Laut MoPo unterzeichnen die Länder Berlin und Brandenburg sowie der VBB und die DB in den kommenden Wochen eine Rahmenvereinbarung zum Ausbau der Schieneninfrastruktur zwischen den beiden Bundesländern, um insbesondere den Pendlerverkehr zu stärken. Grundlage sind die Korridoruntersuchungen, die Brandenburg letztes Jahr in Auftrag gegeben hatte und deren Ergebnisse mittlerweile vorliegen. Novum ist bei der Rahmenvereinbarung, dass Berlin und Brandenburg erstmals gewillt zu sein scheinen, an einem Strang zu ziehen, was ich erst mal als sehr positiv ansehe.

Insgesamt stehen 7 Projekte auf der Agenda, mit einem Ausbauvolumen von geschätzt 800 Mio. €.

- Stammbahn (wohl Regionalbahn und keine S-Bahn-Lösung)
- S-Bahn Spandau-Nauen
- S-Bahn Hennigsdorf-Velten
- Wannsee-Griebnitzsee (zweites Gleis)
- Ausbau Dresdener Bahn zw. Blankenfelde Rangsdorf, dazu 2. S-Bahngleis zw. Blankenfelde und Lichten­rade
- Heidekrautbahn
- Ausbau Bahnhof KW

[www.morgenpost.de]

Ich denke, ein eigener Strang ist hier angemessen, da diese Ankündigung nicht nur besonders erwähnenswert in ihrem Umfang ist, sondern auch einige Diskussionen mitsich führen wird.
Ich bin mir bei dem Artikel nicht ganz sicher, ob das alles tatsächlich so festgezurrt werden soll, oder "nur" erstmal die Wünsche aufgeführt sind, die in der Korridoruntersuchung untersucht wurden. Die Unterzeichnung einer solchen Vereinbarung ist allerdings lange überfällig. Ich hoffe, dass da nun auch die richtigen Entscheidungen getroffen werden.

Gerade das zweite Gleis Wannsee - Griebnitzsee ist ja mehr als überfällig.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
S-Bahn nach Nauen ist doch wohl ein Witz? Bis Falkensee würde ich glatt mitgehen, aber bis nach Nauen? Das wäre ja eher eine Verschlechterung des bisherigen Zustands, wenn man plötzlich nur noch mit 80 nach Nauen zuckelt.
Eine andere Frage, die sich mir stellt und die im Artikel nicht behandelt wird, ist die Einbindung der Gemeinden (Falkensee, Velten etc.). Denn auch die haben sich ja bislang gegen die S-Bahn gestemmt und favorisieren (nach wie vor) den Regionalverkehr - ein Streitpunkt mit Berlin. Daher würde ich noch nicht davon ausgehen, daß sich da schnell etwas ändert. Zumal der Artikel auch klarmacht, daß es ein großer Batzen bei der Finanzierung ist, und dann auch bei der Planung. Also genug Möglichkeiten, es bei einer Absichtsbekundung zu belassen...
Wenn mich die Politik der letzten Jahre eins gelehrt hat, dann Zweifel...

Dennis
Einer evtl. Verlängerung der Gleichstrom-S-Bahn nach Nauen würde ich auch eher kritisch sehen, selbst wenn sie irgendwann (wieder) mit bis zu 100 km/h fahren würde.

Ansonsten freut mich natürlich die Absicht, zu Verbesserungen im Regionalverkehr und bei der S-Bahn zu gelangen. Mit der S-Bahn direkt nach Rangsdorf - die Vorstellung hätte was,

meint Marienfelde
Zitat
drstar
Eine andere Frage, die sich mir stellt und die im Artikel nicht behandelt wird, ist die Einbindung der Gemeinden (Falkensee, Velten etc.). Denn auch die haben sich ja bislang gegen die S-Bahn gestemmt und favorisieren (nach wie vor) den Regionalverkehr - ein Streitpunkt mit Berlin.

