Der Senat hat beschlossen, den Kreis der Anspruchsberechtigten für das Sozialticket und den Berlinpass ab dem 1. Februar 2018 um Wohngeldempfänger/innen sowie "SED-Opferrentner" (seht mir die schlampige Formulierung nach) zu erweitern.

Begünstigt sind etwa 32.700 Personen; die Ausgleichszahlung dafür soll 3,2 Mio. € p.a. betragen. Dies ergibt sich aus einer Pressemitteilung vom 9.01.2017 aus der Senatssitzung vom 18.01.2017 - der Senat liegt auf der Zeitachse klar vorn: [www.berlin.de]

Noch einen schönen Abend wünscht Euch
Marienfelde
29 Jahre nach der Wende. Manche Mühlen mahlen langsam.

Wo bleiben andere Leute die es verdient hätten? Wo zieht man da die Grenze?
Die Opfer vom Breitscheidplatz, die Trümmerfrauen von 1945?
Man kann sehr gut eine Grenze ziehen. Und wie Du siehst wurde die Grenze erweitert. Punkt.
Da muß man doch nicht noch andere Bevölkerungsgruppen hinterfragen.

Zitat

Die Opfer vom Breitscheidplatz
Die sind Tod. Oder meinst Du Hinterbliebenen? Wegen eines Ereignisses macht es sie nicht zu Bedürftigen.
Bei SED-Opferrentnern sieht das wohl gerechtfertigt anders aus.

Zitat

die Trümmerfrauen von 1945?
Sind heute Rentner und haben bereits Vergünstigungen.

Sorry, eine Neiddebatte oder ewiges Hinterfragen ist sinnlos.
Ich finde es einfach eine gute Sache.

"Zielverzeichnis Berlin 2018 - Eine Sammlung" >> Infos bei Facebook "GraphX Berlin"



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.2018 21:13 von GraphXBerlin.
Zitat
GraphXBerlin
Zitat

Die Opfer vom Breitscheidplatz
Die sind Tod. Oder meinst Du Hinterbliebenen?

Nicht jedes Opfer ist gleich tot. Schon mal etwas von Verletzten gehört? Deine Opfer nennen sich Rechtschreibung, Allgemeinbildung und Pietät. Tot sind sie aber nicht.
Immer dieses Totschlagsargument "Neid".

Worauf sollte ich neidisch sein? Ich finde es nur ungerecht das eine Gruppe bevorzugt wird, während andere die es sicher auch verdient hätten ignoriert werden.

Und "Opfer" heißt nicht gleich "tot". :-x



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.2018 23:06 von micha774.
Mit was hat sich ein Opfer von irgendwas etwas "verdient"? Opfer können entschädigt werden oder einen Nachteilsausgleich erhalten. Und "Opfer vom Breitscheidplatz"? Das klingt als hätte der die Tat begangen...also der Platz...

Der Weg, BerlinPass und Sozialticket einem größeren Personenkreis zugänglich zu machen, erscheint mir sinnvoll. Die Trümmerfrauen von 1945 sind mit großer Wahrscheinlichkeit selbst Rentner mit niedrigem Einkommen und aufgrund ihrer finanziellen Situation vermutlich sowieso in genau diesem Kreis.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Philipp Borchert
Mit was hat sich ein Opfer von irgendwas etwas "verdient"? Opfer können entschädigt werden oder einen Nachteilsausgleich erhalten. Und "Opfer vom Breitscheidplatz"? Das klingt als hätte der die Tat begangen...also der Platz...

OT: Das liegt aber daran, dass der Genitiv in Vergessenheit gerät. Wenn der Breitscheidplatz die Tat begangen hätte, wäre es die Opfer des Breitscheidplatzes. Die "Opfer vom Breitscheidplatz" ist eine Ortsangabe. Wie die Bauern vom grünen Feld, die Fischersfrauen vom Fluss (und nicht die vom See) etc.

Zur Sache: Ich finde es generell nicht gut, dass ÖPNV, Schwimmbäder, Kultur etc. mittlerweile so hochpreisig sind, dass immer umfangreichere Teile der Bevölkerung eine Sondersubvention brauchen. Eher sollte ein gerechter gesellschaftlicher Transfer stattfinden, und die Nutzer sollten dann entscheiden, ob sie sich von dem Transfereinkommen einen Schwimmbadbesuch oder ein Sparpreisticket nach Hamburg leisten möchten. Das ganze, was hier zunehmenden passiert sind ja quasi Lebensmittelkarten und Verbrauchsgutscheine "light", quasi mit kleiner Zuzahlung. Dazu ist es eine Stigmatisierung für jene Gruppen, was ich auch nicht in Ordnung finde. Genauso daneben finde ich den Vorschlag, dass sich Arbeitslose ad-hoc-Leistungen nun an der Supermarktkasse auszahlen lassen sollen statt an Kassenautomaten bei der Arbeitsverwaltung.

Insbesondere die ÖPNV-Preise, vor allem für Gelegenheitsfahrer wie Erwerbslose oder Rentner, sind mittlerweile meiner Meinung nach viel zu hoch. Für solche Gruppen lohnen sich nämlich Monatskarten immer gerade nicht, da sie keine zwei täglichen Fahrten unternehmen. Ein logischerer Ansatz wäre für mich, die Preise direkt zu senken, so dass man auch Gelegenheitsnutzer gewinnt, die gar nicht auf solche Transferleistungen angewiesen sind. Dem Berufstätigen, der dann 20 Euro im Monat spart, kann man die Ersparnis über die Steuern wieder wegnehmen. Wenn er schon ÖV-Nutzer ist, wäre es für ihn dann ein Nullsummenspiel. Wenn er PKW fährt, zahlt er eben künftig etwas drauf. Für Radfahrer müsste man sich noch etwas überlegen, wenn die Entfernungpauschale nicht weiterhin eine ausreichende Kompensation ist.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.2018 03:16 von Arec.
Hallo!
Leider können es sich nur so unendlich reiche Länder wie Ungarn oder die Tschechische Republik leisten, ihre Alten auf wichtigen öffentlichen Verkehrsmitteln einfach kostenlos fahren zu lassen!
Grüße
Zitat
Bauart Bernau
Leider können es sich nur so unendlich reiche Länder wie Ungarn oder die Tschechische Republik leisten, ihre Alten auf wichtigen öffentlichen Verkehrsmitteln einfach kostenlos fahren zu lassen!

Ich finde es in dieser Pauschalität auch wenig sinnvoll. Wohlstand ist ja nicht vom Alter abhängig. Warum sollte - um ein sehr plakatives Beispiel anzusprechen - ein gutsituierte Wilmersdorfer Witwe kostenlos fahren, nur weil sie über ein bestimmtes Alter hinaus ist?
Zitat
Arec

Zur Sache: Ich finde es generell nicht gut, dass ÖPNV, Schwimmbäder, Kultur etc. mittlerweile so hochpreisig sind, dass immer umfangreichere Teile der Bevölkerung eine Sondersubvention brauchen. Eher sollte ein gerechter gesellschaftlicher Transfer stattfinden, und die Nutzer sollten dann entscheiden, ob sie sich von dem Transfereinkommen einen Schwimmbadbesuch oder ein Sparpreisticket nach Hamburg leisten möchten. Das ganze, was hier zunehmenden passiert sind ja quasi Lebensmittelkarten und Verbrauchsgutscheine "light", quasi mit kleiner Zuzahlung. Dazu ist es eine Stigmatisierung für jene Gruppen, was ich auch nicht in Ordnung finde. Genauso daneben finde ich den Vorschlag, dass sich Arbeitslose ad-hoc-Leistungen nun an der Supermarktkasse auszahlen lassen sollen statt an Kassenautomaten bei der Arbeitsverwaltung.

Insbesondere die ÖPNV-Preise, vor allem für Gelegenheitsfahrer wie Erwerbslose oder Rentner, sind mittlerweile meiner Meinung nach viel zu hoch. Für solche Gruppen lohnen sich nämlich Monatskarten immer gerade nicht, da sie keine zwei täglichen Fahrten unternehmen.

Bis hierher geh ich mit deiner Meinung konform.
Aber hier nicht:

Zitat
Arec

Ein logischerer Ansatz wäre für mich, die Preise direkt zu senken, so dass man auch Gelegenheitsnutzer gewinnt, die gar nicht auf solche Transferleistungen angewiesen sind.

Aber nur wenn es nicht die Abonnenten ausgleichen müssen. Solidarprinzip hin oder her.

Nicht das irgendwann bei der Ausgabe der Tickets am Automaten der Hinweis kommt "Dieser Fahrpreis wurde ihnen ermöglicht durch Abonnent Herr xyz" :-)

Eine indirekte Verbesserung wäre es aber, den Einzelfahrausweis auch zur Rückfahrt anzuerkennen und die Kurzstrecke nach Zeit zu definieren.
Hallo
Betreff Pauschalisierung: Ich halte die Anzahl derer,
die wegen ihrer sehr guten Vermögenslage unnötigerweise begünstigt werden für vernachlässigbar. Aber der Nutzen der durch den Wegfall der Kosten der verwaltugsmaessigen Differenzierung, Beantragung, Kontrolle, Kampf der Interessengruppen usw. Wäre m.E. Doch recht erheblich
Grüße
Zitat
Bauart Bernau
Hallo
Betreff Pauschalisierung: Ich halte die Anzahl derer,
die wegen ihrer sehr guten Vermögenslage unnötigerweise begünstigt werden für vernachlässigbar. Aber der Nutzen der durch den Wegfall der Kosten der verwaltugsmaessigen Differenzierung, Beantragung, Kontrolle, Kampf der Interessengruppen usw. Wäre m.E. Doch recht erheblich
Grüße

Genau so ist es. Daher finde ich das Konzept des Fahrscheinlosen Nahverkehrs von allen Ticketkonzepten das mit dem größten Solidareffekt, weil die Befriedigung des Mobilitätsbedürfnisses nicht von der eigenen wirtschaftlichen Stellung abhängt. Wer nicht arbeitet, hat auch nicht Öffis zu fahren trotzdem Anspruch auf Mobilität.

Viele Grüße
Florian Schulz

--
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Zitat
Bauart Bernau
Betreff Pauschalisierung: Ich halte die Anzahl derer, die wegen ihrer sehr guten Vermögenslage unnötigerweise begünstigt werden für vernachlässigbar. Aber der Nutzen der durch den Wegfall der Kosten der verwaltugsmaessigen Differenzierung, Beantragung, Kontrolle, Kampf der Interessengruppen usw. wäre m.E. doch recht erheblich.

Ich halte diese Zahl keineswegs für vernachlässigbar. Es sind ja nicht nur die gutsituierten Wilmersdorfer Witwen, es dürften zehn- oder gar hunderttausende Rentner sein, denen es relativ gut geht - mittelfristig eher noch mehr: nicht wenige Ex-DDR-Bürger haben sich in den 90ern schließlich ihr eigenes Häuschen irgendwo in Biesdorf, Mahlsdorf, Kaulsdorf & Co gebaut. Und genau diese Generation geht in 10, 15 Jahren in Rente. Letztlich dürften die mehr Geld haben als viele Jüngere: das Haus ist abbezahlt, Miete müssen sie demzufolge nicht bezahlen, die Kinder sind aus dem Haus. Und wegen der vergleichsweise hohen Löhne, die ihnen erlaubt haben, Eigentum zu schaffen, dürften sie auch mehr Rente bekommen als so manch anderer.

Ähnliches gab es in West-Berlin ja auch schon früher, so dass diese hausbauende Generation schon in Rente ist.

All das ist ja völlig in Ordnung, und es geht nicht darum, ihnen ihr Eigentum zu neiden. Die Frage ist aber: wieso sollen Familien, deren Eltern vielleicht Geringverdiener sind, die jeden Groschen zweimal umdrehen müssen, über ihre Fahr- und Steuergelder die Fahrten jener mitzufinanzieren, die es sich eigentlich leisten könnten, ihre Fahrkarte zu bezahlen (zumal es ja auch schon eine sehr günstige Seniorenmonatskarte gibt), während sie selbst den vollen Preis bezahlen müssen?

Wenn, dann sollte über günstigere Tickets für alle nachgedacht werden. Vielleicht sogar einen kostenlosen ÖPNV. Dabei sollte aber bedacht werden, dass zunächst die Kapazitäten für große Fahrgastzuwächse in kurzer Zeit geschaffen werden müssen.
Das würde heißen, wir gewähren Ermäßigungen nur gegen Bedürftigkeitsbescheinigung. Also für die meisten Schwaben-Kinder aus Prenzlauer Berg kein Ermäßigungsfahrschein mehr? Auch bei den SED-Opfern gibt es sicherlich nicht wenige Leute, die mit der Wende besser klargekommen sind und daher trotz der psychischen Folgen ihrer Haft oder der Stasi-Schikanen noch eine bessere Karriere gemacht haben als die Regimeangehörigen, die sozial abgestiegen sind.

Die Frage ist also, will man nun für jede Ermäßigung kontrollieren und wer und warum wird sie ausgestellt. Oder der Senat beschließt einfach bei Gruppen, bei denen der Anteil der Bedürftigen besonders hoch ist, für diese generell eine Ermäßigung vorzusehen.

Edit: Ein Nachteil ist natürlich generell, man bekommt so eine Ermäßgung nicht mehr weg, wenn sie einmal eingeführt hat.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.2018 13:36 von Nemo.
Ein weiteres Problem bei den "Bedürftigkeitsbescheinigungen" ist, dass mit dem Entfall der Transferleistung auch gleich sämtliche andere Leistungen entfallen. Eine dreiköpfige Familie, die sich auf den ÖV verlässt, muss dann mindestens 86,50 Euro mehr ausgeben im Monat. (Dazu kommt natürlich noch mehr: 17,50 Euro GEZ, wenn man einmal in der Woche ins Schwimmbad geht ca. 16 Euro mehr, höhere Kosten für Musikschule oder Sportverein...)

Insgesamt ist der "Rabattwert", den man mit einer Transferleistung noch erhält, wohl über 100 Euro bei guter Ausnutzung für eine kleine Familie wert. Wenn man also knapp aus dem Transferbezug herauskommt, hat man plötzlich spürbar weniger in der Tasche. Wenn man die Leistungen über die Auszahlung einer höheren Transferleistung gewähren würde, gäbe es diese "Klippe" nicht.
Zitat
micha774
Zitat
Arec

Ein logischerer Ansatz wäre für mich, die Preise direkt zu senken, so dass man auch Gelegenheitsnutzer gewinnt, die gar nicht auf solche Transferleistungen angewiesen sind.

Aber nur wenn es nicht die Abonnenten ausgleichen müssen. Solidarprinzip hin oder her.

Nicht das irgendwann bei der Ausgabe der Tickets am Automaten der Hinweis kommt "Dieser Fahrpreis wurde ihnen ermöglicht durch Abonnent Herr xyz" :-)

Eine indirekte Verbesserung wäre es aber, den Einzelfahrausweis auch zur Rückfahrt anzuerkennen und die Kurzstrecke nach Zeit zu definieren.

Die Bezieher von Monatskarten und anderen Zeitfahrausweisen werden doch heute schon am stärksten subventioniert. Natürlich ist es unbequem, diese Subventionen aufgeben zu müssen, Fakt ist aber, dass ein Gelegenheitsnutzer für ein Fahrtenpaar mindestens 4,50 Euro (Vier-Fahrten-Karte) bezahlt, das sind immerhin schon 7% vom Abobetrag. Das Tagesticket kostet sogar 11% vom monatlichen Abo-Betrag.

Dennoch habe ich gar nicht vorgeschlagen, günstigere Einzeltickets über eine geringere Subvention für Vielfahrer zu finanzieren, sondern das ganze über höhere Steuern zu refinanzieren. Es muss auch gar kein Kostenlos-ÖPNV werden, aber meiner Meinung nach sollte der ÖV mit seinen Fahrpreisen auch mit einem bereits vorhandenen Pkw konkurrieren können. Wie sonst soll denn irgendwann einmal der Pkw-Besitzer dazu bewegt werden, seinen Pkw nicht mehr zu ersetzten, wenn er durch prohibitiv hohe Fahrpreise erst dazu erzogen wird, bloß nicht in den Bus zu steigen?
Zitat
Arec
Es muss auch gar kein Kostenlos-ÖPNV werden, aber meiner Meinung nach sollte der ÖV mit seinen Fahrpreisen auch mit einem bereits vorhandenen Pkw konkurrieren können. Wie sonst soll denn irgendwann einmal der Pkw-Besitzer dazu bewegt werden, seinen Pkw nicht mehr zu ersetzten, wenn er durch prohibitiv hohe Fahrpreise erst dazu erzogen wird, bloß nicht in den Bus zu steigen?

Die Abopreise von 60 bzw. 80 Euro für Berlin AB bzw. ABC, jährlich 728 bzw. 961 Euro bei jährlicher Zahlung liegen doch bereits im Bereich der Fixkosten eines Personenkraftwagens (Pkw). Ein durchschnittliches Mittelklassefahrzeug kommt bei den Jahressummen für Kfz-Steuer, Haftpflicht- und Kaskoversicherung, gesetzlich vorgeschriebener Haupt- und Abgasuntersuchung, jährlicher Wartung nach Herstellerempfehlung und einer Fahrzeugwäsche pro Monat locker in den Bereich von 700 bis 1000 Euro. Mancher zahlt schon für einen Garagenstellplatz diesen Betrag. Da ist man noch keinen Meter gefahren, denn Energieverbrauch, Verschleiss, Wertverlust und die Arbeitszeit des Fahrers, Führerscheinkosten u.s.w. kommen noch dazu.
Strafzettel lasse ich jetzt mal weg, denn bei vergessener Abokarte droht ja auch dem ÖPNV-Nutzer ein Erhöhtes Beförderungsentgelt.

so long

Mario
Der grandiose Fehler ist immer davon auszugehen, dass jeder sowieso ein Auto besitzt und bezahlt und daher als Entgelt für den ÖPNV nur die hohen Tarife für die Spontanfahrten herangezogen werden. Selten liest man etwas über Menschen, die eine ÖPNV-Jahreskarte haben (also die Bahn sowieso schon bezahlt ist) und die Kosten für 'ne spontane Autofahrt mit einem Mietwagen eruieren und das dann vergleichen.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
der weiße bim
Zitat
Arec
Es muss auch gar kein Kostenlos-ÖPNV werden, aber meiner Meinung nach sollte der ÖV mit seinen Fahrpreisen auch mit einem bereits vorhandenen Pkw konkurrieren können. Wie sonst soll denn irgendwann einmal der Pkw-Besitzer dazu bewegt werden, seinen Pkw nicht mehr zu ersetzten, wenn er durch prohibitiv hohe Fahrpreise erst dazu erzogen wird, bloß nicht in den Bus zu steigen?

Die Abopreise von 60 bzw. 80 Euro für Berlin AB bzw. ABC, jährlich 728 bzw. 961 Euro bei jährlicher Zahlung liegen doch bereits im Bereich der Fixkosten eines Personenkraftwagens (Pkw). […]

Ich meine damit, dass der ÖPNV auch gegen bereits vorhandene, also angeschaffte und in Hinsicht der Fixkosten finanzierte Pkw durchsetzen muss. Wenn ein Ehepaar ins Theater fährt, und dafür dann 9 Euro, im schlimmsten Fall 11,20 Euro los ist, wird man eher den Eindruck haben, dass der ÖPNV teuer ist und gar nicht erst die Anschaffung einer Monatskarte erwägen.

Und ich meine nicht mal, dass man dabei beim Umsteigen über Urinpfüzen hüpfen musste, sich von der Handymusik aus der Nachbarsitzgruppe beschallen lassen musste, man aufpassen muss, dass einem die Bierlache nicht über den Schuh läuft, man auf einer Strecke von fünf Stationen drei mal gefragt wurde, ob man nicht etwas Spenden möchte oder eine Zeitung kaufen will (ggf. nebst lautstark durch den Zug gebrüllter Ankündigung, dass man sein Gespräch derweil einstellen musste), dass man vielleicht die nächsten 20 Minuten ein Piepen auf dem Ohr hat, weil eine Musikantengruppe mit elektrischen Verstärkern und Blechblasinstrumenten durch den Zug zog und und und…

Der Pkw fährt für diesen Fahrpreis für zwei Personen allermindestens 50 km durch Berlin, allein das ist ein Argument. Und o.g. kommt zusätzlich dazu alles nicht vor.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.2018 15:37 von Arec.
Zitat
Bauart Bernau
Hallo!
Leider können es sich nur so unendlich reiche Länder wie Ungarn oder die Tschechische Republik leisten, ihre Alten auf wichtigen öffentlichen Verkehrsmitteln einfach kostenlos fahren zu lassen!
Grüße

Was aber eher dem sehr geringen Rentenniveau dieser Länder geschuldet ist. Die Mehrheit der Alten ist dort sehr arm.

Das wird hier erst richtig zum Problem, wenn die Generationen derer, denen nach der Wende die Erwerbsbiografie wegebrochen ist,
bzw die Generation Niedriglohn, MC Job und Praktikum in ihren Armutsrentenbescheid blickt.
Dann wird man hier nicht umhinkommen, ausser Opferrentenbeziehern und Abgeordneten auch diesen Leuten Sozialtickets zu geben oder Freifahrten zu gewähren..

T6JP
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