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Außenwerbung in Berlin neu vergeben
geschrieben von schallundrausch 
... das meldet heute die SenUVK:

http://www.berlin.de/sen/uvk/presse/pressemitteilungen/2018/pressemitteilung.664296.php

Insgesamt werden Einnahmen von über 400 Mio. Euro über 15 Jahre Laufzeit erwartet. Bisher waren die Rechte zur Außenwerbung an Pflichten zumBetrieb von Brunnen und öffentlichen Toiletten gekoppelt, was die Firma Wall (oder JCDecaux) bevorteilt hat, und nun aufgegeben wurde. Toiletten werden getrennt ausgeschrieben, davon verspricht man sich weitere Einnahmen. Außerdem wird die Zahl der Werbeflächen insgesamt reduziert und dem Wildwuchs Einhalt geboten.

Explizit ausgenommen von den neuen Verträgen ist die Werbung in und an Bus- und Straßenbahnhaltestellen der BVG. Dazu eine Frage, wie funktioniert das bisher? Bis jetzt hat dort ja Wall anscheinend ein Monopol. Stellen die kostenlos die Wartehäuschen auf und pflegen und warten die, und dürfen dafür die Werbeflächen vermarkten, oder wie ist das genau geregelt?
Ohne die eigentlichen Fragen beantworten zu können hat Wall kein Monopol auf Reklame an Haltestellen. Gefühlt etwa ein Drittel aller Wartehallen werden von "Die Draussenwerber" vermarktet. Das gehört - so meine ich - weitgehend zur BVG, da haben aber andere mehr Ahnung.

Wall bespielt nur die Werbeflächen für die City Light Poster. Kleinere Formate werden von o.g. Firma ge"klebt".

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Philipp Borchert
Ohne die eigentlichen Fragen beantworten zu können hat Wall kein Monopol auf Reklame an Haltestellen. Gefühlt etwa ein Drittel aller Wartehallen werden von "Die Draussenwerber" vermarktet. Das gehört - so meine ich - weitgehend zur BVG, da haben aber andere mehr Ahnung.

Der Geschäftsbericht auf www.bundesanzeiger.de besagt: "Die Die Draußenwerber GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Wall GmbH, Berlin. Der Jahresabschluss der Die Draußenwerber GmbH wird über ihre Gesellschafterin, der Wall GmbH, Berlin, in den IFRS-Konzernabschluss der JCDecaux S.A., Paris/Frankreich, zum 31. Dezember 2016 einbezogen."

Der Großteil bleibt also beim bisherigen Großanbieter von Außenwerbung. Es werden deutliche Mehreinnahmen erzielt, aus denen sich die bisher gebündelten Leistungen (Toiletten, Brunnen usw.) locker refinanzieren lassen sollten. Dabei besteht natürlich das Risiko, dass die Einnahmen im Haushalt versickern und man die Ausgaben für diese Leistungen weiterhin scheut, weil sie keine direkt meßbaren Ergebnisse bringen.
Zitat
Lopi2000
Zitat
Philipp Borchert
Ohne die eigentlichen Fragen beantworten zu können hat Wall kein Monopol auf Reklame an Haltestellen. Gefühlt etwa ein Drittel aller Wartehallen werden von "Die Draussenwerber" vermarktet. Das gehört - so meine ich - weitgehend zur BVG, da haben aber andere mehr Ahnung.

Der Geschäftsbericht auf www.bundesanzeiger.de besagt: "Die Die Draußenwerber GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Wall GmbH, Berlin. Der Jahresabschluss der Die Draußenwerber GmbH wird über ihre Gesellschafterin, der Wall GmbH, Berlin, in den IFRS-Konzernabschluss der JCDecaux S.A., Paris/Frankreich, zum 31. Dezember 2016 einbezogen."

Der Großteil bleibt also beim bisherigen Großanbieter von Außenwerbung. Es werden deutliche Mehreinnahmen erzielt, aus denen sich die bisher gebündelten Leistungen (Toiletten, Brunnen usw.) locker refinanzieren lassen sollten. Dabei besteht natürlich das Risiko, dass die Einnahmen im Haushalt versickern und man die Ausgaben für diese Leistungen weiterhin scheut, weil sie keine direkt meßbaren Ergebnisse bringen.

Ah, das ist aber interessant, denke für den Hinweis! ich war auch auf dem Zug, 'die Drausssenwerber' seien die Nachfolger von VVR Berek, und damit eine 100%ige BVG-Tochter.

Zwei Sachen hast Du durcheinandergewürfelt. Die BVG-Werbeflächen haben explizit nichts mit der jetzt erfolgten Ausschreibung zu tun. Ausgeschrieben wurden drei Lose - 1) Megalights und Citiylights und 'elektrische' Litfasssäulen; 2) klassische Litfassäulen; 3) Mastschilder. Bei diesen drei Losen ist Wall nur bei einem (nämlich dem ersten) zum Zuge gekommen. Die anderen beiden gingen an Konkurrenten.

Mit den Einnahmen, die ein Vielfaches der bisherigen Erlöse darstellen, will man die Brunnen und Toiletten finanzieren. Bei letzteren gibt es aber anscheinend so viele Interessen, dass das sogar kostenneutral passieren könnte. Also nochmal gespart.

In der PM stand explizit, dass die BVG die Haltestellenwerbeflächen selbst vermarkten kann (und dass dadurch weitere Einsparungen oder Rückflüsse in den Haushalt erwartet werden).
Zitat
schallundrausch
Ah, das ist aber interessant, denke für den Hinweis! ich war auch auf dem Zug, 'die Drausssenwerber' seien die Nachfolger von VVR Berek, und damit eine 100%ige BVG-Tochter.

Historisch gesehen passt das ja auch irgendwie: Als die BVG ihre Werbetochter verkaufte, wurde die alte VVR Berek aufgespalten. Die Gesellschaft, die als als BVG-Tochter verblieb, wurde in Urbanis umbenannt und betreibt/vermietet jetzt die Kioske usw.

Die Werbetochter der BVG wurde vor dem Verkauf in BVG Außenwerbung GmbH umbenannt und erhielt nach der Teilung wieder den Namen "VVR Berek" und später dann "Die Draußenwerber". Unter diesem Namen gehörte sie aber nicht mehr zur BVG.
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