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S21 - Aktueller Stand der Arbeiten (ab Oktober 2017)
geschrieben von klausberlin 
Hallo zusammen,

laut Tagesspiegel-Artikel konnte der Tauchbagger-Einsatz im Bereich Minna-Cauer-Straße nun (endlich) erfolgreich abgeschlossen werden.

Viele Grüße
Manuel
Die BZ berichtet von einer Havarie im S21-Tunnel:
[www.bz-berlin.de]
^Der von Manuel gestern verlinkte Artikel vom Tagesspiegel entspricht da wohl eher den Tatsachen, selbst wenn die BZ weitere interessante Details erwähnt.

Gruß
Die Ferkeltaxe
Hallo zusammen!

Zitat
Ferkeltaxe
^Der von Manuel gestern verlinkte Artikel vom Tagesspiegel entspricht da wohl eher den Tatsachen, selbst wenn die BZ weitere interessante Details erwähnt.

Ich denke, dass die beiden Artikel ganz unterschiedliche Themen behandeln und nur zufällig zeitlich zusammenfallen:

- In dem Tagesspiegel-Artikel geht es um die lange Zeit undichte Baugrube unter der Minna-Cauer-Straße mit dem Tauchbaggereinsatz.

- Im BZ-Artikel geht es um die unglückliche S-21-Bauvorleistung am Friedrich-List-Ufer, genau gesagt unter der Ecke des Bahnhofsgebäudes. Meines Erachtens wurde das Aufmacherfoto des BZ-Artikels genau in dieser Vorleistung aufgenommen. Wenn man durch die Türe links hinten geht, kommt man auf die Zugangsebene des U-Bahnhofs.

Viele Grüße
Manuel



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.06.2018 16:09 von manuelberlin.
Zitat
manuelberlin
Ich denke, dass die beiden Artikel ganz unterschiedliche Themen behandeln und nur zufällig zeitlich zusammenfallen
Möglich ist es, leider wird im BZ Artikel nicht so wirklich klar, um was es geht.

Die BZ sagt nämlich "der halbfertige Bahnsteig wurde geflutet" und "das Wasser stand bis über die Bahnsteigkante".
Ich mag mich jetzt irren - aber die Bauvorleistung hatte doch noch gar keinen halbfertigen Bahnsteig? Mir ist zwar so, als wenn da auch baulich schon was vorbetoniert war, aber eine Bahnsteigkante hatte das glaube ich nicht...? Kann natürlich auch einfach nur unpräzise formuliert worden sein - so richtig klar, wo jetzt wann wieviel Wasser reingelaufen ist, erschließt sich mir aus dem Artikel jedenfalls nicht.
Weiter unten wird dann ja auch noch das Problem unter der Minna-Cauer-Straße damit verknüpft und in direkten Zusammenhang gebracht ("Ende 2017 glaubte die Bahn, endlich ein Konzept zu haben, wie der Bau fortgesetzt werden kann. Offenbar eine erneute Fehlplanung.").

Wenn es sich um die Bauvorleistung am Hbf handelt - dann hat das auf die Bauarbeiten am Streckentunnel und Interimsbahnsteig doch eigentlich überhaupt keine Auswirkungen auf den Eröffnungstermin der ersten Teilstrecke, die dürften ja bis auf weiteres nicht miteinander verbunden werden, oder doch?
Wenn der neue Streckentunnel mit Interimsbahnsteig geflutet wurde - wieso berichtet darüber eigentlich nur die BZ und niemand anders?

Der ganze Artikel sieht eh aus wie vom Praktikanten zusammengeschustert... mal eben schnell noch hohe Kosten ("900 Millionen Euro" - japp, zusmamen für Bauabschnitt 1 bis 3 - Nording über Potsdamer Platz und Gleisdreieck bis Yorkstraße.) und zusätzliche Gelder (Insider: "mindestens 20 Millionen mehr" - ganz eherlich, bei 900 Mio doch gar kein schlechter Schnitt...)

Warten wir also mal ab, bis ein halbwegs seriöser Artikel näher beleuchtet, ob tatsächlich irgendwo ungeplant Wasser eingedrungen ist oder nur ein Unwissender irgendwo Wasser und Pumpen im Streckentunnel / am Interimsbahnsteig gesehen hat (entstanden durch das Auftrennen der Betonwand mit Hochdruckstrahl) und gleich mal als Insider die BZ über die vermeintliche Havarie informiert hat...

