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Verkehrsentwicklung und -planung rund um den Alexanderplatz
geschrieben von Marienfelde 
Eine Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Katalin Gennburg und Gabriele Gottwald (LINKE) zum obigen Thema wurde am 26.01.18 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 31.01.18) beantwortet.

In den Fragen bzw. Antworten der Nummern 11 - 15 geht es auch um den ÖV. Zur Frage 11 (künftige Takte der U-Bahnlinien 2, 5 und 8) wird folgendes ausgeführt:

"Rein infrastrukturseitig beträgt die kürzeste mögliche technische Zugfolgezeit nach Angaben der BVG 1,5 bis 2 Minuten. Aufgrund der Fahrgastwechselzeiten sind nach Angaben der BVG im Regelfall jedoch 2,5 bis 3 Minuten realistisch.

Für das laufende Programm „Zukunftssichere Schienenfahrzeugbeschaffung“ (ZSFB) der BVG wurden u.a. Taktverdichtungen auf der U2 auf einen 3-1/3-Minuten-Takt und auf der U5 auf einen 3-Minuten-Takt (inkl. Lückenschluss der U5 zum Hauptbahnhof) zugrunde gelegt. Für die Linie U8 wurde ursprünglich eine Beibehaltung des 5-Minuten-Taktes unterstellt.

Angesichts der dynamischen Entwicklung im ÖPNV haben das Land Berlin und die BVG jedoch vereinbart, dass sie gemeinsam anhand der tatsächlichen Nachfrageentwicklung bzw. weiterer geplanter Netzerweiterungen regelmäßig prüfen, ob zusätzlicher Beschaffungsbedarf für Schienenfahrzeuge besteht. Die Verträge der BVG mit der Fahrzeugindustrie werden Optionen vorsehen, damit hier bei Bedarf nachgesteuert werden kann. Entsprechende Überprüfungen werden im Rahmen der aktuellen Vorbereitung des nächsten Nahverkehrsplanes 2019-2023 durch den ÖPNVAufgabenträger unter Einbeziehung und in Abstimmung mit der BVG erfolgen. Hierbei wird u.a. auch eine Taktverdichtung auf der U8 geprüft."

In Frage und Antwort Nr. 12 geht es dann um die künftige Zugdichte der S-Bahn auf der Berliner Stadtbahn:

"Die Stadtbahn im Bereich Alexanderplatz wird derzeit im Regelfahrplan im Tagesverkehr von sechs Zuggruppen (verkehren jeweils im 20-Minuten-Takt) bedient. Es erfolgen somit 18 Fahrten je Stunde und Richtung, was rechnerisch einem 3-1/3-Minuten-Takt entspricht.

Gemäß Angaben der DB lassen sich auf der Stadtbahn westlich von Ostbahnhof (bis Westkreuz) unter Beibehaltung der aktuellen Haltezeiten bis zu 8 Zuggruppen pro Richtung konfliktfrei konstruieren. Hierbei würden 24 Fahrten je Stunde und Richtung erfolgen, was rechnerisch einem 2,5-Minuten-Takt entspräche.

Die Führung zusätzlicher S-Bahn-Fahrten auf die Stadtbahn ist Bestandteil aktueller Planungen des ÖPNV-Aufgabenträgers. Die Planungen sollen im derzeit in Aufstellung befindlichen Nahverkehrsplan 2019-2023 festgeschrieben werden. Diese Mehrleistungen können aber erst mit dem entsprechenden Zulauf neuer S-Bahn-Fahrzeuge erbracht werden."

Hier noch der Link zum "Gesamttext": [pardok.parlament-berlin.de]

Eine gute Nacht wünscht Euch
Marienfelde
Mir ist bei keinem anderen hochentwickeltem Land wie Deutschland bekannt, dass eine Verdichtung der Zugfolge am fehlenden Fuhrpark scheitert. Wir sind Meister im Exportieren von Zügen und Zugbeeinflussung, müssen uns aber so armselig präsentieren. Na wenigstens kaufen wir noch unsere eigenen Autos.
Dann kennst du dich offensichtlich nicht besonders gut aus. Mir ist hingegen kaum ein größerer Betrieb bekannt, der so große Überhänge im Fahrzeugpark hätte, dass er auf einen Schlag auf mehreren Linien dauerhaft mehr Züge im laufenden Betrieb fahren könnte. Immer mal besteht bei allen Betrieben die Möglichkeit, gerade ausscheidende Fahrzeugbaureihen nochmals fit zu machen, aber das war es dann auch. Meinst du, in den USA, wo die Betriebe per Gesetz kein Defizit machen können, haben die ständig Fahrzeuge im Überfluss? Überall in den "hochentwickelten" Ländern sind die Verkehrsbetriebe an betriebswirtschaftliche Gesetze gebunden. Auch in Frankreich oder dem Bahn-Musterland Japan.
Zitat
les_jeux
Meinst du, in den USA, wo die Betriebe per Gesetz kein Defizit machen können, haben die ständig Fahrzeuge im Überfluss?


Wo hast du das denn her? Der ÖPNV ist auch in den USA defizitär, und wie!

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Logital bei Twitter.
Zitat
Logital
Zitat
les_jeux
Meinst du, in den USA, wo die Betriebe per Gesetz kein Defizit machen können, haben die ständig Fahrzeuge im Überfluss?


Wo hast du das denn her? Der ÖPNV ist auch in den USA defizitär, und wie!

Ist halt immer nur die Frage, ob es eine Subvention, eine Defizitübernahme oder ein Dienstleistungsauftrag ist und wie der in der Bilanz landet - oder?

