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Senat will U6, U7 und U8 verlängern.
geschrieben von Lehrter Bahnhof 
Zitat
B-V 3313
Pustekuchen, beim Bau des MVs gab es massive Probleme mit dem sumpfigen Untergrund.

Man sieht es an den Bauten, keine Keller, teilweise kein Erdgeschoss. Die Probleme beim Bau hat mir mal eine Kollegin aus dem MV geschildert, die sich sehr mit der Geschichte des MV beschäftigt hat.

Dazu eine Ansage eines - inzwischen leider verstorbenen - BVG-Mitarbeiters (erst U-Bahn-Fahrer, dann Stellwerker), der meinte, wenn dort die U-Bahn gebaut würde, wäre die Standsicherheit etlicher Häuser gefährdet.

Von dem abgesehen würde ich die U8-Verlängerung begrüssen, aber nicht um jeden Preis.

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Ein Hoch auf die Meinungsfreiheit

Viele Grüße aus Wedding
Zitat
der weiße bim
Zitat
Nemo
Hat irgendwer überhaupt schonmal U-Bahnen alleine finanziert?

Ja.
Die 1902 eröffnete Stammstrecke der Hoch- und Untergrundbahngesellschaft war durch die Deutsche Bank finanziert und durch Siemens & Halske gebaut und ausgerüstet, das Anlagekapital warf auch den prognostizierten Gewinn ab.
(...)

Wegen der Beurteilung des Berliner Bahnprojekts wandte sich die Deutsche Bank an Gustav Kemmann.

"Gustav Kemmann fiel damit die Aufgabe zu, eine Verkehrsprognose für das neue Bahnprojekt zu erstellen, was damals absolutes Neuland bedeutete. Durch Verkehrsbeobachtung, systematische Untersuchung der bestehenden Verkehrsströme und detaillierte Berechnungen hat Kemmann zunächst den Übergangsverkehr von den vorhandenen Verkehrsmitteln ermittelt, wobei ihn seine Frau tatkräftig unterstützte, indem sie immer wieder mit der Straßenbahn die in Frage kommenden Linien abfuhr und an den Haltestellen die ein- und aussteigenden Fahrgäste zählte.

Weiterhin errechnete Kemmann den von der Bevölkerungszahl her möglichen Neuverkehr. Auf manuelle Weise und durch Intuition - oder mit einem ausgesprochenen Fingerspitzengefühl für den städtischen Verkehr, wie Zeitgenossen rühmten - hat er damit sozusagen aus dem Nichts das vorweggenommen, was die Verkehrsplaner heute mit computergestützten Modellrechnungen in aufwendigen Rechenverfahren ermitteln." (Peter C. Lenke: So wurde Berlin erste U-Bahn-Stadt Deutschlands. Zum hundertjährigen Bestehen der Berliner U-Bahn und zum Gedenken an den Berliner Verkehrspionier Gustav Kemmann. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins. 98. Jahrgang, Heft 2 (April 2002).

Hier noch ein Link für "interessierte Kreise": [www.diegeschichteberlins.de]

Noch einen schönen Abend wünscht Euch
Marienfelde
Die Berliner Naturfreunde bekennen Farbe: „Wer auf ein U-Bahn-Konzept in Berlin setzt, möchte den schnellen Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs verhindern." (Uwe Hiksch, stellvertretender Landesvorsitzender)

"Es war zu erwarten, dass sich die Teile der Berliner Regierungskoalition, die sich nicht mit den fortschrittlichen verkehrspolitischen Forderungen im Koalitionsvertrag abgefunden hatten, wieder zu Wort melden. Ohne auf die unrealistischen Kosten zu schauen und ohne die Vorteile einer Straßenbahnstrategie für Berlin zu sehen, versuchen sie (im Original fälschlich sich, der Setzer) die „autogerechte Stadt“ in Berlin durch die Forcierung weiterer U-Bahn-Strecken zu erhalten."

Hier noch ein Link zu den Naturfreunden: [www.naturfreunde-berlin.de]

Dazu passend: Berg frei,
Marienfelde
Vielleicht sollte man den Berlinern beide Konzepte (Straßenbahn und U-Bahn) einfach mal mit allen für das jeweilige System bestehenden Vor- und Nachteilen vorstellen und sich eine Meinung einholen, was die Berliner eigentlich wollen, ähnlich wie man es in anderen Städten macht, wenn es um Streckenführungen geht.
Das fände ich eine sehr reizvolle Idee. Dazu nimmt man einen Betrag X, sagen wir 200 Mio EUR, und dann wird auf einer Berlinkarte (der Mensch ist ein visuelles Wesen) gezeigt, was man damit bauen kann:

U-Bahn (100 Mio / km)
Wittenau - Senftenberger Ring

alternativ

Straßenbahn (10 Mio / km)
Rosenthal Nord - Wittenau (mit Abzw Senftenberger Ring)
Hbf - Jungfernheide, mit Abzw Eckernförder Platz
Adlershof II
Ostkreuz
Warschauer Str - Hermannplatz
Anbindung S-Bf Mahlsdorf
und evtl noch 1-2 Projekte ...

Wer setzt so eine Karte mal in die Tat um? Ich habe dafür leider kein Talent ... :-(

Edit: ich habe nicht nachgeguckt, wie viele km das so sind. Also bitte nicht auf die Goldwaage legen ...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.05.2018 23:01 von Latschenkiefer.
Zitat
Railroader
Vielleicht sollte man den Berlinern beide Konzepte (Straßenbahn und U-Bahn) einfach mal mit allen für das jeweilige System bestehenden Vor- und Nachteilen vorstellen und sich eine Meinung einholen, was die Berliner eigentlich wollen, ähnlich wie man es in anderen Städten macht, wenn es um Streckenführungen geht.

Straßen- und U-Bahnen sind aber keine verschiedenen Konzepte oder Systeme, sondern Teil ein und desselben Nahverkehrssystems.

Und nochmal: es geht bei allen aktuell diskutierten Ansätze für U-Bahn-Verlängerungen nicht um wesentliche Änderungen des Systems, sondern um Änderungen, die allesamt nur punktuelle Auswirkungen auf das Gesamtsystem haben.

<edit>

Und was willst Du eigentlich fragen ohne manipulativ zu sein? Soll es in den Korridoren A, B, C, D, E, F, G, H und I eine Straßenbahn geben, oder im Korridor A eine U-Bahn und in den anderen Korridoren gar nichts? Klar, von wem Du welche Antwort kriegst.

Unabhängig von meiner Meinung zur Sache: ich wüsste wirklich nicht, wie man das neutral fragen könnte.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.05.2018 23:38 von Global Fisch.
So in etwa, aber natürlich mit allen Vor- und Nachteilen, nicht nur mit dem Kostenargument.
Zitat
Global Fisch

Straßen- und U-Bahnen sind aber keine verschiedenen Konzepte oder Systeme, sondern Teil ein und desselben Nahverkehrssystems.

Stimmt, hast du recht. Jetzt habe ich mich selbst zu diesem Schubladendenken hinreißen lassen.
Zitat
RailRoader
So in etwa, aber natürlich mit allen Vor- und Nachteilen, nicht nur mit dem Kostenargument.

Von mir aus. Wobei Vor- und Nachteile natürlich sehr subjektiv sind.

"Die U-Bahn fährt witterungsunabhängig" vs. "Ich sehe in der U-Bahn nicht mal, wie das Wetter ist"
Zitat
Latschenkiefer
Das fände ich eine sehr reizvolle Idee. Dazu nimmt man einen Betrag X, sagen wir 200 Mio EUR, und dann wird auf einer Berlinkarte (der Mensch ist ein visuelles Wesen) gezeigt, was man damit bauen kann:
...

Und alternativ die Beschaffung von 500 Euro-6-Gelenkbussen und Schaffung von 200 km neuen Buslinien mit dichtem Takt.

Das lässt sich nicht miteinander vergleichen.

so long

Mario
Zitat
Latschenkiefer
Das fände ich eine sehr reizvolle Idee. Dazu nimmt man einen Betrag X, sagen wir 200 Mio EUR, und dann wird auf einer Berlinkarte (der Mensch ist ein visuelles Wesen) gezeigt, was man damit bauen kann:
...

Wenn die Stadt mal ein ordentliches jährliches Budget auf die Beine stellt, das alleine dem Ausbau des Nahverkehrs zugeteilt ist, könnte man vordringlichen Bedarf auch ohne solche Überlegungen in die Tat umsetzen.
Zitat
Global Fisch

Und was willst Du eigentlich fragen ohne manipulativ zu sein? Soll es in den Korridoren A, B, C, D, E, F, G, H und I eine Straßenbahn geben, oder im Korridor A eine U-Bahn und in den anderen Korridoren gar nichts? Klar, von wem Du welche Antwort kriegst.

Man könnte grundsätzliche Fragen stellen, die wie hier auch diskutieren: Kosten, Fahrzeiten, Lärm, etc. Die Frage, ob eine Mehrheit lieber eine Haltestelle der Straßenbahn vor der Tür hätte oder auch für eine etwas schnellere Verbindung mit einer U-Bahn eine gewisse Distanz zu Fuß zum Bahnhof zurücklegen würde, könnte man hier z.B. stellen. Es wäre ja nichts anderes als die Diskussion, die wir hier im kleinen Kreis führen.
Zitat
Railroader
Zitat
Global Fisch

Und was willst Du eigentlich fragen ohne manipulativ zu sein? Soll es in den Korridoren A, B, C, D, E, F, G, H und I eine Straßenbahn geben, oder im Korridor A eine U-Bahn und in den anderen Korridoren gar nichts? Klar, von wem Du welche Antwort kriegst.

Die Frage, ob eine Mehrheit lieber eine Haltestelle der Straßenbahn vor der Tür hätte oder auch für eine etwas schnellere Verbindung mit einer U-Bahn eine gewisse Distanz zu Fuß zum Bahnhof zurücklegen würde, könnte man hier z.B. stellen. Es wäre ja nichts anderes als die Diskussion, die wir hier im kleinen Kreis führen.

Nochmal: die Frage, die Du stellst, beträfe nur den Korridor A. Für die Korridore B, C, D, E, F, G, H, I würde die Frage lauten: "wollt Ihr eine neue Straßenbahnstrecke haben oder wollt Ihr die bestehenden Buslinien so lassen, wie sie sind, damit anderswo (nach A) eine U-Bahn gebaut werden kann?"



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.05.2018 00:01 von Global Fisch.
Zitat
Latschenkiefer

Von mir aus. Wobei Vor- und Nachteile natürlich sehr subjektiv sind.

Die meisten finde ich gar nicht so subjektiv. In den meisten Punkten sind wir uns ja auch hier im Forum einig, strittig ist ja eher die Frage, auf was man zu verzichten bereit ist bzw. was man in Kauf nimmt. Und da wäre es eben interessant zu sehen, was die Mehrheit der Berliner davon hält. Dass eine Straßenbahn deutlich günstiger ist, ich nicht so lange zur Haltestelle laufen muss etc ist ja völlig unstrittig, ebenso, dass eine U-Bahn in der Regel für die Distanz von A nach B weniger Zeit benötigt und weniger Lautstärke vor dem heimischen Fenster veruracht als eine Straßenbahn.

Aber der User Global Fisch hat schon recht: Es ist ein System. Man kann auch ein U-Bahnprojekt der 3 verwirklichen und dennoch die Straßenbahn ausbauen. Es muss doch nicht immer ein Entweder/Oder sein.
Zitat
Global Fisch

Nochmal: die Frage, die Du stellst, beträfe nur den Korridor A. Für die Korridore B, C, D, E, F, G, H, I würde die Frage lauten: "wollt Ihr eine neue Straßenbahnstrecke haben oder wollt Ihr die bestehenden Buslinien so lassen, wie sie sind, damit anderswo (nach A) eine U-Bahn gebaut werden kann?"

Wenn du diese Frage so stellen würdest, was denkst du, was für eine Antwort von den Leuten käme, die in den Korridoren B-I leben? So eindeutig wäre die gar nicht. Wenn ich ans Ostkreuz denke, und ich habe selbst mal in der Sonntagstraße gewohnt, würden die Leute schreien: "Baut die U-Bahn!" Die wollen die neue Straßenbahn gar nicht, weil sie darin ein zusätzliches Unfallrisiko, mehr Lärm, den Wegfall von ohnehin knappen Parkplätzen und eine zusätzliche Staugefahr sehen. Die laufen dann tatsächlich lieber zur bestehenden 21/M13, 240er Bus oder zur S-Bahn, als dass sie sich eine Haltestelle vor der Tür wünschen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.05.2018 00:36 von Railroader.
Zitat
Railroader
Zitat
Global Fisch

Nochmal: die Frage, die Du stellst, beträfe nur den Korridor A. Für die Korridore B, C, D, E, F, G, H, I würde die Frage lauten: "wollt Ihr eine neue Straßenbahnstrecke haben oder wollt Ihr die bestehenden Buslinien so lassen, wie sie sind, damit anderswo (nach A) eine U-Bahn gebaut werden kann?"

Es ist möglich, ganz grundsätzliche Fragen zu stellen, was sehr viele Unternehmen zum Konsumverhalten auch bereits tun. Es muss gar nicht konkrete Projekte betreffen. Vordergründig muss das Ziel sein, den Nutzen zu erkunden und ich denke, dass man das eher schafft, in dem man die Berliner fragt, als dass die Regierung etwas fernab dem Wunsch der Bürger entscheidet. Dass immer wer das Nachsehen hat ist auch klar, allen kann man es nicht rechtmachen.

Und nochmal: ich wüsste nicht, wie das gehen könnte, so dass man ein auch halbwegs objektives Bild ohne große Verzerrungen bekäme.

Wenn man davon ausgeht: U-Bahn ist besser als Straßenbahn, Straßenbahn ist besser als Bus, die Mehrheit der Bürger will einen besseren ÖPNV, würden die Leute aus A für U-Bahn stimmen, die aus B-I dagegen dagegen. Keine Chance für die U-Bahn.

Kann natürlich sein, dass die U-Bahn in A aber herausragend wichtig wäre, Netzergänzung, Betriebskosten senkend, einen anderen Ast aufwertend.. Beispielsweise würde die U-Bahn ins MV den derzeit sehr schwachen Nordast der U8 aufwerten, deswegen hielte ich das auch für sinnvoll. Aber warum sollten Leute aus Rudow (die ihre Straßenbahn wollen, mal angenommen) für die U8 und damit gegen ihre Straßenbahn stimmen?



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.05.2018 00:30 von Global Fisch.
Zitat
Global Fisch
Zitat
Railroader
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Global Fisch

Nochmal: die Frage, die Du stellst, beträfe nur den Korridor A. Für die Korridore B, C, D, E, F, G, H, I würde die Frage lauten: "wollt Ihr eine neue Straßenbahnstrecke haben oder wollt Ihr die bestehenden Buslinien so lassen, wie sie sind, damit anderswo (nach A) eine U-Bahn gebaut werden kann?"

Es ist möglich, ganz grundsätzliche Fragen zu stellen, was sehr viele Unternehmen zum Konsumverhalten auch bereits tun. Es muss gar nicht konkrete Projekte betreffen. Vordergründig muss das Ziel sein, den Nutzen zu erkunden und ich denke, dass man das eher schafft, in dem man die Berliner fragt, als dass die Regierung etwas fernab dem Wunsch der Bürger entscheidet. Dass immer wer das Nachsehen hat ist auch klar, allen kann man es nicht rechtmachen.

