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Hochbahnsteige auf der Limmerstraße - Chancen und Möglichkeiten für Hannovers kultigste Flaniermeile!
geschrieben von Jules 
@Jules, könntest Du auch mal bitte reagieren, wie es normale Menschen tun, die sich geirrt oder Falsches nachgeplappert haben, so was wie „Tut mir leid, das mag dann wohl stimmen” oder „Entschuldigung, das wusste ich nicht”? Hier in diesem Forum muss man nämlich immer öfter Deine Falschaussagen korrigieren und dann kommt von Dir nichts mehr (bis zum nächsten Bock). Ich möchte vermeiden, dass andere Mitleser den stehengebliebenen Quatsch sonst möglicherweise glauben.
Es ist nicht zu übersehen, dass der HAZ-Artikel vom 3.5.26 übertreibt mit der Überschrift:
„So etwas kennen die Hannoveraner noch nicht“: Gut zwei Jahre keine Stadtbahnen auf der Limmerstraße
[www.haz.de]
Tatsächlich sagt der in dem Artikel zitierte Infra-Manager: "Die bisher längste Streckensperrung in diesem Jahrtausend habe es beim Bau des Hochbahnsteigs Steintor in der Münzstraße gegeben, der Ende 2018 in Betrieb ging. Sie dauerte 16 Wochen."
Entsprechend hätte die Überschrift eigentlich heißen müssen:
„So etwas kennen die nach 2000 geborenen Hannoveraner noch nicht“: Gut zwei Jahre keine Stadtbahnen auf der Limmerstraße

Vielen Dank für den Hinweis an Amarok, dass während des Tunnelbaus ein Straßenbahn-Notbetrieb aufrechterhalten wurde. Bedauerlicherweise ging das aus der von mir weiter oben zitierten Quelle nicht hervor. Klar ist aber auch, dass der Tunnelbau an vielen Stellen mit erheblichen Einschränkungen für den ÖPNV einhergingen: "Denn die Stadtbahnen bekamen wegen der Baustellen oft eine andere Streckenführung: Haltestellen entfielen, die Fahrzeit verlängerte sich." HAZ vom 24.9.25:
[www.haz.de]

Aus der von Amarok verlinkten Quelle geht auch hervor, dass der Stadtbahn-Notbetrieb den Stadtbahnbau verlängert. In der Limmerstraße so der Infra-Manager, "soll der Rad- und Fußverkehr durchgehend gewährleistet sein. Alle Geschäfte sollen ebenfalls erreichbar bleiben, für Kundschaft und Lieferfahrzeuge. Einsatz- und Rettungswagen müssen auch passieren können." Außerdem den Stadtbahnbetrieb aufrechtzuerhalten würde die Bauzeit allerdings deutlich verlängern: "Vey sagt, man habe bei der Infra lange darüber nachgedacht, die Straßenbahnen während der Bauphase einspurig durch die Limmerstraße fahren zu lassen. Erstens aber hätte das die Bauzeit verlängert, zweitens wären temporär dann doch Vollsperrungen nötig gewesen."

Der Schienenersatzverkehr mit Omnbussen ist für die Bauphase ein gute Alternative. Und in der Caleneberger Neustadt und der City fährt die Linie 10 ohnehin weiter, auch in der zweijährigen Bauphase auf der Limmerstraße.
Zitat
Jules
dass während des Tunnelbaus ein Straßenbahn-Notbetrieb aufrechterhalten wurde.

Es war kein „Notbetrieb”, sondern Regelverkehr auf den gewohnten Strecken.

Zitat
Jules
Klar ist aber auch, dass der Tunnelbau an vielen Stellen mit erheblichen Einschränkungen für den ÖPNV einhergingen

„Erheblich” ist übertrieben. Klar musste man mal sicherlich einige Tage aussetzen, um neue Gleise auf die Baugrube zu verschwenken, aber ansonsten lief stets regelmäßiger Verkehr. Selbst die berühmte Umrundung der Oper während des Baus der Station Kröpcke hat keine „erhebliche Einschränkung” mit sich gebracht, sondern flüssigen ÖPNV. Auf der Hildesheimer Straße hat es beim Bau der B-Süd nicht eine nennenswerte Sperrpause gegeben für die Linien 1, 8, 11, 16 und 18.

