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Fahrzeugmangel - BVG ruft Notstand aus
geschrieben von Flexist 
Anscheinend soll der Fahrzeugmangel auf der U-Bahn inzwischen so groß sein, dass die BVG eine weitere Ausschreibung nun
umgehen will und 20 weitere Iks für das Großprofil bestellen will.

Link
@Flexist

das erinnert mich hier immer mehr an die DDR, wo Infrastruktur und alles andere nur auf Verschleiß gefahren wird, und die Verantwortlichen betrifft es ja nicht, die haben ihren dicken Dienstwagen der oberen Preisklasse, die nutzen ÖPNV nicht.

Unterschied war nur, in der DDR ist in Berlin der ÖPNV reibungsloser gelaufen mit alter Technik und sogar auch in West-Berlin bei der S-Bahn unter DR-Verwaltung, wo man nach Abfahrt/Ankunft noch die Uhr stellen konnte.

Ich glaube, die heutige Politik will der DDR noch eins draufsetzen,
der Pöbel soll doch sehen wie er von A nach B kommt, oder zu einem mies bezahlten Job, wo man pünktlich sein muss, egal was passiert. Egal ob S-Bahn-Chaos wie heute oder vielleicht eine neue Eiszeit

Armes Deutschland

Viele Grüße aus der Wollankstraße
Jahrelang hat die Politik die Sparschraube bei der BVG angezogen, bis die festgefressen war..das ist jetzt das Ergebnis.
Was der DDR noch mühsam gelang, daran scheitern auf maximale Profit oder Sparergebnisse gedrillte BWLer -
wo kein Saft mehr in der Zitrone, hilft alles auspressen nicht mehr..

T6JP
"Auch 2009 war die Lage schon mal so dramatisch, dass die BVG ernsthaft prüfen ließ, ob die Linien U 3 (Nollendorfplatz–Krumme Lanke) und U 4 (Nollendorfplatz–Innsbrucker Platz) eingestellt werden müssen, weil Züge fehlten. Der Senat ließ sich dann aber doch erweichen und machte das Bestellen der „Icke“-Generation möglich." - so die letzten beide Sätze des oben verlinkten Artikels.

Ich bin selbstverständlich voreingenommen: Aus meiner Sicht spricht der Inhalt dieser Sätze für die BVG - und gegen die damalige - überzogene - Sparpolitik des Landes,

meint Marienfelde.
Ich habe zwar die Zahl der Kurse der U5 nicht im Kopf aber mit dann 15 Ik-Zügen wird die U5 fast zu einer Kleinprofillinie. Will man damit die Neubaustrecke zum Hbf eröffnen? Zurück in die Zukunft!

Beste Grüße
Harald Tschirner
Wir diskutieren das Problem hier seit Jahren, aber dem geneigten Bürger wird vorgegaukelt, es sei jetzt plötzlich vom Himmel gefallen (wie sonst Weihnachten, Ferien etc.) und jetzt wird sich aber drum gekümmert. Zufällig kurz vor der Wahl.
Zitat
Harald
Will man damit die Neubaustrecke zum Hbf eröffnen?

Von Wollen wird keine Rede sein. Man greift nach jedem Strohhalm. Man kann nur hoffen, dass die Kapazitäten noch reichen, zeitgleich kräftig an der Ausschreibung der neuen Großprofilzüge zu arbeiten und dass diese dann auch umfangreich genug ausfällt, dass diese ganzen Ik dann auch wirklich noch ins Kleinprofil wechseln können.

Ach, überhaupt: Werden denn die neuen U5-Bahnhöfe auch entsprechend dimensioniert?

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du du doof bist. Hagen Rether ~



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.08.2017 08:51 von Philipp Borchert.
Höre ja zu erstemal das auf der U5 die Bahnsteige lang genug für Achtwagenzüge sind. Soll das heißen da könnten auch Achtwagenzüge aus F's bestehend fahren?
Nein, die Bahnsteige reichen für nur für acht kürzere Wagen in Kleinprofilabmessung. Die längeren Großprofilwagen passen nicht zu acht an 'n U5-Bahnsteig.

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du du doof bist. Hagen Rether ~
Wären denn Achtwagengroßprofilzüge technisch möglich (wenn die Bahnsteige lang genug wären)?
Waren die "Altwagen" (Giselas, etc.), die man Anfang der 90er ausgemustert hat wirklich so schrottig, dass man sie nicht aufarbeiten konnte? Oder hat man das aus "ideologischen Gründen" (weg mit allem, was uns an die "DDR" erinnert) gemacht? Dass Schienenfahrzeuge, wenn sie denn gepflegt werden, über 50 Jahre halten können, sieht man ja an den "Heidelbergern" bei der SRS. Da ist mindestens einer Baujahr 1966 und der hat selbst meine führende Hand überstanden.
Zitat
Wollankstraße
@Flexist

das erinnert mich hier immer mehr an die DDR, wo Infrastruktur und alles andere nur auf Verschleiß gefahren wird, und die Verantwortlichen betrifft es ja nicht, die haben ihren dicken Dienstwagen der oberen Preisklasse, die nutzen ÖPNV nicht.

