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Tarifverhandlungen BVG 2018
geschrieben von nicolaas 
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nicolaas
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Philipp Borchert
Bitte was? Ein Smartphone? Was soll das denn? Abgesehen davon, dass die meisten vermutlich ohnehin eines haben klingt das doch eher nach einem Versuch, die Mitarbeiter stets in Rufbereitschaft zu halten. Klingt für mich nach allem, nur nicht nach einer Berücksichtigung der Lebensbedürfnisse der Mitarbeiter.

Der KAV Berlin scheint geistig noch irgendwo in den 2000ern zu sein und glaubt, kein massives Personalproblem zu haben. Sie sollten noch ein paar Glasperlen drauflegen.

Der Zynismus scheint leider gerechtfertigt.

Das Fahrpersonal ist unterbezahlt. Wenn der Arbeitgeber es für eine gute Idee hält, die Belegschaft mit Diensthandys auszurüsten (für die er bestimmt auch wesentlich vorteilhaftere Konditionen bekommt als du und ich im nächsten T-Punkt), dann soll er das doch bitte einfach tun. Aber so großherzig tun und den Angestellten irgendwelchen Tünnef unterjubeln ist ja schon mehr als dreist.

Jungejunge, ich bin sehr für eine deutliche Tarifanpassung nach oben. Und ich bin auch bereit, die Konsequenz - wenn es nach mir geht: eine größerer Anteil der Kostendeckung durch Steuern - zu tragen. Ich hoffe nur, dass die Arbeitgeberseite das rafft, ohne Arbeitskampfmaßnahmen zu provozieren. Damit würde sie sich nur ins eigene Fleisch schneiden.
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schallundrausch
Das Fahrpersonal ist unterbezahlt. ...
Jungejunge, ich bin sehr für eine deutliche Tarifanpassung nach oben. Und ich bin auch bereit, die Konsequenz - wenn es nach mir geht: eine größerer Anteil der Kostendeckung durch Steuern - zu tragen. Ich hoffe nur, dass die Arbeitgeberseite das rafft, ohne Arbeitskampfmaßnahmen zu provozieren. Damit würde sie sich nur ins eigene Fleisch schneiden.

Die "innovative" Idee mit den privaten Diensthandys (oder dienstlichen Privathandys) sehe ich auch als Provokation. Außer Warnstreik kann dabei dem KAV nichts passieren, wegen der Friedenspflicht, keine Frage. Eventuell will der KAV auch aus der Nummer mit den automatischen 2,5% raus, das sind (mit Zinseszins) noch fast 8% für die nächsten drei Jahre. Um der Gewerkschaftsseite die Schuld zu geben, müsste natürlich diese kündigen.

Die Lohnstruktur beim Fahrpersonal ist nicht schlüssig. Angelernte Arbeitskräfte im Fahrdienst kriegen genauso viel wie Fachkräfte mit Berufsabschluss. Das motiviert nicht gerade. Gibt man den Facharbeitern mit FiF-Abschluss, den früheren FA für städtischen Nahverkehr (DDR) und Berufskraftfahrern beim Bus eine Entgeltgruppe mehr, muss man auch den Verkehrsmeistern, Fahrlehrern, Gruppenleitern, Disponenten, Dienstzuteilern, Betriebshofpersonalen u.s.w. eine höhere Entgeltgruppe geben. Eine Spirale ohne Ende.
Muss man sehen, was bei den bevorstehenden Manteltarifverhandlungen rauskommt. Hier hat es der KAV in der Hand, seine Wertschätzung für Fahrer in attraktive Zulagen umzumünzen.

so long

Mario
Der Hohn und Spott für das "großzügige" Angebot mit den Diensthandys hat heut früh in der RG Bude ganze Kübel gefüllt.
Einhellige Meinung-vor zehn Jahren hätte der Arbeitgeber damit noch punkten können,jetzt macht er sich nur noch lächerlich.
Die Leute wollen entweder mehr Kohle oder mehr weniger Stunden bei vollem Lohnausgleich, aber keine Almosen in Form von wie oben schon richtig beschriebenen "Glasperlen".

