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[H] Der D-Tunnel - Demonstration
geschrieben von xqwitz 
MrXY schrieb:
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> tobyBERLIN schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > Kurze Ergänzung: es ist meines Erachtens
> nicht
> > zulässig bei Tunnelneubauten, Stationen ein
> > Gefälle zu geben.
>
> Bauchlich liese sich das Sicherlich herstellen
> auch diese stadion ohne Gefälle herzustellen. Ob
> nun die Rechtslage so ist, sei im Moment dahin
> gestellt, ist im Moment aber auch nicht so
> wichtig, fakt ist nur das bei den Neubau einer
> S-Bahnstadion im Bahnsteig auch ein Gefälle
> eingebaut wurde.

Das ist nicht ganz richtig...

Nur bei Komplett-Neubauten dürfen Stationen nicht mit Gefälle gebaut werden. Das würde im Falle des D-Tunnels zutreffen; nicht aber bei der S-Bahn, da die Neubau-Station doch mit Sicherheit an einer bestehenden Strecke hinzugebaut wurde. Oder irre ich da?

Gruß Ingo
INW schrieb:
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>
> Nur bei Komplett-Neubauten dürfen Stationen nicht
> mit Gefälle gebaut werden. Das würde im Falle des
> D-Tunnels zutreffen; nicht aber bei der S-Bahn, da
> die Neubau-Station doch mit Sicherheit an einer
> bestehenden Strecke hinzugebaut wurde. Oder irre
> ich da?
>
> Gruß Ingo


Ja stimmt die S-Bahn-Stadion wurde an einer bestehenden Strecke gebaut, aber wie gesagt es liese sich sicherlich einrichten das diese Station auch ohne Gefälle gebaut wird.
Bahnsteige mit leichtem Gefälle gibt es in Stuttgart, topographisch bedingt, reichlich. In Bielefeld wurde eine Hst. ("Rathaus"?) in der Rampe zum City-Tunnel angelegt. In Kassel entsteht derzeit die Station Hbf. der RegioTram komplett im Rampengefälle wegen anschließender Unterfahrung des Empfangsgbäudes.

Von einem Verbot solcher Anlagen kann also keine Rede sein.

@MrXY: Danke für Deine Zustimmung. Deine Variante, den D-Süd-Tunnel, falls es ihn jemals geben sollte, in eine Waldheimstrecke münden zu lassen, findet umgekehrt meine Unterstützung. Ich hatte die Idee nur weggelassen, um meinen Beitrag irgendwo zu begrenzen. Denkbar wäre am Bismarckbahnhof auch eine lange Rampe bis zur DB-Trasse - im Sinne einer Regionalstadtbahn. Aber das Projekt dürfte wohl in Hannover durch sein ...

Gruß aus HH,

Helmut
Hallo MrXY,

die (auch von der ÜSTRA favorisierte) Führung einer evtl. D-Strecke vom Zoo über Clausewitzstr. - Freundalle zur Messe/Ost hatte ich ganz bewusst durch eine Führung entsprechend der alten 16 Richtung Kleefeld ersetzt.

Begründung:

Die "in die Länge gezogene" Eigenkreuzung mit Haltestelle dazwischen wäre ein betrieblicher Schwachpunkt ersten Ranges, zumal in diesem Bereich ja auch sehr dichter HVZ-MIV zu berücksichtigen ist. Es ist betrieblich allemal besser, weiterhin eine Linie (6) aus dem Bündel 4,5,6 Richtung Bemerode abknicken zu lassen, während gut 100 Meter weiter eine vom CCH kommende 16 quasi deren dort frei gewordene Fahrplanlage wieder besetzt. Eine Linienführung, wie von Dir vorgeschlagen, erfordert eigentlich eine viergleisige Hst. Clausewitzstr. mit zwei Mittelbahnsteigen - illusorisch.