Unterschied war nur, in der DDR ist in Berlin der ÖPNV reibungsloser gelaufen mit alter Technik und sogar auch in West-Berlin bei der S-Bahn unter DR-Verwaltung, wo man nach Abfahrt/Ankunft noch die Uhr stellen konnte.

Ich glaube, die heutige Politik will der DDR noch eins draufsetzen,
der Pöbel soll doch sehen wie er von A nach B kommt, oder zu einem mies bezahlten Job, wo man pünktlich sein muss, egal was passiert. Egal ob S-Bahn-Chaos wie heute oder vielleicht eine neue Eiszeit

Armes Deutschland

Ich würde empfehlen, mal ein wenig mit der Polemik/den Parolen runter zu fahren. Hier die DDR als mustergültiges Beispiel heranzuziehen, wird der Sache nicht annähernd gerecht und verharmlost deren sonstige "Wohltaten".

Der "dicke Dienstwagen" darf natürlich auch nicht fehlen etc. pp.
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Harald
Will man damit die Neubaustrecke zum Hbf eröffnen?

Von Wollen wird keine Rede sein. Man greift nach jedem Strohhalm. Man kann nur hoffen, dass die Kapazitäten noch reichen, zeitgleich kräftig an der Ausschreibung der neuen Großprofilzüge zu arbeiten und dass diese dann auch umfangreich genug ausfällt, dass diese ganzen Ik dann auch wirklich noch ins Kleinprofil wechseln können.

Ach, überhaupt: Werden denn die neuen U5-Bahnhöfe auch entsprechend dimensioniert?

Die schon in Betrieb befindliche Strecke Brandenburger Tor - Hauptbahnhof wurde wohl noch für sechs 18m-Wagen geplant, die neuen Stationen zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor allerdings nicht mehr und sind nur für 100m-Züge ausgelegt. Dort soll man aber wohl durch teilweise Aufgabe der Betriebsräume an den Bahnsteigenden ggf. Anpassungen vornehmen können. Das sind jedenfalls die Informationen, die ich mal mündlich erfahren habe.

Weiterhin erwähnte der weiße Bim hier mal, dass Lichtenberg bei dem letzten Umbau verkürzt wurde. Wie lang der Bahnsteig jetzt ist, weiß ich nicht, allerdings hatte ich das letzte mal vor Ort den Eindruck, dass die 5 Meter zusätzliche Zuglänge beim Ik dort jedenfalls nur eher knapp unterkommen werden.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.08.2017 13:45 von Arec.
Zitat
Flexist
Anscheinend soll der Fahrzeugmangel auf der U-Bahn inzwischen so groß sein, dass die BVG eine weitere Ausschreibung nun umgehen will und 20 weitere Iks für das Großprofil bestellen will.

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Frau Nikutta und Herr Kollatz-Ahnen bzw. Frau Pop möchten sich für diese suboptimale Situation bitte bei den Herren Diepgen und Landowsky bedanken und jene nach Möglichkeit dafür gemäß § 823 BGB in Haftung nehmen. Ohne den um die Jahrtausendwende erfolgten Crash der damaligen "Bankgesellschaft Berlin" wäre die BVG nämlich in der Lage gewesen, die vereinbarten Optionen zu den Baureihen H und Hk abzurufen...

So aber ham wa jetzt den Salat und ob Bombardier, Siemens, Alstom etc. diese Direktvergabe hinnehmen werden...?

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
Flexist
Anscheinend soll der Fahrzeugmangel auf der U-Bahn inzwischen so groß sein, dass die BVG eine weitere Ausschreibung nun umgehen will und 20 weitere Iks für das Großprofil bestellen will.

Link

[...]

So aber ham wa jetzt den Salat und ob Bombardier, Siemens, Alstom etc. diese Direktvergabe hinnehmen werden...?

