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S-Bahn 2.0 reloaded bei der U-Bahn der BVG
geschrieben von Tradibahner 
Kurze Züge, überfüllte Wagen - Unterirdisch voll
auch von Peter Neumann

Sparen statt fahren
Berlin boomt. Es gibt immer mehr Menschen und immer mehr Arbeitsplätze. Das bekommt auch die BVG zu spüren. Doch jahrelang wurde dort gespart und kaum noch in den Fahrzeugpark investiert. Allein von 2007 bis 2016 stieg die Zahl der U-Bahn-Fahrgäste um 17 Prozent - trotzdem wurde die Fahrzeugflotte im selben Zeitraum um 68 auf 1244 Wagen reduziert.
– Quelle: [mobil.berliner-kurier.de] ©2017

MfG Holger



[tradibahner.de]


Ich glaube, in der [berliner-zeitung.de] steht mehr drin?

MfG Holger



[tradibahner.de]


Ach nee! In China sind wieder einmal zwei Reissäcke umgefallen...

Ernsthaft: Statt hier aus bekannten Fakten wieder einen neuen "Skandal" zu basteln und damit dann Nikutta-Bashing zu betreiben, sollte Herr Neumann lieber das Verhalten der Firma Siemens sowie die Praxistauglichkeit des aktuell gültigen Vergaberechts hinterfragen.

Die angesprochenen Wagen wurden zudem auch nicht abgestellt, um irgendwen zu ärgern, sondern weil sich deren Substanz (Alu-Wagenkästen...) als nicht mehr aufarbeitungsfähig erwiesen hat. Das ist eine völlig andere Situation als etwa bei der "Zweiterstellung" der Stadtwerke Bonn, wo man den aus Stahl gefertigten B-Wagen der Baujahre 1974 ff. "nur" neue Elektrik, Korrosionsschutz etc. spendieren musste, den Wagenkasten aber im Wesentlichen unverändert übernehmen konnte...

Viele Grüße
Arnd
Ich bin mir auch nicht sicher, was man mit solchen Beiträgen in den Medien erreichen möchte. Das liest der Pendler, der tagsüber in 'ner vollen U-Bahn gestanden hat und denkt sich "Ach ja...stimmt, hab' ich auch schon gemerkt...". Die BVG weiß Bescheid und der Besteller auch, nicht umsonst gibt es nun solche Aktionen wie die "Notbestellung" der weiteren Großprofil-Ik.

Was unbeantwortet bleibt: Was erwartet z.B. die IGEB von der unfähigen Geschäftsführung anderes als die Aufstockung der Werkstattkapazitäten, solche Notbestellungen, den Start der Ausschreibung der Baureihe J, pragmatische Lösungsansätze wie die Museumswagen...? Mehr als "Schneller!" kann man doch gar nicht rufen. Wirklich interessant wäre doch auch zu wissen, was in diesem Brief steht - wie genau derzeit gespart wird. Und warum. Denn am Geld kann's ja derzeit nun wirklich nicht liegen.

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du doof bist. Hagen Rether ~
Warum nun die Weihnachts-U-Bahn an allem schuld sein soll, leuchtet mir auch nicht so richtig ein.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Arnd Hellinger

Ernsthaft: Statt hier aus bekannten Fakten wieder einen neuen "Skandal" zu basteln und damit dann Nikutta-Bashing zu betreiben, sollte Herr Neumann lieber das Verhalten der Firma Siemens sowie die Praxistauglichkeit des aktuell gültigen Vergaberechts hinterfragen.

Ach Gott die Arme! Das hat sie ja nun wirklich nicht verdient!! {heiligenschein:0}

Schmeißt Hände vollen Geldes für sinnbefreite Werbeaktionen zum Fenster raus, während die Sicherheit im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke bleibt und die Züge mittlerweile aussehen wie Sau, aber wird von einigen Gut-Foristen noch für die berechtigte Kritik bemitleidet ...
Aber die arme Frau Pädagogin kann doch nichts für den Fahrzeugmangel der Vergangenheit!!
Und für die verspäteten Bestellungen der Neubauzüge auch nicht, oder wie?

D

In Bus und Bahn offenbaren sich die sozialen Abgründe unserer Mitbürger.
Zitat
Philipp Borchert
Die BVG weiß Bescheid und der Besteller auch

Nur sind Bescheid-Wissen und Handeln zwei grundverschiedene Dinge ;-) Erst recht bei den besagten Anstalten/Behörden. Dass man bei den ganzen Jubel-Propagandameldungen über Notbestellungen usw. auch mal an das Versagen der Vergangenheit erinnert, scheint mir da legitim.