Von *bequemem* Umsteigen Richtung CCH/Zoo kann keine Rede sein, solange Seitenbahnsteige vorhanden sind.

Und am wichtigsten: Es ist keinem Fahrgast zu vermitteln, wenn an einer Hst. (in diesem Fall "Clausewitzstr." in der heutigen Lage) am selben Bahnsteig zwei Linien (4,5) stadteinwärts abfahren, aber eine (16) stadtauswärts (bzw. in Gegenrichtung umgekehrt). Das wäre (s.o.) nur mit vier Gleisen zu lösen und bliebe auch dann unlogisch.

Mein Vorschlag, die Hst. erneut zu verlegen und die von Ahlem kommende Linie wie die alte 16 zu führen, diente also der Netzklarheit. Und eine Direktanbindung des Bereichs Bhf. Kleefeld/Berckhusenstr. ist auch nicht zu verachten. Den teuren nochmaligen Umzug der Hst. Clausewitzstr. halte ich in diesem Zusammenhang für vertretbar. Billiger als eine viergleisige Anlage wäre es allemal. Außerdem möchte ich den Fahrgästen aus Richtung Kronsberg/Bemerode den gewohnten Fahrweg in die City erhalten; der Umweg über CCH - Zoo - Emmichplatz würde eine Fahrzeitverlängerung mit sich bringen. So etwas sieht kein Kunde gern.

Ferner: Im Normalverkehr nur *ein* Wagen ab Nordhafen ist völlig unrealistisch, so gering frequentiert ist die Strecke nicht. Und wenn ab Strangriede mit drei Wagen gefahren wird, bleibt auf der C-Nord zumindest das heutige Gesamtfassungsvermögen beider Linien erhalten, wenn auch mit deutlich schlechterem Takt. Daher mein Vorschlag, HVZ-Zusatzkurse zu fahren, damit die Nordstadtbewohner nicht die völlig Angeschmierten sind. Außerdem reicht das Wendegleis Freundallee kaum für einen regelmäßigen 10-Min.-Takt aus, wenn dort zusätzlichz noch eine durchgehende Linie verkehrt.

Gruß aus HH,

Helmut



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.07.2006 13:30 von H2U.
Hallo H2U,

ich wollte keinesfalls den Nordhafen ganztätig im 2-Wagenbetrieb durchführen lassen, im HVZ sollten hier dann schon 3-Wagenzüge eingesetzt werden. Fakt ist allerdings, das die Üstra derzeit auch an Sonntag auf der Linie Messe/Ost - Nordhafen teilweise 1-Wagenzüge einsetzt.

Der Einwand der Eigenkreuzung ist sicherlich gerechtfertigt, wie sähe es des denn mit folgender alternativen Streckenführung aus.

A:
7 Wettbergen - Altwarmbüchen
8 Hemmingen - Misburg/Nord
9 Empelde - Fasanenkrug
dazu die A/D-Mischlinie
17 Wettbergen - Königstraße - Zoo/HCC (weiter als Linie 11 Zoo/HCC - Haltenhoffstr.)

B:
1 Langenhagen - Laatzen - <Sarstedt> (oder evtl. nur bis Gleidingen/Süd, falls die Reststrecke irgendwann stillgelegt werden sollte)
2 Alte Heide - Döhren - <Rethen> (und zwar bis zur neuen Seniorenwohnanlage, entspr. der mittelfristgen Planung)
3 (Dragonerstraße) - Hbf. - Messe/Nord
33 Hbf. - Messe/Nord (Veranstaltungslinie)

C:
4 Garbsen - Roderbruch
5 Stöcken - Anderten
6 Nordhafen - Messe/Ost
66 Königworther Platz - Messe/Ost(Expo-Plaza) (Veranstaltungslinie)

Dazu die C/D-Mischlinie
11 Haltenhoffstr. - HCC/Zoo (weiter als Linie 17 HCC/Zoo - Wettbergen)

D:
10 Ahlem - Steintor - Hbf.D - Königstr.

