecke) kommt man so auf eine Fahrzeit von knapp 45 Minuten, das soll erstmal einer nachmachen.
Da wird es dich ja erfreuen, dass die Betriebszeiten der Linie 269 nach Kaulsdorf Nord ausgeweitet werden sollen.

Wo die Verspätung her kommt, ist eine interessante Frage. Normalerweise erlebe ich um die Uhrzeit auf den von mir genutzten Linien gehäuft das Gegenteil: Verfrühungen von 1-3 Minuten. Ist da vielleicht irgendwo ne Baustelle?

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Eine Frage zum Lichtraumprofil der Straßenbahn:
Mir ist zwar bekannt, dass im Berliner Tramnetz Gleismittenabstände von mindestens 3,5 Metern vorliegen (was bei 2,35m breiten Wegen einen Sicherheitsraum von 0,325m je Fahrzeugseite übrig lässt), allerdings würde ich gerne erfahren, wie es sich mit der verfügbaren Höhe verhält.

Wie hoch liegt die Oberleitung höchstenfalls (also bei maximal ausgefahrenem Stromabnehmer), wie tief kann sie, beispielsweise unter niedrigen Brücken, im Extremfall liegen? Wie lautet der vorgeschriebene Mindestabstand zwischen Oberleitung und Fahrzeugdach bzw. den darauf montierten Aggregaten? Wie viel Platz muss zwischen Strippe und Brücke (für die Halterungen) minimal gelassen werden?

Gibt es entsprechende Plankizzen zum Lichraumprofil mit allen zugehörigen Sicherheitsräumen, Umgrenzungslinien etc.? Wenn ja, dann könnte jemand diese hier verlinken?

Ich kenne solche Dokumente eigentlich nur von der U-Bahn, die entsprechenden Grafiken zum Klein- und Großprofil wurden in diesem Forum schon Mal gepostet.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.07.2017 13:10 von J. aus Hakenfelde.
Zitat
Jay
Da wird es dich ja erfreuen, dass die Betriebszeiten der Linie 269 nach Kaulsdorf Nord ausgeweitet werden sollen.

Ach ja? Wann ist es denn soweit?
Noch lieber wäre mir allerdings die Ausweitung der Betriebszeit auf der Linie X69. Aber man kann nicht immer Glück haben.

Zitat
Jay
Wo die Verspätung her kommt, ist eine interessante Frage. Normalerweise erlebe ich um die Uhrzeit auf den von mir genutzten Linien gehäuft das Gegenteil: Verfrühungen von 1-3 Minuten. Ist da vielleicht irgendwo ne Baustelle?

Zumindest erwartet man zu dieser Uhrzeit keine permanenten Verspätungen; dazwischenkommen kann ja immer mal etwas. Gestern waren es übrigens wieder vier Minuten.
Ob da eine Baustelle ist, kann ich nicht sagen. Zuletzt befuhr ich den Marzahner Abschnitt dieser Linie Mitte Juni, da war alles in Ordnung.
Zitat
Alter Köpenicker
Ach ja? Wann ist es denn soweit?
Noch lieber wäre mir allerdings die Ausweitung der Betriebszeit auf der Linie X69. Aber man kann nicht immer Glück haben.

Zum 21.August ist es soweit. :)

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1904-2017
Zitat
485er-Liebhaber
Zum 21.August ist es soweit. :)

Ist denn bekannt, welche Änderungen zum 21. August noch anstehen (neben den allgemein bekannten bei der S-Bahn natürlich)?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.07.2017 12:24 von def.
Zitat
J. aus Hakenfelde
Eine Frage zum Lichtraumprofil der Straßenbahn:
Mir ist zwar bekannt, dass im Berliner Tramnetz Gleismittenabstände von mindestens 3,5 Metern vorliegen (was bei 2,35m breiten Wegen einen Sicherheitsraum von 0,325m je Fahrzeugseite übrig lässt), allerdings würde ich gerne erfahren, wie es sich mit der verfügbaren Höhe verhält.