Die BVG hat eh unendlichen Dusel, dass gegen die Notbestellungen vergaberechtlich niemand geklagt hat. Eine echte Notsituation (Naturgewalt oder so) ist es ja nicht, sondern hausgemachtes Versagen, und dies ist im Zweifel kein legitimer Grund, das Vergaberecht auszusetzen. Sonst könnte man es ja gleich drauf anlegen...

Viele Grüße
André
Wieso Notbestellungen? Was haben die denn noch notbestellt?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
andre_de
Die BVG hat eh unendlichen Dusel, dass gegen die Notbestellungen vergaberechtlich niemand geklagt hat.

Da fehlt wohl ein "noch"?

[www.rbb24.de]
Es wäre schlauer gewesen, Fahrzeuge auszuschreiben, die mit den IK zu 100% kompatibel sind. Da man das wirtschaftlichste Angebot nehmen muss und Splittergattungen immer unwirtschaftlich sind, kann der Gewinner dieser Ausschreibung nur der IK von Stadler sein. Vermutlich wäre Stadler hier sogar der einzige Bieter gewesen.

Das weiß auch Siemens. Zumal sie auf die Rückfrage des Senats ja auch gesagt haben, dass sie 2019 keine Fahrzeuge liefern können. Da der Senat sämtliche in Frage kommenden Lieferfirmen gefragt hat, ob sie 2019 Fahrzeuge liefern könnten und alle nein gesagt haben, hat man an Stadler vergeben. Es wird interessant sein, wie die Gerichte das beurteilen. Eine kurzfristige Anpassung der Fahrzeuganzahl muss ja auch möglich sein. Wie plötzlich der schlechte Zustand der F-Züge bekannt wurde werden sicherlich Gutachter bescheinigen können. Das man neue Fahrzeuge brauchen wird, war ja klar, aber war es wirklich, klar, das die F79 größtenteils nicht über 2019 hinaus einsetzbar sein werden? Dann war natürlich das Wachstum der Stadt auch eine Überaschung und natürlich das die Leute neuerdings U-Bahn fahren. Bei anderen Parteien ging man ja immer davon aus, das Mehrverkehr ausschließlich mit dem Auto abgewickelt wird. Letztendlich sind das alles Gründe, warum die Notvergabe dennoch möglich sein könnte.

Interessant ist, was passiert, wenn 2020 die Gerichte entscheiden, das die IK illegal sind. Werden die Dinger dann als illegale Fahrzeuge verschrottet?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.12.2017 01:26 von Nemo.
Zitat
Stahldora
Schmeißt Hände vollen Geldes für sinnbefreite Werbeaktionen zum Fenster raus, während die Sicherheit im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke bleibt und die Züge mittlerweile aussehen wie Sau, aber wird von einigen Gut-Foristen noch für die berechtigte Kritik bemitleidet ...
Aber die arme Frau Pädagogin kann doch nichts für den Fahrzeugmangel der Vergangenheit!!
Und für die verspäteten Bestellungen der Neubauzüge auch nicht, oder wie?

Wo bleibt denn die Sicherheit auf der Strecke? Die Beschaffungen laufen doch, soll sie sich die Bahnen aus den Rippen schneiden?

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Philipp Borchert
Ich bin mir auch nicht sicher, was man mit solchen Beiträgen in den Medien erreichen möchte. Das liest der Pendler, der tagsüber in 'ner vollen U-Bahn gestanden hat und denkt sich "Ach ja...stimmt, hab' ich auch schon gemerkt...". Die BVG weiß Bescheid und der Besteller auch, nicht umsonst gibt es nun solche Aktionen wie die "Notbestellung" der weiteren Großprofil-Ik.

Was unbeantwortet bleibt: Was erwartet z.B. die IGEB von der unfähigen Geschäftsführung anderes als die Aufstockung der Werkstattkapazitäten, solche Notbestellungen, den Start der Ausschreibung der Baureihe J, pragmatische Lösungsansätze wie die Museumswagen...? Mehr als "Schneller!" kann man doch gar nicht rufen. Wirklich interessant wäre doch auch zu wissen, was in diesem Brief steht - wie genau derzeit gespart wird. Und warum. Denn am Geld kann's ja derzeit nun wirklich nicht liegen.