Ein Umstieg, könnte weiterhin in der Clausewitzstr. erfolgen. Legendlich Fahrgäste aus Richtung Messe/Ost müssten weiterhin am Braunschweiger Platz umsteigen oder einen kleineren Fußweg zur Hst. Clausewitzstr. in Kauf nehmen.


Eine Stadtbahnanbindung vom Kleefelder Bahnhof, war sowas nicht mal geplant? Habe sowas mal gelesen, als ich in in alten Unterlagen zum U-Bahnbau gestöbert habe...

Ansonsten finde ich die Streckenführung Steintor - Goseriede (Rampe) Hauptbahnhof - Königstr. recht interessant. Vielleicht könnte man man die angedachte Zwischenstation (Klagesmarkt/Nicolaiviertel/Cinemaxx) auch wechlassen. Nur währe dann ein D-Tunnel nur mit einer Stadion versehen, vielleicht Deutschlands kürzeste U-Bahnstrecke im Innenstadtbereich... ;)

Grüße v. HiMan
Hallo MrXY,

der Linienwechsel von 17 auf 11 (besser: 16) ist sicher nicht uninteressant. Da gab's doch vor kurzem mal eine entsprechende Initiative, die aber schnell von der Stadtbaurätin abgeblockt wurde. Allerdings sah das Konzept die komplette Wiederherstellung der oberiridischen Führung durch die Königstr. vor, und das ist ja von der Stadt ausdrücklich nicht gewollt.

Problem: Mit dem "Trick 17" wird die C-Strecke nicht entlastet, sondern behält ihre vier Linien.Allerdings könnte man die Taktfolge der 11 (16) sicher noch ein bisschen dehnen, ohne jemandem wehzutun. So wäre z.B. denkbar, dass nur jeder 2. Zug der Linie 17 über CCH hinaus als 11 (16) zur Haltenhoffstr. weiterfährt. An Werktagen in Doppeltraktion, damit die Gesamtkapazität in der Nordstadt erhalten bleibt.

Bei Großveranstaltungen im Bereich CCH könnte auch die 10 über Königstr. hinaus bis dorthin weiterfahren.

Man sieht: Jede Variante scheint so ihre Knackpunkte einerseits und interessanten Möglichkeiten andererseits zu haben ;-)

Am liebsten wäre mir übrigens, im Rahmen dieses Netzmodells die Veranstaltungs-Sonderlinie 66 nicht ab Königsworther Platz, sondern ab Hbf./D über Emmichplatz - Zoo - CCH zu führen. Vorteile: Messe-Sonderlinien starten beide ab Hbf., C-Tunnel würde entlastet. Nachteile: Die 66 würde nicht das Zentrum bedienen und hätte eine deutlich verlängerte Fahrzeit. Außerdem wäre nordwestlich der Station Hbf./D zwingend eine teure U-Wendeanlage erforderlich.

Gruß aus HH,

Helmut



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.07.2006 13:32 von H2U.
Direkt ohne Zwischenhalt vom Steintor zum Hbf. zu fahren, entspricht den Vorsorgeplanungen der ÜSTRA. Die Station Klagesmarkt hatte ich vor allem aus politischen Gründen (!) ins Spiel gebracht.

Hintergrund:

Sogenannte (oder selbsternannte) "alternative Verkehrsplaner" lehnen den D-Tunnel nach wie vor grundsätzlich ab. Das ist auch die Grundposition der im hannoverschen Rat nach wie vor recht stark vertretenen Grünen.

Um auch diese Gruppen evtl. für einen "kleinen" D-Tunnel interessieren zu können, kam ich auf die Idee, der Strecke einen attraktiven Zusatznutzen zu verpassen, eben die Wiederanbindung des Bereichs Nicolaiviertel ans Schienennetz.