Zitat
Jules
Aus der von Amarok verlinkten Quelle geht auch hervor, dass der Stadtbahn-Notbetrieb den Stadtbahnbau verlängert.

Nein, das geht daraus nicht hervor, sondern ist Deine Interpretation. Laut den Bauzeitdiagrammen der jeweiligen Baulose im Tunnelbau war der Regelverkehr der Straßenbahn entlang der Baugruben stets inkludiert, hat aber keine Bauzeiten verlängert. Was die Infra 30 Jahre später sagt, weil sie keine großen Erfahrungen im Tunnelbau hat, steht auf einem anderen Blatt.

In diesem komprimierten Bauzeitendiagramm für die C-Nord (aus der gleichlautenden Infobroschüre) muss man die Zeiträume für die Gleisverlegungen für die Straßenbahn mit der Lupe suchen (im Jahr 1990 als schmale Striche). Lesart: Die vergehenden Jahre von oben nach unten (hier mal ohne Monatsunterteilungen) und die zugehörigen Verläufe entlang der Baustrecke. Die Gleisverlegungen dürften also maximal zwei bis drei Wochen gedauert haben.
https://www.pro-d-tunnel.de/files/broschueren/ubb/c-linie/ubb-linie-c-nord-18-19.jpg

Nachtrag: Für das Beispiel C-Nord werden in der „Linienchronik der Straßen- und Stadtbahnen” von Peter Sohns für die damaligen Linien 16 und 18 keinerlei Sperrungen oder Aussetzungen, auch nicht für ein paar Tage, in der Phase zwischen 1989 und 1993 aufgelistet. Ansonsten herrschte Regelbetrieb bis zur Eröffnung der U-Bahn C-Nord am 26.09.1993 (Linie 16 verkürzt ab Klagesmarkt, neue Linie 6 zum Nordstadtkrankenhaus, Linie 18 eingestellt und durch Linie 1 nach Nordhafen ersetzt).
So viel zu Deinen unwahren Aussagen „Notbetrieb” und „Verlängerung vom Stadtbahnbau”. Halte Dich bitte an die Fakten und vorliegenden Quellen und spekuliere nicht herum.



5 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.05.2026 22:49 von Amarok365.
Ich befürchte, du idealisierst allzusehr den U-Bahnbau. In der von dir weiter oben verlinkten Broschüre zum Tunnelbau im Engelbosteler Damm steht:
"Die Aufwendungen für die Aufrechterhaltung aller Verkehrsbeziehungen (Straßenbahn und Individualverkehr) bei den verschiedenen Bauzuständen nehmen ca. 1/3 der dreijährigen Bauzeit ein."
Hier noch mal der Link: [www.pro-d-tunnel.de]
Und letztlich geht es doch bei der Vollsperrung der Limmerstraße für den Stadtbahnbetrieb genau darum, nämlich die Bauzeit für den Bau der Hochbahnsteige zu verkürzen.
Das Bild in der verlinkten Quelle zeigt das Herstellen der Bohrpfahlwand. Es ist kein einziger Fahrradfahrer zu sehen. Individualverkehr mit dem Fahrrad ist offensichtlich nicht vorgesehen. Parkplätze für den Individualverkehr mit dem Auto, das kann man auch auf dem Foto sehen, dagegen schon.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.05.2026 08:59 von Jules.
1/3 der dreijährigen Bauzeit bedeutet, dass die Deckelungen oder Wegebeziehungen auf der Baugrube sich stetig ändern und anpassen. Das betraf kaum die Straßenbahn, die einmal für wenige Tage verlegt wurde. Das Bauzeitendiagramm hast Du demnach nicht verstanden.
Zitat
Jules
Ich befürchte, du idealisierst allzusehr den U-Bahnbau.

Ach Jules, ich habe bis 1987 in Hannover gewohnt und bis zur Expo bei jedem Besuch die U-Bahnbaustellen besucht. Natürlich gab's da keine Fahrradwege - die können aber auf Nebenstraßen ausweichen.

