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U-Bahn: Abweichung vom Fahrplan & Minderleistungen ab Mai 2018
geschrieben von PassusDuriusculus 
Zitat
Flexist
Manchmal mach ich mir Gedanken, ob unsere BVG-Mitarbeiter noch wissen, wie ihre Züge und Busse von unten aussehen. :/
Ich ehrlich gesagt hoffe das die Antwort sowas heißt wie, Ja unzwar sehr genau und es ist noch nicht so lange her.

Was bringt dich denn zu dieser Aussage?

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
der weiße bim
Zitat
schallundrausch
Verzeih mir die Unwissenheit - aber was ist ein 'stehender' Kurzschluss, und wie kündigt sich der an?

Ein Kurzschluss ist ganz simpel eine leitende Verbindung zwischen Stromschiene und der als Rückleitung dienenden Fahrschiene (bzw. mit dieser verbundenen leitfähigen Teile wie Wagenkasten, Drehgestellen u.s.w.).
Diese Kurzschlüsse sind meist vorübergehender Natur, etwa wenn ein Draht oder Metallfolie zwischen Stromabnehmer/Stromschiene und Wagenkasten, Tunnelstütze oder so gerät. Dann kommt ein Stromfluss von einigen Kiloampere zustande, der von der Kurzschlussüberwachung der Schnellschalter in den Gleichrichterwerken erkannt und in im Millisekundenbereich abgeschaltet wird. Etwa wie zuhause die Sicherung, wenn eine Glühlampe durchbrennt.
Der Fremdkörper verdampft dabei meist und die automatische Streckenprüfeinrichtung der speisenden Stelle wird nach 10 bis 20 Sekunden die Fahrspannung wieder einschalten. Der Fahrbetrieb wird davon nicht weiter gestört.
Bei einem stehenden Kurzschluss bleibt die leitende Verbindung weiter bestehen. Das kann durch einen Fahrzeugkurzschließer oder tragbaren Kurzschließer im Gefahrenfall bewusst herbeigeführt werden, oder ungewollt durch einen größeren Fremdkörper oder Fahrzeugschaden, auch defekte Kabel oder Isolatoren kommen (sehr selten) vor.
Dann schaltet das Gleichrichterwerk nicht wieder ein und die Ursache muss gesucht, gefunden und beseitigt werden. In den meisten Fällen liegt es an den Fahrzeugen, hier wird zuerst gesucht.

Die Ankündigung eines solchen Fahrzeugschadens sind Kurzschlussauslösungen in Folge, die sich entlang einer Linie bewegen. Da ist die Ursache relativ leicht zu ermitteln.

Danke für diese sehr ausführliche und verständliche Darstellung!
Zitat
drstar
Ach, gibt es die AWE (Automatische Wiedereinschaltung) bei der Stromversorgung der U-Bahn auch? Kenne ich sonst nur von Freileitungen. Der Vergleich mit der Sicherung ist da dann nicht ganz passend, denn wenn die auslöst, bleibt der Stromkreis unterbrochen, bis man die Sicherung gewechselt bzw. den Sicherungsautomaten wieder selbst eingeschaltet hat.

Der weiße Bim schrieb doch:

Zitat

Der Fremdkörper verdampft dabei meist und die automatische Streckenprüfeinrichtung der speisenden Stelle wird nach 10 bis 20 Sekunden die Fahrspannung wieder einschalten. Der Fahrbetrieb wird davon nicht weiter gestört.

Dazu schickt das Unterwerk einen Prüfstrom in den Speiseabschnitt. Der Vergleich mit der Sicherung ist in der Tat etwas unglücklich, denn bei der BVG versucht ja die Technik, sich nach einer Zeit wieder einzuschalten.

Bei dem Zug vor Kaiserdamm versagte aber die automatische Wiedereinschaltung, so daß der Schadzug nach Hochbinden des Stromabnehmerkabel nicht wieder mit Fahrspannung versorgt werden konnte und mit ener Diesellok abgeschleppt werden mußte.
Zitat
Bd2001
Dazu schickt das Unterwerk einen Prüfstrom in den Speiseabschnitt. Der Vergleich mit der Sicherung ist in der Tat etwas unglücklich, denn bei der BVG versucht ja die Technik, sich nach einer Zeit wieder einzuschalten.

Bei dem Zug vor Kaiserdamm versagte aber die automatische Wiedereinschaltung, so daß der Schadzug nach Hochbinden des Stromabnehmerkabel nicht wieder mit Fahrspannung versorgt werden konnte und mit ener Diesellok abgeschleppt werden mußte.

Genauer gesagt, wird kein Prüfstrom erzeugt, sondern die Fahrspannung über einen definierten Prüfwiderstand eingeschaltet. Wenn dabei kein Stromfluss zustande kommt, ist der Abschnitt kurzschlussfrei und wird selbsttätig wieder eingeschaltet. Fließt beim Prüfvorgang zuviel Strom, muss der diensthabende Mitarbeiter der Netzleitstelle tätig werden und über die Betriebsleitstelle U-Bahn die Fehlersuche starten.

