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Bau weiterer Hochbahnsteige auf der Stöckener Strecke
geschrieben von Thorsten Bartel 
Hallo an alle Hannoveraner!

Weiß jemand von Euch, ob es konkrete Planungen (Zeitangaben) zum Bau von Hochbahnsteigen im Zuge der Stöcken / Garbsener Strecke gibt?

Besinders würde mich mal interssieren, wann endlich am Herrenhäuser markt ein Hochbahnsteig gebaut wird. Die Hst. wird sehr stark frequentiert aber bisher hat sich da nicht allzuviel getan.

Ich frage mich auch, ob Hst. wie "Am Suaerwinkel" unbedingt einen Hochbahnsteig brauchen, da ist kaum was los aber ex Münterstraße, da tut sich jarnüscht.

MfG
Thorsten Bartel
Hallo Thorsten,

ich bin zwar "nur" ein Ex-Hannoveraner, aber ich versuche mal zu antworten.

Ob es konkrete Zeitplanungen gibt, weiß ich nicht. Klar ist, dass wegen der gekürzten Regionalisierungsmittel die Investitionen über einen längeren Zeitraum gestreckt werden. Der Bau von Hochbahnsteigen wird also (noch) langsamer vorangehen als bisher.

Nach Fahrgastfrequenz geht es nicht unbedingt - dann hätte "Peiner Straße" in Döhren (letzte Flachinsel der Messelinien 8/18!) längst einen Hochbahnsteig haben müssen. Er ist hier aber wegen der Betriebshofzufahrt, die verlegt werden müsste, sehr schwierig und teuer zu bauen.

"Herrenhäuser Markt" dürfte nur per Mittelbahnsteig auf Fahrzeugfußbödenhöhe zu bringen sein. Das erfordert eine Verschwenkung der Gleise - auch teuer ...

Die scheintote Haltestelle "Am Sauerwinkel" braucht deshalb einen Hochbahnsteig, weil dann (mit dem ebenfalls beschlossenen Umbau "Spannhagengarten" und "Klingerstraße") die A-Strecke zwischen Wettbergen und AWB komplett umgerüstet ist und mit Wagen ohne Klappstufen befahren werden kann. Solche Fahrzeuge dürften zur nächsten Beschaffungswelle gehören.

Gruß aus HH,

Helmut



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.11.2006 12:54 von H2U.
Lieber Helmut!

Danke für Deine Antwort.

Wenn ich mich recht erinnere, gibt es allerdings an der Hst. Schünemannpaltz noch keinen Hochbahnsteig und dort kommt wohl auch nur ein Mittelbahnsteig in Frage. Also auch Gleise verschwenken angesagt.

Du hast recht - von der Frequenz har hat Peiner Str. auf jeden Fall einen Hochbahnsteig verdient.

Beste Grüße aus Berlin!

Thorsten
H2U
Re: Schünemannplatz
10.11.2006 11:15
Hi Thorsten,

hast Recht, Schünemannplatz hatte ich vergessen. Ist aber auch im Plan zur Umsetzung bis spätestens 2008. Und wird - ebenfalls richtig - sicher ein Mittelbahnsteig, weil das Straßenprofil gar nichts anderes zulässt.

Da ist man in Hannover leider sehr inkonsequent. Die Haltestelle Bothmerstr. (Messeabzweig) hat aus Kostengründen 100-m-Seitenhochbahnsteige bekommen, obwohl aus betrieblicher Sicht ein Mittelbahnsteig eigentlich zwingend notwendig gewesen wäre, wegen der starken Eck-Umsteigebeziehung Laatzen --> Messe bei Großveranstaltungen. Bei viel weniger wichtigen Hst. hat man dagegen mit der teuren Gleisverschwenkung offenbar kein Problem (z.B. Kirchröder Strecke).

Schauen wir mal, wie es mit dem Umbau der Haltestellen weitergeht. Komplett barrierefrei wird das System wohl leider nie, fürchte ich. Oder frühestens in 20, 30 Jahren ...

