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Kurzmeldungen im Juni 2018 [ohne Bilder]
geschrieben von B-V 3313 
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B-V 3313
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Wollankstraße
damals ist die S-Bahn sowohl in der DDR als auch im Westen Berlins pünktlich gefahren, man konnte die Uhr danach stellen.

Nonsens, auch damals gab es Verspätungen. Nur gab es damals kein Internet wo alles sofort gemeldet wurde.

Behauptet ein Wessi, und wenn schon, lief der Verkehr um weiten besser als heute. Man kam auch mit dem wenden in Friedrichstrasse, sechs Zuggruppen in 20 Minuten, besser klar, als heute. Heute wendet man 2 Zuggruppen in Friedrichstrasse, zwei weitere in Alexanderplatz, den Rest lässt man gerne ausfallen, falls man nicht so gnädig ist, weitere zwei Zuggruppen in Ostbahnhof zu wenden. Im übrigen wendeten damals zwei weitere, zeitweise sogar drei (in der HVZ) Zuggruppen in Alexanderplatz. Und das relativ pünktlich.

MfG Holger



Hoch lebe die Meinungs- und Pressefreiheit!



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B-V 3313
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Tf-34074-
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Tradibahner
In der Mangelwirtschaft wurde aus "Scheisse" (Sorry) noch Schokolade hergestellt, heute scheinbar unmöglich.

Au weiah, Leute fresst mehr Schei..., oder können sich Milliarden von Fliegen täuschen!?

Du sagst es!

Und wie wettbewerbsfähig diese Strukturen waren, sah man ja schön nach der Wende. Die Luft war so sauber und die Häuser so bunt...

Der Rhein z.B. wurde auch vom Osten verseucht? Nur der Osten war schlecht? Dann schau dir mal die Schimanski-Tatorte an, wie farblos und grau Duisburg auch war. Und teilweise sieht es auch heute im Pott noch so aus. Aber der Osten muss ja von Grund her erstmal schlecht gemacht werden.

MfG Holger



Hoch lebe die Meinungs- und Pressefreiheit!



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Tradibahner
Im übrigen wendeten damals zwei weitere, zeitweise sogar drei (in der HVZ) Zuggruppen in Alexanderplatz. Und das relativ pünktlich.

Kunststück, auf einem Gleis mehr als heute.

Die zusätzlichen Wagen kamen nochmal woher? Dünnte man nicht Schritt für Schritt ein Teilnetz aus und nutzte die Züge dann für die Verlängerungen/ den wachsenden Verkehr im anderen Teilnetz?

Natürlich liefern die Verkehrsunternehmen in dieser Stadt eine bescheidene Perfomance ab, aber auch früher war nicht alles gut.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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Tradibahner
Der Rhein z.B. wurde auch vom Osten verseucht?

Nö, großteils aus dem Elsass, aber seit 1960(!) wird es immer besser.

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Tradibahner
Nur der Osten war schlecht?

Nein, aber er war gewiss nicht gut. Und gewisse Flüchtlingsströme bis Sommer 1961 und ab Sommer 1989 scheinen das eindeutig zu belegen.

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Tradibahner
Dann schau dir mal die Schimanski-Tatorte an, wie farblos und grau Duisburg auch war. Und teilweise sieht es auch heute im Pott noch so aus.

Glücklicherweise tut sich da mittlerweile etwas.

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Tradibahner
Aber der Osten muss ja von Grund her erstmal schlecht gemacht werden.

Er muss ganz gewiss nicht beweihräuchert werden.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
@Tradibahner: Du hast ja nicht unrecht, dass vieles früher flexibler lief. Nur wie soll das mit den heutigen Gesetzen konform gehen? Früher haben doch Arbeitszeiten und Arbeitsschutz kaum einen interessiert. Wenn ich da so mache Stories von Kollegen höre, ist das für mich heute eine andere Welt. Früher kam auch keiner vom EBA und hat nach deiner Fahrplanmitteilung gefragt, wenn du mal ganz spontan woanders hingefahren bist. Früher musstest du auch nicht ausschreiben, um Ersatzteile zu bekommen. Früher musstest du auch die in die Werkstatt selbstgebastelten Ersatzteile nicht erst durch Behörden zulassen lassen. Früher stand auch der Chef mit 100 Mark am Bahnsteig, heute wäre das Steuerhinterziehung. Früher gab es auch nicht diese Sicherheitsbedenken gegenüber den Fahrgästen. Früher ist man nach einer Signalüberfahrt zum Fahrdienstleiter und hat ihm 'nen Päckchen Kaffee geschenkt, nachdem man erstmal weitergefahren ist. Früher musste man nicht alle 2 Jahre zur Prüfung. Früher "durfte" man nach einem PU seine Schicht noch beenden und am nächsten Tag wieder erscheinen, wer es nicht getan hat, war nicht männlich genug. Früher waren Doppleschichten keine Seltenheit. Früher wurde nicht vorgegeben, möglichst viel zu sparen, damit einem kein anderer die Leistung vor der Nase wegschnappt. Früher war alles in einer Hand.
Genau so..und Personalmangel gab es bei der BVB auch, was in Wendezeiten alles morgens nicht runterfuhr..das waren durchaus mal 5-8 Züge allein in Köpenick.
Da war morgens im Idealfall der Hof leer, bis die E-Wagen zurückkamen, und jeder Zug der nicht fuhr war dann die stille Reserve.
Da ging es durchaus erst einen Nachtwagen zu fahren, und dann zur Frühschicht ne Fahrschalterwartung samt dazugehörenden Arbeiten zu machen
oder nach der Nachmittagsschicht einen Nachtwagen zu fahren usw..usf..
Aber diese Zeiten sind vorbei!!!!!!!
Und seitdem alles auf schlanken Betrieb getrimmt wurde egal ob Anstalt oder DB / S-Bahn erst recht.
Wie schon oben richtig geschrieben wurde, es gab auch kein www das alles sofort verbellte.
Und derart nörgelnde Fahrgäste, die sich für den Nabel der Welt halten, und nichtmal wissen,
was eine gefahrene Schicht für Belastungen sind, gab es früher auch weit weniger.
Eintrittskarten abreissen ist nicht ein Viertel der Stressbelastung die ein Berufskraftfahrer in einer Schicht auf sich nehmen muss.
Auch wenn sein Monatssoll im Durchschnitt 146h sind ( Altbeschäftigter bzw 156h bei TVN-Armut).

