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Vereinbarung für den Ausbau der Schieneninfrastruktur zwischen Berlin und Brandenburg
geschrieben von hansaplatz 
Zitat
Heidekraut
Was auch gegen den Regionalverkehr spricht, ist der Wunsch Berlins hinter Spandau auf Berliner Stadtgebiet noch an jeder Straßenkreuzung einen Bahnhof zu errichten (was ich persönlich sehr begrüßen würde - in der Praxis wird's dann nur jede zweite Kreuzung werden). Das ist nur mit der Verlängerung der S-Bahn zu machen und spricht gegen das Expresskonzept. Besser ist es die Regionalbahnen, die dann noch fahren werden konsequent als Express-Linie zu behandeln.
Wieso sollten die beiden zusätzlichen Halte nicht vom Regionalverkehr bedient werden können? Neue Haltepunkte lassen sich auch an Fernbahnstrecken anlegen.
Zitat
hvhasel


- Express-S-Bahn (dort "S5X" genannt) fährt alle 20 Minuten (und hält auch in Albrechtshof)
- Normale S-Bahn (dort "S5" genannt) fährt ebenfalls alle 20 Minuten bis Albrechtshof
- Damit soll ein 10-Minuten-Takt in Spandau realisiert werden


Nee, da unterschlägst du eine Zuggruppe. Von den beiden heute in Spandau endenden wird eine nach Albrechtshof verlängert. Außerdem kommt eine völlig neue Zuggruppe hinzu die nach Nauen fährt und diverse Halte auslässt.

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Logital bei Twitter.
Oh ja, stimmt!

Aber es wäre vielleicht überlegenswert es bei zwei Zuggruppen insgesamt zu belassen. Würde nicht für Stresow, Pichelsberg und Eichkamp (ohne Messe) ein 20-Minuten-Takt ausreichen? Bei Olympiastadion und Heerstraße vielleicht weniger, aber Olympiastadion könnte ja auch eine reguläre Endstation sein!?
Ich glaube nicht, dass der Regionalverkehr, zumal die Express-Linien, an jeder Milchkanne halten will und soll. In der Innenstadt ist das noch akzeptabel, aber sonst?

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
hvhasel
Oh ja, stimmt!

Aber es wäre vielleicht überlegenswert es bei zwei Zuggruppen insgesamt zu belassen. Würde nicht für Stresow, Pichelsberg und Eichkamp (ohne Messe) ein 20-Minuten-Takt ausreichen? Bei Olympiastadion und Heerstraße vielleicht weniger, aber Olympiastadion könnte ja auch eine reguläre Endstation sein!?

Ausreichen vielleicht, aber ist das dann noch ein attraktives Angebot?

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Logital bei Twitter.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.09.2017 06:25 von Logital.
Zitat
Logital
Ausreichen vielleicht, aber ist das dann noch ein attraktives Angebot?

Es beträfe bei der Olympiastadion-Lösung ja nur Stresow und Pichelsberg. Für einen der Unterwegshalte danach wäre es mit dem Express sogar eine Verbesserung.

Der Bahnhof Stresow ist doch eh nur der Historie geschuldet. Seitdem es die Fußgängerbrücke neben der S-Bahn gibt, laufen da gefühlt mehr Leute zum Bahnhof Spandau als in Stresow einsteigen. Und in Pichelsberg, nun ja, da ist es nah zur Waldbühne, zum Eisstadion und und zum Glockenturm, stimmt schon. Und Anwohner gibt es auch einige, wenn auch nur auf einer Seite der S-Bahn, oft näher an der Heerstraße und mit vermutlich einer der höchsten Auto-Mobilisierungsraten in Berlin. Aber ja, es ist natürlich eine Verschlechterung des Angebots, Ursache und Wirkung usw.
Regionalbahnausbau um Berlin
[www.rbb24.de]

"Immer mehr Menschen pendeln nach Berlin zur Arbeit, und die Regionalbahnen platzen aus allen Nähten. Dass die Bahnverbindungen im Nahverkehr ausgebaut werden, ist schon länger klar. Seit Mittwoch ist auch bekannt, wo das geschehen soll. "
Die Nordbahn komplett in Gelb und die Stammbahn bis Schöneberg - meinen die das Ernst oder hat sich da jemand verzeichnet?

