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Reaktivierung von stillgelegten Nebenstrecken
geschrieben von Manfred Erlg 
Die Grünen fordern die Reaktivierung von 18 stillgelegten Nebenstrecken:

>> 05.09.2019

Grüne: Staatsregierung zu zögerlich bei Reaktivierung alter Bahnstrecken

Im vergangenen Jahrhundert wurden viele kleine Bahnstrecken dichtgemacht, gegen das Auto hatten Regionalbahnen oft keine Chance. Nun wollen etliche Kommunen die Zeit zurückdrehen und wieder Bahnverkehr auf dem Land. Doch die Reaktivierung ist schwierig. <<

[www.bayerische-staatszeitung.de]

Derzeit sind drei Reaktivierungen in Planung:

- Verbindung Gessertshausen-Langenneufnach (in Schwaben, bis Ende 2022)
- Strecke Gunzenhausen-Wassertrüdingen (in Mittelfranken, bis Ende 2024)
- Verlängerung der Münchner S-Bahn-Linie 7 von Wolfratshausen bis Geretsried (in knapp zehn Jahren)

Außerdem stuft die Staatsregierung derzeit diese Strecken als "reaktivierungswürdig" ein:

- Volkach-Seligenstadt in Unterfranken (Durchbindung bis Würzburg möglich)
- Dombühl-Wilburgstetten in Mittelfranken (stündlicher Anschluss nach Nürnberg)

Für eine Reaktivierung müssen mindestens 1000 Reisende pro Werktag prognostiziert werden. Bei weniger ist ein Busverkehr wirtschaftlicher und energieeffizienter. Auf der Strecke Gotteszell-Viechtach im Bayerischen Wald gibt es derzeit einen Probebetrieb zwecks Klärung der Fahrgastquote.

--------------------

Die Forderung der Grünen (Anfrage von MdL Dr. Markus Büchler):

Die laufenden Reaktivierungsprozesse sollen durch den Freistaat beschleunigt und gefördert werden auf folgenden Strecken:

- Gesserthausen – Langenneufnach
- Gunzenhausen – Wassertrüdingen
- Wolfratshausen – Geretsried

Der Probebetriebs soll sofort in den Regelbetrieb übergehen zwischen:

- Gotteszell – Viechtach

Sofort reaktiviert werden können die Strecken:

- Volkach – Seligenstadt
- Dombühl – Wilburgstetten
- Türkheim – Ettringen

Der Reaktivierungsprozess kann sofort gestartet werden und rasch zum positiven Abschluss führen auf den Strecken zwischen:

- Fuchstalbahn: Schongau – Landsberg
- Ilztalbahn: Passau – Freyung
- Wiesau–Waldsassen – Bundesgrenze
- Wassertrüdingen – Nördlingen
- Pilsting – Absz. Elsenbach
- Endorf – Obing
- Wasserburg Stadt – Wasserburg Bf
- Saal – Kelheim
- Blankenstein – Marxgrün
- Eisfeld – Coburg
- Wilburgstetten – Nördlingen

[markus-buechler.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.09.2019 10:03 von Manfred Erlg.
Saal Kelheim fehlt neben den Bahnhof auch eine Brücke eher unwahrscheinlich .
"- Verlängerung der Münchner S-Bahn-Linie 7 von Wolfratshausen bis Geretsried (in knapp zehn Jahren)"

War die Strecke nicht schon vor 10 Jahren in Planung?

"- Wasserburg Stadt – Wasserburg Bf"

War die Strecke nicht illegal stillgelegt und sollte sowieso wiederaufgebaut werden?
Die Stadtstrecke in Wasserburg ist im März 1987 nach einem Dammrutsch von der Bundesbahn außer Betrieb genommen worden. Das ist keinesfalls illegal gewesen.

Über eine formale Stilllegung läuft ein Rechtsstreit (in erster Instanz pro Stilllegung entschieden):

[www.wasserburg24.de]

Inzwischen ist eine Berufung vor dem Verwaltungsgerichtshof zugelassen.

Siehe auch [de.wikipedia.org]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.09.2019 10:31 von Manfred Erlg.
Wieso werden eigentlich die 1000 Fahrgäste als Kriterium für eine Reaktivierung herangezogen wenn es jede Menge Strecken gibt, die diese Marke weit verfehlen aber nach wie vor in Betrieb sind?
Auf der Website der BEG gibt es eine Themenseite "Reaktivierung von Bahnstrecken im Regionalverkehr":

[beg.bahnland-bayern.de]

Zitat

Die vier Kriterien des Freistaats Bayern für Streckenreaktivierungen

Nur wenn folgende vier Kriterien erfüllt werden, ist eine Reaktivierung aus Sicht des Freistaats sinnvoll. Entsprechend kann erst dann der Regionalverkehr auf der reaktivierten Strecke bestellt werden.