Wie hoch liegt die Oberleitung höchstenfalls (also bei maximal ausgefahrenem Stromabnehmer), wie tief kann sie, beispielsweise unter niedrigen Brücken, im Extremfall liegen? Wie lautet der vorgeschriebene Mindestabstand zwischen Oberleitung und Fahrzeugdach bzw. den darauf montierten Aggregaten? Wie viel Platz muss zwischen Strippe und Brücke (für die Halterungen) minimal gelassen werden?

Gibt es entsprechende Plankizzen zum Lichraumprofil mit allen zugehörigen Sicherheitsräumen, Umgrenzungslinien etc.?

Natürlich gibt es ein Regellichtraumprofil für Straßenbahnanlagen der BVG. Da gemäß BOStrab Genehmigungspflicht besteht, liegt es als Grundlage und Mindestanforderung allen internen und externen Bearbeitern für die Neubau-, Ausbau- und Instandhaltungsplanung vor.

Woher stammt das genannte Maß von 3,5 Metern?
Man unterscheidet die Lichtraumumgrenzungslinie (LUL) und die Fahrzeugbegrenzungslinie (FBL). Bei der BVG ist die FBL bisher 2,50 m breit. Die LUL berücksichtigt sämtliche Zuschläge aufgrund dynamischer Einflüsse der Fahrzeuge, Gleisbögen, Übergangsbögen, Überhöhungen, Sicherheitsraum auf der Türseite, Bahnsteigkanten und Einbauten an Haltestellen, feste Bauten, Bäume u.s.w. Die LUL ist auf der Nichttürseite ohne Zuschläge 1,40 m von Gleismitte entfernt. Befinden sich keine festen Gegenstände zwischen den Gleisen einer geraden, zweigleisigen Strecke, beträgt hier der Gleismittenabstand also minimal 2,80 m.
Das ist mit dem Lichtraumprofil der U-Bahn, die sich ausschließlich auf unabhängigen Trassen ohne Kreuzungen mit anderen Verkehrswegen befindet, nicht vergleichbar.

Für Fahrleitungen sind technische Regeln maßgebend, wie die DIN EN 50119 (Bahnanwendungen, Ortsfeste Anlagen, Oberleitungen für den elektrischen Zugbetrieb). Darin sind genau definiert: Nachspannlänge, Fahrdrahtneigung, Fahrdrahthöhe, kleinste Fahrdrahthöhe, Mindestfahrdrahthöhe, Nennfahrdrahthöhe, größte Fahrdrahthöhe, größte planmäßige Fahrdrahthöhe und Fahrdrahtanhub. Das alles hier zu erörtern, würde wohl etwas zu weit führen.
Nur so viel:
Die Mindestfahrdrahthöhe der Straßenbahn unter sowie unmittelbar vor und hinter Bauwerken beträgt 4200 mm.
Bauwerke, die sich im Bereich von 4,50 m bis 7,20 m über SO oberhalb des Lichtraumprofiles befinden. sind gegen die Übertragung elektrischer Spannung aus Teilen der Fahrleitung oder des Stromabnehmers zu schützen.
In der Praxis gibt es eine Anzahl bestehender Bauwerke, bei denen die Mindestfahrdrahthöhe nicht einzuhalten ist. Hier wird jeweils eine Ausnahmeregelung erarbeitet, genehmigt und mit den damit verbundenen Auflagen umgesetzt.

Der Mindestabstand zwischen spannungsführenden Teile der Oberleitung und Fahrzeugteilen beträgt nach der DIN EN 50119 für Gleichstrombahnen bis max. 1,5 kV Nennspannung 100 mm.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Zitat
J. aus Hakenfelde
Mir ist zwar bekannt, dass im Berliner Tramnetz Gleismittenabstände von mindestens 3,5 Metern vorliegen

zwischen den Gleisen einer geraden, zweigleisigen Strecke, beträgt hier der Gleismittenabstand also minimal 2,80 m.