Dabei dachte ich zunächst sogar an eine oberirdische Haltestelle in der Celler Str., aber von dort wäre das große Gefälle bis Hbf./D nicht mehr zu meistern. Alternativ wäre eine nach oben offene Rampenhaltestelle möglich, sobald der Kreuzungsbereich An der Goseriede/Am Klagesmarkt/Celler Str./Otto-Brenner-Str. unterfahren ist. "Endgültig" in den Untergrund ginge es dann erst am Südende dieser Hst. auf Höhe Cinemaxx. Die Stationszugänge ließen sich dann deutlich einfacher anlegen als im Fall einer "überdeckelten" Hst., Beispiel für eine solche Bauweise wäre "Bemerode/Mitte".

Gruß aus HH,

Helmut



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.07.2006 13:19 von H2U.
Hallo MrXY,

an eine Wiederherstellung der alten Trasse auf dem Friedrichswall hatte ich zunächst auch gedacht, bin davon aber wieder abgerückt.

Begründung:

1) Die verödenden Bereiche Breite Str. und Marktstr. hätten eine Aufwertung bitter nötig und könnten mit einer attraktiven Tram evtl. wieder blühende Geschäftsmeilen werden. (Zwischenstop: Aegidienkirche)

2) Eine Verknüpfung mit den A-Linien an der Hst. Markthalle/Landtag halte ich für zwingend notwendig.

3) Der Ring sollte die Altstadt mit ihren Geschäften, Kneipen und Events zumindest in geringstmöglicher Entfernung tangieren. Gewährleistet ist das durch die Führung Schmiedestr. mit Zwischenstopps: Marktkirche, Am Marstall, Am Hohen Ufer (direkt vorm ÜSTRA-Hauptquartier ;-), ersetzt außerdem die heutige Hst. Clevertor gleich mit). Gerade die Verbindung Altstadt - Oldtimerfahrten halte ich für unschlagbar attraktiv.

Eine Führung über Leibnizufer, wie von Dir vorgeschlagen, wäre zu cityfern und hätte wenig Nutzen. Ich gebe allerdings zu, dass sie wesentlich einfacher zu trassieren wäre. Sie wäre jedoch auch deutlich länger, und das frisst evtl. Kostenvorteile wieder auf

Hallo H2U,

die Führung der Ringstrecke ist auf alle Fälle ne interesse Sache, aber ob diese überhaupt jemals realisiert wird oder werden könnte halte ich doch für recht fraglich. Gerade auf den Blickpunkt Aegi, wo gerade erst die mittlere Busspur aufgelöst wurde und durch ein Kunstwerk ersetzt wird. Und eine zusätzliche Führung einer Tram über den Hauptfahrstreifen ist sicherlich auch ein Verkehrshindernis erster Güte. Hier käme vielleicht eine Ringbuslinie viel besser zur Geltung, aber auch diese halte ich aus heutiger Sicht nicht für durchsetzbar.
Aus dieser Hinsicht es es Sicherlich zu überlegen, zumal da das Cinemaxx auch endlich eine attraktive Stadbahnanbindung bekommt. Es währ sichlerlich auch zu überlegen ob man hier eine in der länge gezogene Rampe herstellt, die nur im Bereich von Straßenüberführungen überdeckelt wird, hier hätte man dann auch gleich die Gelegenheit den vorhandenden Kreisel zu einer T-Kreuzung umzubauen, wie es bereits seit längerer Zeit geplant ist. Die Hst. würde dann in mittellage (derzeitige Grünstreifen) der Celler Str. liegen und von dort könnte die Stadtbahn direkt in den Tunnel führen...
Hierzu vielleicht noch mal ein Gedankendank von mir:
>
> Am liebsten wäre mir übrigens, im Rahmen dieses
> Netzmodells die Veranstaltungs-Sonderlinie 66
> nicht ab Königsworther Platz, sondern ab Hbf./D
> über Emmichplatz - Zoo - CCH zu führen. Vorteile:
> Messe-Sonderlinien starten beide ab Hbf., C-Tunnel
> würde entlastet. Nachteile: Die 66 würde nicht das
> Zentrum bedienen und hätte eine deutlich
> verlängerte Fahrzeit. Außerdem wäre nordwestlich
> der Station Hbf./D zwingend eine teure
> U-Wendeanlage erforderlich.
>


