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Umbau Bahnhof Ostkreuz - Bauzeitraum ab 10/2017
geschrieben von manuelberlin 
Hallo zusammen,

schon wieder ein Thread durch - innerhalb von drei Monaten.

Ich will mal mit einer aktuellen Fotostrecke und vorweg einer kurzen Zusammenfassung neu beginnen.

Den letzten Thread hatten wir im Juli gestartet, etwas mehr als vier Wochen vor der Teilinbetriebnahme, die unter anderem die Eröffnung des neuen Bahnsteigs E, die Teileröffnung der Fußgängerüberführung, die Einführung des Richtungsbetriebs auf der Stadtbahnebene und die Wiederdurchbindung der S3 auf die Stadtbahn beinhaltete.

Hier ein Link auf den ersten Beitrag von diesem Eröffnungstag (21. August 2017).

Im Anschluss daran begannen die Arbeiten in Hinblick auf den Fahrplanwechsel im Dezember (nördlichstes Fernbahngleis, Bahnsteig Ru und Südringkurve) sowie in Hinblick auf den Abschluss der eisenbahnseitigen Arbeiten im August 2018 (letzter Block der Autobahnvorleistung, Veränderung der Gleislage im Bereich Nordbahn und Talgowerk-Zufahrt).

Pünktlich zum "Ostkreuztag" - einem Bahnhofsfest am 7. Oktober - wurde der früher bereits in Visualisierungen gezeigte "OSTKREUZ"-Schriftzug an der Glasfassade der Ringbahnhalle angebracht, deren zuvor schon völlig blinde Fenster in diesem diesem Zusammenhang erstmals gereinigt wurden. Umgekehrt ist bei den Verkaufspavillons auf den Bahnsteigen D und E kein Bauende abzusehen, Reisende müssen sich weiterhin an Bauzäunen vorbeidrängen.

Hier ein Link auf den bisherigen Thread (auf den letzten regulären Beitrag:
Umbau Bahnhof Ostkreuz - Bauzeitraum ab 07/2017

So, nun noch einige Bilder von gestern im Sinne vom gerade vergangenen Freitag.

Viele Grüße
Manuel


(1) Beginnen wir mit der neuen Signalbrücke in Rummelsburg. Diese trägt sechs Signale, für jedes Fernbahngleis und jede Fahrtrichtung eins, und überspannt nur noch die Fernbahngleise. Von der Kynastbrücke aus ist sie nur schwer auszumachen.


(2) Auf der Südseite steht die Signalbrücke auf einer Konsole an der neuen Stützwand. Das Fundament der bauzeitlichen Signalbrücke wurde offensichtlich schon entfernt, das Gelände beräumt.


(3) Viadukt in der Nöldnerstraße: Nur bis etwa Höhe Signalbrücke ist der Viadukt verklinkert. Ab dort nach Westen wurde er verputzt und rot gestrichen.


(4) Ein Blick in Richtung EÜ Karlshorster Straße


(5) Gute Fortschritte macht die nördliche Stützwand der Trasse in Richtung Lichtenberg.


(6) Nur langsam geht es weiterhin mit den Kappen auf der Spundwand voran - der fertiggestellte Teil war bereits im vorigen Jahr fertig.


(7) Straßenbau: Bisher hat sich kein Asphaltfertiger blicken lassen, es stehen aber auch noch Rohre oder Leerrohre aus dem Planum. Beeindruckend rasch voran kommt aber die Pflasterung des Gehwegs, der hier angenehm breit ausfällt. Hinter der Kante links beginnt die Fläche des Bahnhofsvorplatzes, dessen Gestaltung noch mehrere Jahre auf sich warten lassen wird.


(8) Auch im Bereich der Bushaltestelle wurden bereits Gehwegplatten verlegt.