Nicht so die Straßenbahnen, die eben in dichtem Takt über die Baustelle hinaus fahren. Dort einen künstlichen Bruch für die Fahrgäste zu repoduzieren, muss gut überlegt werden.

Im Falle der Limmerstraße ist das Wahnsinn. Manchmal muss mal unterirdische Leitungen sanieren und verlegen, aber 2 Jahre ist schon eine Hausnummer.

Herzliche Grüße
Der Laufer
Ach Laufer, nicht nur beim Bau der U-Bahn auf dem E-Damm war es so, dass trotz Baustellenbetrieb Parkplätze für Privat-PKW angeboten wurden, der Radverkehr aber ausgegrenzt wurde.
Dieses noch ältere Bild zeigt den Bau der U-Bahn in der Hildesheimer Straße, ebenfalls wurden Parkplätze für Privat-PKW angeboten, der Radverkehr aber ausgegrenzt.
[images.ndr.de]

Ich sag mal in Abwandlung deiner Aussage: "Natürlich gab's da keine Parkplätze für Privat-PKW - die hätten aber auch in den Nebenstraßen parken können." So hätte man vorgehen können, aber es ging beim U-Bahnbau vor allem darum, Platz zu schaffen für den Autoverkehr, da lag es nahe, beim Baustellenbetrieb den Radverkehr in Nebenstraßen zu verbannen, und dafür möglichst viele Fahrspuren und Parkplätze für den Autoverkehr trotz Baustelle zu erhalten.

Und was die Limmerstraße angeht: Würde dort tatsächlich ein Stadtbahn-Notbetrieb stattfinden, dann würde sich die Bauzeit noch einmal deutlich verlängern. Vor allem aber wäre der Notbetrieb nicht barrierefrei zugänglich. Der Schienenersatzverkehr mit Niederflur-Gelenkbussen dagegen ist barrierfrei zugänglich und gewährleistet Barrierefreiheit auf der Linie 10 und 12 sofort ab Baubeginn!
Zitat
Amarok365
1/3 der dreijährigen Bauzeit bedeutet, dass die Deckelungen oder Wegebeziehungen auf der Baugrube sich stetig ändern und anpassen. Das betraf kaum die Straßenbahn, die einmal für wenige Tage verlegt wurde. Das Bauzeitendiagramm hast Du demnach nicht verstanden.
"Die Bauzeit für die Hochbahnsteige sowie die vorher notwendigen umfangreichen Leitungsarbeiten könnte ohne gleichzeitigen Stadtbahn- und Busverkehr deutlich verkürzt werden. Fußgängerinnen und Fußgänger könnten sich sicherer bewegen, wenn auf dem ohnehin beengten Raum in den Baustellenbereichen nicht gleichzeitig Stadtbahnen und Busse fahren."
Zitat aus: [www.infra-hannover.de]
Auf dem Engelboster Damm hat sich die Bauzeit dadurch verlängert, dass man Wegebeziehungen möglichst aufrecht erhalten wollte. In der Limmerstraße wird die Strecke zwischen Küchengarten und Kötnerholzweg gesperrt für den Stadtbahnverkehr und dadurch die Bauzeit verkürzt.
Laufer argwöhnt, dass zwei Jahre eine unverhältnismäßig hohe Hausnummer sei.
In der bereits weiter oben zitierten Infra-Information steht außerdem: "Nach der geltenden Rechtslage prüft die Behörde alle ihr vorliegenden Informationen, wägt die Interessen gegeneinander ab und trifft eine Entscheidung, die keinen Beteiligten oder Betroffenen über Gebühr belastet."
Welche Anhaltspunkte sprechen denn dafür, dass hier unverhältnismäßig lange gebaut wird? Ist die Darstellung der Infra unzutreffend, dass die Bauarbeiten in der Limmerstraße deutlich länger dauern würden, wenn man versuchte einen eingleisigen Stadtbahnbetrieb aufrechtzuerhalten? Was ist angeblich falsch an dieser Aussage der Infra: "Vey hat die Pläne am 29. April im Stadtbezirksrat Linden-Limmer erstmals öffentlich vorgestellt. „Wir haben lange hin und her überlegt, ob es auch ohne Stilllegung für einen derart langen Zeitraum gehen könnte“, erklärt er. Ein eingleisiger Verkehr hätte aber seinen Angaben zufolge die Bauzeit deutlich verlängert; außerdem wäre man um temporäre Vollsperrungen trotzdem nicht umhingekommen."
Quelle: hannover.de vom 4.5.2026 [www.hannover.de]
Zitat
Jules
Auf dem Engelboster Damm hat sich die Bauzeit dadurch verlängert, dass man Wegebeziehungen möglichst aufrecht erhalten wollte.