Liebe Grüße aus HH,

Helmut
Moin,

Hochbahnsteige in Hannover ist eigentlich ein rechtes Trauerspiel. Abgesehen von den Tunnels waren das lange Zeit eher insuläre Erscheinungen. 1976 Lahe, 1980 der Vahrenheider Ast (unglaublich stark frequentiert...), dann hier und da mal eine Endstation, sonst - nix. Bedenke: Sowohl in der Vahrenwalder als auch in der Hildesheimer Straße wurden die Strecken in den 1980er Jahren *komplett* neu gebaut und in ihrer neuen Lage von Anfang an ausschließlich von Hochflurfahrzeugen befahren. Rückblickend ist es eigentlich vollkommen unverständlich, wieso hier nicht von vornherein Hochbahnsteige gebaut wurden...

Aber selbst in den 1990er Jahren gab es im Umland noch Tiefbahnsteig-Neubauten: Langenhagen/Angerstraße und die Gleidinger Ortsdurchfahrt fallen da negativ auf.

Bleibt zu hoffen, dass trotz der Kürzungen beim Bundesgeld das Hochbahnsteigprogramm fortgesetzt werden kann und wenigstens auf der A-Strecke die Lücken geschlossen werden.

Ciao, Dirk
dirkhillbrecht schrieb:
-------------------------------------------------------
> Bleibt zu hoffen, dass trotz der Kürzungen beim
> Bundesgeld das Hochbahnsteigprogramm fortgesetzt
> werden kann und wenigstens auf der A-Strecke die
> Lücken geschlossen werden.
>
Am besten wäre der Bau des Tunnels von Altenbekener Damm bis Peiner Straße, wie es ursprünglich angedacht war. Aber das dürfte wohl noch unwahrscheinlicher als der Bau von bloßen Hochbahnsteigen sein.
Nachrüstung von Haltestellen mit Hochbahnsteigen (Plan)

2007: Klingerstraße, Spannhagengarten
2008: Schünemannplatz, Am Sauerwinkel (damit ist die Linie 3 komplett behindertengerecht)
2009: Peiner Straße, Dorfstraße
2010: Kantplatz, Uhlhornstraße, Küchengarten/Ihmezentrum
2011: Herrenhäuser Markt, Leinhausen/Bhf, Misburger Straße
2012: Universität, Schneiderberg, Parkaus
2013: Hogrefestraße, Weizenfeldstraße, Laatzen (Schleife)
2014: Saarbrückener Straße, Großer Hillen
2015: Schaumburgstr, Hemelingstraße
2016: Schwarzer Bär, Badenstedt / Denkmal, Stadthalle/HCC
2017: Wasserturm, Wiesenau, Leinaustr
2018: Rethen/Nord, Rethen/Bhf
2019: Fasanenkrug, Kurze-Kamp-Straße, Rethen/Steinfeld
2020: Hainhölzer Markt, Krepenstraße
2021: Nordstadt/Bhf, Bernhard-Caspar-Straße
2022: Laatzen/Park der SInne, Gleidingen Nord

Saarbrückenerstraße ersetzt Mettlacher und Kaiser-Wilhelm-Straße
Hainhölzer Markt ersetzt Bertram- und Chamissostraße
Vor allem hätte man Mittelhochbahnsteige bauen sollen - aber an den aufwendigen und fahrgastunfreundlcihen Richtungsbahnsteigen hat sicher jemand ein Heidengeld verdient.

@TW6001:

Schwarzer Bär wird evtl. schon vor Plan in Angriff genommen, weil die marode Benno-Ohnesorg-Brücke ohnehin in Bälde ersetzt werden muss. Dann kann auf dem Neubau auch ein Mittelhochbahnsteig entstehen, der die beiden heutigen Haltestellen Schwarzer Bär und die Hst. Humboldtstr. ersetzt.

@Strassenbahn statt Strassenwahn:

Diese Diskussion hatten wir hier schon öfter. Falsche Aussagen werden aber vom Wiederholen nicht richtiger. Die Stadtbahn Hannover ist aus einem mit Einrichtungswagen befahrenen Straßenbahnsystem hervorgegangen. Damit lag und liegt die Position oberirdischer Bahnsteige weitgehend fest. Mittelbahnsteige erfordern immer eine aufwendige Gleisverschwenkung und sind infolgedessen wesentlich teurer.