T6JP
Ein vom "Arbeitgeber" gestelltes Smartphone - ein Danaergeschenk. Die Forderung nach einem Festbetrag von 100 Euro leuchtet mir ein - und ich halte sie auch für gut begründbar, wenn man sich die heutigen Entgeltzahlungen bei der BVG vergegenwärtigt.
Das Angebot mit dem Smartphone ist auch kalkül. Kann man doch so mit entsprechenden Apps den Mitarbeiter überwachen, was er macht. Ich habe heute einen tollen Bericht darüber im Fernsehen gesehen, was gewisse Apps an Daten vom Handy abgreifen und irgendwohin schicken. Das macht einem schon Sorgen.

Ein vernünftiger Tarifabschluss sehe so aus, dass ein Sockelbetrag (meinetwegen die 100,-€), für alle Mitarbeiter der BVG/BT gleich, vereinbart wird. Wobei man sagen muss, dass die 100,-€ auch nicht so prickelnd viel sind, wenn man sich vergegenwärtigt, was an Lohn in den letzten 20 Jahren nicht gezahlt wurde! Hier besteht großer Nachholbedarf, besonders wenn man sich die Steigerung der Kosten wie z.B. Mieten, oder aktuell Spritkosten zu Augen führt.

Im Manteltarif muss in jedem Fall an die Lohngruppen rangegangen werden. Es kann nicht sein, dass ein Personaldisponent das Gleiche bekommt, wie ein Fahrmeister oder Gruppenleiter. Der Ausbilder bekommt auch nur oberflächlich betrachtet mehr, faktisch durch fehlende Zuschläge eher weniger statt mehr, trotz höherer Eingruppierung. Hier muss dringend was passieren!!!

LG

Im Untergrund liegen Tunnel ;-)
Zitat
Untergrundratte
Das Angebot mit dem Smartphone ist auch kalkül. Kann man doch so mit entsprechenden Apps den Mitarbeiter überwachen, was er macht. Ich habe heute einen tollen Bericht darüber im Fernsehen gesehen, was gewisse Apps an Daten vom Handy abgreifen und irgendwohin schicken. Das macht einem schon Sorgen.

Ein vernünftiger Tarifabschluss sehe so aus, dass ein Sockelbetrag (meinetwegen die 100,-€), für alle Mitarbeiter der BVG/BT gleich, vereinbart wird. Wobei man sagen muss, dass die 100,-€ auch nicht so prickelnd viel sind, wenn man sich vergegenwärtigt, was an Lohn in den letzten 20 Jahren nicht gezahlt wurde! Hier besteht großer Nachholbedarf, besonders wenn man sich die Steigerung der Kosten wie z.B. Mieten, oder aktuell Spritkosten zu Augen führt.

Im Manteltarif muss in jedem Fall an die Lohngruppen rangegangen werden. Es kann nicht sein, dass ein Personaldisponent das Gleiche bekommt, wie ein Fahrmeister oder Gruppenleiter. Der Ausbilder bekommt auch nur oberflächlich betrachtet mehr, faktisch durch fehlende Zuschläge eher weniger statt mehr, trotz höherer Eingruppierung. Hier muss dringend was passieren!!!

Genau das ist der Grund, warum das Ding bei mir sofort ungenutzt in den Spind gefeuert werden würde.
Alles ab Sachgebietsleiter aufwärts hat die Lohngruppe und Arbeitsbeschreibung, auch ausserdienstlich erreichbar zu sein,Otto Normalarbeiter nicht.
Mit festgefügten Dienstplan arbeitende Mitarbeiter brauchen auch keine Dienste abrufen,für Mitteilungen des AG gibts das dienstliche E-Mehl-Postfach.
Angesichts heutiger Mobilfunktarifangebote betreibe ich lieber einen eignen unabhängigen Telefonierapparat, als mich im "wurst käs" vom AG überwachen oder zum Dienst zitieren lassen.
Selbst zuhause am Festnetz geht bei unterdrückten Nummern oder mit 256 beginnenden prinzipiell zuerst der Anrufknecht ran.

Eine Option der Tarifverhandlungen könnt ja sein, das der MA zwischen einer Einmalzahlung im Wert von Diensthandy zuzügl Telefonkosten,
oder eben dem auch privat nutzbaren Arbeitgebertelefon wählen kann, ähnlich der Option Dienstkleidung ja oder nein.

T6JP
Zitat
Untergrundratte
Der Ausbilder bekommt auch nur oberflächlich betrachtet mehr, faktisch durch fehlende Zuschläge eher weniger statt mehr, trotz höherer Eingruppierung. Hier muss dringend was passieren!!!