Die Notfallbestellung wird allerdings unter Umständen und laut eines Gutachten der rechtlichen Überprüfung nicht standhalten und warum? Weil der Berliner Senat für die BVG zuständig ist und auch im Aufsichtsrat vertreten ist und der Berliner Senat genau die Stelle ist die der BVG jahrelang unter Klaus Wowereit das Geld für neue U-Bahnwagen untersagt hat. Heute ist es noch viel schlimmer, denn der Teil vom Berliner Senat der im Aufsichtsrat der BVG sitzt ist genau der Teil der für die "Abteilung" zuständig ist die nun über den Überprüfungsantrag zu entscheiden hat.
Also sollte genau dieser Teil für Siemens stimmen würde die BVG erneut den Schwarzen Peter den Senat zuschieben können. Sollte man gegen den Antrag von Siemens entscheiden könnte Siemens ohne weiteres sogar wegen möglicher Befangenheit gegen diese Entscheidung klagen und das unter Umständen jahrelang dauernde Verfahren ist für den Fahrgast kein schönes Ereignis, weil wieder einmal innerhalb des VBB jahrelang an der Realität bzw. an dem eigentlichen Bedarf vorbei gehandelt bzw. gewirtschaftet wird.

Die Notbestellung an IK für das Großprofil ist auch ein Tropfen auf den heißen Stein, da man nun durch 8-Wagenzüge eine Minderkapazität gegenüber einen H-Zug anbietet von ca. 40% obwohl man weiß, dass die U5 bei der kleinsten Störung auf der S5 kaum mehr planmäßig unterwegs ist und an ihre Kapazitätsgrenze stößt. Die Maßnahmen der BVG sind zu beachten keine Frage aber dies auch nur aufgrund des Unwillen und Unfähigkeit einer über mehrere Legislaturperioden geführte und vor allem was Verkehrspolitik angeht unfähige SPD-geführte Landesregierung und nichts anderes.
Zitat
B-V 3313
Zitat
Stahldora
Schmeißt Hände vollen Geldes für sinnbefreite Werbeaktionen zum Fenster raus, während die Sicherheit im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke bleibt und die Züge mittlerweile aussehen wie Sau, aber wird von einigen Gut-Foristen noch für die berechtigte Kritik bemitleidet ...
Aber die arme Frau Pädagogin kann doch nichts für den Fahrzeugmangel der Vergangenheit!!
Und für die verspäteten Bestellungen der Neubauzüge auch nicht, oder wie?

Wo bleibt denn die Sicherheit auf der Strecke? Die Beschaffungen laufen doch, soll sie sich die Bahnen aus den Rippen schneiden?


[meldungen.polizei-news.berlin]

[www.faz.net]

[www.spiegel.de]

[www.morgenpost.de]

[www.spiegel.de]


Zitat

Allerdings hat sich die BVG auch selbst in die Bredouille gebracht, weil sie – und die früheren Landesregierungen – den Kauf neuer Bahnen jahrelang verschleppt haben, um kein Geld ausgeben zu müssen. Auch jetzt scheint es keine Eile zu geben. Die BVG hat nach Tagesspiegel-Informationen die Abgabefrist der Angebote von Dezember 2017 auf Januar 2018 verschoben und will über die Vergabe statt im Sommer erst im September 2019 entscheiden. (...)

D

In Bus und Bahn offenbaren sich die sozialen Abgründe unserer Mitbürger.
Und welche Tat hätte davon durch mehr Personal irgendwie verhindert werden können? Warum wird die Wiedereinführung der kombinierten BVG+Polizeistreifen negiert, für die sich die Vorstandsvorsitzende der BVG jahrelang stark gemacht hat? Seit 2011 wurde die Zahl der Sicherheitsmitarbeiter um ein Drittel erhöht - auch auf Betreiben der seit Ende 2010 amtierenden Vorstandsvorsitzenden. Warum verschweigst du das?

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
@Vogtland-Express: Deine Betrachtung hat zwar viele richtige Aspekte, lässt aber den Punkt völlig außen vor, dass die BVG eben nicht (bzw. viel zu spät) gegenüber Senat und Öffentlichkeit erklärt hat, dass sie Fahrzeugprobleme hat. Genaugenommen tut sie das ja noch immer nicht, wenn Reetz gegenüber Medienvertretern erklärt, dass die Fahrzeuge ausreichen und derzeit "nur" eine erhöhte HU-Welle abzuarbeiten ist.

