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Fragenthread 2018 (1.Quartal)
geschrieben von micha774 
In Facebook gibt es eine Diskussion um die dortigen TZ, die dort waren:

[www.flickr.com]

Ich schrieb darauf folgendes:

Kein TZ der BVB (heute BVG) ging nach Schöneiche. Hätten auch umgespurt werden müssen. 223 019 bis 223 025 gingen 1980/81 nach Straußberg (dabei Ex 223 025 1981 nach Woltersdorf) und fuhren da bis nach 1990. 223 001 - 223 018 fuhren bis ca. 1996 in Berlin noch. Auch gut zu erkennen, das jeweils zwischen Tür und Fenster über dem Abfahrtszeichenlicht der Extra Liniennummerkasten fehlt! Der 2. Beiwagen hat es drann, der könnte ein Ex BVBer sein [www.flickr.com] . 7 Bz 1980/81 gingen erst nach Straußberg, dann 1983/84 nach Schöneiche.

Habe Berlin-Straba.de zur suche benutzt und andere Seiten. Liege ich da nun richtig oder habe ich irgend wann mal was übersehen?
Immerhin hatte Jena auch Tz und andere Betriebe wohl auch. Aber eben nicht unsere mit dem Extra Liniennummerfenstern an der Seite.

Danke für eure Unterstützung.

Ps.: Hier könnte der Beiwagen auch ein Berliner BZ sein, der TZ nicht. Diesen haben die noch verunstaltet, wegen der Scehnwerfer hihi.

GLG.................Tramy1



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.01.2018 23:27 von Tramy1.
Rekowagen produzierte das Raw Schöneweide ab 1959 exklusiv für die BVG-Ost, zuerst nur Einrichtungswagen. Speziell für die damals noch wendeschleifenlose Linie 84 und Baustelleneinsätze fertigte man 1969/70 auch die Zweirichtungsausführung TZ69/BZ69, 25 Züge (also 25 TZ und 50 BZ).
Durch den Bau der Schleifen in Friedrichshagen und Alt-Glienicke konnte man sich von 6 Zügen trennen, die in Strausberg ex-Leipziger Mitteleinstiegswagen ersetzen sollten. Dort war aber das Rangieren an den Endstellen zu aufwändig, so dass die Strausberger Wendezüge mit zwei Triebwagen und einem mittleren Beiwagen zusammenstellen. Die überflüssigen sieben Beiwagen bekam Rüdersdorf, nach einer HU mit Umspurung in der Hauptwerkstatt der Magdeburger Straßenbahn.

Zuvor wurde von 1970 bis 1976 der Rekowagen vom Raw auch für die DDR-Betriebe angeboten, die zunächst keine Tatras bekommen konnten. Diese Wagen wurden als TE/TZ70 bzw. BE/BZ70 in Normal- und Meterspur, die Beiwagen für Leipzig auch in deren abweichender Spurweite gefertigt. Aus dieser Serie erhielt Schöneiche 1974/75 fünf fabrikneue Trieb- und Beiwagen TZ70/1 und BZ70/1. Um diese Züge mit zwei Beiwagen zu behängen, wurden die sieben BZ69 von Strausberg übernommen. Da die Schöneicher Straßenbahn Teil des Kraftverkehrskombinats Frankfurt/Oder wurde, kamen außerdem vier ex-Frankfurter TE70/1 und zwei BE70/1. So hatte man Ende 1984 sieben Rekozüge mit je zwei Beiwagen im Bestand, die oft bunt zusammengestellt waren.

Die ex-Berliner BZ69 konnte man an den seitlichen Liniennummernkästen relativ leicht erkennen. Die DDR-Ausführung TE/TZ/BE/BZ 70 bzw 70/1 hatten keine seitlichen Liniennummern mehr, da die Pappen völlig ausreichten.

so long

Mario



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.02.2018 01:04 von der weiße bim.
Zitat
der weiße bim
Rekowagen produzierte das Raw Schöneweide ab 1959 exklusiv für die BVG-Ost, zuerst nur Einrichtungswagen. Speziell für die damals noch wendeschleifenlose Linie 84 und Baustelleneinsätze fertigte man 1969/70 auch die Zweirichtungsausführung TZ69/BZ69, 25 Züge (also 25 TZ und 50 BZ).
Durch den Bau der Schleifen in Friedrichshagen und Alt-Glienicke konnte man sich von 7 Zügen trennen, die in Strausberg ex-Leipziger Mitteleinstiegswagen ersetzen sollten. Dort war aber das Rangieren an den Endstellen zu aufwändig, so dass die Strausberger Wendezüge mit zwei Triebwagen und einem mittleren Beiwagen zusammenstellen. Die überflüssigen sieben Beiwagen bekam Rüdersdorf, nach einer HU mit Umspurung in der Hauptwerkstatt der Magdeburger Straßenbahn.