Gerade Velten (aber auch andere Gemeinden) wollen die S-Bahn haben. Lieber heute als morgen.
Zitat
drstar
S-Bahn nach Nauen ist doch wohl ein Witz? Bis Falkensee würde ich glatt mitgehen, aber bis nach Nauen? Das wäre ja eher eine Verschlechterung des bisherigen Zustands, wenn man plötzlich nur noch mit 80 nach Nauen zuckelt.
Eine andere Frage, die sich mir stellt und die im Artikel nicht behandelt wird, ist die Einbindung der Gemeinden (Falkensee, Velten etc.). Denn auch die haben sich ja bislang gegen die S-Bahn gestemmt und favorisieren (nach wie vor) den Regionalverkehr - ein Streitpunkt mit Berlin. Daher würde ich noch nicht davon ausgehen, daß sich da schnell etwas ändert. Zumal der Artikel auch klarmacht, daß es ein großer Batzen bei der Finanzierung ist, und dann auch bei der Planung. Also genug Möglichkeiten, es bei einer Absichtsbekundung zu belassen...
Wenn mich die Politik der letzten Jahre eins gelehrt hat, dann Zweifel...

Bei der Express-S-Bahn nach Nauen geht es selbstverständlich um Fahrzeuge, die die zulässigen 100 km/h auch ausfahren dürfen. Zusätzlich zum 10er-Takt nach Spandau sollen die Züge zwischen Westkreuz und Spandau Halte auslassen und so den Nachteil gegenüber den Regios etwas schmälern.

Velten hat nichts mit Falkensee zu tun und wünscht sich schon sehr lange "seine" S-Bahn zurück.

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Ausbau Dresdener Bahn zw. Blankenfelde Rangsdorf, dazu 2. S-Bahngleis zw. Blankenfelde und Lichten­rade, ist ja wunderschön, aber der jetzige Planfeststellungsverfahren muss noch einmal überarbeitet werden, weil, ja von S Lichterrade nach S Blankenburg der geplante Verbreiterung der Bahntrasse von drei Gleise auf vier Gleise erweitert werden muss. Im Bereich des geplanten Bahnhof Blankenfelde muss hier verbreitert werden, weil hier zwei Seitenbahnsteige für die Regionalbahn und ein Mittelbahnsteig für die S2, anschließend ein Abstell- und wendekehrgleis für die S Bahn ein Gleis für die S Bahn nach Rangsdorf neu geführt, in Rangsdorf wird ein Mittelbahnsteig mit zwei Gleisen für die S2 gebaut werden muss.

Die S Bahn über Falkensee nach Nauen ist hier richtig, damit endlich Nauen im Tarifzone C aufgenommen wird, bisher endet der Tarifzone c in Brieseland und nicht in Nauen.

Hier wird die S Bahntrasse von Teltow-Stadt S25 nach Stahnsdorf im Verinbarung für den Ausbau der Schienenfrastruktur zwischen Berlin und Brandenburg nicht aufgenommen. Dies ist deine Schade für Berlin und Brandenburg.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.2017 17:40 von Fahrschein.
Von den 800 Mio. werden wohl 400 Mio für die Lärmschutzmafia benötigt.
Bloss keine weiteren Mauern. Dann lieber gar keinen Ausbau.
Zitat
Fahrschein
Hier wird die S Bahntrasse von Teltow-Stadt S25 nach Stahnsdorf im Verinbarung für den Ausbau der Schienenfrastruktur zwischen Berlin und Brandenburg nicht aufgenommen. Dies ist deine Schade für Berlin und Brandenburg.

Ist es nicht, es gibt nicht nur den Süden und irgendwo muss man das erstmal umsetzen, statt 20 Projekte zu starten. Das Geld fällt ja nicht vom Himmel.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1904-2017
Zitat
Ostkreuzi
Bloss keine weiteren Mauern. Dann lieber gar keinen Ausbau.

Nun, gesetzlich verankerte Mindeststandards müssen eingehalten werden, sonst haben juristische Verhinderer leichtes Spiel.
Entweder Lärmschutz nach Europäischer Norm oder dauerhaft Tempo 30 wie bei vielen Hauptverkehrsstraßen.

