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Siemens automatisiert Betrieb von Metrolinien in Paris - NEU: Linie 13
geschrieben von Manfred Erlg 
Nach der Automatisierung der Linien 1, 4 und 14 hat Siemens Mobility kürzlich den Auftrag zur Automatisierung der Linie 13 erhalten. Diese Linie teilt sich im Norden in zwei Zweige auf.

Pressemitteilung von Siemens vom 26. August:

Zitat

Siemens Mobility gewinnt Auftrag zur Vollautomatisierung der Pariser Metrolinie 13

-- Siemens Mobility liefert neuestes CBTC GoA4-System für fahrerlosen, automatisierten Betrieb an die französische RATP;
bereits erfolgreich auf den Linien 1, 4, und 14 implementiert
-- Auftrag umfasst neue Betriebsleitzentrale und Ausrüstung für 66 Züge

Siemens Mobility hat von der RATP (Régie autonome des transports Parisiens) einen umfangreichen Vertrag für die Lieferung des neuen Automatisierungssystems für die Pariser Metrolinie 13 erhalten. Diese Beauftragung folgt der im Jahr 2022 von der Verkehrsbehörde Île-de-France Mobilités getroffenen Entscheidung, diese Linie zu automatisieren. Das Projekt mobilisiert eine der meistgenutzten Metrolinien Paris' mit bewährter CBTC-Technologie (CBTC-Communications-based train control) von Siemens Mobility und ermöglicht einen vollautomatischen, fahrerlosen Betrieb (GoA4 – Grade of Automation 4) für erhöhte Kapazität, höchste Betriebszuverlässigkeit, und optimierten Energieverbrauch. Der Vertrag umfasst die Lieferung des Automatisierungssystems, den Aufbau einer neuen Betriebsleitzentrale, die Ausstattung von 66 Zügen sowie die Option für eine Instandhaltungsvereinbarung für bis zu 30 Jahre. Nach erfolgreichen Projekten auf den Linien 1, 4 und 14 bringt Siemens Mobility seine fahrerlose Technologie nun auch auf die Pariser Linie 13 – mit dem Ziel, den automatisierten Betrieb bis Ende 2032 zu ermöglichen.

„Der Auftrag zur Automatisierung der Linie 13 zeigt das Vertrauen der RATP in unsere technologische Kompetenz. Wir sind stolz darauf, RATP auf dem Weg zu einem leistungsstarken, komfortablen und klimafreundlichen Nahverkehr zu begleiten. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Mobilität in Paris", sagte Marc Ludwig, CEO von Siemens Mobility Rail Infrastructure. „In Paris haben wir bereits mehrere erfolgreiche Projekte realisiert – darunter eine Weltpremiere auf der Linie 14: Dort haben wir ein bestehendes fahrerloses System auf unsere fortschrittliche CBTC GoA4-Technologie aufgerüstet und gleichzeitig neue Streckenabschnitte automatisiert. Auf der Strecke können nun täglich bis zu einer Million Fahrgäste im 85-Sekunden-Takt fahren. Auf dieser Expertise bauen wir nun auf und stellen mit Linie 13 eine der meistgenutzten Pariser Linien auf vollautomatischen Betrieb um.“

Modernisierung der Linie 13: Vollautomatisierungsprojekt wird Pariser Metro-Betrieb transformieren

Die Modernisierung der Linie 13 beginnt mit der Einführung neuer Fahrzeuge im Jahr 2027, gefolgt von der Implementierung des fortschrittlichen Systems „Trainguard MT CBTC“. Das aktuelle GoA2-System der Linie, bei dem Fahrer die Türen und Sicherheitsfunktionen kontrollieren, während Beschleunigung und Bremsung automatisch gesteuert werden, wird damit auf ein vollautomatisches GoA4-System aufgerüstet. Der Projektumfang umfasst die Ausrüstung der neuen Zugflotte, die Modernisierung der Betriebsleitzentrale (BLZ), umfassende Mitarbeiterschulungen, sowie die Option für eine Instandhaltungsvereinbarung.

Das CBTC GoA4-Automatisierungssystem von Siemens Mobility wird die Leistung der Linie 13 erheblich steigern. Zu den wichtigsten Vorteilen gehören erhöhte Transportkapazität durch kürzere Zugintervalle, dynamische Taktung basierend auf der Fahrgastnachfrage, Betriebszuverlässigkeit und optimierter Energieverbrauch. Das System wird zudem Echtzeit-Fahrgastinformationen in den Zügen bereitstellen und damit das gesamte Reiseerlebnis verbessern. Das transformative Projekt wird vom globalen Kompetenzzentrum von Siemens Mobility für Schienenautomatisierung und Cybersicherheit in Châtillon bei Paris aus durchgeführt, wo ein Team von über 500 Ingenieurinnen und Ingenieuren auf Systemdesign und -entwicklung spezialisiert ist.