Ein Maler, der mit teilweise staatlichen Mitteln private Kitas streicht wäre ja auch ein eigenwirtschaftlich arbeitendes Unternehmen - oder?

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.2018 13:22 von Nemo.
Themenfremden Beitrag entfernt



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.02.2018 00:21 von Stefan Metze.
Zitat
les_jeux
Dann kennst du dich offensichtlich nicht besonders gut aus. Mir ist hingegen kaum ein größerer Betrieb bekannt, der so große Überhänge im Fahrzeugpark hätte, dass er auf einen Schlag auf mehreren Linien dauerhaft mehr Züge im laufenden Betrieb fahren könnte. Immer mal besteht bei allen Betrieben die Möglichkeit, gerade ausscheidende Fahrzeugbaureihen nochmals fit zu machen, aber das war es dann auch. Meinst du, in den USA, wo die Betriebe per Gesetz kein Defizit machen können, haben die ständig Fahrzeuge im Überfluss? Überall in den "hochentwickelten" Ländern sind die Verkehrsbetriebe an betriebswirtschaftliche Gesetze gebunden. Auch in Frankreich oder dem Bahn-Musterland Japan.
Die Kritik richtet sich nicht auf einen nicht vorhandenen Fahrzeug-Vorrat, sondern darauf, dass selbst jetzt, da dringend Handlungsbedarf besteht, immer noch nicht bestellt wird. Die Fahrzeug-Flotte der Berliner U-Bahn ist überaltert und zu klein. Da sollte man erwarten, dass die Stadt Berlin einen Grossauftrag ausschreibt und anschliessend die Produktion in Auftrag gibt. Statt dessen werden nur Mini-Serien bestellt. Das ist einfach zu wenig.
Deutschland hat eine Fahrzeugbau-Industrie, die in der Lage ist, Berlins U-Bahn-Fuhrpark komplett zu erneuern und zu erweitern. Objektiv betrachtet ist das auch nötig. Allein die Politik ist unwillig und/oder unfähig, Geld genau an dieser Stelle auszugeben.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.2018 14:53 von flierfy.
Zitat
flierfy
Da sollte man erwarten, dass die Stadt Berlin einen Grossauftrag ausschreibt und anschliessend die Produktion in Auftrag gibt. Statt dessen werden nur Mini-Serien bestellt. Das ist einfach zu wenig.
Deutschland hat eine Fahrzeugbau-Industrie, die in der Lage ist, Berlins U-Bahn-Fuhrpark komplett zu erneuern und zu erweitern. Objektiv betrachtet ist das auch nötig. Allein die Politik ist unwillig und/oder unfähig, Geld an der richtigen Stelle auszugeben.

Du weißt schon, dass da ein U-Bahn-Großauftrag draußen ist, über den halt momentan noch mit den Herstellern verhandelt wird, sowas dauert, ansonsten klagt Siemens wieder. Eigentlich sehe ich nur, dass der Senat bei den S-Bahnfahrzeugen nicht aus dem Quark kommt.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Du weißt schon, dass da ein U-Bahn-Großauftrag draußen ist, über den halt momentan noch mit den Herstellern verhandelt wird, sowas dauert, ansonsten klagt Siemens wieder. Eigentlich sehe ich nur, dass der Senat bei den S-Bahnfahrzeugen nicht aus dem Quark kommt.

Das wäre mir neu, dass es da eine Beauftragung für das Großprofil gibt.
Sind wir nicht noch immer beim Status Ausschreibung?

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Zitat
Stefan Metze
Zitat
Nemo
Du weißt schon, dass da ein U-Bahn-Großauftrag draußen ist, über den halt momentan noch mit den Herstellern verhandelt wird, sowas dauert, ansonsten klagt Siemens wieder. Eigentlich sehe ich nur, dass der Senat bei den S-Bahnfahrzeugen nicht aus dem Quark kommt.

Das wäre mir neu, dass es da eine Beauftragung für das Großprofil gibt.
Sind wir nicht noch immer beim Status Ausschreibung?

Wir sind mittlerweile in der Phase, wo die BVG ernsthaft mit den Herstellern verhandelt. Wenn man sich ausverhandelt hat, dann erfolgt die Bestellung. Gerne werden solche Dinge auf der Innotrans bekanntgegeben, also rechne ich da eigentlich im September diesen Jahres mit der Kür des Siegers. Vielleicht dann 2020 auf der Innotrans mit dem ersten Fahrzeug?

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Stefan Metze
^
Da ich mich persönlich sehr für New York interessiere und in den letzten 5 Jahren vier mal dort war, kann ich dazu folgendes sagen:

Die New Yorker U-Bahn ist in einem sehr desolaten Zustand. Die Technik ist teilweise noch aus der Blütezeit in den 30er Jahren.

Welche Technik der New Yorker U-Bahn ist deiner Meinung nach noch aus den 30er Jahren?
Zitat
Henning
Zitat
Stefan Metze
^
Da ich mich persönlich sehr für New York interessiere und in den letzten 5 Jahren vier mal dort war, kann ich dazu folgendes sagen:

Die New Yorker U-Bahn ist in einem sehr desolaten Zustand. Die Technik ist teilweise noch aus der Blütezeit in den 30er Jahren.

Welche Technik der New Yorker U-Bahn ist deiner Meinung nach noch aus den 30er Jahren?

Hier im Forum wird doch sehr gerne auf "Quellen" geachtet, die auch stimmen.

Dann Bitte diese "Beweise" Liefern. Danke.

Bitte jetzt nicht Streiten. Danke.

Hatten wir alles schon und muss sich das immer und ewig Wiederholen, diese Streiterei???

GLG.................Tramy1
... und vor allem hat das GAR NICHTS mit dem Thema zu tun!
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