Sicher kann man Gesetze und Technische Regeln ändern. Das braucht jedoch politische Mehrheiten, je nach Betreff landesweit, bundesweit oder im europäischen Rahmen.

so long

Mario
Zitat
Jay
Ich bin mir bei dem Artikel nicht ganz sicher, ob das alles tatsächlich so festgezurrt werden soll, oder "nur" erstmal die Wünsche aufgeführt sind, die in der Korridoruntersuchung untersucht wurden. Die Unterzeichnung einer solchen Vereinbarung ist allerdings lange überfällig. Ich hoffe, dass da nun auch die richtigen Entscheidungen getroffen werden.

Gerade das zweite Gleis Wannsee - Griebnitzsee ist ja mehr als überfällig.

Festgezurrt wird da in der Tat noch nichts. Wie im Artikel beschrieben, handelt es sich ja auch erstmal um eine "Rahmenvereinbarung". Als konkrete Auswirkungen darf zunächst erwartet werden, dass die entsprechenden Trassen freigehalten werden. Somit kann dann zum Beispiel die Planung eines Radweges parallel zur Wannseebahn endgültig ad acta gelegt werden.
Zitat
Jay
Bei der Express-S-Bahn nach Nauen geht es selbstverständlich um Fahrzeuge, die die zulässigen 100 km/h auch ausfahren dürfen. Zusätzlich zum 10er-Takt nach Spandau sollen die Züge zwischen Westkreuz und Spandau Halte auslassen und so den Nachteil gegenüber den Regios etwas schmälern.

Es gibt da seit Jahren einen interessanten Ansatz: [sx-bahn.de]
Davon möchte aber die Gleichstrom-S-Bahn-Lobby nichts wissen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.09.2017 10:21 von mitropam.
Zitat
mitropam
Zitat
Jay
Bei der Express-S-Bahn nach Nauen geht es selbstverständlich um Fahrzeuge, die die zulässigen 100 km/h auch ausfahren dürfen. Zusätzlich zum 10er-Takt nach Spandau sollen die Züge zwischen Westkreuz und Spandau Halte auslassen und so den Nachteil gegenüber den Regios etwas schmälern.

Es gibt da seit Jahren einen interessanten Ansatz: [sx-bahn.de]
Davon möchte aber die Gleichstrom-S-Bahn-Lobby nichts wissen.

Das SX-Konzept ist toll (bzw. war es bei dessen Erstellung vor über 10 Jahren), aber es löst das zunehmende Problem der Trassenkonflikte nicht. Man könnte für sehr viel Geld den vermurksten Knoten Spandau anfassen oder für deutlich weniger Geld die vorhandenen S-Bahn-Anlagen durch eine Verlängerung besser auslasten und nebenbei die Erschließung durch zusätzliche Halte verbessern.

Die Verhinderer des SX-Konzeptes sind ganz sicher nicht die "Gleichstrom-Lobbyisten". Vielmehr ist der Aufgabenträger (bisher) nicht bereit gewesen mehr Geld in den Regionalverkehr zu stecken. Das beginnt sich ja nun glücklicherweise zu ändern. Dummerweise eben zu einem Zeitpunkt, wo auch die DB meint im Fernverkehr wieder mehr fahren zu wollen. So sehr mir viele Punkte am neuen VBB-Linienkonzept gefallen, so bezweifle ich doch, dass die dafür nötigen Trassen verfügbar sein werden.