Die Zuschläge dienen allein zur Abgeltung des Mehraufwandes und werden deshalb auch steuer- und sozialabgabenfrei gestellt.

Zur allgeneinen Unterfütterung des Lohnes sollen diese Zuschläge nicht dienen. Es ist gut und richtig, das Fahrpersonal, welches Nacht- und Wochenendarbeit leistet, am Ende auch mehr ausgezahlt bekommt als Personale mit ggf. höheren Qualifikationsanforderungen, aber geregelteren Arbeitszeiten.

Wenn man unbedingt einen Abstand erzwingen würde, müsste entweder das Fahrpersonal ohne Zuschläge noch weniger Grundlohn erhalten, die Fahrlehrer erhebluch mehr bekommen als bisher oder die Zuschläge deutlich sinken.

Das alles würde auch zu Ungerechtigkeiten führen.
Die Tarifkommission hat das AG Angebot einstimmig abgelehnt, insbesondere der Sachleistung Smartfon wegen...

T6JP
Der Witz dabei ist ja, dass bei der BT bereits alle Mitarbeiter Smartphones von Huawei haben, die auch privat genutzt werden dürfen. Das ist mittlerweile auch schon seit mindestens 2014 so. Darüber läuft teilweise auch die Kommunkikation mit dem Rangierer, die Anmeldung zum Dienst und die Einsicht der Dienstpläne.

LG Jonas
Tarifeinigung bei der BVG, Bis Tarifgruppe 7 kriegt jeder 75 Euro mehr pro Monat, also auch alle Fahrer.
Zitat
Gemeinsame Pressemitteilung KAV Berlin und ver.di
Nahverkehr rollt mit neuer Tarifeinigung
Berlin, 14. Juni 2018

„Der Berliner Nahverkehr kann mit einem fairen Tarifabschluss weiterhin reibungslos rollen,“ beurteilt die Verhandlungsführerin und KAV-Geschäftsführerin Claudia Pfeiffer positiv die erzielte Tarifeinigung für die rund 14.000 Beschäftigten der Nahverkehrsarbeitgeber BVG AöR und BT Berlin Transport GmbH.
„Nach drei intensiven Verhandlungsrunden konnte ein positiver Abschluss für die Beschäftigten von BVG und BT erzielt werden. Da auch die BVG unter spürbarem Fachkräftemangel leidet, ist dieser Abschluss ein wichtiger Schritt, um die Arbeitsplätze auch für Neueinsteiger attraktiver
zu machen“, sagt Jeremy Arndt, Verhandlungsführer der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).
Die Bus-, Tram- und U-Bahnfahrer, Verwaltungsangestellten und alle weiteren Beschäftigten der BVG und der Tochter BT erhalten eine Erhöhung der Gehälter rückwirkend zum 01.01.2018: Die Beschäftigten bis Entgeltgruppe 7, also insbesondere die Fahrerinnen und Fahrer, erhalten 75 Euro pro Monat zusätzlich, alle anderen Beschäftigten bekommen 70 Euro monatlich mehr.
Der am Arbeitsmarkt orientierte Tarifabschluss zeigt, dass es den Tarifparteien auch in dieser Runde wieder gelungen ist, sozialpartnerschaftlich
eine einvernehmliche Lösung zu entwickeln. "Wir sichern mit dem Tarifergebnis die Wettbewerbsfähigkeit des Nahverkehrs in Berlin und die Beschäftigten erhalten einen kräftigen Reallohnzuwachs,“ beschreibt Claudia Pfeiffer die Eckpfeiler der Tarifeinigung. Dem pflichtet der Vorstand
Personal und Soziales der BVG, Dirk Schulte, bei: „Tarifverträge sind das geeignete Instrument, um die Arbeitsbedingungen im Interesse der Unternehmen und seiner engagierten Beschäftigten zukunftsfähigzu gestalten. Mit dem aktuellen Abschluss steigern wir nachhaltig die Attraktivität der BVG als Arbeitgeber auf dem Berliner Arbeitsmarkt.
Wie ist das gemeint: ""Wir sichern mit dem Tarifergebnis die Wettbewerbsfähigkeit des Nahverkehrs in Berlin und die Beschäftigten erhalten einen kräftigen Reallohnzuwachs,“? Wettbewerb um Arbeitskräfte?