In Bezug auf Tunnelstationen hast Du allerdings Recht; da wären Mittelbahnsteige die bessere und billigere Lösung gewesen, zumal man in weniger stark frequentierten Stationen keine Verteilerebene gebraucht hätte.
Hallo,

Waere es nicht sinnvoller wenn man Stadthalle/HCC schon zusammen mit Peiner Straße bauen würde, dann könnte man auf der 11 auch schon die geplannten Stadtbahnwagen ohne Klapptrittstufen einsetzen.

gruß xqwitz
H2U
@Jan Gnoth
03.08.2007 14:46
dirkhillbrecht schrieb:
-------------------------------------------------------
>> Bleibt zu hoffen, dass trotz der Kürzungen beim
>> Bundesgeld das Hochbahnsteigprogramm fortgesetzt
>> werden kann und wenigstens auf der A-Strecke die
>> Lücken geschlossen werden.

Jan Gnoth antwortete wie folgt:

> Am besten wäre der Bau des Tunnels von Altenbekener Damm
> bis Peiner Straße, wie es ursprünglich angedacht war.
> Aber das dürfte wohl noch unwahrscheinlicher als der
> Bau von bloßen Hochbahnsteigen sein.

1) Die A-Strecke ist die von Wettbergen bzw. Empelde nach Altwarmbüchen bzw. Fasanenkrug. Zum Bau von Hochbahnsteigen dort ist ein Tunnel unter der Hildesheimer Straße (Strecke B-Süd) irgendwie nicht so recht eine Alternative ;-)))

2) Der Bau eines Tunnels im Süden der Stadt würde eine der bestausgebauten Strecken ersetzen - zwischen Rampe Elkartallee und Döhrener Turm ist die sogar auf gut einem Kilometer Länge kreuzungsfrei. Was wäre an einem derart überflüssigen Tunnel gut? Da kann man entlang anderer Äste schon eher dringenden Handlungsbedarf diagnostizieren, z.B. auf beiden Lindener Achsen (A West und D West).

3) Was ist am Bau von Hochbahnsteigen so unwahrscheinlich? Auf der B-Süd-Bündelstrecke fehlt nur noch Peiner Straße (Umbau 2009).

Re: @Jan Gnoth
06.08.2007 12:45
>Waere es nicht sinnvoller wenn man Stadthalle/HCC schon zusammen mit Peiner Straße >bauen würde, dann könnte man auf der 11 auch schon die geplannten Stadtbahnwagen >ohne Klapptrittstufen einsetzen.

ich denke das ist ein wenig verfrüht, denn es gibt ja noch nicht mal konkrete planungen wie dieses neue fahrzeug aussehen soll.

die TW6000 sind eigentlich noch so gut in schuss, dass man die noch weitere 20 jahre einsetzen könnte. hannover scheint zu viel geld zu haben, anderswo werden die fahrzeuge einfach ein wenig modernisiert und fahren dann noch lange weiter
H2U
@TW6001
06.08.2007 13:16
1) Dein Eintrag sollte sinnvollerweise unter der Betreffzeile @xqwitz laufen, denn den zitierst Du doch, nicht Jan Gnoth ;-)

2) Konkrete Planungen gibt's zwar noch nicht, sehr wohl aber die Absichtserklärung, solche Wagen ab etwa 2011/12 zu beschaffen.

3) Irgendwann steht jeder Verkehrsbetrieb vor der Frage, ältere Fahrzeuge mit immer mehr zunehmendem Aufwand weiterhin zu unterhalten oder neue Wagen zu beschaffen, was nichts mit falsch verstandenem Modernismus oder gar mit "zu viel Geld" zu tun hat. Es ist manchmal einfach die wirtschaftlich sinnvollere Entscheidung.

Ich setze mal als bekannt voraus, dass die Klapp- und Schwenkstufenmechanismen zu den störanfälligsten Baugruppen überhaupt gehören. Es ist daher durchaus verständlich, dass die Üstra so bald wie möglich Triebwagen einsetzen möchte, die ohne diese Mimik auskommen.