Und nochmal: ich wüsste nicht, wie das gehen könnte, so dass man ein auch halbwegs objektives Bild ohne große Verzerrungen bekäme.

Wenn man davon ausgeht: U-Bahn ist besser als Straßenbahn, Straßenbahn ist besser als Bus, die Mehrheit der Bürger will einen besseren ÖPNV, würden die Leute aus A für U-Bahn stimmen, die aus B-I dagegen dagegen. Keine Chance für die U-Bahn.

Ich gehe auch davon aus, dass die U-Bahn locker gewinnen würde. Eine subjektives Gefühl der Sicherheit der Verbundenheit eines Ortes geht am Besten mit der U-Bahn.

Wer wartet mit weniger Sorgen um verpasste Verbindungen. Der Spindlersfelder Fahrgast oder der Rathaus Schöneberg Fahrgast?

IsarSteve



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.05.2018 00:41 von IsarSteve.
Zitat
IsarSteve

Ich gehe auch davon aus, dass die U-Bahn locker gewinnen würde. Eine subjektives Gefühl der Sicherheit der Verbundenheit eines Ortes geht am Besten mit der U-Bahn.

Wer wartet mit weniger Sorgen um verpasste Verbindungen. Der Spindlersfelder Fahrgast oder der Rathaus Schöneberg Fahrgast?

Welche Verbundenheit hat der Rudower oder Spindlersfelder mit der U8 zum Märkischen Viertel?



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.05.2018 00:47 von Global Fisch.
Zitat
Global Fisch
Zitat
IsarSteve

Ich gehe auch davon aus, dass die U-Bahn locker gewinnen würde. Eine subjektives Gefühl der Sicherheit der Verbundenheit eines Ortes geht am Besten mit der U-Bahn.

Wer wartet mit weniger Sorgen um verpasste Verbindungen. Der Spindlersfelder Fahrgast oder der Rathaus Schöneberg Fahrgast?

Welche Verbundenheit hat der Rudower oder Spindlersfelder mit der U8 zum Märkischen Viertel?

Na ja, du bist der 'Global' Fisch, du solltest wissen.. oder ist nicht drin was draussen steht?

IsarSteve
Zitat
Global Fisch

Welche Verbundenheit hat der Rudower oder Spindlersfelder mit der U8 zum Märkischen Viertel?

Warum muss es eine Verbundenheit geben? Es gibt auch Menschen, die eine Sache neutral bewerten. Ich habe auch keine Verbundenheit zum Tempelhofer Feld oder zum Flughafen Tegel, dennoch habe ich abgestimmt. Es kann doch aber nur sinnvoller sein, die Bürger zu befragen, als wenn irgendwelche Verbände oder die Regierung Maßnahmen beschließen, die am Bürger vorbeigehen.

Zudem bewegt sich doch ein Fahrgast, der jeden Tag zur Arbeit fährt, nicht nur in seinem wohnortnahem Sektor. Hier wird immer wieder angesprochen, dass die Kurzstreckenkunden doch die Zielgruppe sind. Ich sehe das nicht so. Die Zielgruppe müssen die Pendler sein, die immer noch mit dem PKW durch die halbe Stadt zur und von der Arbeit fahren. Es muss Argumente geben, damit die ihr Auto stehen lassen und auch morgens um 6 den ÖPNV nutzen, um schnell in die Stadt zu kommen. Denen brauchst du mit Feinerschließung nicht zu kommen, die wollen schnell ans Ziel und auch zum Feierabend wollen die wieder schnell nach Hause und nicht erst über Paris, Rom, Erkner fahren. Und wenn es eben Ballungsgebiete in der Stadt gibt, in denen das auf eine erhebliche Anzahl potenzieller Fahrgäste zutrifft, hat das auch aus meiner Sicht Vorrang. Dass andere da benachteiligt werden, ist mir durauchs bewusst. Ich setze aber diese Priorität so. Das ist rein subjektiv.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.05.2018 01:49 von Railroader.
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