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StEP 2020 - 2035 Straßenbahn
geschrieben von Salzufler 
Guten Abend!

Der erste Entwurf für den neuen Stadtentwicklungsplan Verkehr, Teilbereich Straßenbahn, sieht folgende Projekte vor (Achtung: Das ist der vorläufige Planungsstand, es können sich noch viele Änderungen ergeben!):

Vordringlicher Bedarf, Umsetzung 2020-2025:

Hauptbahnhof-Jungfernheide
Alexanderplatz-Kulturforum
Pankow-Pasedagplatz
Heinersdorf-Blankenburg
Warschauer Straße-Hermannplatz
Ostkreuz
Wista II
Ausbau Mahlsdorf
Warschauer Straße-Ostbahnhof

Vordringlicher Bedarf, Umsetzung 2026-2030:

Schöneweide-Hermannplatz
Hermannplatz-Potsdamer Platz
Spittelmarkt-Mehringdamm
Kulturforum-Rathaus Steglitz
Jungfernheide-ehemaliger Flughafen Tegel/Terminal-KurtSchumacherPlatz
Jungfernheide-Wasserstadt-Rathaus Spandau

Vordringlicher Bedarf, Umsetzung 2031-2035:

Rathaus Spandau-Hahneberg
Falkenseer Platz-Freudstraße


Dringlicher Bedarf, Umsetzung 2026-2030:

Sterndamm-U Johannisthaler Chaussee
Lützowstraße-Bahnhof Zoo
Hauptbahnhof-Perleberger Straße
U Turmstraße-Rathaus Pankow

Dringlicher Bedarf, Umsetzung nach 2035:

Rathaus Steglitz-Friedenfelser Straße


Weiterer Bedarf, Umsetzung 2031-2035:

VirchowKlinikum-U ErnstReuterPlatz-Bahnhof Zoo
U Mierendorffplatz-Luisenplatz
S Mahlsdorf-Riesaer Straße

Weiterer Bedarf, Umsetzung nach 2035:

Falkenberg-Wuhletalstraße
Prenzlauer Allee/Ostseestraße-Hohenschönhauser Straße/Weißenseer Weg
Prenzlauer Promenade/Am Steinberg-S PankowHeinersdorf
Rosenthal Nord-S+U Wittenau
Ring Märkisches Viertel
S+U Wittenau-U KurtSchumacherPlatz
U ErnstReuterPlatz-S Westend (weiter Richtung Westen)
Bahnhof Zoo-Kantstraße-U TheodorHeussPlatz (weiter Richtung Westen)
U Johannisthaler Chaussee-Waldsassener Straße
U AltMariendorf-Goltzstr./Lichtenrader Damm
S+U Hermannstraße-Stuthirtenweg


Zusätzliche Zwischenendstellen:

S Grünau
Alte Försterei
Blockdammweg
S Friedrichsfelde Ost
U Warschauer Straße
S+U Pankow


Zusätzliche Betriebshöfe:

Ehemaliger Flughafen Tegel
Südlich S Blankenburg
Südlich S Adlershof





Interessant:
Spandau ist jetzt im Vordringlichen Bedarf bei der Straßenbahnplanung!

Quelle: CNB, Center Nahverkehr Berlin



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.05.2018 00:21 von Salzufler.
Aha, und die Straßenbahn nach Steglitz ist auf nach 2026 gewandert, das passt aber weil es ja schon praktischer ist, am Potsdamer Platz zum Betriebshof nach Adlershof abbiegen zu können statt unbedingt durch die Innenstadt nach Lichtenberg fahren zu müssen. Neu ist für mich die Strecke von der Warschauer Str. zum Ostbahnhof.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Salzufler
Interessant:
Spandau ist jetzt im Vordringlichen Bedarf bei der Straßenbahnplanung!

Das ist auch höchste Straßen- äääh Eisenbahn!

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Interessant ist, dass dies alles so schnell umgesetzt werden soll und in welchem Tempo die Straßenbahn Berlin weitestgehend zurückerobert haben wird.
Das sind ja tolle Nachrichten!
Anscheinend wird der Tram nun endlich eine höhere verkehrliche Bedeutung zugeschrieben als man es bisher vernommen haben könnte.

Zitat
Salzufler
Interessant:
Spandau ist jetzt im Vordringlichen Bedarf bei der Straßenbahnplanung!

*freu*

Das hat mich ebenso überrascht, ich war schon kurz davor, in einem passenden Thread die Frage zu stellen, ob man nach der Realisierung von Turmstr. II denn überhaupt noch gedenkt, Spandau an das übrige Netz (wieder)anzuschließen, schließlich konnte man bisher nur von einer Verlängerung Richtung TXL/Urban Tech Republic lesen, aber nichts, was auf Spandau hindeuten würde.

Als Spandauer finde ich diese Info besonders relevant und erfreulich, schließlich kenne ich die Situation vor Ort (insbesondere am Nadelöhr Rathaus) und bin mir dessen bewusst, dass man ausschließlich mit Bussen keine Lösung hinbekommen wird.

Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich zu dem Zeitpunkt noch in Spandau leben werde oder nach dem Abschluss des Studiums (vorraussichtlich in 3 Jahren) womöglich doch nicht aus beruflichen Gründen in einen anderen Teil der Bundesrepublik umziehen werde, für die übrigen Spandauer wird es nichtsdestotrotz ein Segen sein.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.05.2018 00:14 von J. aus Hakenfelde.
Zitat
Salzufler


Quelle: CNB, Center Nahverkehr Berlin

War das eine Präsentation irgendwo, oder wo könnte man den Planungsstand einsehen? Auf der CNB Webseite konnte ich nichts finden.
Zitat
neuer
Zitat
Salzufler


Quelle: CNB, Center Nahverkehr Berlin

War das eine Präsentation irgendwo, oder wo könnte man den Planungsstand einsehen? Auf der CNB Webseite konnte ich nichts finden.

Vermutlich leaking? :)

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Es gab eine Präsentation, eine bekannte Person hat ein Foto des Plakates gemacht und mir gezeigt.

Wird wohl sehr bald auch auf den anderen Kanälen zu sehen sein.
Das sind ja erstmal sehr ambitionierte Pläne, die allesamt durchweg zu begrüßen sind. Viele Metrobuslinien im ehemaligen Westteil der Stadt würden damit wieder zu Tram-Korridoren, zu nennen wären da M37, M11, M41, M49, M48, M85 und M27. Das wäre ein gewaltiger Schritt hin zu mehrt umweltfreundlichen, fossilfreien und emmisonslosem Nahverkehr, auch wenn ich mir diese Entwicklung bereits vor 10, 15 Jahren gewünscht hätte. Damals war das Bewussetsein bzgl. Klimawandel und verpessteter Stadtluft wohl aber noch nicht so existent wie heute.

Zu Spandau kann auch ich nur sagen: Es wird Zeit. Der Busverkehr ist absolut am Limit und die Einwohnerzahlen dürften die nächsten Jahre nochmal deutlich steigen, was den Bedarf nach der Tram nur noch größer werden lässt. Der Schritt, die Anbindung über Jungfernheide und die alte Siemensbahntrasse als erste zu realisieren, leuchtet ein, wenn man sieht, was an Wohnbebauung in der Wasserstadt und näherer Umgebung geplant ist. Die Tram ist hier das perfekte Verkehrsmittel.

Spannend finde ich dann noch die Idee einer Tram in der Kantstraße. Als jemand, der lange an der Neuen Kanstraße gewohnt hat, konnte ich täglich beobachten, wie die Busse dem Aufkommen längst nicht mehr standhalten. Der nächste Schritt zur Tram ist da zwar logisch, wird aber nicht ohne eine radikale Neuverteilung des Straßenraums gehen. Zwei Fahrspuren pro Richtung plus eine Parkspur auf fast gesamter Länge der Kantstraße kann es mit einer Tram in Mittellage nicht mehr geben. Einen Radweg gibt es dort sogar gar nicht, von daher tippe bzw. hoffe ich darauf, dass die Tram a) dort eine eigene Trasse bekommt (und zwar auf ganzer Länge), es b) einen ausreichend breiten Radweg geben wird und dies alles zur Folge haben wird, dass ein Großteil der Parkplätze wegfallen und dem MIV zukünftig nur noch eine Spur pro Richtung zur Verfügung stehen wird.