~ Mariosch



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.06.2018 16:48 von Mariosch.
^
Ich denke, dass auch der BZ-Artikel sich primär auf die "Flutung des Tunnels" von der B96 ausgehend bezieht. Nur dass man bei der BZ ziemlich reißerisch und ohne viel Recherche etwas für das Sommerloch zusammengekritzelt hat. Der benannte "Augenzeuge" scheint offenbar kein Fachmann oder Baubeteiligter zu sein, sondern ein in den Bauthemen ahnungsloser Beobachter "am Rande".

Meine Sicht stütze ich insbesondere auf folgendes Zitat aus dem deutlich sachlicheren Artikel des Tagesspiegels:
"... Das dabei erforderliche Wasser werde in den Bahnhofsbereich geleitet und von dort an die Oberfläche gepumpt. Dem Rohbau schade das Wasser nicht. ..."

Also: an der B96 rein und vor dem Hbf wieder raus. Einen Bahnsteig kann man dort ja noch nicht fluten, wie die BZ schreibt, es gibt schlicht noch keinen. Somit kann nur der Bereich des Interimsbahnsteiges an der Invalidenstraße gemeint sein, was die BZ aber nicht sauber hinterfragt hat, sondern stattdessen Bilder vom Bereich des künftigen Übergangs zum endgültigen S-Bahnsteig und der Vorleistung neben dem Hbf abdruckt...

Oder: Ist jemandem von euch ggf. genaueres bekannt geworden, ob es tatsächlich im Bereich der Vorleistung / des Überganges am Hbf unkontrollierten Wassereinbruch gegeben hat? Somit eine kontrollierte Flutung im fertigen Tunnel von der B96 her plus ein unkontrolliertes Eindringen im Bereich der Vorleistung direkt neben dem Hbf?

Gruß
Die Ferkeltaxe
Die Schuldigen am Wassereinbruch hat doch der "Insider" im Artikel genannt:
Zitat

Seit einiger Zeit gehen Obdachlose, die sich sonst nahe eines ehemaligen Supermarktparkplatzes am Friedrich-Krause-Ufer aufhalten, immer wieder zum Urinieren in die Tunnel, die am nördlichen Hauptbahnhof liegen.
;-)

so long

Mario
Zitat

"manuelberlin" am 14.6.2018 um 16.05 Uhr:

[...] Meines Erachtens wurde das Aufmacherfoto des BZ-Artikels genau in dieser Vorleistung aufgenommen.

Das dürfte dann diese Perspektive sein:



(das erste Bild ist wohl ein von Privat an die B.Z. geschicktes Bild, das zweite stammt von meiner Webseite)

Zitat

"Mariosch" am 14.6.2018 um 16.47 Uhr:

Ich mag mich jetzt irren - aber die Bauvorleistung hatte doch noch gar keinen halbfertigen Bahnsteig?

Doch, hat sie. Kurz, aber unverkennbar. Siehe folgendes, am 30.10.2007 von mir aufgenommene Foto:


(von dieser Webseite stammend)

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
krickstadt
Doch, hat sie. Kurz, aber unverkennbar. Siehe folgendes, am 30.10.2007 von mir aufgenommene Foto
Darauf bezog ich mich mit "baulich schon was vorbetoniert" - als halbfertigen Bahnsteig würde ich das jetzt aber nicht bezeichnen.
Und selbst wenn - eine Bahnsteigkante (wie ein S-Bahnsteig sie hätte) sehe ich dort jedenfalls auch nicht ;)

~ Mariosch
Zitat

"Mariosch" am 14.6.2018 um 18.32 Uhr:

[...] als halbfertigen Bahnsteig würde ich das jetzt aber nicht bezeichnen.

Ich nehme an, die oder der frisch gelernte Journalist/in meinte der Länge nach halbfertig. ;-)

Zitat

Und selbst wenn - eine Bahnsteigkante (wie ein S-Bahnsteig sie hätte) sehe ich dort jedenfalls auch nicht. ;)

Ich auch nicht, aber in der vermutlich für ein Gleisbett betonierten tieferen Ebene hat sich das Wasser gesammelt, über das im Artikel berichtet wird.

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Hallo Thomas,

danke! ^^

Das ist genau der Blickwinkel, die Wandverkleidungen wurden offensichtlich entfernt. Mich würde hier ein Zusammenhang mit der kürzlich abgesägten Betonplatte vor der Freitreppe nicht wundern, deren Sinn sich nicht erschloss. Die frühere Aussage, dass die Vorleistung nicht nur unzureichend sei, sondern auch von den Plänen abweiche, findet man hier wohl bestätigt.