Linie 13: Eine wichtige Nord-Süd-Verbindung im Pariser Metronetz

Mit 32 Stationen entlang ihrer 24 Kilometer langen Strecke verbindet die Linie 13 den Südwesten (Châtillon-Montrouge) mit dem Norden von Paris (Saint-Denis-Université und Les Courtilles). Die Linie bedient wichtige Verkehrsknotenpunkte wie Saint-Lazare und Montparnasse-Bienvenüe. Mit mehr als 550.000 Fahrgästen täglich zählt sie zu den meistfrequentierten Linien des Netzes, mit besonders hohem Verkehrsaufkommen im nördlichen Abschnitt jenseits von Saint-Lazare, wo sich die Linie in zwei Zweige aufteilt.
Zitat
Manfred Erlg
Nach der Automatisierung der Linien 1, 4 und 14 hat Siemens Mobility kürzlich den Auftrag zur Automatisierung der Linie 13 erhalten. Diese Linie teilt sich im Norden in zwei Zweige auf.

Pressemitteilung von Siemens vom 26. August:

Zitat

Siemens Mobility gewinnt Auftrag zur Vollautomatisierung der Pariser Metrolinie 13

-- Siemens Mobility liefert neuestes CBTC GoA4-System für fahrerlosen, automatisierten Betrieb an die französische RATP;
bereits erfolgreich auf den Linien 1, 4, und 14 implementiert
-- Auftrag umfasst neue Betriebsleitzentrale und Ausrüstung für 66 Züge

Siemens Mobility hat von der RATP (Régie autonome des transports Parisiens) einen umfangreichen Vertrag für die Lieferung des neuen Automatisierungssystems für die Pariser Metrolinie 13 erhalten. Diese Beauftragung folgt der im Jahr 2022 von der Verkehrsbehörde Île-de-France Mobilités getroffenen Entscheidung, diese Linie zu automatisieren. Das Projekt mobilisiert eine der meistgenutzten Metrolinien Paris' mit bewährter CBTC-Technologie (CBTC-Communications-based train control) von Siemens Mobility und ermöglicht einen vollautomatischen, fahrerlosen Betrieb (GoA4 – Grade of Automation 4) für erhöhte Kapazität, höchste Betriebszuverlässigkeit, und optimierten Energieverbrauch. Der Vertrag umfasst die Lieferung des Automatisierungssystems, den Aufbau einer neuen Betriebsleitzentrale, die Ausstattung von 66 Zügen sowie die Option für eine Instandhaltungsvereinbarung für bis zu 30 Jahre. Nach erfolgreichen Projekten auf den Linien 1, 4 und 14 bringt Siemens Mobility seine fahrerlose Technologie nun auch auf die Pariser Linie 13 – mit dem Ziel, den automatisierten Betrieb bis Ende 2032 zu ermöglichen.

„Der Auftrag zur Automatisierung der Linie 13 zeigt das Vertrauen der RATP in unsere technologische Kompetenz. Wir sind stolz darauf, RATP auf dem Weg zu einem leistungsstarken, komfortablen und klimafreundlichen Nahverkehr zu begleiten. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Mobilität in Paris", sagte Marc Ludwig, CEO von Siemens Mobility Rail Infrastructure. „In Paris haben wir bereits mehrere erfolgreiche Projekte realisiert – darunter eine Weltpremiere auf der Linie 14: Dort haben wir ein bestehendes fahrerloses System auf unsere fortschrittliche CBTC GoA4-Technologie aufgerüstet und gleichzeitig neue Streckenabschnitte automatisiert. Auf der Strecke können nun täglich bis zu einer Million Fahrgäste im 85-Sekunden-Takt fahren. Auf dieser Expertise bauen wir nun auf und stellen mit Linie 13 eine der meistgenutzten Pariser Linien auf vollautomatischen Betrieb um.“

Modernisierung der Linie 13: Vollautomatisierungsprojekt wird Pariser Metro-Betrieb transformieren

Die Modernisierung der Linie 13 beginnt mit der Einführung neuer Fahrzeuge im Jahr 2027, gefolgt von der Implementierung des fortschrittlichen Systems „Trainguard MT CBTC“. Das aktuelle GoA2-System der Linie, bei dem Fahrer die Türen und Sicherheitsfunktionen kontrollieren, während Beschleunigung und Bremsung automatisch gesteuert werden, wird damit auf ein vollautomatisches GoA4-System aufgerüstet. Der Projektumfang umfasst die Ausrüstung der neuen Zugflotte, die Modernisierung der Betriebsleitzentrale (BLZ), umfassende Mitarbeiterschulungen, sowie die Option für eine Instandhaltungsvereinbarung.