Zuvor wurde von 1970 bis 1976 der Rekowagen vom Raw auch für die DDR-Betriebe angeboten, die zunächst keine Tatras bekommen konnten. Diese Wagen wurden als TE/TZ70 bzw. BE/BZ70 in Normal- und Meterspur, die Beiwagen für Leipzig auch in deren abweichender Spurweite gefertigt. Aus dieser Serie erhielt Schöneiche 1974/75 fünf fabrikneue Trieb- und Beiwagen TZ70/1 und BZ70/1. Um diese Züge mit zwei Beiwagen zu behängen, wurden die sieben BZ69 von Strausberg übernommen. Da die Schöneicher Straßenbahn Teil des Kraftverkehrskombinats Frankfurt/Oder wurde, kamen außerdem vier ex-Frankfurter TE70/1 und zwei BE70/1. So hatte man Ende 1984 sieben Rekozüge mit je zwei Beiwagen im Bestand, die oft bunt zusammengestellt waren.

Die ex-Berliner BZ69 konnte man an den seitlichen Liniennummernkästen relativ leicht erkennen. Die DDR-Ausführung TE/TZ/BE/BZ 70 bzw 70/1 hatten keine seitlichen Liniennummern mehr, da die Pappen völlig ausreichten.

Danke, dann habe ich doch richtig nachgesehen. Darf ich deinen Text auch in Facebook veröffentlichen mit deinen Namen als Quelle?

Noch eine Frage. Wie viele TZ bzw. BZ wurden dann nun gesammt gebaut (Egal für Berlin oder andere Betrieb)? Die BVB hatte 25 TZ und 50 BZ, wie du ja schon geschrieben hast.

GLG.................Tramy1



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.01.2018 04:08 von Tramy1.
Zitat
Tramy1
Darf ich deinen Text auch in Facebook veröffentlichen mit deinen Namen als Quelle?

Ja, hier kann ohnehin jedermann ohne Registrierung mitlesen.

Zitat
Tramy1
Noch eine Frage. Wie viele TZ bzw. BZ wurden dann nun gesamt gebaut (Egal für Berlin oder andere Betrieb)? Die BVB hatte 25 TZ und 50 BZ, wie du ja schon geschrieben hast.
Kleine Korrektur zu meinem Text: Strausberg erhielt nur sechs Züge (6 TZ und 12 BZ) von den BVB. In Betrieb gingen neben den 6 Triebwagen nur 4 Beiwagen. Beiwagen 269 040 diente als Ersatzteilspender, die restlichen 7 Bw gingen nach HU und Umspurung nach Schöneiche. Der siebente Triebwagen in Strausberg war der aus Woltersdorf übernommene frühere 223 025. Ein achter kam noch 1989 aus Dessau, der wurde jedoch nicht mehr in Betrieb genommen.

Richtig, die BVB hatte ursprünglich 25 TZ69 und 50 BZ69.
Für DDR-Betriebe fertigte das Raw Schöneweide insgesamt 31 Reko-Zweirichtungstriebwagen: 7 TZ70 in Normalspur, 24 TZ70/1 in Meterspur. Dazu 46 Beiwagen: 8 BZ70 in Normalspur, 38 BZ70/1 in Meterspurausführung. Die Einrichtungs-Variante war etwas häufiger: 39 Triebwagen und 115 Beiwagen. (alle Zahlenangaben ohne Gewähr)

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.02.2018 01:03 von der weiße bim.
Zitat
der weiße bim
Zitat
Tramy1
Darf ich deinen Text auch in Facebook veröffentlichen mit deinen Namen als Quelle?

Ja, hier kann ohnehin jedermann ohne Registrierung mitlesen.

Zitat
Tramy1
Noch eine Frage. Wie viele TZ bzw. BZ wurden dann nun gesamt gebaut (Egal für Berlin oder andere Betrieb)? Die BVB hatte 25 TZ und 50 BZ, wie du ja schon geschrieben hast.
Kleine Korrektur zu meinem Text: Strausberg erhielt nur sechs Züge (6 TZ und 12 BZ) von den BVB. In Betrieb gingen neben den 6 Triebwagen nur 4 Beiwagen. Beiwagen 269 040 diente als Ersatzteilspender, die restlichen 7 Bw gingen nach HU und Umspurung nach Schöneiche. Der siebente Triebwagen in Strausberg war der aus Woltersdorf übernommene frühere 223 025. Ein achter kam noch 1989 aus Dessau, der wurde jedoch nicht mehr in Betrieb genommen.