Im Übrigen finde ich persönlich den BZ-Artikel relativ sachlich, bis auf die alberne Zwischenüberschrift mit dem "totalen Chaos". Der Verweis auf die urinierenden Obdachlosen ist natürlich absurd.

Und die BZ zeigt kein Symbolfoto, sondern zwei aktuelle Fotos des tatsächlichen Problems. Etwas unglücklich ist allerdings die Bildunterschrift, denn kaum ein Leser wird die Bauvorleistung jemals selbst gesehen haben und das "U Hauptbahnhof"-Schild verwirrt zusätzlich.


Reißerisch finde ich umgekehrt den Tagesspiegel-Artikel. Das geht schon mit der "Klickbait"-Überschrift los, welche die falsche Assoziation einer neuerliche Havarie wecken und so die Klickzahlen künstlich nach oben treiben soll.

Der Artikel selbst ist auch nicht besser. Natürlich trägt das Wasserstrahlschneiden Wasser in die Baugrube ein, dabei von "Fluten" zu sprechen, ist aber völliger Quatsch. Alles andere war dem Redakteur aber wohl nicht reißerisch genug.

Dabei geht der Tagesspiegel-Artikel kaum auf die eigentliche Kernbotschaft ein. Dass die lange Zeit undichte Baugrube nun endlich dicht ist und dort dementsprechend weitergebaut werden kann, muss man - entsprechende eigene Detailkenntnisse vorausgesetzt - zwischen den Zeilen lesen.


Einen Zusammenhang zwischen beiden Sachverhalten kann ich nach wie vor noch nicht erkennen. Im Tagesspiegel-Artikel heißt es "Das dabei erforderliche Wasser werde in den Bahnhofsbereich geleitet und von dort an die Oberfläche gepumpt." Damit ist natürlich der Bahnhofsbereich unter der Invalidenstraße sowie südlich davon gemeint, der nach dem Heraustrennen der Schottwand direkt mit der dortigen Baugrube in Verbindung steht. Eine Verbindung zwischen diesem Bahnhofsbereich und der Vorleistung, um die es im BZ-Artikel geht, besteht bisher nicht - dazwischen liegen nach wie vor rund 50 Meter.


Viele Grüße
Manuel



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.06.2018 18:56 von manuelberlin.
@Manuel:
Sorry, aber deine Meinung zum Artikel Tagesspiegel kann ich diesmal nicht recht teilen. Ja, die Überschrift ist erstmal reißerisch, aber den Rest kann ich gut so gelten lassen, wenn die breite Öffentlichkeit über ein Sach- und Fachthema informiert werden soll:

"... Wasser im künftigen Bahnhof für die Nord-Süd-S-Bahn im Hauptbahnhof. Was zunächst wie eine weitere Havarie klingt, ist ganz planmäßig erfolgt: Die Bauleute haben die Baustelle selbst geflutet.

Nach dem erfolgreichen Einsatz eines Tauchbaggers in der Baugrube unter der Minna-Cauer-Straße, in die unplanmäßig Wasser eingedrungen war, kann nun das dortige Tunnelstück mit dem fertigen Rohbau am Hauptbahnhof verbunden werden. Dazu wird nach Angaben eines Sprechers die bisher trennende Betonwand mit deren Bewehrung per Hochdruckstrahl entfernt. Das dabei erforderliche Wasser werde in den Bahnhofsbereich geleitet und von dort an die Oberfläche gepumpt. Dem Rohbau schade das Wasser nicht. ..."

Ich finde, in diesen Passagen ist alles Notwendige allgemeinverständlich für Otto N. enthalten:
1. Geplanter "Wassereinbruch" im Tunnel bis vor den Hbf durch Entfernung der Trennwand an der B96. Keine Schädigung des Rohbaus dadurch.
2. Nunmehr nach erfolgreichen Einsatz des Tauchbaggers Verbindung der Tunnelteile möglich.

Weiter unten geht man noch darauf ein, dass man bis zur Eröffnung des Interimsbahnsteiges 2020 im Plan liegt. (Wobei natürlich 2020 der X-te Plan-Eröffnungstermin dieses Nordastes ist und unter Ausklammerung der eigentlichen Station neben dem Hbf.)