Auch interessant ist die Anbindung des Ostbahnhofs von Wahrschauer Straße aus. Angesichts der irren Bautätigkeit im gesamten Mediaspree-Areal und dem relativ geringen Aufwand einer Solchen Verbindung halte ich das für sehr sinnvoll.
80 km bis 2035, also innerhalb von 17 Jahren. 4,7 km im Jahr. Das ist sportlich und ambitioniert und im Falle eines relativ wahrscheinlichen Regierungswechsels innerhalb dieser Zeit auch unrealistisch, sofern der westberliner Autofahrer dann nicht vielleicht doch merkt, dass es alles nicht so schlimm ist. Aber wenigstens hat man sich mal dann ein Ziel gesetzt.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
80 km bis 2035, also innerhalb von 17 Jahren. 4,7 km im Jahr.

Find ich gut. Ist aber ähnlich realistisch wie der 200-km-Plan für die Berliner U-Bahn.

so long

Mario
Die Informationen wurden von CNB als vorläufiger Planungsstand des "ÖPNV-Bedarfsplans" im Rahmen des Forum Nahverkehr zum neuen Nahverkehrsplan 2019-2023 (nicht StEP) am 24.4.2018 vorgestellt. Änderungen können sich noch ergeben, hinsichtlich der Straßenbahn in Spandau wurde angemerkt, dass die bei den in der Karte dargestellten Trassen Richtung Falkenhagener Feld und Heerstraße Nord auch auf der Planungsebene noch keine endgültige Systementscheidung hinsichtlich Straßenbahn oder U-Bahn gefallen ist.
Naja, das mit Heerstr. Süd und Falkenhagener Feld hat ja auch noch etwas Zeit. Dringlicher erscheint mir da eine Entscheidung hinsichtlich der Siemensbahn.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Naja, das mit Heerstr. Süd und Falkenhagener Feld hat ja auch noch etwas Zeit. Dringlicher erscheint mir da eine Entscheidung hinsichtlich der Siemensbahn.

Die im Plan dargestellte und im Termin erläuterte Trassenführung im Bereich Siemensstadt/Gartenfeld ist unabhängig von der Siemensbahn.
@hansaplatz

Nicht nur in Spandau wird es Zeit: Ob auf der Kantstrasse, der Sonnenallee oder dem Steglitzer Hindenburgdamm gibt es trotz dichtem Takt immer wieder komplett überfüllte Buskolonnen. Allein: Die Botschaft höre ich wohl, doch fehlt mir in BERlin der Glaube.

Noch eine Anmerkung zu M11: Die oben genannten Strecken suggerieren hier eher eine Kombination von M11 (Ost) und X 83 (West) - was wohl daran liegt, dass Teile der Streckenführung von M11 nicht sehr straßenbahntauglich sind. Das kann man so machen, birgt aber m. E. auch einige Fragezeichen in sich:

-Parallelverkehr X11 zur Straßenbahn - der Bus wird aber als Flughafenzubringer benötigt.
-Kappung der Direktverbindung zwischen Steglitz und Lichtenrade.
-Die X83-Relation zwischen Nahmitzer Damm und Lankwitz Kirche ist eine "Durststrecke", die als solche wenig Potential für eine Straßenbahn hat.
-Ich halte (trotz der Abneigung einer 110% Tram-Fanatiker) eine U9-Verlängerung von Rathaus Steglitz bis Lankwitz nach wie vor erwägenswert. Für dieses von zahlreichen Buslinien bediente Verkehrsaufkommen reicht auch eine Straßenbahnlinie nicht.

Ceterum censeo U5 esse aedificandam
Zitat
Deutsche_Oper
(...)
Noch eine Anmerkung zu M11: Die oben genannten Strecken suggerieren hier eher eine Kombination von M11 (Ost) und X 83 (West) - was wohl daran liegt, dass Teile der Streckenführung von M11 nicht sehr straßenbahntauglich sind. Das kann man so machen, birgt aber m. E. auch einige Fragezeichen in sich:

-Parallelverkehr X11 zur Straßenbahn - der Bus wird aber als Flughafenzubringer benötigt.
-Kappung der Direktverbindung zwischen Steglitz und Lichtenrade.
-Die X83-Relation zwischen Nahmitzer Damm und Lankwitz Kirche ist eine "Durststrecke", die als solche wenig Potential für eine Straßenbahn hat.
-Ich halte (trotz der Abneigung einer 110% Tram-Fanatiker) eine U9-Verlängerung von Rathaus Steglitz bis Lankwitz nach wie vor erwägenswert. Für dieses von zahlreichen Buslinien bediente Verkehrsaufkommen reicht auch eine Straßenbahnlinie nicht.