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Zitat
Fahrschein
Ausbau Dresdener Bahn zw. Blankenfelde Rangsdorf, dazu 2. S-Bahngleis zw. Blankenfelde und Lichten­rade, ist ja wunderschön, aber der jetzige Planfeststellungsverfahren muss noch einmal überarbeitet werden, weil, ja von S Lichterrade nach S Blankenburg der geplante Verbreiterung der Bahntrasse von drei Gleise auf vier Gleise erweitert werden muss.
Ja, das ist mir auch als erstes in den Sinn gekommen.
Ich hatte mich ja sowieso schon gewundert, wieso in der Planfeststellung nicht gleich die Option für einen viergleisigen Ausbau zumindest bis Stadtgrenze Berlin mit eingeplant wurde - das Abstellgleis soll ja, wenn man sich die entsprechenden Videopräsentationen anguckt, wohl sowieso bis zur Wolziger Zeile / Goltzstraße reichen.
Von da aus sind es nur noch etwa 650m bis zur Stadtgrenze. Aber die sind beidseitig dicht bebaut, eine Planänderung wird daher sicherlich wieder Klagen nach sich ziehen.
Hätte man sich ersparen können, wenn man gleich auf maximal 4 Gleise planfestgestellt hätte, denke ich.

Hinter der Stadtgrenze sind beiseitig der Strecke nur Felder, da ist ein zusätzliches Gleis sicherlich kein so großes Problem.

~ Mariosch
Zitat
Mariosch
Zitat
Fahrschein
Ausbau Dresdener Bahn zw. Blankenfelde Rangsdorf, dazu 2. S-Bahngleis zw. Blankenfelde und Lichten­rade, ist ja wunderschön, aber der jetzige Planfeststellungsverfahren muss noch einmal überarbeitet werden, weil, ja von S Lichterrade nach S Blankenburg der geplante Verbreiterung der Bahntrasse von drei Gleise auf vier Gleise erweitert werden muss.
Ja, das ist mir auch als erstes in den Sinn gekommen.
Ich hatte mich ja sowieso schon gewundert, wieso in der Planfeststellung nicht gleich die Option für einen viergleisigen Ausbau zumindest bis Stadtgrenze Berlin mit eingeplant wurde - das Abstellgleis soll ja, wenn man sich die entsprechenden Videopräsentationen anguckt, wohl sowieso bis zur Wolziger Zeile / Goltzstraße reichen.
Von da aus sind es nur noch etwa 650m bis zur Stadtgrenze. Aber die sind beidseitig dicht bebaut, eine Planänderung wird daher sicherlich wieder Klagen nach sich ziehen.
Hätte man sich ersparen können, wenn man gleich auf maximal 4 Gleise planfestgestellt hätte, denke ich.

Hinter der Stadtgrenze sind beiseitig der Strecke nur Felder, da ist ein zusätzliches Gleis sicherlich kein so großes Problem.

~ Mariosch

Eben weil die Bebauung da so dicht ist, hätte es mit einem 4. Gleis noch größere Probleme gegeben. Eine durchgehende Zweigleisigkeit wäre natürlich schön, ist allerdings weder für den bestellten 20er noch für einen möglichen 10er-Takt notwendig. Hinter der Stadtgrenze wäre dann genug Platz, um einen Begegnungsabschnitt zu ergänzen und so die Zweigleisigkeit des Bahnhofs Mahlow zu verlängern.

Blankenfelde ist bereits planfestgestellt. Hier wird es einen Mittelbahnsteig geben, den auf einem Gleis die Regionalzüge und auf dem anderen Gleis die S-Bahn nutzt. Leider wird man dort von der 96er-S-Bahn-Kante zur 76er-Regio-Kante eine Stufe hochsteigen müssen, weil die ursprünglich geplante 55er-Kante beim Regio nicht mehr gewünscht ist. Hinter Blankenfelde wäre dann wieder ein Begegnungsabschnitt möglich. Schöner wäre es natürlich gewesen, wenn die S-Bahn gleich im Rahmen der Dresdener Bahn mitgeplant worden wäre.

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Jay
Blankenfelde
Hier wird es einen Mittelbahnsteig geben, den auf einem Gleis die Regionalzüge und auf dem anderen Gleis die S-Bahn nutzt. Leider wird man dort von der 96er-S-Bahn-Kante zur 76er-Regio-Kante eine Stufe hochsteigen müssen [...]