All das geht für mich durchaus in Ordnung und stellt auch mich als fachlich interessierten Leser zunächstmal zufrieden.

Die BZ erklärt allerdings nicht mit einem Wörtchen, was es mit den beiden gezeigten Fotos auf sich hat. Warum wird der Übergangsbereich zur künftigen S-Bahnstation Hbf gezeigt? Wo ist dort ggf. das Wasser? Und was ist das für eine ominöse Ecke mit viel rostiger Bewehrung? Fragen über Fragen... Und generell: Wo ist das Wasser laut BZ? Ja, ich sehe entsprechende Technik zum Abpumpen, Sammeln und Weiterleiten auf dem Zwischengeschoss stehen, doch das kann auch für Wasser sein, dass durch Säge- und Bohrarbeiten sowie im normalen Maße dort ansteht. Es weiß nach diesem Artikel jedenfalls keiner was Genaues.

Gruß
Die Ferkeltaxe
Hallo zusammen!

Nachdem wir gestern ausführlich über die Qualitäten der beiden Zeitungsartikel diskutiert hatten, war ich heute Abend wieder kurz selbst vor Ort.

Und es zeigt sich mal wieder, dass die eigenen Augen oft die beste Nachrichtenquelle sind. Mit anderen Worten: Der Tagesspiegel-Artikel muss wohl bis auf weiteres als fiktional betrachtet werden. Hoffentlich nicht mehr lange.

Die Baugrube unter der Minna-Cauer-Straße ist nach wie vor unverändert bis oben geflutet. Kein Wunder also, dass der Tagesspiegel die Frage nach der Dichtigkeit der Baugrube in seiner Formulierung geschickt umgeht und auch kein aktuelles Foto zeigt.

Ob die Baugrube nun tatsächlich dicht ist oder ob nach dem Tauchbagger-Einsatz noch weitere Arbeiten erforderlich sind, kann man so nicht beurteilen. Die unveränderte Flutung und das Equipment vor Ort lassen jedenfalls vermuten, dass es dort noch nicht alles war. Erst wenn der Wasserspiegel dauerhaft abgesenkt ist, kann man eine sichere Aussage treffen.

Viele Grüße
Manuel


(1) Die Baugrube unter der Minna-Cauer-Straße ist nach wie vor unverändert bis oben geflutet, die Arbeiten darin dauern vermutlich weiter an. In diesem Zustand können die Schottwände natürlich nicht herausgeschnitten werden.


Was mir sonst noch aufgefallen ist:

(2) Am Mettmannufer ist der Pfeiler inzwischen fertig betoniert und ausgeschalt. Die Folie verhindert, dass der Beton austrocknet - schließlich soll möglichst alles Wasser im Beton chemisch gebunden werden (Hydratation), jegliche Verdunstung mindert die spätere Festigkeit. Im Verlauf der neuen Uferstraße wurde eine Spundwand gesetzt, die wohl die Fahrbahn vom höher liegenden Rad- und Fußweg trennen soll. Am Brückenüberbau scheint weiterhin die Bewehrung eingebaut zu werden.


(3) Hier nochmal die Spundwand in ganzer Länge


(4) Das Regenwasser-Rückhaltebecken ist weitgehend fertiggestellt. Warum die Baugruben um die Pfeiler hinten immer noch vorhanden sind, ist unklar.


(5) Unter der Humboldthafenbrücke wird nun wieder ausgehoben. Im Bereich der Vorleistung, in die laut B.Z.-Artikel neuerdings Wasser eindringt, waren an der Oberfläche keine Aktivitäten zu sehen. Die Zugangsebene des U-Bahnhofs (auf Minus-1-Ebene des Hauptbahnhofs) ist aktuell abgesperrt und vor der Wand mit der Tür zur Vorleistung wurde zudem eine Trockenbauwand mit einer Baustellentür eingebaut, sodass man keinen Blick mehr in die Vorleistung werfen kann. Der Bauzaun rechts unten im Bild markiert übrigens den Notausgang aus der Vorleistung.




3 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.06.2018 02:34 von manuelberlin.
Ich kann trotzdem nicht nachvollziehen, dass du der BZ mit ihren nicht näher zugeordneten Bildern, die nichts Genaues zeigen, mehr Vertrauen schenkst, als dem eher seriös einzuordnenden Tagesspiegel.

