Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Gewerkschaft: Neues Werkstattkonzept mitschuld an Wagenmangel bei der U-Bahn
geschrieben von nicolaas 
Die U-Bahn ist heute da, wo die S-Bahn vor 10 Jahren war, mit dem Unterschied das man bei der Beschaffung neuer Fahrzeuge so weit ist, wie die S-Bahn vor 1,5 Jahren. Es wird also so sein, dass der totale Zusammenbruch der U-Bahn voraussichtlich knapp verhindert werden kann.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Das Grundproblem ist doch, dass man nicht mehr nachhaltig, für Jahrzehnte, plant, sondern der Laden muss aus Sicht der Chefetage 3-5 Jahre laufen und dabei möglichst viel Geld abwerfen, um die persönlichen Bonuszahlungen hochzutreiben. Wenn das Kartenhaus dann ein paar Jahre später einstürzt, ist man mit einer fetten Abfindung über alle Berge und der Nachfolger kassiert Bonuszahlungen, in dem er die Defizite durch Einsparungen beim Fußvolk verkleinert...

Externe Berater verstärken diesen Effekt noch, weil die ja nicht mal oben erwähnte 3-5 Jahre warten müssen, sondern ihren dicken Scheck innerhalb von Monaten einstecken.
Zitat
murkelpurkel
Was mich bei solchen Szenarien immer fasziniert ist ja, daß hinterher keiner ehrlich analysiert ob die eingeführten Maßnahmen auch die erwarteten Erfolge bringen.

Damit hast Du das Grundproblem ganz gut auf den Punkt gebracht. Und es wäre recht simpel zu lösen, indem erfolgsabhängige Zahlungen (ob nun Manager-Boni oder die Bezahlung externer Berater) stufenweise erfolgen, die letzte Zahlung erst nach 10 Jahren. Das würde die Motivation, kurzfristige "Erfolge" auf Kosten der Nachhaltigkeit vorzuweisen, deutlich senken.

Zitat
murkelpurkel
Das könnte allerdings ein Marketingresultat dieser Beraterfirmen sein. Man bietet Schulungskurse für das
(mittlere) Management an und setzt halbkompetenten Leuten den Floh ins Ohr sie wären jetzt qualifiziert...

Das machen Universitäten genauso. Dort heißt das Zertifikat, das halbkompetenten Leuten den Floh ins Ohr setzt, sie wären nun qualifiziert, "BWL-Abschluss".
Zitat
def
Zitat
murkelpurkel
Das könnte allerdings ein Marketingresultat dieser Beraterfirmen sein. Man bietet Schulungskurse für das
(mittlere) Management an und setzt halbkompetenten Leuten den Floh ins Ohr sie wären jetzt qualifiziert...

Das machen Universitäten genauso. Dort heißt das Zertifikat, das halbkompetenten Leuten den Floh ins Ohr setzt, sie wären nun qualifiziert, "BWL-Abschluss".

Mit dem Unterschied dass Leute mit frischem BWL-Abschluss nicht sofort Tschakka keischen und Allmachtsphantasien entwickeln.
Die müssen erst durch verschiedene Rosetten schleimen. Diese Kurse finden aber mindestens in 5 Sterne Hotels statt
und wenden sich an die Gescheiterten die das selbst noch nicht begriffen haben. Die nur so halb ne Ahnung
von ihrem Scheitern haben und denken sie haben jetzt die Lösung die sie ganz nach "Oben" bringt.
Dass dieses "Oben" für sie nicht existiert verstehen sie nicht oder später und wechseln dann die Firma um es
in einer anderen Hierarchie zu versuchen. Deshalb sind die dann bald weg und das Theater beginnt neu.
Waren das auch die Experten, die bei der Dauersanierung der Werkstatt Friedrichsfelde mitgewirkt haben?
Angeblich wußte man ja nicht, wiel schlecht der Zustand war, das habe ich nie geglaubt.
Für Freunde historischer Zahlen:

In der Bw Friedrichsfelde arbeiteten zu BVB-Zeiten 180 Arbeiter im Drei-Schicht-System. Mitte 1994 waren es noch 67 Arbeiter, erklärt wurde der Rückgang mit Versetzungen in die anderen Bws (z.B. nach Grunewald weil dort mittlerweile die Giselas gewartet wurden) und zur Straßenbahn.
Bis Ende des Jahres 1994 (Ausmusterung der EIII) sollten noch einmal 22 Arbeitsplätze wegfallen. Und die 45 Mitarbeiter sollten dann auch die H-Züge warten.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen