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Kurzmeldungen Februar 2018 [ohne Bilder]
geschrieben von Forummaster Berlin 
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Arec
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Logital
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B-V 3313
Nicht wirklich, er zeugt von Unwissenheit über die damalige Situation.

Man hatte ja Angst, dass die Verkehrsleistungen in Berlin europaweit ausgeschrieben werden und da hätte die BVG mit ihrer Finanzlage keine Chance gehabt. Also sparte man sich "gesund".

Wer ist "man" in deinem Satz? Und wann genau in der Vergangenheit war dieser Zeitpunkt?

Ich kenne auch keine Beispiele in Deutschland für eine Ausschreibung des Betriebes von Nahverkehrsleistungen mit Schienenverkehrsmittel außerhalb der Eisenbahn. Das klingt hier eher nach Buzzword-Dropping oder Phantasien aus Zeitungskommentaren.

Ich auch nicht. Sobald sich ein Scienenfahrzeug irgendwo auf einem Stück kommunaler Schiene bewegt (=Straßenbahn/ U-Bahn) sind es immer entweder kommunale Betriebe oder Mischgesellschaften mit kommunalen Betrieben.
Die Verkehrsgesellschaft Görlitz wäre da noch untersuchenswert. Hier betreibt die Transdev Straßenbahnen. Aber die Stadt Görlitz ist mit 51% beteiligt.

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Logital bei Twitter.
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Logital
Die Verkehrsgesellschaft Görlitz wäre da noch untersuchenswert. Hier betreibt die Transdev Straßenbahnen. Aber die Stadt Görlitz ist mit 51% beteiligt.

Schau mal vor die Tore Berlins zur SRS. ;-)

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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Arec
Gibt es überhaupt ein Beispiel, wo eine kommunale Gesellschaft explizit in einer Ausschreibung im eigenen Gebiet angetreten ist und nicht direkt beauftragt wurde?

VgF, Frankfurt am Main. Dort werden Busbereich städtische Linienbündel ausgeschrieben. die VGF betreibt nur die Schienenverkehrsmittel, aber die musste meines Wissens nie direkt gegen Bewerber antreten.

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Logital bei Twitter.
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Arec
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B-V 3313
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Arec
Dort war die Stadt allerdings nur Minderheitsgesellschafter, was eine Direktvergabe meines Wissens nach ausschließt, das Unternehmen muss von dem Aufgabenträger beherrscht werden und darf auch nicht über verbundene Gesellschaften außerhalb des Gebietes des Aufgabenträgers tätig sein (mit ein paar kleinen Ausnahmen).

Richtig, aber die Anteile der Stadt wanderten nicht von alleine zu Veolia. Solche Szenarien waren Ende der 90er auch in Berlin denkbar.

Denkbar ist so ein Szenario grundsätzlich, so lange es rechtlich zulässig ist. Wie wahrscheinlich es ist, muss dann jeder für sich bewerten, ich kenne eher wenig Aufgabenträger, die ihren Verkehrsbetrieb verkauft in den letzten Jahren haben, vermutlich gibt es mehr, die ihn gekauft, zurückgekauft oder einen neuen gegründet haben (Landkreis Arnstadt und Padersprinter (ehemals PESAG) in Paderborn fallen mir spontan ein).

Braucht man nur mal nach Görlitz in Niederschlesien (derzeit zum Freistaat Sachsen gehörend) zu schauen.
Wikipedia schreibt dazu:
Zitat
Wikipedia
Nach der Wende gründete die Stadt die Stadtwerke Görlitz AG, die auch den Verkehrsbetrieb umfasste. Seit 1996 ist dieser als Verkehrsgesellschaft Görlitz GmbH (VGG) rechtlich selbstständig. Nachdem die Stadt im Jahre 2001 ihre Aktienmehrheit an der Stadtwerke AG dem Konzern Vivendi Environnement (später Veolia Environnement, heute Transdev) übertrug, ging der Verkehrsbetrieb an dessen Tochterunternehmen Connex über, die in der Region Ostsachsen u. a. auch die Connex Sachsen GmbH betrieb. Mit dem Betreiberwechsel auf der Neißetalbahn von der Lausitzbahn (Connex) auf die Ostdeutsche Eisenbahn verlegte die Connex Sachsen ihren Sitz nach Leipzig. Bis heute blieb in Görlitz noch die Leitzentrale im Verwaltungsgebäude der VGG für den Transdev-Verkehr in der Region Leipzig erhalten.

Resultat der Privatisierung war nicht nur ein rigoroser Arbeitsplatzabbau (und fast aller Reserve- und Arbeitsfahrzeuge), sondern auch ein großer Finanzierungsrückstand. Görlitz hat heute den einzigen deutschen Straßenbahnbetrieb mit exakt Null Niederfluranteil, von reinen Museums- oder Ausflugsbahnen wie die Kirnitzschtalbahn mal abgesehen.

so long

Mario
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B-V 3313

Reicht dir der folgende Artikel?
Artikel von 2005

Einzelmeinung von Herrn Sarrazin. Das war nicht der Grund der Rationalisierung.

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Logital bei Twitter.
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Logital
Einzelmeinung von Herrn Sarrazin. Das war nicht der Grund der Rationalisierung.

Im Jahr 2005 ja. Die Vorgabe zur Wettbewerbsfähigkeit gab es natürlich schon weit vorher:
Artikel von 2001

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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B-V 3313
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Arec
Ich glaube du siehst da zu wenig Zusammenhänge und betrachtest das ganze etwas stark im Kontext deines persönlichen Eindrucks. Man rechnet auch heute noch damit. Neulich war der Verkauf der (kommunalen) Erfurter Bahn ganz stark in der Diskussion, um Geld für die Sanierung der Schulgebäude zu bekommen, das ist immerhin ein Argument, was bei der Öffentlichkeit besser ankommt als "Haushaltsanierung".

