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BER bekommt bis 2025 mehr Regionalzugverbindungen
geschrieben von Rick85 
Sollte er bis dahin eröffnet werden stimmt das auf jeden Fall, aktuell hat er ja gar keine. ;)
Ich finde das immer noch zu wenig.

RB14 und RB22 sollten auf jeden Fall auch weiterhin zum BER fahren, wenn der FEX irgendwann Mal kommt. Am Besten sogar 3 RB-Linien, die sich zum 20 Min.-Takt ergänzen, mindestens aber alle 30 Min.

Die S9 braucht einfach viel zu lange von der Stadtbahn zum BER, und ein Umstieg im Hbf von der oberen Ebene in den FEX, die im Tiefbahnhof abfahren, ist für die Fahrgäste, die aktuell am Zoo, der Friedrichstr. und am Alex einsteigen, auch alles andere als attraktiv.

Zum Flughafen benötigt man möglichst viele umsteigefreie und einigermaßen zeitlich attraktive Verbindungen, damit die wahlfreien Kunden den ÖPNV für die Anreise nutzen.

Der TXL-Bus ist das beste Beispiel dafür. Vor seiner Einführung ist garantiert nur ein Bruchteil der aktuellen Kunden-Massen des TXLs mit der X9 oder 109 via Jungfernheide oder Zoo zum Flughafen gefahren.
Seit Air Berlin nicht mehr fliegt hat sich der komplette Verkehr extrem Beruhigt. Die Busse fahren kaum noch mit mehr als 60% Auslastung vom und zum Flughafen Tegel.
Zitat
Harald01
Seit Air Berlin nicht mehr fliegt hat sich der komplette Verkehr extrem Beruhigt. Die Busse fahren kaum noch mit mehr als 60% Auslastung vom und zum Flughafen Tegel.

Wundervoll, dann besiegelt Air Berlins Ende vielleicht auch das Ende von Tegel.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1904-2017
Tegel hatte im Juli 2017, dem letzten Monat vor der Insolvenzbekanntgabe der Air Berlin 2,124 Mio. Passagiere. Davon waren 0,87 Mio. Air-Berlin-Passagiere (41 %). Es gibt derzeit keinen betriebsfähigen Flughafen in der Region, der die verbleibenden 1,25 Mio. Menschen abfertigen könnte. Schönefeld hatte im selben Monat größte Mühe, die eigenen 1,175 Mio. Passagiere abzufertigen. Das einzige was Tegels Ende besiegeln könnte, wäre die Eröffnung des BER. Die Pleite einer einzigen Airline wird dazu keinen Beitrag leisten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.11.2017 13:50 von DasVerkehrswesen.
Zitat
DasVerkehrswesen
Tegel hatte im Juli 2017, dem letzten Monat vor der Insolvenzbekanntgabe der Air Berlin 2,124 Mio. Passagiere. Davon waren 0,87 Mio. Air-Berlin-Passagiere (41 %). Es gibt derzeit keinen betriebsfähigen Flughafen in der Region, der die verbleibenden 1,25 Mio. Menschen abfertigen könnte. Schönefeld hatte im selben Monat größte Mühe, die eigenen 1,175 Mio. Passagiere abzufertigen. Das einzige was Tegels Ende besiegeln könnte, wäre die Eröffnung des BER. Die Pleite einer einzigen Airline wird dazu keinen Beitrag leisten.

Inweifern hatte Schönefeld "die größte Mühe"? Gab es lage Warteschlangen der Flugzeuge oder Passagiere, oder gar schon abgewiesene Slots?

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Logital bei Twitter.
Es gibt ja bei einigen die Hoffnung oder Befürchtung, das Tegel offen bleibt, wenn der BER öffnet. Wenn die Anzahl der Fluggäste in Berlin nun auf einmal wieder unterhalb der Designkapazität vom BER ist, dann wird es jedenfalls noch schwieriger pro Tegel zu argumentieren.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Der wird an Pflaumenpfingsten eröffnen. Zugunsten der deutschen Bahn und ihren dadurch entstehenden Mengen an Fahrzeugreserven.
Zitat
DasVerkehrswesen
Tegel hatte im Juli 2017, dem letzten Monat vor der Insolvenzbekanntgabe der Air Berlin 2,124 Mio. Passagiere. Davon waren 0,87 Mio. Air-Berlin-Passagiere (41 %). Es gibt derzeit keinen betriebsfähigen Flughafen in der Region, der die verbleibenden 1,25 Mio. Menschen abfertigen könnte. Schönefeld hatte im selben Monat größte Mühe, die eigenen 1,175 Mio. Passagiere abzufertigen. Das einzige was Tegels Ende besiegeln könnte, wäre die Eröffnung des BER. Die Pleite einer einzigen Airline wird dazu keinen Beitrag leisten.