Warum keine verlängeert Veranstaltungslinie: Stadtionbrücke - Steintor - Haupbahnhof D - Zoo/HCC und von dor aus weiter bis Messe/Ost. Hier könnte man je nach Veranstaltung die Linie verkürzen, entsprechend des Veranstalungsort. Das Zentrum würde dann durch 6 bzw. 7 bedient werden, entsprechend könnte diese Linie 66/77 genannt werden....



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.07.2006 15:13 von MrXY.
MrXY schrieb:
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> Warum keine verlängeert Veranstaltungslinie:
> Stadtionbrücke - Steintor - Haupbahnhof D -
> Zoo/HCC und von dor aus weiter bis Messe/Ost. Hier
> könnte man je nach Veranstaltung die Linie
> verkürzen, entsprechend des Veranstalungsort. Das
> Zentrum würde dann durch 6 bzw. 7 bedient werden,
> entsprechend könnte diese Linie 66/77 genannt
> werden....

Dann könnte diese Veranstaltungslinie nur mit 3-Wagen-Zügen fahren und die Anlage an der Stadionbrücke ist nur eingleisig.
Ja die Anlage an der Stadionbrücke ist nur eingleisig, aber das stellt derzeit meines wissens auch keine Probleme da. Vierwagenzüge verkehren bei Veranstaltungen in der AWD-Arena bisher auf der Strecke HBF - Waterloo - Glocksee, das könnte auch weiterhin so bleiben, genaus könnte mit der Linie 66 verfahren werden. 4-Wagenzüge fahren weiterhin ab Königworther Platz, bzw. Fuhsestr. als E-Züge, diese können ehe nicht an allen Haltstellen auf der Messe/Ost-Linie halten.
Hallo MrXY,

erstmal vielen Dank für den interessanten Dialog. So etwas ist den paar Foren, die ich regelmäßig besuche, nicht selbstverständlich. Nun zu Deinem letzten Eintrag:

> die Führung der Ringstrecke ist auf alle Fälle ne interesse Sache,
> aber ob diese überhaupt jemals realisiert wird oder werden könnte
> halte ich doch für recht fraglich.

Ich auch ;-) Ein solches Projekt würde nicht mal das standardisierte Bewertungsverfahren überleben. Noch ein paar Gedanken dazu: Ausgangspunkt meines gesamten Vorschlags war die Tatsache, dass der D-Tunnel (nicht nur) bei Lokalpolitikern äußerst umstritten ist und speziell die in H traditionell starke Grünen-Fraktion ihn strikt ablehnt. Daher die Überlegung, der D-Tunnel-Opposition eine kleine Lösung schmackhaft zu machen, indem man auch die Schiene an der City-Oberfläche stärkt. (Nicht ganz neu, auch die ÜSTRA selbst stellte in den 90er-Jahren solche Überlegungen zur Diskussion.)

Die Zielvorstellung "schienenfreie Innenstadt", auf die sogar einige Forumsteilnehmer immer noch abfahren, als sei sie was tolles, ist doch ein längst abgehaktes Modell von vorgestern. Sogar in Frankfurt/M. denkt man heute schon weiter. "Schienenfreie Innenstadt" klingt irgendwie auch so abwertend, als wäre die Schiene plötzlich ein Verkehrsweg dritter Klasse und daher unbedingt stillzulegen oder mindestens einzubuddeln.