1. Das Nachfragepotenzial ist ausreichend.

Der Schwellenwert für ein ausreichendes Nachfragepotenzial liegt bei 1.000 Personenkilometern pro Kilometer Strecke (sogenanntes 1000er-Kriterium). Dieser Wert drückt die durchschnittliche Auslastung der Bahnstrecke auf ihrer gesamten Länge aus. Das Gutachten (Potenzialanalyse), mit dem das Nachfragepotenzial ermittelt wird, muss die Qualitätsanforderungen des Freistaats erfüllen.

2. Die Infrastruktur ermöglicht attraktiven Regionalverkehr.

Ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen erklärt sich bereit, die Infrastruktur ohne Zuschuss des Freistaats in einen Zustand zu versetzen, der einen attraktiven Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ermöglicht. [...]

3. Ein Unternehmen betreibt die Infrastruktur dauerhaft zum marktüblichen Preis.

Ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen erklärt sich bereit, die Bahnanlagen dauerhaft zu betreiben und dafür Nutzungsgebühren zu verlangen, die nicht über dem Preisniveau von DB InfraGO bei vergleichbaren Strecken und Stationen in Bayern liegen.

4. Der Busverkehr ist auf den Zugverkehr abgestimmt.

Die Aufgabenträger des allgemeinen ÖPNV stimmen ein Buskonzept im Umfeld der Reaktivierungsstrecke mit dem Freistaat Bayern ab, das den Zug- und Busverkehr miteinander verknüpft und keinen Parallelverkehr zur Schiene darstellt. Zusätzlich stimmen die ÖPNV-Aufgabenträger vertraglich zu, dieses Buskonzept nach Reaktivierung der Strecke umzusetzen.

Nach weiteren Erläuterungen zum Thema befindet sich am Ende der Seite eine Bahnkarte von Bayern, in der reaktivierbare Strecken markiert sind, und eine Tabelle dazu (Stand 2025). Hier ist die Karte (kann vergrößert werden):


Zitat
Manfred Erlg
Die Grünen fordern die Reaktivierung von 18 stillgelegten Nebenstrecken:

>> 05.09.2019

Grüne: Staatsregierung zu zögerlich bei Reaktivierung alter Bahnstrecken

Im vergangenen Jahrhundert wurden viele kleine Bahnstrecken dichtgemacht, gegen das Auto hatten Regionalbahnen oft keine Chance. Nun wollen etliche Kommunen die Zeit zurückdrehen und wieder Bahnverkehr auf dem Land. Doch die Reaktivierung ist schwierig. <<

[www.bayerische-staatszeitung.de]

Derzeit sind drei Reaktivierungen in Planung:

- Verbindung Gessertshausen-Langenneufnach (in Schwaben, bis Ende 2022)
- Strecke Gunzenhausen-Wassertrüdingen (in Mittelfranken, bis Ende 2024)
- Verlängerung der Münchner S-Bahn-Linie 7 von Wolfratshausen bis Geretsried (in knapp zehn Jahren)

Außerdem stuft die Staatsregierung derzeit diese Strecken als "reaktivierungswürdig" ein:

- Volkach-Seligenstadt in Unterfranken (Durchbindung bis Würzburg möglich)
- Dombühl-Wilburgstetten in Mittelfranken (stündlicher Anschluss nach Nürnberg)

Für eine Reaktivierung müssen mindestens 1000 Reisende pro Werktag prognostiziert werden. Bei weniger ist ein Busverkehr wirtschaftlicher und energieeffizienter. Auf der Strecke Gotteszell-Viechtach im Bayerischen Wald gibt es derzeit einen Probebetrieb zwecks Klärung der Fahrgastquote.

--------------------

Die Forderung der Grünen (Anfrage von MdL Dr. Markus Büchler):

Die laufenden Reaktivierungsprozesse sollen durch den Freistaat beschleunigt und gefördert werden auf folgenden Strecken:

- Gesserthausen – Langenneufnach
- Gunzenhausen – Wassertrüdingen
- Wolfratshausen – Geretsried

Der Probebetriebs soll sofort in den Regelbetrieb übergehen zwischen:

- Gotteszell – Viechtach

Sofort reaktiviert werden können die Strecken:

- Volkach – Seligenstadt
- Dombühl – Wilburgstetten
- Türkheim – Ettringen

Der Reaktivierungsprozess kann sofort gestartet werden und rasch zum positiven Abschluss führen auf den Strecken zwischen:

- Fuchstalbahn: Schongau – Landsberg

Die Potenzialanalyse für die Fuchstalbahn ist positiv ausgefallen.


[www.merkur.de]


- Ilztalbahn: Passau – Freyung
- Wiesau–Waldsassen – Bundesgrenze
- Wassertrüdingen – Nördlingen
- Pilsting – Absz. Elsenbach
- Endorf – Obing
- Wasserburg Stadt – Wasserburg Bf
- Saal – Kelheim
- Blankenstein – Marxgrün
- Eisfeld – Coburg
- Wilburgstetten – Nördlingen

[markus-buechler.de]
Was soll uns die Kopie meines Beitrags von 2019 sagen?



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.02.2026 09:38 von Manfred Erlg.
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