(9) Bahnsteig Ru: Auf den Füßen der bisherigen Kantenelemente wird ein Betonbett für die neuen Fertigteile verlegt, es endete heute auf Höhe des Wartehäuschens. Um das Betonbett langfristig haltbar zu machen, wurden in die Füße der bisherigen Elemente Bohrungen eingebracht und dort Bewehrungsstäbe eingesetzt. Das Betonbett ist schätzungsweise zwischen fünf und zehn Zentimeter dick. Kurios ist, dass nach wie vor der auskragende Teil des letzten Elements nicht abgetrennt wurde (ganz vorne) Dasselbe gilt für das letzte Element am östlichen Bahnsteigende. Man kann nur vermuten, dass diese Teile aus unbekannten Gründen unverändert bleiben sollen.


(10) Baufeld des Blocks 4 der Autobahnvorleistung: Die Bentonitaufbereitungsanlage scheint fertig montiert zu sein, ebenso der Schlitzwandbagger. Alle Leitwände sind erstellt - hier für die westliche Schlitzwand, wo auf meiner vorherigen Fotostrecke erst die Bewehrungen zu sehen waren. Anscheinend hat man den Schlitzwandbagger schon einmal getestet.


(11) Blick von der Modersohnbrücke auf die Einfädelung der stadteinwärtigen Südringkurve. Die letzte Gleislücke auf der Rampe wurde geschlossen, das verbliebene Hl-Signal entfernt.


(12) Am nördlichsten Fernbahngleis stehen inzwischen alle Fahrleitungsmaste. Ein Stück weit östlich der Modersohnbrücke sowie insgesamt östlich der Südringbrücke müssen allerdings noch die Ausleger montiert werden.

Wie immer eine schöne Bilderstrecke. Das dritte Fernbahngleis endet bisher weiterhin an der Warschauer Strasse bisher ohne Anbindung. Ende Oktober und sogar Ende November bis kurz Fahrplanwechsel gibt es nochmal umfangreiche Sperrpausen zur Inbetriebnahme. Spannend bleibt auch das Thema wie schnell die Fundamente für die zusätzlichen Fahrtreppen Bahnsteig Ru fertig werden. Die Endausrüstung mit Anzeigern soll in der 46. Kalenderwoche erfolgen.
Wieder ein Beweis, dass wir es nur noch mit psychisch massiv gestörten Leuten zu tun haben.
Was soll dieser historisch nicht stimmige knallrote Farbanstrich?
Warum nicht gleich in pink?
Und dann diese hässlich grüne Signalbrücke?
Und diesen ganzen Schrott feiert man dann noch?
Mir fehlen einfach nur noch die Worte.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.10.2017 09:14 von Ostkreuzi.
Signalbrücken sind immer in grün.....
Zitat
Ostkreuzi
Wieder ein Beweis, dass wir es nur noch mit psychisch massiv gestörten Leuten zu tun haben.
Mir fehlen einfach nur noch die Worte.

Bei so Beiträgen wünschte ich mir, es wäre so...



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.10.2017 12:33 von hansaplatz.
dito

Signalbrücken sind übrigens nicht immer grün.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.10.2017 12:43 von Ostkreuzi.
Ist das nicht egal welche Farbe eine Signalbrücke hat? Also Leute bitte...
Ostkreuzi ist das bekanntlich nicht egal. Aber seit wann müssen denn Farbanstriche historisch stimmen? Es muss auch mal Schluss sein mit Nostalgie.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Die breiten Viaduktbögen in Rummelsburg sind original gelb gewesen. Genauso wie die Brücken-Widerlager.
Es gibt kaum noch authentische Orte, die die Bahngeschichte erlebbar machen.
Und der Generation Internet ist das hier eh alles egal.
Quadratkilometerweise Sichtbeton kann da in der Landschaft stehen.
Riesige Lärmschutzwände. Alles kein Problem.

Meine Großmutter, die den verheerenden Krieg in Berlin noch miterlebt hat und fast verhungert ist, hat einmal zu mir gesagt:
Die Zeiten, in denen sich Architekten noch Gedanken um Ornamente und die kleinen Dinge gemacht haben, kommt sicher nicht mehr zurück.
Aber halte Dir dieses stets in Ehren, erfreue Dich daran und so schlimm die Umstände auch durch Bombenangriffe und Hunger werden mögen, sie sind stetiger Ausdruck für ein lebenswertes Leben in einer fernen Zukunft. Das Große bricht immer als erstes zusammen. Das Kleine überdauert die furchtbaren Tage.