Schon vor Jahren hat der (für einige hier offenbar ganz böse) Fahrgastverband IGEB auf den bevorstehenden Mangel hingewiesen und die Beschaffung neuer Fahrzeuge gefordert. Doch statt diesen zugespielten Ball aufzugreifen, hat die BVG-Spitze im Gegenteil schon fast beleidigt reagiert und eitel Sonnenschein erklärt, dass alles Bestens wäre und man auch problemlos die bestellten Mehrleistungen stemmen könne. Da kam dann auch das neue Werkstattkonzept ins Spiel, das die zusätzlichen Kapazitäten schaffen sollte.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Nun ja, es stellt sich ja durchaus die Frage, weshalb der schlechte Zustand der F79 so plötzlich der BVG bekannt geworden sein soll. Eigentlich sollte man doch erwarten, daß im Zuge regelmäßiger Inspektionen Mängel an den Wagenkästen schon vor einiger Zeit hätten erkannt werden müssen; stattdessen heißt es nun unisono, die Mängel an den Wagenkästen seien erst sehr plötzlich der BVG bekannt geworden. Insbesondere stellt sich dann die Frage, weshalb man nicht schon zu Beginn der Ertüchtigung der F74 und F76 gleich die F79 genauer unter die Lupe genommen hat. Dann wären die strukturellen Mängel an den Wagenkästen der F79 (und A3L92) schon deutlich früher der BVG bekannt gewesen. Das wiederum hätte sicherlich bei der Bestellung der IK (für das Kleinprofil) bereits Einfluß gehabt.
Richtig ist aber auch, selbst wenn die Mängel an den F79 (und um die geht es ja primär) schon vor 2 Jahren bekannt gewesen wären, hätte dies nicht dazu geführt, daß Siemens (oder ein anderer Anbieter) nunmehr in der Lage wäre, IG zu liefern, selbst Stadler ist dazu ja derzeit nicht in der Lage, weshalb man sich ja auf die IK gestürzt hat und diese nun vorläufig als IKG einzusetzen gedenkt.

Juristisch stellt sich die Frage, ob die Direktvergabe an Stadler tatsächlich im Rahmen einer Notbeschaffung rechtlich zulässig ist. Dabei ist das Großprofil wiederum außer Acht zu lassen, denn die IKG sollen ja später als IK im Kleinprofil eingesetzt werden, hier sieht Siemens sich in seinen Rechten als Konkurrent zu Stadler verletzt. Nun muß man darauf abstellen, ob Siemens denn in der Lage wäre, zeitnah IK zu liefern, bzw. eine Zuggeneration, die denen der IK in Bezug auf technische Spezifikation, Kompatibilität und Zulassung einer IK entspräche. Dies hat Siemens bereits verneint und sich damit bereits selbst einen Stein in den Weg gelegt. Siemens müßte nun im Rahmen einer Ausschreibung für das Kleinprofil erstmal punkten, um einen Nachweis darüber zu erbringen, daß das Unternehmen überhaupt tatsächlich an einem Ausschreibungsverfahren beteiligungsbereit ist. Für das Kleinprofil sind ja nun die IK von Stadler im Rahmen der abgelaufenen Ausschreibung gesetzt. Es stellt sich weiterhin die Frage, ob es optionale Lieferlose geben soll für den Nachfolger der IK, wie es zuletzt bei BVG-Ausschreibungen praktisch immer der Fall war und fast immer die Lose auch eingelöst wurden? Das wäre der zweite Sargnagel für Siemens, wenn sie gegen die Direktvergabe klagen sollten, wonach es derzeit aussieht. Denn dann dürfte es für Siemens schwer werden, einen Schaden durch die Direktvergabe an Stadler nachzuweisen; dieser Schaden wäre aber notwendig, um überhaupt die Klage schlüssig begründen zu können. Desweiteren dürfte die Klage selbst an der Direktvergabe an Stadler gar nichts ändern, die Klage selbst löst keine aufschiebende Wirkung aus, es ginge demzufolge gar nicht mehr an der Verhinderung der IKG, sondern um Schadenersatz - es sei denn, Siemens macht einstweiligen Rechtsschutz geltend und beantragt eine Unterlassungsverfügung gegen die BVG (und Stadler) über eine weitere Auslieferung der IKG.
Sollte Siemens sich auf Schadenersatzansprüche beschränken, sehe ich zwar geringe Aussichten auf Erfolg, schließe diesen aber nicht aus. Sofern Siemens auf Unterlassung klagen sollte, sehe ich allerdings so gut wie keine Erfolgsaussichten für den Riesen, denn die bisherige Argumentation von Siemens ist doch reichlich dürftig.

Dennis
@drstar: Leider nicht ganz richtig.