Dachte ich es mir doch, die 3,5 m kamen mir nämlich viel zu reichlich vor. Allerdings habe ich es nicht so damit, solche Zahlen auswendig zu wissen. Nur soviel: soweit ich mich recht entsinne, strebt man bei der Berliner Straßenbahn nun einen Gleismittenabstand von 3 m an.

Zitat
der weiße bim
Die Mindestfahrdrahthöhe der Straßenbahn unter sowie unmittelbar vor und hinter Bauwerken beträgt 4200 mm.
[...] In der Praxis gibt es eine Anzahl bestehender Bauwerke, bei denen die Mindestfahrdrahthöhe nicht einzuhalten ist. Hier wird jeweils eine Ausnahmeregelung erarbeitet, genehmigt und mit den damit verbundenen Auflagen umgesetzt.

Beispiel Bf. Köpenick: 3,80 m.
Zitat
485er-Liebhaber
[Bus 269 auch nach 20 Uhr ab U-Bhf. Kaulsdorf-Nord]
Zum 21.August ist es soweit. :)

Leider weiß das die Fahrplanauskunft des VBB offenbar noch nicht. Nach wie vor fährt der letzte Wagen um 20.08 Uhr.
Zitat
def
Ist denn bekannt, welche Änderungen zum 21. August noch anstehen (neben den allgemein bekannten bei der S-Bahn natürlich)?

Mehr gibt es nicht.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1904-2017
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
485er-Liebhaber
[Bus 269 auch nach 20 Uhr ab U-Bhf. Kaulsdorf-Nord]
Zum 21.August ist es soweit. :)

Leider weiß das die Fahrplanauskunft des VBB offenbar noch nicht. Nach wie vor fährt der letzte Wagen um 20.08 Uhr.

Kleiner Nachtrag:
Hoffentlich bleibt der 269er nicht in seiner jetzigen Fahrplanlage. Dann würde er in Kaulsdorf-Nord allen möglichen Anschlüssen davonfahren und zwischen Heerstraße und Bf. Köpenick mit dem 169er weiterhin ein Rudel bilden.
Da wird sich bestimmt noch einiges ändern. Jedenfalls von den Fahrplänen her. Die S3 bekommt nämlich eine neue Fahrplanlage und in der Vergangenheit wurden auch Busse und Straßenbahnen angepasst.
Hallo zusammen!

Möglicherweise ist hier etwas durcheinandergekommen:

Meines Wissens beträgt der Gleismittenabstand auf Neubaustrecken und wenn möglich auch bei Sanierungen 3,0 Meter.

Die 3,5 Meter sind aber auch nicht aus der Luft gegriffen: Das ist der entsprechende Gleismittenabstand, wenn Mittelmaste (Fahrleitungsmaste zwischen den Gleisen) aufgestellt werden.

Viele Grüße
Manuel


Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
der weiße bim
Zitat
J. aus Hakenfelde
Mir ist zwar bekannt, dass im Berliner Tramnetz Gleismittenabstände von mindestens 3,5 Metern vorliegen

zwischen den Gleisen einer geraden, zweigleisigen Strecke, beträgt hier der Gleismittenabstand also minimal 2,80 m.

Dachte ich es mir doch, die 3,5 m kamen mir nämlich viel zu reichlich vor. Allerdings habe ich es nicht so damit, solche Zahlen auswendig zu wissen. Nur soviel: soweit ich mich recht entsinne, strebt man bei der Berliner Straßenbahn nun einen Gleismittenabstand von 3 m an.
Hallo, dumme Frage, aber wird es nach Beendigung der Baumaßnahmen in Köpenick möglich sein dort Flexitys einzusetzen ?
LG
Zitat
Paul1405
Hallo, dumme Frage, aber wird es nach Beendigung der Baumaßnahmen in Köpenick möglich sein dort Flexitys einzusetzen ?
LG

Wie sollen die denn zugeführt werden?

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1904-2017
Zitat
485er-Liebhaber
Zitat
Paul1405
Hallo, dumme Frage, aber wird es nach Beendigung der Baumaßnahmen in Köpenick möglich sein dort Flexitys einzusetzen ?
LG

Wie sollen die denn zugeführt werden?