Noch ein Aspekt: Wagen mit Trittstufenkästen, die in den Rahmen eingeschnitten sind, erfordern im Kastengerippe aufwendige und schwere Hilfskonstruktionen zur Umlenkung von Längsstoßkräften. Fahrzeuge ohne Stufenkästen haben einfach durchgehende Langträger. Das macht sie deutlich leichter (Oberbauverschleiß, Stromverbrauch!) und prinzipiell auch preisgünstiger.

Übrigens ist bis jetzt kein 6000er "anderswo modernisiert" worden. Das hat die Üstra-Hauptwerkstatt mit den verkauften Exemplaren selbst gemacht. Der Verkehrsbetrieb hat damit noch ganz gut Geld verdient.
@H2U: Ich habe leider keine genauen Zahlen vorliegen aber ich kann mir nicht denken, daß eine Gleiserweiterung teurer sein soll, als der Bau zweier Seitenbahnsteige. Man benötigt doch z.B. 4 Rampen an den zu und Abgängen, 2 Fahrkartenautomaten und Informationsvitrinen, vielleicht auch noch 2 Infosäulen und 2 Nothalte. Bei Tunnelstationen kommen dann auch noch 2 Aufzüge dazu.

Sorry aber das kann ich mir wirklich nicht vortsellen. Außerdem, wenn dem so wäre, dann wundert es mich, warum Bielefeld so viele Mittelbahnsteige hat.

Das man die Tunnelstationen damals mit Seitenbahnsteigen ausgestattet hat, kann ich insofern verstehen, als das man ja die Tunnel in Hannover ursprünglich mit Straßenbahnfahrzeugen befahren wollte.

Auf den oberirdischen Anschlußstrecken sind meines Erachtens nach Mittelhochbahnsteige nicht nur praktischer sondern auch preisgünstiger (siehe oben). Ich lasse mich gerne korriegieren, sollte mir jemand nachweisliche Zahlen vorlegen. Und als man an den Bau der Hochbahnsteige auf den Anschlußstrecken ging, da hatte man ja nun schon Zweirichtungsfahrzeuge!

Fatal finde ich zudem. daß man die zur Umstellung auf Stadtbahnbetrieb vorgesehenen Strecken nicht gleich mit Hochbahnsteigen, sondern mit Tiefbahnsteigen ausstattete, auch wenn diese wie auf der Stöckener Strecke zu einem großen Teil neu gebaut wurden (1985). Krassestes Beispiel ist wohl die Hst. Langenhagen, Angerstraße, die noch 1992 einen Niedrigbahnsteig erhielt.

Ich denke, daß Projekt "Voll - U - Bahn" war spätestens Mitte der 1980iger Jahre passe. Somit hätte man also den Bau von Hochbahnsteigen viel eher in Angriff nehmen müßen. Ich denke da nur an Stuttgart: dort bekam jede neue Stadtbahn ihre Hochbahnsteige und nicht erst Jahrzehnte ,nachdem sie eröffnet wurde, sondern zur Eröffnung! Nur ganz wenige Stationen waren bzw. sind ohne Hochbahnsteig.

Hinzu kommt, daß man die Reihefolge zum Bau der Hochbahnsteige nicht so ganz nachvollziehen kann. Wieso bekommt eine Haltestelle wie "Am Sauerwinkel" einen Hochbahnsteig, die stark frequentierte Hst "Herrenhäuser Markt" aber erst 2011?.

Viele Fragen, die die ÜStra schuldig bleibt...


Haufenweise interessante Aspekte! Ich antworte morgen ausführlich, heute habe ich leider nicht die Zeit dafür.

Bis denn
Entschuldige bitte zunächst, dass ich Dich großflächig zitiere. Ist sonst nicht meine Art, vereinfacht in diesem Fall aber das Verfahren.

> Ich habe leider keine genauen Zahlen vorliegen
> aber ich kann mir nicht denken, daß eine Gleiserweiterung teurer sein soll,
> als der Bau zweier Seitenbahnsteige.
> Man benötigt doch z.B. 4 Rampen an den zu und Abgängen,
> 2 Fahrkartenautomaten und Informationsvitrinen,
> vielleicht auch noch 2 Infosäulen und 2 Nothalte.