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Die Nordbahn komplett in Gelb und die Stammbahn bis Schöneberg - meinen die das Ernst oder hat sich da jemand verzeichnet?

Es geht um vertiefende Untersuchungen und bei der Nordbahn steht "/Heidekrautbahn" dahinter, wie bei der Dresdener Bahn "/Rangsdorf" und der Görlitzer Bahn "/Königs Wusterhausen". Ich würde da nicht zu viel auf gelbe Striche geben. Erstmal wird nur auf Kosten der Länder weiter geprüft und die Bahn hat sich diese Kostenübernahme von den Ländern unterschreiben lassen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Nemo
Die Nordbahn komplett in Gelb und die Stammbahn bis Schöneberg - meinen die das Ernst oder hat sich da jemand verzeichnet?

Es sind die zu untersuchenden Korridore dargestellt, nicht der konkrete Streckenausbau. Bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg.
Zitat
andre_de
Es sind die zu untersuchenden Korridore dargestellt, nicht der konkrete Streckenausbau. Bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg.

In der offiziellen Pressemitteilung steht noch mehr dazu: [www.mil.brandenburg.de]
Auch der RBB berichtet dazu in einem kleinen Videobeitrag:
[www.rbb24.de]
Wenn die das alles bezahlen, dann wähle ich das nächste mal R2G.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
"Schnell" könnte man da schon etwas machen - die vor zwanzig Jahren eingekürzten Bahnsteige verlängern und auf stark frequentierten Linien die Züge verlängern.

Auf den Hauptstrecken in NRW würde DB Regio mit einem 5-Wagen-Dosto ausgelacht, hier ist man der Meinung, das mehr eben nicht geht...
Zitat
fatabbot
"Schnell" könnte man da schon etwas machen - die vor zwanzig Jahren eingekürzten Bahnsteige verlängern und auf stark frequentierten Linien die Züge verlängern.

Auf den Hauptstrecken in NRW würde DB Regio mit einem 5-Wagen-Dosto ausgelacht, hier ist man der Meinung, das mehr eben nicht geht...

Da geht überhaupt nichts "schnell" und hier geht tatsächlich nicht mehr, wenn man die "Milchkannen" mitnimmt. Auf der Stadtbahn würde immerhin noch ein 6. Wagen passen, aber dann ist auch da Sense und Friedrichstraße lässt sich nicht mal eben der Bahnsteig verlängern. Nicht ohne Grund glaubt der VBB auf dem RE1 eher in der HVZ einen dritten Zug (in etwa 5 Jahren) hinzubekommen und den 6. Wagen nur optional aufzunehmen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Würde denn ein 6-Wagen-Triebzug passen?
Zitat
fatabbot
"Schnell" könnte man da schon etwas machen - die vor zwanzig Jahren eingekürzten Bahnsteige verlängern und auf stark frequentierten Linien die Züge verlängern.

Auf den Hauptstrecken in NRW würde DB Regio mit einem 5-Wagen-Dosto ausgelacht, hier ist man der Meinung, das mehr eben nicht geht...

Wie Jay schon richtig schrieb, eine Bahnsteigverlängerung wird nicht schnell umsetzbar sein. Nichtsdestotrotz muss man es mal anschieben, sonst kommts natürlich nie.

Unabhängig davon hätte der VBB schon längst an der bestehenden Infrastruktur mehr Kapazität bestellen und schaffen können:

- RE 5: Statt 5-teiliger Twindexx-Triebzüge hätte man 6-teilige ausschreiben können, diese wären genauso lange wie heute Lok+5 Wagen.
- RE 2/4: Die 4-teiligen Stadler-Doppelstock-Triebzüge waren von Beginn an zu klein (und untermotorisiert). Hier hätte schon längst ein zusätzlicher angetriebener Mittelwagen nachbestellt werden müssen. Bei der Ausschreibung damals hatte man das nicht einmal als Option vorgesehen.
- RE 1: Analog RE 5 hätte man die Züge als Triebzüge (statt Lok-bespannt) ausschreiben können, und dann 6-teilig.