Ich habe mich in solchen Fällen bereits des Öfteren gefragt, ob es denn tatsächlich unmöglich ist, das 76er-Gleis einfach 20cm höher zu legen, so dass es barrierefrei einen 96er-Bahnsteig nutzen kann. Mit entsprechenden "Rampen" vor und hinter dem Bahnsteig sollte das doch kein Problem darstellen, oder?
Zitat
Wutzkman
Zitat
Jay
Blankenfelde
Hier wird es einen Mittelbahnsteig geben, den auf einem Gleis die Regionalzüge und auf dem anderen Gleis die S-Bahn nutzt. Leider wird man dort von der 96er-S-Bahn-Kante zur 76er-Regio-Kante eine Stufe hochsteigen müssen [...]

Ich habe mich in solchen Fällen bereits des Öfteren gefragt, ob es denn tatsächlich unmöglich ist, das 76er-Gleis einfach 20cm höher zu legen, so dass es barrierefrei einen 96er-Bahnsteig nutzen kann. Mit entsprechenden "Rampen" vor und hinter dem Bahnsteig sollte das doch kein Problem darstellen, oder?

Kommt drauf an. In Hennigsdorf wurde z.B. das Gleis am ehemaligen S-Bahnsteig höher gelegt, so dass es nun für Regionalzüge passt.
Es wird aber auch Fälle geben, wo der Platz für die nötigen „Rampen“ nicht ausreicht, z.B. weil eine Weiche in der Nähe ist, für die dann auch das Nachbargleis hochgelegt werden muss.
Zitat
Jay
Eben weil die Bebauung da so dicht ist, hätte es mit einem 4. Gleis noch größere Probleme gegeben. Eine durchgehende Zweigleisigkeit (zwischen Lichtenrade und Mahlow, Marienfelde) wäre natürlich schön, ist allerdings weder für den bestellten 20er noch für einen möglichen 10er-Takt notwendig. Hinter der Stadtgrenze wäre dann genug Platz, um einen Begegnungsabschnitt zu ergänzen und so die Zweigleisigkeit des Bahnhofs Mahlow zu verlängern.
(...)

Der derzeitige Fahrplan der S 2 (20 Minutentakt mit Kreuzung in Mahlow) und die derzeitige Gleissituation in Lichtenrade (ein Gleis endet stumpf und kann daher nur von den dort endenden/einsetzenden Verstärkerzügen benutzt werden) führt zur sofortigen Weitergabe einer Verspätung eines Zuges der "Stammzuggruppe" an den jeweiligen Gegenzug.

Ein "fast" durchgehendes zweites S-Bahngleis zwischen Lichtenrade und Mahlow ist für eine stabile Betriebsführung obligatorisch. Ein möglichst kurzer eingleisiger Abschnitt südlich von Lichtenrade wäre wohl geboten, solange die Verstärkerzüge weiterhin "stumpf" in Lichtenrade enden. Gelingt es nicht, südlich von Lichtenrade ein Kehrgleis anzulegen, wäre schon aus betrieblichen Gründen eine Verlängerung der zweiten Zuggruppe bis Mahlow anzustreben.

Eine gute Nacht wünscht Euch
Marienfelde
Zitat
Marienfelde
Zitat
Jay
Eben weil die Bebauung da so dicht ist, hätte es mit einem 4. Gleis noch größere Probleme gegeben. Eine durchgehende Zweigleisigkeit [zwischen Lichtenrade und Mahlow, MarienBlankenfelde] wäre natürlich schön, ist allerdings weder für den bestellten 20er noch für einen möglichen 10er-Takt notwendig. Hinter der Stadtgrenze wäre dann genug Platz, um einen Begegnungsabschnitt zu ergänzen und so die Zweigleisigkeit des Bahnhofs Mahlow zu verlängern.
[...]

Der derzeitige Fahrplan der S 2 (20 Minutentakt mit Kreuzung in Mahlow) und die derzeitige Gleissituation in Lichtenrade (ein Gleis endet stumpf und kann daher nur von den dort endenden/einsetzenden Verstärkerzügen benutzt werden) führt zur sofortigen Weitergabe einer Verspätung eines Zuges der "Stammzuggruppe" an den jeweiligen Gegenzug.