1. Vom Fahrgastaufkommen her ist der "X 83 West" mit Sicherheit straßenbahnwürdiger als der Westabschnitt des M 11. Dazu wäre der straßenbündige Streckenanteil zwischen Marienfelde und Lichterfelde vsl. sehr groß.

2. Eine evtl. abschnittsweise "Verstraßenbahnung" der Linien X 11 / M 11 / X 83 liegt sehr weit in der Zukunft. Heute über Linienführungen zu diskutieren, die wohl noch mindestens 20 Jahre entfernt sind, scheint mir sehr verfrüht.

3. Die Malteser Straße (also der Abschnitt des X 83 zwischen Marienfelde und Lankwitz) ist deutlich straßenbahnwürdig. Aus eigener Erfahrung bedauere ich die nicht wenigen Leute, die dort täglich mit diesem Bus fahren - auch und gerade die Personale.

4. Das zu erwartende Fahrgastaufkommen im Abschnitt vom Rathaus Steglitz bis Lankwitz würde mit ziemlicher Sicherheit eine Verlängerung der U-Bahnlinie 9 rechtfertigen. Warum die "Tunnelfreund/inn/e/n" alle möglichen Strecken vorschlagen (z.B. die U 7 zum BER), aber ausgerechnet diese nicht, habe ich noch nie verstanden. Auch das "Problem Teltowkanal" wäre nach meiner Überzeugung lösbar.

Klar: Unsereiner würde natürlich am liebsten "alles verstraßenbahnen" (also M 82, 282, X 83 und den "Innenabschnitt" der Linie 181).

Noch einen schönen Tag wünscht Euch
Marienfelde
Naja, ich bin mal gespannt, ob es ein Gesamtkonzept gibt, wo auch U-Bahnlinien vorkommen. Für das Geld, das die 120km Gesamtstrecke (alle genannten Strecken, auch die für nach 2035) kosten, würde man jedenfalls lediglich die U3 oder die U11 bekommen, nicht beides. Nur um den Größenwahn dieses Projekt zu bewerten.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Salzufler

Prenzlauer Promenade/Am Steinberg-S PankowHeinersdorf

Würde man in Pankow-Heinersdorf die Strecke mit der bisherigen Straßenbahnstrecke verbinden wollen? Stelle ich mir irgendwie etwas kompliziert vor.

Ansonsten sind viele schöne Sachen dabei. Da kann man nur hoffen, dass der aktuelle Senat lange weiter machen darf.
Zitat
Marienfelde

4. Das zu erwartende Fahrgastaufkommen im Abschnitt vom Rathaus Steglitz bis Lankwitz würde mit ziemlicher Sicherheit eine Verlängerung der U-Bahnlinie 9 rechtfertigen. Warum die "Tunnelfreund/inn/e/n" alle möglichen Strecken vorschlagen (z.B. die U 7 zum BER), aber ausgerechnet diese nicht, habe ich noch nie verstanden. Auch das "Problem Teltowkanal" wäre nach meiner Überzeugung lösbar.

Noch einen schönen Tag wünscht Euch
Marienfelde

Sicher wäre diese Strecke eher U-Bahn- als Straßenbahnwürdig. Aber das Problem Teltowkanal darf man nicht unterschätzen: der wurde größtenteils im Tal der Bäke angelegt und den wassereichen Boden dieses Tales mit einem Tunnel zu durchqueren, dürfte neben einer technischen Herausforderung auch langwierige Bauarbeiten erfordern. In dieser Zeit könnte eine Straßenbahn mit hoher Beförderungskapazität und entsprechenen Vorrangschaltungen durchaus bereits segensreich wirken!

Beste Grüße
Harald Tschirner
Wollte man die U9 nach Lankwitz nicht oberirdisch bauen?

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