Der VBB macht es sich argumentativ sehr einfach, die Problematik ausschließlich auf die zu kurzen Bahnsteige zu schieben (wer hat deren Länge eigentlich bestellt?). Damit kann man aber natürlich gut von den eigenen Fehlentscheidungen ablenken und muss sich nicht unnötig bewegen.

Viele Grüße
André
Das "schnell" steht nicht umsonst in Anführungszeichen...

Im verlinkten Video ist davon die Rede, dass neue Infrastruktur gebaut werden muss, und das eben nicht "schnell gehe", daher ist das Konzept auch für 2030 amgedacht.

Dagegen könnte man mit längeren Bahnsteigen nunmal wirklich "schnell" - im Gegensatz zum generellen Ausbau der Infrastruktur - etwas an den teils katastrophalen Zuständen auf dem Hauptverkehrslinien ändern...

Und ein fünfteiliger Dosto hat auf dem genannten Beispiel Friedrichstraße in beide Richtungen noch reichlich freien Bahnsteig.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.10.2017 23:31 von fatabbot.
Zitat
fatabbot
Das "schnell" steht nicht umsonst in Anführungszeichen...

Im verlinkten Video ist davon die Rede, dass neue Infrastruktur gebaut werden muss, und das eben nicht "schnell gehe", daher ist das Konzept auch für 2030 amgedacht.

Dagegen könnte man mit längeren Bahnsteigen nunmal wirklich "schnell" - im Gegensatz zum generellen Ausbau der Infrastruktur - etwas an den teils katastrophalen Zuständen auf dem Hauptverkehrslinien ändern...

Auf die einfachste Möglichkeit kommt anscheinend keiner, Anwendung der Marktwirtschaft. Die wachsenden Pendlerströme werden gespeist von der steigenden Preisdifferenz der Wohnkosten in Berlin und in Brandenburg. Hier kann man ansetzen, den Regionalverkehr gegenüber dem Städtischen Nahverkehr entsprechend der tatsächlichen Betriebskosten preislich anpassen. Dasselbe auch für die Mitnahme von großem Gepäck und Fahrrädern. Wenn ein Koffer einen Stehplatz beansprucht, muss für die Mitnahme eben ein entsprechender Kostenbeitrag bezahlt werden, ein Fahrrad nimmt den Platz von mindestens 3 stehenden Personen ein ...
Der Nutzen wäre gleich mehrfach. Erstens würden parallele S-Bahnstrecken (durch unveränderte Preise) besser ausgelastet werden. Zweitens steigt der Fahrkomfort und die Pünktlichkeit des Regio durch die Vermeidung von Überfüllungen. Drittens können Investitionen in die regionale Infrastruktur zeitlich gestreckt und durch gleich bleibende Einnahmen bei etwas weniger Nutzern refinanziert werden.
Sollte durch Preiserhöhungen der Autoverkehr zunehmen, käme die Erweiterung der Parkraumbewirtschaftung bis zu kostendeckenden Preisen zum Zuge.

so long

Mario
Nach deiner Logik Mario, müsste aber auch bezahlbarer Wohnraum in Berlin "schnell" geschaffen werden. Zwangsselbsständigkeiten, Leute die an vielen Orten arbeiten müssen, 60-Stunden-Wochen, wo bleibt die Zeit da noch die S-Bahn zu nehmen. Ich könnte es mir zeitlich/finanziell nicht leisten bei Konzerten in Potsdam Zuschlag für mein Instrument zu zahlen oder S-Bahn zu fahren.
Für Büroangestellte und Touristen stimme ich dir 100% zu, nur wie wäre die Grenze von notwendigen/nicht notwendigen Fahrten zu definieren und in der Praxis umzusetzen? Und wie können Senat/VBB/Landtag die Mobilitäts-Arbeitsplatz-Mentalität ändern? Mein Kopf landet wieder beim sozialen Wohnungsbau...
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