Die BVG führt für die J/Jk ein zweistufiges Verfahren durch, das schon angelaufen ist. Insofern ist Siemens da bereits "beteiligt", da sie an der Präqualifikation beteiligt sind. Nur wer an der Präqualifiktation beteiligt war, kann ein Angebot für das Verhandlungsverfahren abgeben.

Zweitens will die BVG keine festen Optionen ausschreiben, sondern einen Rahmenvertrag, aus dem Tranchen frei und flexibel über eine Dekade abgerufen werden können. Da ist es für die Kalkulation natürlich durchaus relevant, welcher Abruf erwartbar ist und wenn bereits vorab klar ist, dass der Rahmen nicht ausgeschöpft wird, weil kurz zuvor eine Beschaffung am Markt vorbei erfolgte, dann ist das ein ausreichender Klagegrund.

Du bist da deutlich zu optimistisch. Die Notvergabe wurde ja trotz Bedenken der eingeholten Rechtsgutachten durchgeführt, insofern stellt sich die Frage, wie man einer Anfechtung juristisch begegnen will. *Brauchen wir halt* reicht eben nicht.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Ich sag mal so: Für den Fahrgast und den Nahverkehr sind die Züge nötig. Also muss man bestellen und zwar zügig. Sollte Siemens da mit der Klage Recht bekommen, muss meinetwegen Schadenersatz gezahlt werden. Aber Abwarten sollte man nun nicht mehr. Vermutlich es sogar so, dass der volkswirtschaftliche Schaden ohne neue Waggons größer wäre als der mutmaßliche Schadenersatz. Das wäre jetzt pragmatisch oder ?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.12.2017 12:40 von Reißwolf.
Ich verstehe an dem ganzen Theater nur nicht ganz, welchen wirtschaftlichen Vorteil sich Siemens von diesem Einspruch erhofft. Sie haben doch gegenüber BVG und SenUVK im Vorfeld selbst erklärt, im fraglichen Zeitraum gar nicht über die notwendige Entwicklungs- und Fertigungskapazität zu verfügen...

Sucht da etwa nur irgendeine Anwaltskanzlei für Vergaberecht neue Einnahmequellen und hat deshalb dem Siemens-Spartenvorstand einen Floh ins Ohr gesetzt? Ökonomisch erklärbar scheint mir die ganze Aktion jedenfalls nicht wirklich...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Jay
@Vogtland-Express: Deine Betrachtung hat zwar viele richtige Aspekte, lässt aber den Punkt völlig außen vor, dass die BVG eben nicht (bzw. viel zu spät) gegenüber Senat und Öffentlichkeit erklärt hat, dass sie Fahrzeugprobleme hat. Genaugenommen tut sie das ja noch immer nicht, wenn Reetz gegenüber Medienvertretern erklärt, dass die Fahrzeuge ausreichen und derzeit "nur" eine erhöhte HU-Welle abzuarbeiten ist.

Ich gebe zu, dass ich dieses Aspekt etwas außen vor gelassen hat nur spielt hier die doppelte Zuständigkeit des Berliner Senats wieder eine Rolle. Und genau dieser Punkt wird jetzt von Siemens angegriffen. Der Senat hat zu erst der BVG aufgelegt es geht nicht und nun erwartet man von der BVG diesen Schritt. Genau dieser Punkt ist angriffbar, weil eine Notvergabe vorsieht, dass alles dafür getan wurde um diese zu vermeiden und eine wirklich unausweichliche Not entstanden ist. Und dies ist bei der BVG nicht der Fakt, weil man bereits vor Jahren wusste als Herr Wowereit noch Regierender Bürgermeister war und Herr Sarrazin die tragende Rolle des Senates bei der BVG gespielt hat, dass einen genau dies irgendwann gewaltig das Genick brechen könnte.

So gesehen hat das EU-Recht einen Passus drin der eine Notvergabe schon unmöglich macht, weil das EU-Recht schützt die Wirtschaft vor politischen Fehlern und politischen Fehlentscheidungen und genau dieser Punkt macht den Berliner Senat und die BVG angreifbar. Hinzu kommt jetzt noch die Tatsache, dass Frau Pop in jeder Entscheidungsfindung jetzt angreifbar ist. Nicht nur von der Zuständigkeit her, sondern auch von dem Brief an Siemens man möge doch bitte Rückschicht auf die BVG und ihre Fahrgäste sowie auf den Berliner Senat nehmen. In der Haut von Frau Pop und des derzeitigen Senates in Berlin möchte ich nicht stecken, weil diese Sache wird dem Senat nach derzeitigen Verlauf noch irgendwann das Genick brechen.
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