Richtig, die BVB hatte ursprünglich 25 TZ69 und 50 BZ69.
Für DDR-Betriebe fertigte das Raw Schöneweide insgesamt 31 Reko-Zweirichtungstriebwagen: 7 TZ70 in Normalspur, 24 TZ70/1 in Meterspur. Dazu 46 Beiwagen: 8 BZ70 in Normalspur, 38 BZ70/1 in Meterspurausführung. Die Einrichtungs-Variante war etwas häufiger: 39 Triebwagen und 115 Beiwagen. (alle Zahlenangaben ohne Gewähr)

Danke für deine sehr genaue Info. Auch Danke, aber ich frage vorher, nicht wie andere. Danke.

GLG.................Tramy1
Ich saß gerade nicht zum ersten Mal letzter Zeit in einer S-Bahn, die aus Osten kommend drei, vier Minuten vor Charlottenburg rumstand. Weiß jemand, warum das vor einem viergleisigen Bahnhof passiert?
Anonymer Benutzer
Re: Fragenthread 2018 (1.Quartal)
04.02.2018 11:37
Zitat
vasarius
Ich saß gerade nicht zum ersten Mal letzter Zeit in einer S-Bahn, die aus Osten kommend drei, vier Minuten vor Charlottenburg rumstand. Weiß jemand, warum das vor einem viergleisigen Bahnhof passiert?

Was gestern betrifft: das eine Gleis wird belegt von den Fußballsonderzügen die in Charlottenburg enden. Und es gab ne Weichenstörung am Olympiastadion, weswegen es bestimmt drunter und drüber ging im Betrieb.
Zitat
T6Jagdpilot
Das ist der Schülerzug den Lichtenberg stellt.. Plan 4.04 Parkstr.

...

T6JP

Heute nicht. Fuhr schon etwas früher von Köpenick über Schloßplatz nach Schmöckwitz. Ob mit Straßenbahn oder möchte mal eine Straßenbahn sein, weiß ich nicht. Hat da sich was geändert?

GLG.................Tramy1



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.02.2018 04:18 von Tramy1.
Zitat
Tramy1
Zitat
T6Jagdpilot
Das ist der Schülerzug den Lichtenberg stellt.. Plan 4.04 Parkstr.

Heute nicht. Fuhr schon etwas früher von Köpenick über Schloßplatz nach Schmöckwitz. Ob mit Straßenbahn oder möchte mal eine Straßenbahn sein, weiß ich nicht. Hat da sich was geändert?

Sind denn zurzeit nicht Ferien?
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Tramy1
Zitat
T6Jagdpilot
Das ist der Schülerzug den Lichtenberg stellt.. Plan 4.04 Parkstr.

Heute nicht. Fuhr schon etwas früher von Köpenick über Schloßplatz nach Schmöckwitz. Ob mit Straßenbahn oder möchte mal eine Straßenbahn sein, weiß ich nicht. Hat da sich was geändert?

Sind denn zurzeit nicht Ferien?
Ja, stimmt. Hat sich erledigt. Danke.

GLG.................Tramy1
Sagt mal, was ist denn mit der Strecke entlang der Osloer Straße und der Seestraße passiert? Die Gleise dort...völlig ausgefahren und wellig...hält die die Flexity nicht aus? Oder sieht das nur so aus? Aus Laiensicht schreien die Schienen nach Generalsanierung.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Ist mir heute nur zufällig aufgefallen: Bei vielen DLs sind die Scheibenwischer am Oberdeckfenster abmontiert. Warum?

"Zielverzeichnis Berlin 2018 - Eine Sammlung" >> Infos bei Facebook "GraphX Berlin"
Ich meine, der Auslöser war der Brand des Doppeldeckers auf dem Oraniendamm im Januar 2016. Als Ursache des Feuers hatte man die Scheibenwischer im Oberdeck (deren Antrieb oder Elektrik) ausgemacht, dort konnte sich das Feuer unbemerkt entwickeln. Anschließend wurden nach und nach alle Oberdeck-Scheibenwischer zunächst abgeklemmt und damit außer Betrieb gesetzt. Da es sich ohnehin um eine wenig relevante Einrichtung handelt, die dennoch Wartung erfordert, hat man sich dann nicht weiter damit beschäftigt.