Die oberirdische neue Hst. "Steintor" direkt über der C-Station (übrigens keine Idee von mir) würde eben theoretisch die Möglichkeit eröffnen, das alte Reststück sinnvoll einzubinden und etwas Neues daraus zu machen. Ich gebe gerne zu, dass mir beim Entwurf des Cityrings in erster Linie ein gelegentlicher Oldie-Planverkehr als besondere Sehenswürdigkeit durch den Kopf spukte. Vor vielen Jahren gab es mal das bei Fans in aller Welt berühmte "San Francisco Trolley Festival", bei dem auch Oldies aus europäischen Städten mitfuhren. Etwas ähnliches in H (womöglich in Zusammenarbeit mit dem HSM) wäre schon eine feine Sache.

Ansonsten ist klar, dass ein solcher Ring mit seinem kleinen separaten Fuhrpark alleine nicht lebensfähig wäre. Überschlägig gerechnet, wäre die Strecke höchstens 5 km lang; ein Umlauf würde rund 15 min dauern. Für einen (sinnvollen) 5-Min-Takt braucht man also ungefähr 3 Nf-Fahrzeuge je Richtung, dazu vielleicht 2 Reserve, also insgesamt etwa 8 - das nennt man "Splittergattung". Die alten Vorschläge der ÜSTRA gingen deshalb auch weit darüber hinaus. Da gab es noch einen Außenring (u.a. über Königstr. - Emmichplatz - Bödekerstr.) und diverse Zweigstrecken, z.B. Friedrichswall - Nordufer - Stadion.

Mir gefällt auch das Stadtbahnnetz in seiner heutigen Form sehr gut; es gehört auf jeden Fall in die Spitzengruppe in Deutschland, wenn nicht sogar weltweit. Die vernünftige Einbindung der D-West ist aber nach wie vor ein ungelöster Knackpunkt. Meine Idee einer Rampenstrecke Goseriede - Celler Str. ist, soweit ich weiß, neu und vielleicht ein Denkansatz, der auch Skeptiker überzeugen könnte. Vielleicht arbeite ich das Ganze mal detailliert aus und schicke es an die Entscheidungsträger ;-)

> Gerade auf den Blickpunkt Aegi, wo gerade erst die mittlere Busspur
> aufgelöst wurde und durch ein Kunstwerk ersetzt wird.

Aua, davon wusste ich ja noch gar nichts, als Wahl-Hamburger kriegt man nicht mehr alles mit. Die Busspur war doch erst ein paar Jahre alt - ein Irrsinn ersten Ranges, aber solchen Quatsch hatte man in H ja schon immer gut drauf :-(

Gruß aus HH,

Helmut
H2U schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo MrXY,
>

> > Gerade auf den Blickpunkt Aegi, wo gerade
> erst die mittlere Busspur
> > aufgelöst wurde und durch ein Kunstwerk
> ersetzt wird.
>
> Aua, davon wusste ich ja noch gar nichts, als
> Wahl-Hamburger kriegt man nicht mehr alles mit.
> Die Busspur war doch erst ein paar Jahre alt - ein
> Irrsinn ersten Ranges, aber solchen Quatsch hatte
> man in H ja schon immer gut drauf :-(
>
> Gruß aus HH,
>
> Helmut

Da haben sie die Busspur dierekt auf dem Aegi halbiert und dort Blumen kübel hin gestellt. Das ist auf dem Mist vom Nord LB Chef verzapft, der diese graue Farbe nicht mochte

H2U
Re: [H] NordLB-Blumenkübel
05.07.2006 14:09
Einsame Klasse ;-) Nichts gegen ein bisschen mehr Grünzeug im Straßenraum, aber das ist ja wohl ein schlechter Scherz. Mir gefällt der Amtssitz des NordLB-Chefs auch nicht, vielleicht kann man den Glaspalast ja mit Efeu zuranken lassen ;-))
Na wenn es denn nur Blumenkübel bleiben würden währe es ja noch recht ansehnlich, aber diesen Fahnenwald den Sie dort aufbauen wollen ist nicht sehr ansehnlich finde ich... Im Moment herrscht da nur ein Baustopp wg. der WM. Übrigens wollte man eigentlich dort ein richtiges Kunstwerk erreichten, was aber meines Wissens wegen der Traglast der unterliegenden U-Bahndecke nicht realisiert werden konnte.