Warum müssen die "verbleibenden" 1,25 Millionen Passagiere abgefertigt werden? Wäre interessant zu wissen, wieviele von denen die Bahn, auch die SFS Berlin-München nutzen könnten. Und unausgelastete Flughäfen in Reichweite gibt es mindestens zwei: Hannover und Leipzig/Halle; bei einer optimierten Bahn-Anbindung locker in einer Zeit erreichbar, die bei Metropolen durchaus üblich ist.
Zitat
Offliner
Und unausgelastete Flughäfen in Reichweite gibt es mindestens zwei: Hannover und Leipzig/Halle; bei einer optimierten Bahn-Anbindung locker in einer Zeit erreichbar, die bei Metropolen durchaus üblich ist.

Welche Zeiten wären das genau? Und welche Metropolen meinst du?
Zitat
Trittbrettfahrer
Zitat
Offliner
Und unausgelastete Flughäfen in Reichweite gibt es mindestens zwei: Hannover und Leipzig/Halle; bei einer optimierten Bahn-Anbindung locker in einer Zeit erreichbar, die bei Metropolen durchaus üblich ist.

Welche Zeiten wären das genau? Und welche Metropolen meinst du?

Fahrzeit zwischen City und Flughafen: Paris City - Charles de Gaulle 60 bis 75 Minuten; London Piccadily - Heathrow 50 Minuten; die gleiche Größenordnung würde auch ein direkter ICE von Berlin Hbf oder Potsdamer Platz zum nicht ausgelasteten Flughafen Leipzig/Halle brauchen.
Und genau da vergleichst du Äpfel mit Birnen.
Ist doch klar, dass ich vom ICE-Bahnhof in der Stadt zum ICE-Bahnhof am Flughafen ein gutes Ergebnis rausholen kann. Vergiss in London aber nicht den Heathrow-Express von, ich meine, Paddington Station, der es in 20(!) Minuten nach Heathrow schafft. Und von Paris Gare du Nord oder Est bist du auch keine Ewigkeit nach CDG unterwegs.

Einen Flughafen mit mehr als 100km Distanz als locker erreichbar zu verkaufen, ist völliger Unsinn. Wer bezahlt denn den Transfer, wenn man dafür einen Hochgeschwindigkeitszug nehmen muss, der es auf 300 Sachen die Stunde bringen muss? Einen Fahrschein für 7 Euro wirst du für den dann nicht bekommen. Was machst du außerdem mit den Stadtteilen in Randlage? Soll der ICE dort auch halten, um die Leute einzusammenln? Das erhöht empfindlich die Fahrtzeit. Oder soll die Hälfte der Stadt erst mal ins Zentrum tingeln, um die Strecke dann in Gegenrichtung wieder rauszufahren? Oder dürfen die sich dann auf die Fahrt mit der Regionalbahn freuen, die 2-3 Stunden braucht?

Schaut mal nach Tokio. Die haben sich vor Jahrzehnten entschieden, einen neuen Flughafen weit vor den Toren der Stadt zu errichten: Narita. Aber selbst man günstig zum Abfahrstbahnhof des Narita-Express wohnt, braucht man 1 Stunde reine Fahrtzeit. Und was passiert? Man hat sich wieder vielmehr dem stadtnahmen Flughafen Haneda gewidmet und ausgebaut. Geschäftsreisende zeigen dir den Vogel, wenn du sie nach Narita schicken willst. Der Flughafen lebt nur noch davon, weil die Kapazität in Haneda nicht reicht.
Zitat
Trittbrettfahrer
Der Flughafen lebt nur noch davon, weil die Kapazität in Haneda nicht reicht.

Mit anderen Worten: wenn man sich entscheidet, nicht jede Flughafenkapazität in dicht besiedelten, stark wachsenden Regionen zu schaffen, geht die Welt auch nicht unter, sondern die Fluglinien suchen sich Alternativen.
Zitat
Lopi2000
Zitat
Trittbrettfahrer
Der Flughafen lebt nur noch davon, weil die Kapazität in Haneda nicht reicht.