T6JP

PS: Und wie so oft geschrieben, die E-Wagen stehen, damit wenigstens die Tourenwagen fahren, war in o. geschilderter Zeit auch so.
Zur Zeit sind Bauarbeiten in Köpenick, es fahren aber nicht weniger Wagen vom Hof.
Also da wird kein Personal gespart, wie die Nahverkehrstheoretiker gerne mal behaupten.
Zitat
andre_de
Mein Nachmittag und Abend heute (12.06.) im Berliner Nahverkehr:

Hinfahrt:
- S1 ab Frohnau: Ausfall
- Tram M4/M10 an der Greifswalder/Danziger Straße: Ausfall, darauffolgender Zug +4 und musste Fahrgäste wegen Überfüllung zurücklassen
- M8 ab Landsberger Allee: Ausfall, nachfolgende Verstärkerfahrt fuhr ebenfalls nicht

Rückkfahrt:
- M8 ab Springpfuhl: unbestimmt verzögert, nach 20 Minuten aufgegeben
- S7 ab Springpfuhl: Ausfall
- Bus 220 ab Frohnau: Ausfall

Das ist dann wohl genau die Mangelwirtschaft, über die man sich im Westen und im eingemauerten Teil Berlins so lange lustig gemacht hat...

André

Ich kann noch ergänzen:
Rückfahrt:
- Abschnitt des Südost-Astes hinter Grünau teilweise mit 40-Minuten-Takt (Regionalzüge der RB24 ebenfalls den ganzen Tag stark unregelmäßig) aufgrund des Polizeieinsatzes im Bereich Hermannstraße, also Chaos auf allen Linien, die den Ring tangieren
- Notarzteinsatz in Ostkreuz, betreffend alle Stadtbahn-Linien
Heute war es mal ein schadhaftes Triebfahrzeug Nöldnerplatz was für Chaos in der HVZ sorgte, vorallem auf der U5.
Zitat
B-V 3313
Und wie wettbewerbsfähig diese Strukturen waren, sah man ja schön nach der Wende. Die Luft war so sauber und die Häuser so bunt...

Und das sagt jemand aus der Milliarden-Subventions-Senke West-Berlin. Das auch 30 Jahre später keine funktionierenden Verwaltungsstrukturen hervorgebracht hat, und nun auch noch den Nahverkehr komplett an die Wand setzt.

Im Übrigen, ist echt schön bunt und sauber gewesen, dieses West-Berlin:

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oranienstra%C3%9Fe_19870502.jpg

https://www.tagesspiegel.de/mediacenter/fotostrecken/berlin/bildergalerie-kreuzberg-im-wandel-der-zeit/9472764.html?p9472764=2#image (zum Durchblättern)
Zitat
micha774
Heute war es mal ein schadhaftes Triebfahrzeug Nöldnerplatz was für Chaos in der HVZ sorgte, vorallem auf der U5.

Was macht denn die U5 am Nöldnerplatz?
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Bumsi
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micha774
Heute war es mal ein schadhaftes Triebfahrzeug Nöldnerplatz was für Chaos in der HVZ sorgte, vorallem auf der U5.

Was macht denn die U5 am Nöldnerplatz?

Gar nichts. Aber das Chaos gab es deswegen auch auf der U5.
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andre_de
Und das sagt jemand aus der Milliarden-Subventions-Senke West-Berlin. Das auch 30 Jahre später keine funktionierenden Verwaltungsstrukturen hervorgebracht hat, und nun auch noch den Nahverkehr komplett an die Wand setzt.

Stimmt ja, Ostberlin hat nie Subventionen aus der DDR erhalten und war kein "Schaufenster zum Westen". Und die heutige Verwaltung (die den Nahverkehr an die Wand setzt) besteht natürlich nur aus ehemaligen Mitbürgern des freien Deutschlands und nicht eine Person kommt aus dem Beitrittsgebiet...