Genaue Zahlen habe ich leider auch nicht. Ich glaube aber trotzdem nicht, dass die Aufschüttung zweier Erdhügel oder das Zusammenschrauben zweier Plattformen aus Standard-Fertigteilen teurer kommt als umfangreicher Gleisneubau.

Zwei interessante Beispiele:

1) In den späten 90ern wurden die beiden Mittelhochbahnsteige "Annastift" und "Bleekstraße" im Verlauf der Linie 5 gebaut. Die veranschlagten Kosten beliefen sich (für beide zusammen) auf rund 13 Mio. DM, was für reichlich Wirbel in der Lokalpresse sorgte. Ich selbst habe damals in einem (veröffentlichten) Leserbrief an die HAZ darauf hingewiesen, dass man für dieselbe Summe im Raum Hannover locker 26 Einfamilienhäuser gehobenen Standards auf großen Grundstücken bauen könne. Die enormen Kosten wurden damit begründet, dass in großem Stil städtische Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt werden müssten, um bei späteren Reparaturen nicht den Gleis- und Bahnsteigbereich aufreißen zu müssen, ferner mit der notwendigen Gleisverschwenkung (=Neubau!) auf beachtlicher Länge. Ich gehe von etwa 130 Metern aus (70 Meter Bahnsteig + je ca. 30 Meter "Trompete" davor und dahinter).

2) Für die Haltestelle "Bothmerstraße" (Messeabzweig) in Wülfel wünschte sich die ÜSTRA aus betrieblichen Gründen ausdrücklich einen Mittelbahnsteig wegen der starken Eck-Umsteigebeziehung Laatzen <> Messe zu Messezeiten. Der wäre in der Tat die einzig sinnvolle Lösung gewesen. Die Region Hannover war aber nur bereit, die - am Ende auch realisierte - grottenschlechte Billiglösung mit zwei Seitenbahnsteigen in exakter Lage der früheren Flachhaltestelle mitzufinanzieren. Hier hat man kurzsichtig buchstäblich Mist gebaut, aber der Mittelbahnsteig wäre wegen der großflächigen Gleisverschwenkungen laut Region um ein Vielfaches teurer geworden. Das liegt sicher auch daran, dass man den kompletten Abzweig neu hätte trassieren müssen, und Weichen sind nun mal kostspielig. Insofern ist es sicher kein repräsentatives Beispiel. Andererseits: Am "Nackenberg" in Kleefeld hat man genau das gemacht. Das verstehe, wer will. Ich nicht, Du sicher auch nicht :-)

> Bei Tunnelstationen kommen dann auch noch 2 Aufzüge dazu.
> Sorry aber das kann ich mir wirklich nicht vortsellen.

Lesen hilft ;-) Dass *Tunnel*stationen mit Mittelbahnsteig ganz sicher günstiger sind, zumal sich in Einzelfällen die Verteilerebene einsparen lässt, hatte ich in meinem vorletzten Posting ja bereits bestätigt.

> Das man die Tunnelstationen damals mit Seitenbahnsteigen ausgestattet hat,
> kann ich insofern verstehen, als das man ja die Tunnel in Hannover
> ursprünglich mit Straßenbahnfahrzeugen befahren wollte.

Das gilt nur für den A-Tunnel Waterloo <> Lister Platz. B- und C-Tunnel wurden bereits von Anfang an ohne Rücksicht auf ER-Fahrzeuge geplant (Richtungsbetrieb an Mittelbahnsteigen Hbf. und Aegi).

> Fatal finde ich zudem. daß man die zur Umstellung auf Stadtbahnbetrieb
> vorgesehenen Strecken nicht gleich mit Hochbahnsteigen, sondern mit
> Tiefbahnsteigen ausstattete, auch wenn diese wie auf der Stöckener Strecke
> zu einem großen Teil neu gebaut wurden (1985). Krassestes Beispiel
> ist wohl die Hst. Langenhagen, Angerstraße,
> die noch 1992 einen Niedrigbahnsteig erhielt.

Wurde ja weiter oben schon gesagt. 100% Zustimmung!