Und nun leben wir in einer Zeit, die keinen Mangel kennen sollte. Auch wirbt die Bahn mit "historische Elemente werden behutsam erneuert"
Doch was passiert? Da wird rücksichtslos unpassende Farbe draufgeklatscht und gut ist.
Keine Erneuerung der Ziegel, kein Aufwand, kein Respekt, keine Abstimmung mit nichts. Hauptsache billig.

Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich ...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.10.2017 19:26 von Ostkreuzi.
Zitat
Ostkreuzi
Und der Generation Internet ist das hier eh alles egal.
Quadratkilometerweise Sichtbeton kann da in der Landschaft stehen.
Riesige Lärmschutzwände. Alles kein Problem.

Ist doch gar nicht wahr. Diese meterhohen, absolut einfallslosen Lärmschutzwände sind für mich das letzte, aber der kräftige rote Farbanstrich gefällt mir sehr - ist einfach "meine" Farbe.

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du du doof bist. Hagen Rether ~
Hallo zusammen,
ich denke, wir sind uns bezüglich der rot gestrichenen Viaduktbögen in Rummelsburg einig: Stil geht anders, behutsamer Umgang mit historischen Elementen ebenfalls. Und es ist schlicht und ergreifend nur billig. Alles andere dabei fällt wohl in die Rubrik Geschmack...

Den Schriftzug an der westlichen Front der Ringbahnhalle find ich gut. Wie wirkt der denn bei Dunkelheit, wenn die Halle von innen stärker beleuchtet ist? Hat das evtl. schon mal jemand von euch fotografiert?

Eine Frage: weshalb werden wir bezüglich des Ausbaues des südlichen Bahnhofsvorplatzes an der Hauptstraße noch Jahre warten müssen? Dort ist man doch mit allen anderen Voraussetzungen dafür am schnellsten fertig???

Gruß
Die Ferkeltaxe
Zitat
Ostkreuzi
Und der Generation Internet ist das hier eh alles egal.

Und der Generation Ostkreuzi ist seit Langem alles egal. Einfach pauschal - wie üblich - ordentlich vom Leder gezogen und alle über einen Kamm geschert.

Meine Oma hat gesagt: Junge, wenn dir mal ein Fremder begegnet, der sich selber wie ein Bahnhof nennt, so halte ihm den Spiegel vor's Gesicht.
Zitat
Wutzkman
Zitat
Ostkreuzi
Und der Generation Internet ist das hier eh alles egal.

Und der Generation Ostkreuzi ist seit Langem alles egal. Einfach pauschal - wie üblich - ordentlich vom Leder gezogen und alle über einen Kamm geschert.

Meine Oma hat gesagt: Junge, wenn dir mal ein Fremder begegnet, der sich selber wie ein Bahnhof nennt, so halte ihm den Spiegel vor's Gesicht.
Ich muß Ostkreuzi irgendwie recht geben. Auch mir schmerzt es irgendwie, dass man historische Architektur bei der Berliner S-Bahn durch einheitlichen DB-Sichtbeton nebst Stahl und Glas ersetzt. Wenn ich mir London oder Paris angucke, wunderschöne alte Bahnhöfe. Nur in Berlin muß ja nach der Wende alles erneuert, verschlimmbessert oder abgerissen werden. Genauso gut hätte man auch den Reichstag abreißen können und im Stile des Kanzleramtes neu errichten können.
Nundenn, will hier gar nicht offtopic werden. Aber wenn ich ehrlich bin finde ich Ostkreuz, Südkreuz, Gesundbrunnen und Warschauer Str. architektonisch gesehen einfach nur stinklangweilig und kalt. Keine Orte wo man freiwillig verweilen will.

"Zielverzeichnis Berlin 2016 - Eine Sammlung" >> Infos bei Facebook "GraphX Berlin"
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
Wutzkman
Zitat
Ostkreuzi
Und der Generation Internet ist das hier eh alles egal.