Sind denn eigentlich die Wände unter der Vorleistung Invalidenstraße schon abgebrochen oder geht es vielleicht um diese Wände, die nun zu entfernen wären? Damit hätten beide Zeitungsartikel den falschen Ort angegeben und es bliebe trotzdem weitgehend harmlos.

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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.06.2018 01:02 von Jay.
Hallo Jay!

Zitat
Jay
Ich kann trotzdem nicht nachvollziehen, dass du der BZ mit ihren nicht näher zugeordneten Bildern, die nichts Genaues zeigen, mehr Vertrauen schenkst, als dem eher seriös einzuordnenden Tagesspiegel.

Sind denn eigentlich die Wände unter der Vorleistung Invalidenstraße schon abgebrochen oder geht es vielleicht um diese Wände, die nun zu entfernen wären? Damit hätten beide Zeitungsartikel den falschen Ort angegeben und es bliebe trotzdem weitgehend harmlos.

In den letzten Jahren habe ich zu meiner eigenen Überraschung feststellen müssen, dass Boulevardzeitungen wie die B.Z. oder auch die BILD mitunter präziser berichtet haben als gefühlte Qualitätsmedien wie der Tagesspiegel. Auch im Nachgang, als sich die Sachverhalte dann weiter konkretisiert hatten. Nicht zuletzt bei Themen, von denen man sich selbst ein Bild vor Ort machen konnte.

Die B.Z. zeigt immerhin ein konkretes, aussagekräftiges und aktuelles Foto aus der S21-Vorleistung. Von "nicht näher zugeordneten Bildern" kann aus meiner Sicht hier nicht grundsätzlich die Rede sein. Wo genau das darin eingeklinkte kleine Foto mit der freien Bewehrung entstanden ist, bleibt die B.Z. allerdings schuldig, was in der Tat ärgerlich, aber auch nicht entscheidend ist.

"Nicht näher zugeordnete Bilder", sondern einfach nur Symbolbilder bietet dagegen ein weiteres Mal der Tagesspiegel.

Meiner Auffassung nach hat keine der beiden Zeitungen einen falschen Ort angegeben. Der Tagesspiegel bleibt aber zusätzlich zum Zeitablauf vage. Beide Artikel handeln m.E. von unterschiedlichen Sachverhalten, das sehe ich nach der ganzen Diskussion nach wie vor so.

Eigentlich erwartet man von einem Zeitungsartikel zuerst die Beantwortung der "W"-Fragen, so lernt man es jedenfalls als Journalist: Wo, was, wann, wer, warum usw. Darin sind beide Artikel leider sehr schwach. Erst danach gehören Hintergrundinformationen und Details in einen Artikel, aber dabei sind hier ebenfalls beide ziemlich dürftig.

Viele Grüße
Manuel



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.06.2018 02:04 von manuelberlin.
Zitat
Jay
Sind denn eigentlich die Wände unter der Vorleistung Invalidenstraße schon abgebrochen oder geht es vielleicht um diese Wände, die nun zu entfernen wären?

Ja die sind schon lange raus, dort ist der Tunnel- bzw. Stations-Rohbau komplett fertig. Siehe z.B. hier (Bilder 3 und 4) und hier (Bilder 23 und 24).

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de
Zitat
Jay
Sind denn eigentlich die Wände unter der Vorleistung Invalidenstraße schon abgebrochen oder geht es vielleicht um diese Wände, die nun zu entfernen wären?

Ja die sind schon lange raus, dort ist der Tunnel- bzw. Stations-Rohbau komplett fertig. Siehe z.B. hier (Bilder 3 und 4) und hier (Bilder 23 und 24).

Viele Grüße
André

Danke! Jetzt wo du es verlinkt hast - ja, die Bilder hab ich natürlich schon mal gesehen. ;)

Dann stellt sich nun aber um so mehr die Frage, wie die gegebenen Informationen zusammenpassen. Zu Manuels Theorie bleibe ich skeptisch. Dass zwei Zeitungen im Abstand von zwei Stunden über ein Thema berichten, es aber völlig unterschiedlich tun, ist mir doch etwas zu viel Zufall, um wirklich auch unterschiedliche Sachverhalte darzustellen. Ein Bekannter fragte bei der Pressestelle nach, welche die Tagesspiegel-Version bestätigt hat und die BZ-Version ausdrücklich zurückweist. Das bringt uns natürlich auch nicht wirklich weiter, wenn die betroffene Grube noch geflutet ist.

Gesucht ist also weiterhin die Antwort auf die Frage, was genau da gerade los ist.

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