In der Regel können U-Bahnzüge nach dem fernbedienten Ablegen der Stromabnehmer des defekten Zugteils, im Kleinprofil nach Trennen der elektrischen Kupplung, die Strecke mit der Kraft des intakten Zugteils räumen, sobald ein zweiter Fahrberechtigter vor Ort eingetroffen und die Druckluftbremse funktionstüchtig ist. Dass sogar die Hilfe einer Lok erforderlich wird, ist schon außergewöhnlich. Das verkompliziert die Sachlage deutlich, denn speziell abends oder am Wochenende wird man nur schwer einen Arbeitszugfahrer auftreiben können. Und mit der Lok muss man erst mal zum gestörten Zug auf die blockierte Strecke gelangen.

so long

Mario
Zitat
B-V 3313
Zitat
Flexist
Manchmal mach ich mir Gedanken, ob unsere BVG-Mitarbeiter noch wissen, wie ihre Züge und Busse von unten aussehen. :/
Ich ehrlich gesagt hoffe das die Antwort sowas heißt wie, Ja unzwar sehr genau und es ist noch nicht so lange her.

Was bringt dich denn zu dieser Aussage?

Ich höre Sachen von der BVG bzw. BT-Fahrern über die denkt man glaub ich nur nach, wenn man wirklich a) selber dort arbeitet oder b) gesagt bekommt. Sei es Engpässe
an Fahrzeugen die teilweise schon Defekte haben, obwohl sie im Fahrgastverkehr unterwegs sind oder der Personalmangel. Manche F74E/76E hören sich in letzter Zeit nicht sehr gesund an. Die Ik auf der U5 sind im Dauereinsatz, außer 1030 der scheint das Ik-Sorgenkind zu sein.

Als ich damals noch die Möglichkeit hatte bei der BVG ne Stelle zu bekommen als Fahrer riet man mir wegen schlechter Bezahlung ab. Wer einen Traumjob hat, der ignoriert sowas, aber das Leben ist nun mal nicht großzügig. Das liegt jetzt bereits 8 Jahre zurück.
Welche Probleme hat der IK-Zug 1030?
Seit dem späten Nachmittag verkehrt auf einem Kurs der U1 ein Hk.
Wegen technischer Störung (rotes Signal) steht die U9 nordwärts Abf. 10:10 Spichernstr. für ca. 5-10 Minuten
U8 ist zwischen Bernauer Str. und Jannowitzbrücke unterbrochen. Grund dafür (laut "Berliner Fenster") ist ein Notarzteinsatz.
Zitat
Bd2001
Seit dem späten Nachmittag verkehrt auf einem Kurs der U1 ein Hk.

Heute auch wieder.

so long

Mario
Zitat
Flexist
U8 ist zwischen Bernauer Str. und Jannowitzbrücke unterbrochen. Grund dafür (laut "Berliner Fenster") ist ein Notarzteinsatz.

Das "Berliner Fenster" hatte Recht. So sinnvoll die Information per "Berliner Fenster" ist, aber hier wurde noch die Unterbrechung angezeigt als es auf der U8 wieder rollte.
Eine Zeichen der Zeit?

Das zweite Mal innerhalb eines Monats, habe ich heute einen Zug gesehen, der am Nauener Platz wendet. Ich bin seit 1983 in Berlin, mehr oder weniger, aber ich kann mich nicht erinnern, jemals sowas gesehen zu haben. [www.flickr.com]

IsarSteve
Zitat
IsarSteve
Eine Zeichen der Zeit?

Das zweite Mal innerhalb eines Monats, habe ich heute einen Zug gesehen, der am Nauener Platz wendet. Ich bin seit 1983 in Berlin, mehr oder weniger, aber ich kann mich nicht erinnern, jemals sowas gesehen zu haben. [www.flickr.com]

Das hängt mit dem Problem an den Weichen nördlich von Osloer Str. zusammen. Dort kann derzeit nur über ein Gleis gekehrt werden, statt wie üblich über 2 Gleise. Da kommt es nun vor, dass schnell Verspätungen auftreten, die an den Nachfolgezug weitergegeben werden. Damit diese erst gar nicht größer werden, werden Züge außerplanmäßig ab und an auf Nauener Platz oder Leopoldplatz gekehrt.

Die 2 Aussetzer nach Osloer Str. (unten, U8) setzen deshalb auch statt über Osloer Str. direkt aus. Der Zug wird also bereits auf Nauener Platz entleert statt auf Osloer Str.
Das Gleiche trifft auf die 3 Leopoldplatz-Aussetzer-Züge zu. Diese Züge werden schon auf Leopoldplatz entleert.

Entsprechend werden die Ausfälle in die Statistik eingetragen.