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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B-V 3313
Und die heutige Verwaltung (die den Nahverkehr an die Wand setzt) besteht natürlich nur aus ehemaligen Mitbürgern des freien Deutschlands und nicht eine Person kommt aus dem Beitrittsgebiet...

Das hast Du hinsichtlich Strukturen, Prozessen, Denkweisen und insbesondere leitenden Personen sowie agierenden Politikern genau richtig erkannt.
Ich weis gar nicht was Ihr habt? Ich empfand die Hauptstadt der DDR immer, inbesondere im Wendejahr und der kalten Jahreszeit, als echt schön bunt und sauber! Den Beweis hierfür liefert doch das nachfolgende Video: [www.youtube.com]

"Es gibt Besserwisser, die niemals begreifen, dass man recht haben kann und trotzdem ein Idiot ist."
Zitat
andre_de
Das hast Du hinsichtlich Strukturen, Prozessen, Denkweisen und insbesondere leitenden Personen sowie agierenden Politikern genau richtig erkannt.

Lompscher, Lederer, Geisel, Kirchner, Scheel, Tietze, Fischer und wie die Wessis alle heißen...

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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T6Jagdpilot
Genau so..und Personalmangel gab es bei der BVB auch, was in Wendezeiten alles morgens nicht runterfuhr..das waren durchaus mal 5-8 Züge allein in Köpenick.

Das gab es davor und danach. In der Kramerschen Linienchronik der Berliner Straßenbahn 1945-1993 ist im Jahre 1954 von einer Einstellung des Pendelwagens der Linie 82 "wegen Krankheit des Personals" die Rede. Schon zu nach BVB-Zeiten im Jahre 1992 verschwand die Linie 85 wegen Personalmangels.

Zitat
T6Jagdpilot
Und seitdem alles auf schlanken Betrieb getrimmt wurde egal ob Anstalt oder DB / S-Bahn erst recht.

Richtig, aber diese Anstrengungen zu Rationalisierungen ziehen sich auch durch die Geschichte (egal in welchem System). Schaffner und Zugbegleiter fielen z.B. schon lange vor dem "schlanken Betrieb" weg.

Zitat
T6Jagdpilot
Wie schon oben richtig geschrieben wurde, es gab auch kein www das alles sofort verbellte.

Richtig, heute ist man dank der Technik überall "live dabei" obwohl man nicht vor Ort ist. Solche Tage, wo alles schief läuft und wie andre_de sie oben beschrieb, gab es leider schon immer. Nur leider sind die Gründe dafür immer bescheidener. Und um diese Gründe zu beseitigen, muss etwas geschehen. Daran müssen dann aber alle Beteiligten mitarbeiten und sich anstrengen. VUs ebenso wie die Verwaltung und die Politik. Und dabei ist es herzlich egal ob die handelnden Personen aus dem Westen oder dem Osten kommen.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Tf-34074-
Ich weis gar nicht was Ihr habt? Ich empfand die Hauptstadt der DDR immer, inbesondere im Wendejahr und der kalten Jahreszeit, als echt schön bunt und sauber! Den Beweis hierfür liefert doch das nachfolgende Video: [www.youtube.com]

Nicht nur für das Auge war es "bunt", auch die Nase hatte im Winter ihre Freude: zu den ganzjährigen Gerüchen der Zweitakter-PKW und Diesel-LKW/Busabgase gesellte sich noch der Geruch der von den Braunkohleheizungen erzeugten Hausbrandabgase. Wer dann gar zu der Zeit einen Abstecher z. B. in den Raum Wolfen/Bitterfeld/Halle/Merseburg/Leuna wagte, dem standen weitere "Nasen-Genüsse" in Form von chemischen Industrieabgasen unterschiedlichster Art zur Verfügung. Ja, es war schon ein bunter Staat...

Beste Grüße
Harald Tschirner
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B-V 3313
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andre_de
Das hast Du hinsichtlich Strukturen, Prozessen, Denkweisen und insbesondere leitenden Personen sowie agierenden Politikern genau richtig erkannt.

Lompscher, Lederer, Geisel, Kirchner, Scheel, Tietze, Fischer und wie die Wessis alle heißen...

Ich bezog mich insbesondere auf die diversen Vorgänger-Senate, die ganz wesentlich für die heutigen Missstände in vielen Bereichen verantwortlich waren, konstant angeführt von einem der beiden "großen" politischen Sammelbecken von Klüngel, Filz, Postenschieberei und Inkompetenz. Mittlerweile ist ja zum Glück ein (langsamer) Richtungswechsel erkennbar...
Es gibt drei Parteien, die den Nahverkehr seit 1990 zusammen an die Wand gefahren haben:
CDU, PDS/ Linkspartei und die SPD

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
S7 in Richtung Osten steht seit 10 Minuten vor der Einfahrt zum Westkreuz, ein Stück darüber kann man die S9 nach Schönefeld bewundern.

Infos: Keine.
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