Da haben sie kaum eine andere Wahl. Für die nächste Generation führt die BVG nämlich ein Verhandlungsverfahren durch. Das heißt, dass die Teilnehmer ständig gemäß der Wünsche der BVG an ihrem Angebot herumschrauben und sie am Ende den nimmt, der ihnen am Meisten zusagt. Damit haben die Hersteller gar kein Interesse daran zu stänkern, da sie diesen Auftrag an Land ziehen wollen, der deutlich umfangreicher ist.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Arec
Die schon in Betrieb befindliche Strecke Brandenburger Tor - Hauptbahnhof wurde wohl noch für sechs 18m-Wagen geplant, die neuen Stationen zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor allerdings nicht mehr und sind nur für 100m-Züge ausgelegt. Dort soll man aber wohl durch teilweise Aufgabe der Betriebsräume an den Bahnsteigenden ggf. Anpassungen vornehmen können. Das sind jedenfalls die Informationen, die ich mal mündlich erfahren habe.

Weiterhin erwähnte der weiße Bim hier mal, dass Lichtenberg bei dem letzten Umbau verkürzt wurde. Wie lang der Bahnsteig jetzt ist, weiß ich nicht, allerdings hatte ich das letzte mal vor Ort den Eindruck, dass die 5 Meter zusätzliche Zuglänge beim Ik dort jedenfalls nur eher knapp unterkommen werden.

In Lichtenberg wurde auf einer Seite verkürzt, auf der anderen (etwas weniger) verlängert. Alle Bahnsteige der U5, einschließlich der im Bau befindlichen, reichen für die 103 Meter langen IK-Züge aus (ohne Abriss von Räumen). Zu kurze Aufstellgleise wurden inzwischen angepasst. Sehr knapp bemessen ist nur die untere Ebene des Bahnhofs Rotes Rathaus, ob das für Icke reicht ist zumindest fraglich.
Im Planfeststellungsverfahren von 1999 waren die Neubau-Bahnsteige noch 120m lang. Seit dem kurz danach erfolgten Regierungswechsel wird jedoch im ÖPNV alles verzögert und wenn das nicht mehr geht auf Kante genäht, der angebliche Wählerwille ... Die Deutsche Hauptstadt muss sparen, weil sie über ihre Verhältnisse gelebt hat.

so long

Mario
Es ist jetzt aber auch wirklich mal die Frage, wie lange die Ausschreibung für neue Fahrzeuge noch gehen soll. Die zusätzlichen Ik-Züge kommen auch nicht sofort. Für den Zeitpunkt hätte nun auch ein Jahr später schon die Prototypen an Start gehen können.
In einem Artikel des Neuen Deutschlands ist zu erfahren, dass die große Fahrzeugausschreibung der BVG möglicherweise erst Mitte 2018 in eine Bestellung münden wird. Es gibt dort auch Infos zu den Problemen der F84.

Zitat
Artikel Neues Deutschland
Momentan läuft auch das Ausschreibungsverfahren für eine mehrere Hundert Wagen umfassende Beschaffung für U- und Straßenbahnnetz. Nach nd-Informationen könnte es aber noch bis Mitte 2018 dauern, bis der Auftrag erteilt wird. Ursprünglich war der Herbst dieses Jahres das Ziel. Nicht vor Mitte 2020 werden dann zumindest Prototypen von richtigen Großprofilzügen auf den Gleisen stehen. Es kommen kuschlige Jahre auf die U5-Nutzer zu.
Zitat
M2204
Zitat
Wollankstraße
@Flexist

das erinnert mich hier immer mehr an die DDR ..[]. Unterschied war nur, in der DDR ist in Berlin der ÖPNV reibungsloser gelaufen mit alter Technik und sogar auch in West-Berlin bei der S-Bahn unter DR-Verwaltung, wo man nach Abfahrt/Ankunft noch die Uhr stellen konnte. []
Armes Deutschland

Ich würde empfehlen, mal ein wenig mit der Polemik/den Parolen runter zu fahren. Hier die DDR als mustergültiges Beispiel heranzuziehen, wird der Sache nicht annähernd gerecht [].

Der Vergleich mit der S-Bahn zu Zeiten der DDR ist absolut legitim. Menschen neigen zum Vergleichen. Das liegt in unserer Natur.
Damals fehlte das Material, weil es nichts gab; heute fehlt das Material, weil dafür kein Geld bereitgestellt wird. Das Ergebnis ist ähnlich.
Damals gab es keinen Vollring und die Stadtbahn endete beiderseits bereits an der Friedrichstraße. Der Alexanderplatz hatte 3 S-Bahngleise. Damit einen zuverlässigen Betrieb durchzuführen war möglich, trotz Mangel. Heute gibt es wieder einen Vollring, die Stadtbahn ist durchgehend und Ausweich- oder gar Kehrgleise sind gerade noch am Ostbahnhof zu finden. Denkbar ungünstige Voraussetzungen für einen reibungslosen Zugverkehr.
Zitat
120 Doppeltriebwagen der Nachfolgebaureihe F84.

Ich muss was verpasst haben.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.08.2017 22:17 von Flexist.
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