*******
Logital bei Twitter.
Sicher als Beweihräucherung des Abschlusses..

Boaahhh mit 5 Eus mehr in der Lohntüte vom Kutscher, Schlosser, Lagerarbeiter, Sekretöse usw.. ist voll was rauszureissen,
gegenüber den höher dotierten Lohngruppen.
Die Bewerber werden dem Personalbüro die Türen einrennen...

T6JP
Das Problem beim Personal ist doch hauptsächlich nicht der Bestand an alten Personal, sondern am Zuwachs von Neuen. Daraus hätte man was machen sollen, anstatt so ein bisschen Pustekuchen.
Doll is dat ja nun nicht.
75 Euro brutto?
Gleicht ja nichtmal meine letzte Mieterhöhung aus...

_____________

Guten Tag !
Nimmt man BEISPIELSWEISE als Grundlage 2000 Euro brutto sind 75 Euro gleich 3,75% mehr.
Was netto immer noch ein Pups ist, um den Job für Neueinsteiger interessanter zu machen wären 10% Deiner Rechnung eher angemessen.
Wie schon erwähnt, sind viele zur DB gegangen, weil es da 400€ brutto mehr gab..ohne Tarif"kampf".
Denn die gefühlte Inflation ist auch höher als die offiziellen 2%, was nutzen einem billigere Kühlschränke und PC-die kauft man nicht jeden Monat,
bei Nahrungsmitteln und Energie sieht es ganz anders aus...
da reissen 75€ brutto für einen nach TVN-Armut bezahlten Kollegen überhaupt nichts raus...

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
Was netto immer noch ein Pups ist, um den Job für Neueinsteiger interessanter zu machen wären 10% Deiner Rechnung eher angemessen.
Wie schon erwähnt, sind viele zur DB gegangen, weil es da 400€ brutto mehr gab..ohne Tarif"kampf".
Denn die gefühlte Inflation ist auch höher als die offiziellen 2%, was nutzen einem billigere Kühlschränke und PC-die kauft man nicht jeden Monat,
bei Nahrungsmitteln und Energie sieht es ganz anders aus...
da reissen 75€ brutto für einen nach TVN-Armut bezahlten Kollegen überhaupt nichts raus...

T6JP

Den Tarifkampf gab es vor einigen Jahren durchaus, 2015? Also auch dort wurde hart für Tarifsteigerungen gekämpft. Durchaus ein Punkt, mit dem die Bahn inzwischen Neueinsteigern attraktive Gehälter bieten kann.

Dennis
Ohne Kampf meinte ich den einfachen Wechsel von der Anstalt zur DB.

Auf jeden Fall stellten sich die Bahn-Gewerkschaften beim Arbeitskampf intelligenter an als Verdi,
die Verträge unterschrieb für weniger Geld..und auf dem Rücken der Werkstattpersonale ausgetragen..

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
...und auf dem Rücken der Werkstattpersonale ausgetragen..

T6JP

wenn es dir in deiner BVG-Werkstatt nicht mehr gefällt, steht es dir frei, dir einen neuen Arbeitgeber, mit besseren Arbeitsbedingungen und mehr Geld zu suchen. Es werden überall Fachkräfte gesucht. Gut, es gehen dir einige Anwartschaften verloren, aber das willst du ja nicht. Dann musst du natürlich in den sauren Apfel beißen.

MfG Holger



Hoch lebe die Meinungs- und Pressefreiheit!



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Philipp Borchert
Bitte was? Ein Smartphone? Was soll das denn? Abgesehen davon, dass die meisten vermutlich ohnehin eines haben klingt das doch eher nach einem Versuch, die Mitarbeiter stets in Rufbereitschaft zu halten. Klingt für mich nach allem, nur nicht nach einer Berücksichtigung der Lebensbedürfnisse der Mitarbeiter.
In anderen Unternehmen ist man froh, wenn man das von seinem AG gestellt bekommt. Üblicherweise ist darüber die unkomplizierte Schichtplanung, Urlaubseinreichung und Krankmeldung möglich. Daneben gibt es meist diverse unternehmensinternen Informationsangebote.
Und der Arbeitnehmer spart nochmals Geld pro Monat, da weder Tarif noch Gerät bezahlt werden.

In Konzernen wie der Telekom ist das Kontaktieren von Mitarbeitern außerhalb der gewöhnlichen Arbeitszeiten untersagt.
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