Mit anderen Worten: wenn man sich entscheidet, nicht jede Flughafenkapazität in dicht besiedelten, stark wachsenden Regionen zu schaffen, geht die Welt auch nicht unter, sondern die Fluglinien suchen sich Alternativen.

Oder anders gesagt: Der Markt regelt das.

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Logital bei Twitter.
Zitat
Lopi2000
Mit anderen Worten: wenn man sich entscheidet, nicht jede Flughafenkapazität in dicht besiedelten, stark wachsenden Regionen zu schaffen, geht die Welt auch nicht unter, sondern die Fluglinien suchen sich Alternativen.

Vorausgesetzt es gibt Alternativen. Auf Berlin lässt sich das nicht übertragen.
Das momentan gepflegte Modell für Berlin in Bezug auf internationale Reisen heißt: Flieg erst mal zu einem richtigen Hub, dann kommst du auch in die Welt. Und das kann's nicht sein. Genau deswegen wurde der BER konzipiert.
Er wird es zwar nie mit Frankfurt oder München aufnehmen können, doch die für 2012 angekündigten neuen Strecken bspw. durch Cathay waren schon ein toller Ausblick. Ich hoffe, dass die Airlines nun mit all den Katastrophen um diesen Flughafen nicht erstmal zögern und abwarten.
Zitat
Trittbrettfahrer
Einen Flughafen mit mehr als 100km Distanz als locker erreichbar zu verkaufen, ist völliger Unsinn. Wer bezahlt denn den Transfer, wenn man dafür einen Hochgeschwindigkeitszug nehmen muss, der es auf 300 Sachen die Stunde bringen muss? Einen Fahrschein für 7 Euro wirst du für den dann nicht bekommen. Was machst du außerdem mit den Stadtteilen in Randlage? Soll der ICE dort auch halten, um die Leute einzusammenln? Das erhöht empfindlich die Fahrtzeit. Oder soll die Hälfte der Stadt erst mal ins Zentrum tingeln, um die Strecke dann in Gegenrichtung wieder rauszufahren? Oder dürfen die sich dann auf die Fahrt mit der Regionalbahn freuen, die 2-3 Stunden braucht?

Unter dem Aspekt, dass der Flughafen-RE auch vom Hbf direkt zum Flughafen fahren möchte und mit der S-Bahn aus dem inneren Bereich höchstens ab Warschauer Str./Treptower Park kurze Fahrtzeiten bestehen, kann ich deine Argumente nicht vollständig nachvollziehen.

Natürlich hast du Recht, dass man auch Randgebiete berücksichtigen muss. Dass die Reisezeit von dort aber etwas länger ist, liegt in der Natur der Sache. Von Buch, Spandau und Wannsee kommt man derzeit auch nur in Ausnahmefällen unter einer Stunde nach Schönefeld. Zudem wird ein ICE Richtung Halle bzw. Leipzig wird nicht langsamer, wenn man ihn über Hbf hinaus noch nach Gesundbrunnen, Ostkreuz, Lichtenberg oder Köpenick verlängert. Eine Fahrtzeit von 85 Minuten wird man ab Hauptbahnhof bis Flughafen Halle/Leipzig erzielen können, ab beispielsweise Buch wäre das dann ca. 45 Minuten mehr als jetzt, das ist richtig.

Richtig ist aber auch, dass man von den Baukosten des BER einen Hochgeschwindigkeitszug nach Leipzig vermutlich viele Jahrzehnte soweit subventionieren könnte, dass man auch Tickets für 7 Euro anbieten könnte.

Aber eigentlich steht es sowieso außer Frage, dass Berlin zum Zeitpunkt der Bauentscheidung für BER einen neuen Flughafen brauchte. Da Tegel ohnehin aus Immissionsschutzgründen geschlossen werden muss, war es auch keine Option, einen neuen Flughafen im Tiergarten zu errichten. Also muss ein neue Flughafen ohnehin mit dem Schienenverkehr angebunden werden. Dabei ist eigentlich egal, ob man nun nach Schönefeld, Sperenberg oder Schkeuditz (Flughafen Halle/Leipzig) fahren muss. Für Reisen nach Madrid wird die halbe Stunde es wohl nicht ausmachen und für Reisen nach Krakau, Amsterdam und Koppenhagen ist die Lösung nicht, den Flughafen zur Fahrtzeitersparnis näher an die Städte zu rücken, sondern anständige Reisezeiten im Bahnverkehr zu realisieren.
Bei Sperenberg bin ich der Meinung, dass das eine gute Alternative gewesen wäre, wenn man es richtig gemacht hätte.