Und der Generation Ostkreuzi ist seit Langem alles egal. Einfach pauschal - wie üblich - ordentlich vom Leder gezogen und alle über einen Kamm geschert.

Meine Oma hat gesagt: Junge, wenn dir mal ein Fremder begegnet, der sich selber wie ein Bahnhof nennt, so halte ihm den Spiegel vor's Gesicht.

Ich muß Ostkreuzi irgendwie recht geben.

Inhaltlich mag er vielleicht sogar Recht haben, doch seine wiederholt unverschämt-dreiste Art, einfach alles und jeden vollzupöbeln geht einem dermaßen gegen den Strich. Zumal es den Anschein erweckt, dass er allein hier (und auch in anderen Bereichen) einen unermüdlichen Kampf gegen Windmühlen austrägt. Das kann ich mir bei ihm nun aber beim besten Willen nicht vorstellen, dafür hat er viel zu viel Schaum vor dem Mund. Gehört er dementsprechend selbst zur "Generation Internet"? Beleidigt er somit also auch sich selbst?
@Ostkreuzi:

Natürlich sind verklinkerte Betonwände Ästhetisch ansprechender als verputzte, von "nacktem" Sichtbeton gar nicht zu reden. Dummerweise ist die DB Netz AG vom Gesetzgeber aber gehalten, bei allen Bauvorhaben "das Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit zu beachten", was meint, dass nur so gebaut werden darf, wie es für den sicheren Bahnbetrieb erforderlich ist. Alles weitere muss durch Drittmittel wieder eingefahren werden.

Wer - zu Recht - möchte, dass sich die DB auch in städtebaulicher Hinsicht wieder mehr dem Gemeinwohl verpflichtet fühlt, darf sich gerne für eine teilweise Rückabwicklung der Bahnreform von 1993 engagieren, muss dann aber auch sagen, in welchem Rahmen die Bahn "defizitär" agieren (oder ggf. Tarife erhöhen?) darf. Bei der Bundesbahn wurden bis in die 1990er Jahre hinein für Empfangsgebäude, Bahnsteigaufbauten, Stellwerke, Tunnelportale etc. nach Möglichkeit regionaltypische Gestaltungselemente eingesetzt...

Viele Grüße
Arnd
Das kann man nicht verallgemeinern, es hängt von der Gesamt-Architektur ab. Nichts gegen norddeutschen Backsteinbau, aber um Gottes willen nicht überall.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Hallo,

für alle, die den Ostkreuz-Tag am 7. Oktober nicht besuchen konnten (und somit ihre Zeit sinnvoll genutzt haben ;-), hier eine kleine Galerie mit einigen Eindrücken und Kommentaren:

http://www.baustellen-doku.info/berlin_umbau_ostkreuz/20171007/

Viele Grüße
André
Zitat
Ferkeltaxe
Den Schriftzug an der westlichen Front der Ringbahnhalle find ich gut.

Von außen ist er ganz ok, wirkt aber auch ein wenig lächerlich. Hallo, ibims, das Ostkreuz.

Von innen versperren die nicht-transparenten Buchstaben leider die Sicht, was vor allem bei Sonnenuntergang sehr schade ist.
Zitat
s-bahnhof rixdorf


Hallo, ibims, das Ostkreuz.

YMMD ;-)
Zitat
Heidekraut
Aber seit wann müssen denn Farbanstriche historisch stimmen? Es muss auch mal Schluss sein mit Nostalgie.

Hallo alle Miteinander,

vielleicht haben die Gestalter die Idee von der Farbgebung Ton-in-Ton gehabt? Die neue Farbigkeit der Viaduktbögen passt doch zu dem Eckhaus Nöldnerstraße. Ich meine das Haus mit den schrägen Wänden. Schaut doch mal das Bild 6 ^ von Manuel. Oder sie haben sich irgendwie Zille zum Vorbild genommen, der mit seinen Bildern früher etliche Leute schreckte? Er hat in den 80-iger Jahren des 19. Jahrhunderts schließlich dort um die Ecke gewohnt.

Meint mit einem Augenzwinkern Wolfgang
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