Ein "fast" durchgehendes zweites S-Bahngleis zwischen Lichtenrade und Mahlow ist für eine stabile Betriebsführung obligatorisch. Ein möglichst kurzer eingleisiger Abschnitt südlich von Lichtenrade wäre wohl geboten, solange die Verstärkerzüge weiterhin "stumpf" in Lichtenrade enden. Gelingt es nicht, südlich von Lichtenrade ein Kehrgleis anzulegen, wäre schon aus betrieblichen Gründen eine Verlängerung der zweiten Zuggruppe bis Mahlow anzustreben.

Eine gute Nacht wünscht Euch
Marienfelde

Es gibt für Lichtenrade einen Planfeststellungsbeschluss, insofern muss da nichts mehr "gelingen". Lichtenrade erhält ein südliches Kehrgleis, so dass beide Bahnsteiggleise für durchfahrende Züge nutzbar sind. Damit kann bei Verspätung (oder geändertem Fahrplan) auch direkt am Bahnsteig (der ebenfalls südwärts wandert) mit dem Gegenzug gekreuzt werden. Die Kreuzung in Mahlow würde allein dadurch entspannt, dass die Zweigleisigkeit in beiden Richtungen verlängert wird.

PS: Erklärende Ergänzungen in Einem Zitat werden übrigens wie Auslassungen mit eckigen Klammern gekennzeichnet.

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3 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.09.2017 23:36 von Jay.
Zitat
Jay
Zitat
Marienfelde
Der derzeitige Fahrplan der S 2 (20 Minutentakt mit Kreuzung in Mahlow) und die derzeitige Gleissituation in Lichtenrade (ein Gleis endet stumpf und kann daher nur von den dort endenden/einsetzenden Verstärkerzügen benutzt werden) führt zur sofortigen Weitergabe einer Verspätung eines Zuges der "Stammzuggruppe" an den jeweiligen Gegenzug.

Ein "fast" durchgehendes zweites S-Bahngleis zwischen Lichtenrade und Mahlow ist für eine stabile Betriebsführung obligatorisch. Ein möglichst kurzer eingleisiger Abschnitt südlich von Lichtenrade wäre wohl geboten, solange die Verstärkerzüge weiterhin "stumpf" in Lichtenrade enden. Gelingt es nicht, südlich von Lichtenrade ein Kehrgleis anzulegen, wäre schon aus betrieblichen Gründen eine Verlängerung der zweiten Zuggruppe bis Mahlow anzustreben.

Eine gute Nacht wünscht Euch
Marienfelde

Es gibt für Lichtenrade einen Planfeststellungsbeschluss, insofern muss da nichts mehr "gelingen". Lichtenrade erhält ein südliches Kehrgleis, so dass beide Bahnsteiggleise für durchfahrende Züge nutzbar sind. Damit kann bei Verspätung (oder geändertem Fahrplan) auch direkt am Bahnsteig (der ebenfalls südwärts wandert) mit dem Gegenzug gekreuzt werden. Die Kreuzung in Mahlow würde allein dadurch entspannt, dass die Zweigleisigkeit in beiden Richtungen verlängert wird.

PS: Erklärende Ergänzungen in Einem Zitat werden übrigens wie Auslassungen mit eckigen Klammern gekennzeichnet.

Das mit dem südlichen Kehrgleis war mir entfallen, danke für den Hinweis. Dennoch halte ich den Bau von zwei möglichst durchgehenden Streckengleisen zwischen Lichtenrade und Mahlow für unverzichtbar. Wenn der Platz südlich von Lichtenrade wegen des Kehrgleises dafür nicht reicht, sollte man mittelfristig die Voraussetzungen schaffen, das Kehrgleis zum zweiten Streckengleis zu machen - und die zweite Zuggruppe jedenfalls bis Mahlow verlängern.
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