Das Ganze Problem besteht seit dem Winter (ich glaube seit Januar in etwa). Im Juli sind Arbeiten an den Weichen auf Osloer Str. vorgesehen. Hoffentlich kann danach wieder normal über beide Gleise gekehrt werden...

LG

Im Untergrund liegen Tunnel ;-)
Es ist nicht ungewöhnlich, dass solche Probleme mit den Weichen vorkommen. Der Bahnhof Osloer Straße ist ja schon über 40 Jahre alt.
Zitat
Henning
Es ist nicht ungewöhnlich, dass solche Probleme mit den Weichen vorkommen. Der Bahnhof Osloer Straße ist ja schon über 40 Jahre alt.

Henning, das ist Schwachsinn. Das Alter der Gleise dort hat nichts, aber auch absolut gar nichts mit dem Alter des Bauwerks zu tun!

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Du hast zwar nicht wirklich Unrecht, aber die Gleise sind nach über 40 Jahren in der Regel schon erneuerungsbedürftig.

Die Gleise am Bahnhof Leopoldplatz der U9 wurde zum Beispiel 2007 nach 46 Jahren komplett erneuert.
Zitat
Henning
Du hast zwar nicht wirklich Unrecht, aber die Gleise sind nach über 40 Jahren in der Regel schon erneuerungsbedürftig.

Die Gleise am Bahnhof Leopoldplatz der U9 wurde zum Beispiel 2007 nach 46 Jahren komplett erneuert.

Henning, die Gleise wurden schon mehrmals erneuert! Zwischen Leopoldplatz und Spichernstraße gab es bis Mitte der 80er Jahre zum Beispiel einen schotterlosen Oberbau ("feste Fahrbahn"). Also war alleine deine genannte Erneuerung mindestens die zweite seit der Eröffnung. Und was meinst du, was man in der dreimonatigen Vollsperrung 2007 nördlich vom Westhafen an der Osloer Straße gemacht hat?

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Untergrundratte
Zitat
IsarSteve
Eine Zeichen der Zeit?

Das zweite Mal innerhalb eines Monats, habe ich heute einen Zug gesehen, der am Nauener Platz wendet. Ich bin seit 1983 in Berlin, mehr oder weniger, aber ich kann mich nicht erinnern, jemals sowas gesehen zu haben. [www.flickr.com]

Das hängt mit dem Problem an den Weichen nördlich von Osloer Str. zusammen. Dort kann derzeit nur über ein Gleis gekehrt werden, statt wie üblich über 2 Gleise. Da kommt es nun vor, dass schnell Verspätungen auftreten, die an den Nachfolgezug weitergegeben werden. Damit diese erst gar nicht größer werden, werden Züge außerplanmäßig ab und an auf Nauener Platz oder Leopoldplatz gekehrt.

Die 2 Aussetzer nach Osloer Str. (unten, U8) setzen deshalb auch statt über Osloer Str. direkt aus. Der Zug wird also bereits auf Nauener Platz entleert statt auf Osloer Str.
Das Gleiche trifft auf die 3 Leopoldplatz-Aussetzer-Züge zu. Diese Züge werden schon auf Leopoldplatz entleert.

Entsprechend werden die Ausfälle in die Statistik eingetragen.

Das Ganze Problem besteht seit dem Winter (ich glaube seit Januar in etwa). Im Juli sind Arbeiten an den Weichen auf Osloer Str. vorgesehen. Hoffentlich kann danach wieder normal über beide Gleise gekehrt werden...

Danke, jetzt weiss ich Bescheid und kann bestimmt besser schlafen. ;-)

IsarSteve
Zitat
B-V 3313
Zitat
Henning
Du hast zwar nicht wirklich Unrecht, aber die Gleise sind nach über 40 Jahren in der Regel schon erneuerungsbedürftig.

Die Gleise am Bahnhof Leopoldplatz der U9 wurde zum Beispiel 2007 nach 46 Jahren komplett erneuert.

Henning, die Gleise wurden schon mehrmals erneuert! Zwischen Leopoldplatz und Spichernstraße gab es bis Mitte der 80er Jahre zum Beispiel einen schotterlosen Oberbau ("feste Fahrbahn"). Also war alleine deine genannte Erneuerung mindestens die zweite seit der Eröffnung. Und was meinst du, was man in der dreimonatigen Vollsperrung 2007 nördlich vom Westhafen an der Osloer Straße gemacht hat?

Man hat alle Weichen der Kehr- und Abstellanlage des Bahnhofs Leopoldplatz erneuert. Die Fahrbahndecke wurde ebenfalls ausgetauscht.
Zitat
Henning
Man hat alle Weichen der Kehr- und Abstellanlage des Bahnhofs Leopoldplatz erneuert. Die Fahrbahndecke wurde ebenfalls ausgetauscht.

Welche Fahrbahndecke? Du erfindest da gerade etwas.

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