Du scheinst die damalige Zeit nicht bewusst miterlebt zu haben, ansonsten wären dir die damaligen Diskussionen nicht entgangen.

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Arec
Das ein Szenario des (Teil-)Verkaufes der BVG zu bestimmten Zeiten mal ein reales Szenario war, wurde hier bisher auch nicht belegt. Von Fakten in der Hinsicht kann also keine Rede sein, es ist höchstens so genau so "denkbar" wie alle anderen Szenarien, in denen die öffentliche Hand irgendwas veräußert/privatisiert. Genau so könnte man die Volksbühne verkaufen, sowohl den Betrieb als auch das Gebäude. Möglich ist vieles, realistisch wohl weniger.

Reicht dir der folgende Artikel?
Artikel von 2005

Er leitet ein mit den Worten:

Zitat
Welt
Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) hält daran fest, die landeseigenen Gesellschaften BVG, BSR und Vivantes so weitreichend wie möglich zu privatisieren - obwohl die rot-rote Koalition in dieser Legislaturperiode weitere Verkaufsentscheidungen ablehnt.

Und weiterhin:
Zitat
Welt
"Jeder, der die BVG für einen Euro nimmt, bekommt von mir den Landesorden", sagte er vor wenigen Wochen und wurde dafür von fast allen Seiten kritisiert.

Das heißt da, dass Sarrazin seine persönliche Meinung nicht ändert, obwohl es politisch abgelehnt wird und nicht geschehen wird. Offenbar also eine einzelne Meinung.

Ohne Willen des Senates und des Abgeordnetenhauses hätte auch Sarrazin die BVG und andere landeseigene Betriebe/Einrichtungen/Gesellschaften/Anstalten nicht privatisieren können. Und was Sarrazin sonst so für Spartipps für Staat und Bürger in die Lande getragen hat, ist ja hinreichend bekannt. Einen allgemeinen politischen Willen kann ich dadurch aber nicht erkennen.

Solche Aussagen gibt es natürlich regelmäßig bei öffentlichen Betrieben, in der Regel allerdings höchstens von Einzelpersonen und nicht mal ganzen Gruppierungen getragen, ausgenommen ggf. Parteien, die grundsätzlich gegen staatliche Tätigkeiten, wo es vermeidbar ist, sind.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.2018 17:18 von Arec.
Schon 1996 gab es Einsparungen unter der Keule der Wettbewerbsfähigkeit - und die U-Bahn war mitten drin...

Seht selbst:
Arikel von 1996

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Schon 1996 gab es Einsparungen unter der Keule der Wettbewerbsfähigkeit - und die U-Bahn war mitten drin...

Seht selbst:
Arikel von 1996

Eine besondere Stilblüte, vielen Dank!

Zitat
Morgenpost
Daß die BVG weniger Geld ausgeben kann als früher, sehen die Fahrgäste auch auf den Bahnhöfen. Sie werden seltener gestrichen, abgefallene oder abgeschlagene Fliesen werden kaum noch erneuert.
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Logital
Ich kenne auch keine Beispiele in Deutschland für eine Ausschreibung des Betriebes von Nahverkehrsleistungen mit Schienenverkehrsmittel außerhalb der Eisenbahn. Das klingt hier eher nach Buzzword-Dropping oder Phantasien aus Zeitungskommentaren.

Kassel hatte mal ausgeschrieben, und dafür auch SNB aufgestellt.
Zitat
B-V 3313
Zitat
Logital
Die Verkehrsgesellschaft Görlitz wäre da noch untersuchenswert. Hier betreibt die Transdev Straßenbahnen. Aber die Stadt Görlitz ist mit 51% beteiligt.

Schau mal vor die Tore Berlins zur SRS. ;-)

Die SRS gehört zu je 15% den Gemeinden Schöneiche und Rüdesrdorf.Die restlichen 70% sind die Niederbarnimer Eisenbahngesellschaft, die widerum gehört zu67% der IGB, der Rest gehört 4 Landkreisen und Gemeinden in Brandenburg. An der IGB ist nur zur Häfte die Captrain beteiligt, die anderer Hälfte ist Berlin selbst. Summa summarum ist der echte private Anteil an der SRS also auch in der Minderheit.

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Logital bei Twitter.
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JeDi
Zitat
Logital
Ich kenne auch keine Beispiele in Deutschland für eine Ausschreibung des Betriebes von Nahverkehrsleistungen mit Schienenverkehrsmittel außerhalb der Eisenbahn. Das klingt hier eher nach Buzzword-Dropping oder Phantasien aus Zeitungskommentaren.

Kassel hatte mal ausgeschrieben, und dafür auch SNB aufgestellt.

Aber nur für die Regiotrams, oder?

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Logital bei Twitter.
Schienennutzungsbestimmungen
Zitat
Bd2001
Schienennutzungsbestimmungen
Danke
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Bd2001
Schienennutzungsbestimmungen

Nicht ganz, sondern "Schienennetz-Benutzungsbedingungen" (früher m.W. "Schienennetz-Nutzungsbedingungen"). Siehe für das Netz der Deutschen Bahn:
[fahrweg.dbnetze.com]
Danke für die Korrektur. Da hatte sich der Fehlerteufel eingeschlichen.

In Kassel heißt es weiterhin Schienennetz-Benutzungsbedingungen.
Zitat
micha774
Der Aufzugseinbau im U Parchimer Allee ist um drei Tage verlängert worden und endet nun am 8.4.diesen Jahres lt. Aushang.

Und nochmal verlängert worden. Diesmal bis 26.4.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.04.2018 21:57 von micha774.
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