Na so wirklich hübsch ist das neue NordLB übringens echt nicht...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.07.2006 23:30 von MrXY.
Och dafür doch nicht H2U.. ;)

Ja wie gesagt diese Ringstrecke währe eine echte Attrakion für Hannover, wenn hier regelmäßig Oldtimerfahrzeuge verkehren würden. Solche Strecken gibt es in anderen Städten ja auch. Aber ich bin gerade heute erst wieder über eine Drucksache der Stadt Hannover gestolpert wo die Grünen forden eine Machbarkeitsstudie für eine alternative Tramstrecke (mit Niederflurstraßenbahnen) auf der jetztigen 10 zu erstellen, als Alternative für einen Komplettausbau mit Hochbahnsteigen, den es auf dieser Strecke selbst auf langfristige Sicht nicht gibt. Hier könnte man sich fragen, was währe aufwendiger? Ein Rückbau der vorhandenden Hochbahnsteige oder den Bau eines Tunnels einschließlich Bau der noch fehlenden Hochbahnsteigen, ich denke hier währe der Ausbau als Tramstrecke eindeutig kostengünstiger. Allerdings denke ich auch, das damit ein Bau einer solchen Trasse bis in die Südstadt nicht gegeben ist. Eine Tram durch die vollen Straßen der Südstadt fahren zu lassen könnte dort den Verkehr auch ganz zum erliegen bringen, ganz davon abgesehen das während der Bauphase nichts mehr gehen würde.

Aber vielleicht gibt es tatsächlich eine Lösung für ein neues Tunnelmodell, in einem Leitantrag einer hannoverischen Partei im Hinblick auf die Komunalwahl wird gefordet diesen Tunnel zwischen Steintor und Hauptbahnhof endlich zu bauen. Ich denke wenn es gelingen würde durch eine sinnvolle Streckenführung über dem Steintor einschließlich eines Bau eines Hochbahnsteiges und Neugestaltung des Steintorplatzes die Verkehrssituation dort zu verbessern könnte dieser Tunnel vielleicht mal tatsächlich gebaut werden. Wenn auch nur bis Hauptbahnhof. Was nun ja auch nicht unbedingt heissen muss, das dann die oberirdische Streckenführung aufgegeben wird. Hier könnte man z. B. Überlegen ob man nicht vom Busstopp am Steintor aus eine Tramlinie über Hauptbahnhof - Königstr. zum Zoo baut. Hier müsste man nur dann überlegen ob man eine Erschließung des HCC/ZOO vom Kröpke oder vom Hauptbahnhof wünscht. Sicherlich ist dieser Vorschlag auch Utopie aber eine Überlegung währe es sicherlich wert. Ein möglicher weiterer Streckenbau Richtung Südstadt und Waldheim könnte dann später durchaus von Hauptbahnhof erfolgen.

Grüße nach HH
XY



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.07.2006 23:05 von MrXY.
Erstaunlich, wie viel von den hier unterbreiteten Vorschlägen im NVP 2008 gelandet sind.

Hier findet man übrigens gestrichelt den einstmals geplanten D-Tunnel-Verlauf in der Innenstadt, wie er auch jetzt wieder diskutiert wird: [www.stadtplandienst.de]

Nach diesem Plan liegt die Ernst-August-Galerie direkt über der Trasse. Ist bekannt, ob das Einkaufszentrum auf eine Unterfahrung durch die D-Linie vorbereitet wird oder ob gar Vorleistungen ähnlich des Ihme-Zentrums getroffen werden?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.08.2007 21:49 von Schnitzelesser.
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