> Hinzu kommt, daß man die Reihefolge zum Bau der Hochbahnsteige nicht so ganz
> nachvollziehen kann. Wieso bekommt eine Haltestelle wie "Am Sauerwinkel" einen
> Hochbahnsteig, die stark frequentierte Hst "Herrenhäuser Markt"
> aber erst 2011?

Wenn man den Zeitplan anschaut, hat man wirklich das Gefühl, die Dinger werden nach dem Gießkannenprinzip verteilt. Was aber "Am Sauerwinkel" betrifft, gilt -sorry - wieder der gut gemeinte Rat: Lesen hilft manchmal weiter ;-) Wie ich in einem frühen Beitrag zu diesem Thread bereits erwähnte, geht es in dem Fall nur um den letzten Lückenschluss auf der Strecke Wettbergen <> Awb, die als erste mit stufenlosen Next-Generation-Triebwagen befahren werden soll. Mit der Bedeutung der Hst. hat es nichts zu tun.

Schönes Wochenende und Gruß aus HH,

Helmut

(ab heute 17 h für drei Wochen offline)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.2007 11:10 von H2U.
? @TW6001
10.08.2007 13:41
TW6001 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Nachrüstung von Haltestellen mit Hochbahnsteigen
> (Plan)
>
> 2016: Schwarzer Bär, Badenstedt / Denkmal,
...
> 2022: Laatzen/Park der SInne, Gleidingen Nord

woher hast du diese Daten? Im Entwurf des Nahverkehrsplans 2008 sind nur die Daten bis 2015 enthalten.

H2U
@nonoh
10.08.2007 13:54
Die Daten hat er aus dem Straßenbahn Magazin 8/2007, dort veröffentlicht von Achim Uhlenhut. Das ist ein Autor, der bisher eigentlich immer mit hoher journalistischer und fachlicher Kompetenz aufgefallen ist. Deshalb unterstelle ich mal, dass er über sichere Quellen verfügt.
@H2U
10.08.2007 17:40
H2U schrieb:
-------------------------------------------------------
> Die Daten hat er aus dem Straßenbahn Magazin
> 8/2007, dort veröffentlicht von Achim Uhlenhut.
> Das ist ein Autor, der bisher eigentlich immer mit
> hoher journalistischer und fachlicher Kompetenz
> aufgefallen ist. Deshalb unterstelle ich mal, dass
> er über sichere Quellen verfügt.

Die Kompetenz des Autors möchte ich nicht anzweifeln. Trotzdem wäre es interessant, woher der diese Angaben hat. Wenn im NVP 2008 darüber nichts drinsteht, können das doch eigentlich nur Spekulationen sein, wenn vielleicht auch gut begründete. Ich glaube aber nicht, dass z.B. die im 20 Minuten Takt angefahrene Station Gleidingen/Nord einen Hochbahnsteig erhält, bevor nicht alle Stationen der B-Nord entsprechend ausgerüstet sind. Bf. Nordstadt hängt ab vom Bau einer neuen Straßenbrücke, deren Datum wohl noch in den Sternen steht. Ein Datum kann hier also nicht angegeben werden. Und bei Fasanenkrug ist unklar, ob es dereinst eine Verlängerung nach Isernhagen geben wird, so dass die Lage des Bahnsteigs noch nicht festgelegt werden könnte.


Re: @H2U
10.08.2007 18:01
H2U schrieb:
-------------------------------------------------------
> 1) In den späten 90ern wurden die beiden
> Mittelhochbahnsteige "Annastift" und "Bleekstraße"
> im Verlauf der Linie 5 gebaut. Die veranschlagten
> Kosten beliefen sich (für beide zusammen) auf rund
> 13 Mio. DM, ... Die enormen Kosten wurden damit begründet,
> dass in großem Stil städtische Ver- und
> Entsorgungsleitungen verlegt werden müssten,

Die Kosten wären wohl auch entstanden, wenn man hier Seitenbahnsteige hätte bauen können. Auch dann hätten ja die Versorgungsleitungen verlegt werden müssen. Insgesamt dürfte eine Haltestelle mit Seitenbahnsteigen mehr Platz benötigen als eine mit Mittelbahnsteig.

