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Schienenverkehrswochen 2017
geschrieben von 485er-Liebhaber 
Es gibt Verkehrsunternehmen die ihre Vorschläge ins Netz stellen damit die Kunden darüber diskutieren/abstimmen was hilfreich sein kann weil man einen anderen Blick darauf bekommt.
Zitat
micha774
Es gibt Verkehrsunternehmen die ihre Vorschläge ins Netz stellen damit die Kunden darüber diskutieren/abstimmen was hilfreich sein kann weil man einen anderen Blick darauf bekommt.

Verkehrsunternehmen nicht, in der Regel machen das eher die Besteller selbst. Denn die entscheiden ja im Endeffekt was gefahren wird und nicht die Unternehmen. Aber so eine Beteiligung werden wir wohl im VBB nicht erleben. Selbst MV hat seine Fahrgäste im SPNV beteiligt ...

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1904-2017
Zitat
485er-Liebhaber
Fahrgastsprechtag BVG 2017


• Aktueller Stand Umbau Gehrenseestraße wird nachgereicht

Der aktuelle Stand ist ja eigentlich bekannt... siehe: [www.bahninfo-forum.de]
Viel mehr neues hat sich seitdem nicht getan.

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Zitat
Ingolf
Es gibt auch heutzutage keinerlei Verfahren oder Ähnliches, Informationen der Mehrleistungspakete oder anderer Fahrplanänderungen, bereits frühzeitig (nach Beschluss und Abstimmung) zu veröffentlichen.

Es muss sogar der Weg über (kleine) parlamentarische Anfragen gegangen werden, um die Informationen aus Verwaltung und BVG herauszubekommen - wie dieses Jahr.
Dies finde ich um so erstaunlicher, weil wir zur Zeit (wer weiß, wie lange noch?) Jahr für Jahr gute Nachrichten haben: Das Angebot wird ausgebaut, es wird mehr gefahren. Eigentlich ein guter Anlass, für Politik und Verkehrsunternehmen möglichst laut die Werbetrommel zu rühren.

Und was soll das mit einem "kleinen Kreis"? Was ist an bevorstehenden Fahrplanänderungen so Geheimnisvolles? Ist es nicht eher so, dass das Fahrplanangebot eher mit eine der wichtigsten Informationen für die "breite Masse" der Fahrgäste ist?

Ingolf

Ganz so ist das ja nicht. Der Senat veröffentlicht ja über das von ihm beauftragte Center Nahverkehr Berlin schon regelmäßig Informationen zu den Zusatzbestellungen, siehe [www.cnb-online.de]
Das ist sicher eher für die Fachöffentlichkeit ("kleiner Kreis") bestimmt, aber da gehört es m.E. zu einem frühzeitigen Stand auch hin.

Für den Kunden soll es dann zeitnah vor dem Fahrplanwechsel durch das Verkehrsunternehmen veröffentlicht werden. Da könnte man sicherlich noch mehr trommeln, damit auch bisherige Nicht-Kunden merken, dass das Angebot besser wird, aber verheimlicht werden m.E. keine Informationen. Aber natürlich werden da alle Linienmaßnahmen rechtzeitig vor der Umsetzung bekannt gegeben.

Klar hängt die Frage, wie schnell man veröffentlicht, auch immer mit einer gewissen Unsicherheit zusammen, wie stabil die Planungen sind. Ob Mehrleistungen drei Monate früher oder später kommen, hängt halt oft auch davon ob, wie es mit der Fahrerausbildung, dem Fahrzeugzulauf, dem Endstellenausbau, der LSA-Beschleunigung auf der Strecke oder anderen Dingen vorangeht. Da wäre es halt manchmal auch schade, wenn die positive Wirkung der Mehrleistung dadurch zerredet, dass sich die Diskussion nur noch darum dreht, ob etwas zum Oktober 2017 oder Dezember 2017 eingeführt wird.

Und bedenke bitte immer eins: Die breite Öffentlichkeit (und auch die Medien) interessieren sich erst für ein Thema, wenn es wirklich konkret wird. Schau Dir mal den Linientausch auf der Stadtbahn an, S3 statt S75. Seine Bestellabsichten hat der Senat recht klar schon im Jahr 2014 im Nahverkehrsplan bekannt gegeben, der Ärger und die Kritik aus Hohenschönhausen kam erst 2017 kurz vor Maßnahmeneinführung hoch. Und gerade bei solchen Fragen (wo es eine Mehrzahl an Nutznießern einer Maßnahme gibt, aber auch eine zwar kleinere, aber dennoch nicht unerhebliche Zahl von negativ betroffenen) sollte man sehr gut überlegen, wie frühzeitig man Nachteile breit kommuniziert. Man muss sich ja seine Wutbürger nicht selber züchten...
Zitat
M48er
Und bedenke bitte immer eins: Die breite Öffentlichkeit (und auch die Medien) interessieren sich erst für ein Thema, wenn es wirklich konkret wird. Schau Dir mal den Linientausch auf der Stadtbahn an, S3 statt S75. Seine Bestellabsichten hat der Senat recht klar schon im Jahr 2014 im Nahverkehrsplan bekannt gegeben, der Ärger und die Kritik aus Hohenschönhausen kam erst 2017 kurz vor Maßnahmeneinführung hoch. Und gerade bei solchen Fragen (wo es eine Mehrzahl an Nutznießern einer Maßnahme gibt, aber auch eine zwar kleinere, aber dennoch nicht unerhebliche Zahl von negativ betroffenen) sollte man sehr gut überlegen, wie frühzeitig man Nachteile breit kommuniziert. Man muss sich ja seine Wutbürger nicht selber züchten...

Das Problem in diesem Zusammenhang ist doch eher, dass man kein gutes Ersatzkonzept ausgearbeitet und kommuniziert hat.

Neben dem Linientausch wurde gleichzeitig der Abschnitt Lichtenberg - Ostkreuz (- Ostbf) der S75 von 9 bis 14 Uhr Mo-Fr sowie Sa/So ganztätig ausgedünnt, so dass die zweite Zuggruppe im Grunde nur noch für den hoch belasteten Bahnhof Gehrenseestr. Reisezeitvorteile bietet, von überall anders kann man entweder gleich auf die nächste S7 warten oder zur Straßenbahn laufen.

Insgesamt ist die Anschlusssituation mit drei Minuten Umsteigezeit Richtung Stadtbahn wohl eher unbefriedigend. Belohnt werden die Fahrgäste der in Lichtenberg endenden Züge Mo-Fr nicht nur mit einem Umstieg, sondern auch mit einer dreiminütigen Gedächtnispause am Bahnhof Friedrichsfelde Ost, wohl damit man in Lichtenberg am Bahnsteig kehren kann und nicht erst betrieblich aufwändig in das Kehrgleis fahren muss. Dazu kommt das tägliche Zittern, ob nicht 20-Minuten-Lücken im Fahrplan bestehen ("Aufgrund eines heute morgen umgefallenen Pappaufstellers in Anhalter Bf verkehr die Linie S75 bis Betriebssschluss im 20-Minuten-Takt bis Lichtenberg").

Ich gehe mal davon aus, dass die Umsteigezeit sich mit der Vollinbetriebnahme Ostkreuz - Ostbf wieder verkürzen lässt, wenn der Betrieb viergleisig möglich ist und bahnsteiggleiche Vis-A-Vis-Anschlüsse hergestellt werden können. Insgesamt hätte man das dann aber auch so kommunizieren können, mit einem konkreten Zielfahrplan der auch wieder anständige Reisezeiten und schlanke Umsteige verspricht.
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