Das heißt, dass es 1 sehr schnelle Transfermöglichkeit nach Berlin gibt (max 20 Minuten Fahrtzeit bis Potsd. Platz/HBF) und eine unabhängige "mittelschnelle" Variante, die auch Vororte abdeckt. Außerdem hätte Sperenberg den Vorteil gehabt, dass man Flughafen mit einem eingeschränkterem Nachtflugverbot hätte betreiben können: Vielleicht nur 0-4 Uhr geschlossen: riesiger Vorteil bei int. Flügen. Oder sogar 24h-Betrieb bei Start und Landung aus/nach Westen: riesiger Vorteil für Cargo.

Man muss hier aber erkennen, dass Sperenberg in the middle of nowhere liegt. Autobahn, Bahnstrecken, Energieversorung - alles hätte über weite Strecken komplett neu gebaut werden müssen. Hier hätte eine riesige Stadt für sich mitten im Wald errichtet werden müssen, die obendrein auch noch weiter weg ist als ein bereits bestehender Flughafen an der Stadtgrenze. Daher ist die Entscheidung für Schönefeld nachvollziehbar.
Zitat
Trittbrettfahrer

Schaut mal nach Tokio. Die haben sich vor Jahrzehnten entschieden, einen neuen Flughafen weit vor den Toren der Stadt zu errichten: Narita. Aber selbst man günstig zum Abfahrstbahnhof des Narita-Express wohnt, braucht man 1 Stunde reine Fahrtzeit. Und was passiert? Man hat sich wieder vielmehr dem stadtnahmen Flughafen Haneda gewidmet und ausgebaut. Geschäftsreisende zeigen dir den Vogel, wenn du sie nach Narita schicken willst. Der Flughafen lebt nur noch davon, weil die Kapazität in Haneda nicht reicht.

Na ja, wenn ich Äpfel mit Birne vergleiche, ist das ein Vergleich zwischen Fischen und Fahrrädern. Für Japan hat der Flugverkehr aus geographischen Gründen eine ganz andere Bedeutung als für Mitteleuropa: Keine Nachbarland ist sinnvoll per Bahn zu erreichen; ein großer Anteil der Geschäftsreisen geht nach Europa und Amerika. In Mitteleuropa gibt es nur deshalb so viele Kurzstreckenflüge, weil die Flughäfen großzügig subventioniert werden, selbst die Energiekosten für Flüge (keine Öko-Steuer auf Kerosin); und die Hochgeschwindigkeitsstrecken der Bahn kaum international verknüpft sind. Zudem ist Tokio ein Hub für die Großregion; während es Deutschland mit FRA und MUC schon 2 davon gibt.

Zu dem Argument, dass bei der Leipzig-Halle-Lösung die Berliner Randlagen benachteiligt werden, kann ich nur sagen: Dadurch hätte es die dichtbesiedelte Region Mitteldeutschland näher zum Flughafen; und das dürften mindestens so viele Menschen sein wie in Rand-Berlin. Nach wie vor halte ich es für Verschwendung, einen neuen Airport zu bauen, wenn im Umkreis von 90 Zugminuten noch Kapazitäten frei sind, im Umkreis von einer Flugstunde mindestens 2 Hubs liegen und die Verknüpfungsmöglichkeiten der Hochgeschwindgkeitsstrecken der nationalen Bahnen bei weitem noch nicht ausgereizt sind.
Zitat
Trittbrettfahrer
Man muss hier aber erkennen, dass Sperenberg in the middle of nowhere liegt. Autobahn, Bahnstrecken, Energieversorung - alles hätte über weite Strecken komplett neu gebaut werden müssen. Hier hätte eine riesige Stadt für sich mitten im Wald errichtet werden müssen, die obendrein auch noch weiter weg ist als ein bereits bestehender Flughafen an der Stadtgrenze. Daher ist die Entscheidung für Schönefeld nachvollziehbar.

Ich glaube da irrst du dich: Zur Anhalter Bahn sind es 6 km, zur vierstreifig und weitestgehend kreuzungsfrei ausgebauten B 101 sind es 5 km.
Selbst, wenn man dort weiter ausbauen oder einen weiteren Zubringer errichten würde, wären es im Zuge der B 101 bis zur BAB 10 etwa 21 km. Die BAB 13 ist auch östlich nur höchstens 26 km entfernt.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der infrastrukturelle Aufwand für den BER wahrnehmbar geringer gewesen ist.
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