> Andererseits: Am "Nackenberg" in
> Kleefeld hat man genau das gemacht. Das verstehe,
> wer will. Ich nicht, Du sicher auch nicht :-)

Die Gründe für den Bau von Mittelbahnsteigen an der Bleekstr. und am Annastift dürfte vor allem im Platzbedarf begründet sein. Dort fahren die Autos über die Schienen, Haltestellen mit Seitenbahnsteigen hätten dort schlichtweg nicht gebaut werden können (wie z.B. auch am Tiergarten und in der Beekestr.). Am Nackenberg wäre evtl. der Platz für Seitenbahnsteige vorhanden gewesen. Aber zum Einen ist ein Mittelbahnsteig bei einer Verzweigungsstation natürlich sinnvoller. Zum Anderen sind die Nachbarstationen Annastift und Bleekstr. auf der einen Seite und künftig Uhlhornstr. und Kantplatz auf der anderen Seite auch Haltestellen mit Mittelbahnsteigen. Wenn man in einer vollen Bahn am Eingang steht, ist es ziemlich nervig, wenn die Ausstiegsseite an jeder Station wechselt.

> Wenn man den Zeitplan anschaut, hat man wirklich
> das Gefühl, die Dinger werden nach dem
> Gießkannenprinzip verteilt.

Im Entwurf des NVP 2008 sind ja sechs Kriterien genannt, nach denen die Haltestellen der Reihe nach umgerüstet werden sollen. Wenn man sich diese Kriterien anschaut, kann die o.a. Liste dennoch nicht nachvollzogen werden. Aber Pläne können sich ja bekanntlich ändern ...

aus dem Entwurf des NVP 2008:
1. Kriterium: Fahrgastfrequenz, um die Anzahl der ein- und aussteigenden Fahrgäste zu berücksichtigen,
2. Kriterium: Netzzugang, um die Entfernung zur nächstgelegenen barrierefreien Haltestelle zu berücksichtigen,
3. Kriterium: öffentliche Einrichtungen, um die Bedeutung der Haltestelle als Zieladresse für mobilitätseingeschränkte Personen zu berücksichtigen,
4. Kriterium: Umsteigepunkte, um die Bedeutung der Haltestelle als Verknüpfung zu anderen Verkehrsmitteln herauszustellen,
5. Kriterium: Grunderneuerung, um die Baumaßnahmen zu notwendigen Gleiserneuerungsmaßnahmen und zum barrierefreien Ausbau zu bündeln,
6. Kriterium: Betriebswirtschaftlichkeit, um über Paketlösungen Einsparungen an Betriebs-, Fahrzeugunterhaltungs- und ggf. Fahrzeuginvestitionskosten erzielen zu können.
Für die Entwicklung der Prioritätenliste wurden zunächst unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten die beiden Kriterien mit zeitlichen Abhängigkeiten (5/Grunderneuerung) und (6/Betriebswirtschaftlichkeit) als Fixpunkte angesetzt und die Ausbauvorhaben auf die einzelnen Jahre entsprechend verteilt. Sowohl die Vorhaben innerhalb dieser beiden Kriterien als auch anschließend die übrigen Vorhaben der vier weiteren Kriterien (1-4) wurden gleichrangig verteilt. So kann sichergestellt werden, dass die Bahnsteige mit den meisten Ausbaukriterien frühzeitig gebaut werden und dadurch unter den gegebenen Randbedingungen möglichst viele Fahrgäste schnell in den Genuss von Vorteilen gelangen. Unter Zugrundelegung einer Realisierung von zwei bis drei Hochbahnsteigen pro Jahr ergibt sich für die Nachrüstung von Haltestellen mit Hochbahnsteigen aus der Prioritätenbildung
folgender Ausbauvorschlag mit entsprechender Begründung

Zitat Ende

Bei dem derzeitigen Tempo der Umrüstung (2-3 Haltestellen pro Jahr) wäre das Netz ca. 2035 komplett mit Hochbahnsteigen ausgestattet. Bis zu diesem Zeitpunkt müssten dann auch die TW 2000 ersetzt werden, so dass auch deren Nachfolger keine Klapptrittstufen mehr haben müssen.







2 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.2007 14:40 von nonoh.
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