Abmontiert werden sie nun vermutlich nach Lust und Laune. Sie stören ja nicht, wenn sie vorhanden sind.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Philipp Borchert
Sagt mal, was ist denn mit der Strecke entlang der Osloer Straße und der Seestraße passiert? Die Gleise dort...völlig ausgefahren und wellig...hält die die Flexity nicht aus? Oder sieht das nur so aus? Aus Laiensicht schreien die Schienen nach Generalsanierung.

Das Problem ist längst erkannt und die Erneuerung geplant, wie ich hier schon am 7. Januar schrieb: [www.bahninfo-forum.de]

Offensichtlich hat der Gleisunterbau den Belastungen nicht standgehalten. Im ersten Bauabschnitt der Neubaustrecke zwischen Haltestelle Björnsonstraße und Louise-Schröder-Platz (außer Straßenüberfahrten und Bösebrücke) wurden durch die Senatsbauverwaltung die Fahrschienen auf vor Ort hergestellten Betonlängsbalken gelagert und zum ersten Mal in Berlin ein grünes Gleis geschaffen. Offensichtlich war einigen Sparfüchsen der damit sehr aufwändige Gleisbau zu teuer, und man wählte für den Weiterbau bis zum Eckenförder Platz eine billigere Variante des Rasengleises. Für Tatra- und GT6-Fahrzeuge war das fast 20 Jahre lang ausreichend, für die jetzt fast ausschließlich eingesetzten größten und schwersten Wagen der über 150jährigen Berliner Straßenbahngeschichte aber wohl zu schwach. Das gilt auch für die 19 Straßenüberfahrten und das Gleis auf der Bösebrücke. Letzteres wurde ja letztes Jahr neu gebaut, die Straßenüberfahrten sind immerzu kaputt und werden meist nur mit Sperrungen für den Straßenverkehr geflickt.

Sperrungen für den Straßenbahnverkehr gibt es voraussichtlich nur zum Einbau / Umbau / Ausbau der Bauweichen, da der Betrieb eingleisig durch die Baustellen weitergeführt werden soll. Die genauen Termine werden rechtzeitig im Navi erscheinen.

so long

Mario
Erläuternd und bestätigend sowie Abhilfe in Aussicht stellend. Vielen Dank!
Dass man das im eingleisigen Betrieb angehen möchte, finde ich bemerkenswert.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Philipp Borchert
Ich meine, der Auslöser war der Brand des Doppeldeckers auf dem Oraniendamm im Januar 2016. Als Ursache des Feuers hatte man die Scheibenwischer im Oberdeck (deren Antrieb oder Elektrik) ausgemacht, dort konnte sich das Feuer unbemerkt entwickeln. Anschließend wurden nach und nach alle Oberdeck-Scheibenwischer zunächst abgeklemmt und damit außer Betrieb gesetzt. Da es sich ohnehin um eine wenig relevante Einrichtung handelt, die dennoch Wartung erfordert, hat man sich dann nicht weiter damit beschäftigt.

Abmontiert werden sie nun vermutlich nach Lust und Laune. Sie stören ja nicht, wenn sie vorhanden sind.

Scheibenwischer für die Frontscheibe des Oberdecks ist meiner Meinung nach völlig überflüssig, weil dahinter nicht der Fahrer sitzt. Alle Doppeldeckertypen vor den DL hatten meines Wissens ebenfalls keine Scheibenwischer für die Frontscheibe des Oberdecks.
Hatten sie nicht, das stimmt. Aber der Gedanke, dass man auch den Fahrgästen eine freie Sicht vorn verschaffen könnte, ist doch nett.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.02.2018 23:25 von Philipp Borchert.
Zitat
Philipp Borchert
Aber der Gedanke, dass man auch den Fahrgästen eine freie Sicht vorn verschaffen könnte, ist doch nett.

Ja, die BVG liebte ihre Kunden bereits vor Erfindung der gelben Herzen. Aber zugunsten der höheren Brandsicherheit musste diese nette Geste leider entfallen.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Ja, die BVG liebte ihre Kunden bereits vor Erfindung der gelben Herzen. Aber zugunsten der höheren Brandsicherheit musste diese nette Geste leider entfallen.

Dann könnte man doch wenigstens handbetriebene Scheibenwischer einbauen, bzw. die vorhandenen dazu umbauen.
Aber er war nicht derjenige, der vorher schon entschlossen hat einen Teil der Fahrzeugflotte bereits abzustellen. Schließlich wurden schon vor 2007 viele Viertelzüge zerlegt.
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