Das CBTC GoA4-Automatisierungssystem von Siemens Mobility wird die Leistung der Linie 13 erheblich steigern. Zu den wichtigsten Vorteilen gehören erhöhte Transportkapazität durch kürzere Zugintervalle, dynamische Taktung basierend auf der Fahrgastnachfrage, Betriebszuverlässigkeit und optimierter Energieverbrauch. Das System wird zudem Echtzeit-Fahrgastinformationen in den Zügen bereitstellen und damit das gesamte Reiseerlebnis verbessern. Das transformative Projekt wird vom globalen Kompetenzzentrum von Siemens Mobility für Schienenautomatisierung und Cybersicherheit in Châtillon bei Paris aus durchgeführt, wo ein Team von über 500 Ingenieurinnen und Ingenieuren auf Systemdesign und -entwicklung spezialisiert ist.

Linie 13: Eine wichtige Nord-Süd-Verbindung im Pariser Metronetz

Mit 32 Stationen entlang ihrer 24 Kilometer langen Strecke verbindet die Linie 13 den Südwesten (Châtillon-Montrouge) mit dem Norden von Paris (Saint-Denis-Université und Les Courtilles). Die Linie bedient wichtige Verkehrsknotenpunkte wie Saint-Lazare und Montparnasse-Bienvenüe. Mit mehr als 550.000 Fahrgästen täglich zählt sie zu den meistfrequentierten Linien des Netzes, mit besonders hohem Verkehrsaufkommen im nördlichen Abschnitt jenseits von Saint-Lazare, wo sich die Linie in zwei Zweige aufteilt.


Danke, Manfred, für die Informationen. Ja, die Verantwortlichen im Grossraum Paris wie RATP, AG-Vertreter, AN-Vertreter, Gewerkschaftler etc. hatten sich schon vor Jahren zusammengesetzt und sind einvernehmlich zu einer Lösung gekommen, wie dem Fachkräftemangel, speziell dem Mangel an qualifizierten Metro Fahrern, begegnet werden kann. Und das Ergebnis kann sich, meiner bescheidenen Meinung nach, sehen lassen: Die Metro Linien 1, 4 und 13 werden auf vollautomatischen fahrerlosen GoA4 Betrieb mit CBTC umgestellt einschliesslich der Installation von Bahnsteigtüren, Beschaffung von neuem Rollmaterial sowie weiterer, notwendiger Technik. Die Linie 14 wurde ja von Anfang an vollautomatisch betrieben. Das freiwerdende Fahrpersonal wird dann auf anderen Metro Linien eingesetzt. Und selbstverständlich, davon träumen wir hier in Deutschland, sind trotz vollautomatischem Betrieb sämtliche Stationen mit Personal besetzt und die Zugänge mit Ticketgates gesperrt die sich nur nach Anlegen einer gültigen Fahrkarte öffnen. Und last but not least: Das Personal für die Stationen ist meist einfacher zu rekrutieren weil es nicht so hoch qualifiziert sein muss wie das Fahrpersonal.

Und wenn das Ganze nicht ausreichend ist, wird man sich zusammensetzen und weitere Massnahmen besprechen, heisst, es werden noch weitere Linien umgerüstet.

Hierzulande lamentiert mann lieber jahre- und jahrzehntelang anstatt mal Geld in die Hand zu nehmen und Fakten zu schaffen. Stattdessen fallen täglich wegen Personalmangel zig U-Bahn Fahrten aus, besonders schlimm ist es in Berlin und München.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.2025 20:16 von Rüdiger.
Also besser mehr schlechter bezahltes Personal zu haben als weniger besser bezahltes?
Zitat
christian schmidt
Also besser mehr schlechter bezahltes Personal zu haben als weniger besser bezahltes?

Es ist besser, eine gut funktionierende U-Bahn ohne Fahrpersonal zu haben als eine schlecht funktionierende mit zu wenig Fahrpersonal.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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