Abgesehen von dem Problem der Zuführung der Fahrzeuge, habe ich mir dieselbe Frage auch schon gestellt. Immerhin könnten ja die Zuführungsstrecken zu einem späteren Zeitpunkt hergerichtet werden.
Zitat
Paul1405
Hallo, dumme Frage, aber wird es nach Beendigung der Baumaßnahmen in Köpenick möglich sein dort Flexitys einzusetzen ?
LG

Gehen wir doch Linie für Linie durch.
60 Eingleisigkeit Schöneweide für Flexity nicht ausgelegt
61 unter anderem Eingleisigkeit Adlershof für Flexity nicht ausgelegt
62 Unsicher aber vermutlich alle Eingleisigkeiten Richtung S Mahlsdorf nicht für Flexity ausgelegt
63 unter anderem Eingleisigkeit Adlershof für Flexity nicht ausgelegt
67 Eingleisigkeit Schöneweide für Flexity nicht ausgelegt
68 vermutlich durchaus möglich. Dafür Flexity in Köpenick vorzuhalten (zumal weder der BH Köpenick noch Schöneweide Flexitytauglich ist) eher unwahrscheinlich.

Antwort daher NEIN.
Zitat
tramfahrer
Zitat
Paul1405
Hallo, dumme Frage, aber wird es nach Beendigung der Baumaßnahmen in Köpenick möglich sein dort Flexitys einzusetzen ?
LG

Gehen wir doch Linie für Linie durch.
60 Eingleisigkeit Schöneweide für Flexity nicht ausgelegt
61 unter anderem Eingleisigkeit Adlershof für Flexity nicht ausgelegt
62 Unsicher aber vermutlich alle Eingleisigkeiten Richtung S Mahlsdorf nicht für Flexity ausgelegt
63 unter anderem Eingleisigkeit Adlershof für Flexity nicht ausgelegt
67 Eingleisigkeit Schöneweide für Flexity nicht ausgelegt
68 vermutlich durchaus möglich. Dafür Flexity in Köpenick vorzuhalten (zumal weder der BH Köpenick noch Schöneweide Flexitytauglich ist) eher unwahrscheinlich.

Antwort daher NEIN.

Warum sind ausgerechnet alle eingleisigen Strecken dafür nicht ausgelegt?
Ich tippe mal stark auf Signalsteuerung mittels Fahrleitungskontakten. Das muss angepasst/umgebaut werden, wenn der Bügel auf einmal nicht mehr vorne, sondern mittig auf dem Fahrzeug sitzt.
Für Schöneweide muss ich mich glaub ich korrigieren. Könnte sein, dass diese auch für Flexity geeignet wäre. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob der Abstand zu den Haltestellenborden an den Haltestellen im Bereich S Schöneweide (Richtung Süden immernoch unsaniert) ausreichend ist.

Adlershof müsste über Oberleitungskontakte funktionieren. Dafür ist bei den Flexity der Stromabnehmer zu weit hinten.
In Richtung S Mahlsdorf bin ich mir, wie schon erwähnt nicht sicher. Hier kommt aber auch die ungünstige Lage des Gleises auf der Straße im Gegenverkehr dazu. Um so breiter das Fahrzeug da wird um so enger bei Gegenverkehr.

Nach Rahnsdorf raus gab es ja ewig lange ein bedingtes Begegnungsverbot selbst für GT. Gibts das immer noch? Dann wird das mit den noch breiteren Flexity ja erst recht eng. Und dann hängt das auch von der Signalisierung der Gleisverschlingung in der Hartlebenstr. ab.

Wenn die Zuführungsstrecken fertig sind, wäre die 27 wohl die wahrscheinlichste Linie auf der man in Köpenick Flexitys zu Gesicht bekommen würde. Aber bis das soweit ist, ist auch schon die nächste Fahrzeuggeneration in den Startlöchern. Und die soll Köpenicktauglich werden, ohne große Umbauten.
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