Nochmals: All das war Bestandteil der Bauzeit selber, siehe Bauzeitendiagramm. Es war selbstverständlich, dass Straßenbahn und alltäglicher Verkehr möglich gemacht wurde, während man darunter eine Baugrube hatte.
Laut Deiner Denkweise – Umkehrschluss – hätte man darauf auch pfeifen können, dann wäre der U-Bahn-Bau offenbar schneller vonstatten gegangen...
Schade, dass Du Dir immer die Realitäten so zurechtbiegst, dass sie gerade zu Deiner Argumentation passend gemacht werden, egal, ob es faktisch falsch ist.
Zitat
Amarok365
Zitat
Jules
Auf dem Engelboster Damm hat sich die Bauzeit dadurch verlängert, dass man Wegebeziehungen möglichst aufrecht erhalten wollte.

Nochmals: All das war Bestandteil der Bauzeit selber, siehe Bauzeitendiagramm. Es war selbstverständlich, dass Straßenbahn und alltäglicher Verkehr möglich gemacht wurde, während man darunter eine Baugrube hatte.
Laut Deiner Denkweise – Umkehrschluss – hätte man darauf auch pfeifen können, dann wäre der U-Bahn-Bau offenbar schneller vonstatten gegangen...
Schade, dass Du Dir immer die Realitäten so zurechtbiegst, dass sie gerade zu Deiner Argumentation passend gemacht werden, egal, ob es faktisch falsch ist.

Die U-Bahn unter dem E-Damm ist doch schon längst gebaut.
Sie hätte vermutlich schneller gebaut werden können, hätte man keinen Weiterbetrieb der Stadtbahnlinie eingeplant. Aber dann hätte ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet werden müssen, das wäre vor rund 30 Jahren vermutlich weniger einfach möglich gewesen als heute. Außerdem ist die Strecke jenseits der Haltestelle Kopernikusstraße zum Nordhafen länger und hat mehr Haltestellen als die Strecke von der Haltestelle Leinaustraße bis Ahlem.

Man muss nicht grundsätzlich immer den Weiterbetrieb der Stadtbahnlinie einplanen.
Für den Bau der Hochbahnsteige auf der Limmerstraße wird der Betrieb der Stadtbahn von Küchengarten bis zur Endstation Ahlem für voraussichtlich zwei Jahre eingestellt.

Das betrifft zwei Haltestellen, für die man Ersatzhaltestellen bereitstellen müsste wenn man die Stadtbahn weiterfahren lassen wollte, nämlich Küchengarten und Leinaustraße. Diese Ersatzhaltestellen hätte man vermutlich nicht als Hochbahnsteige ausgeführt. Der Streckenabschnitt im Baustellenbereich müsste einspurig sein. Und das würde bei dem dichten Takt auf der Linie 10 gelegentlich zu Wartezeiten führen, weil ja auf dem eingleisigen Abschnitt kein Begegnungsverkehr möglich ist.

Stattdessen halten es die Planer für sinnvoller, die Linie 10 von der Innestadt kommend an einer Ersatzhaltestelle Küchengarten enden zu lassen. Ich bin gespannt, wo die genau platziert sein wird. Die Haltestelle Leinaustraße wird einige Meter weiter als Ersatzhaltestelle für die Omnibusse des Schienenersatzverkehr in der Nähe der Kreuzung Limmerstraße-Kötnerholzweg platziert werden. Ich bin neugierig, ob in der Limmerstraße oder im Kötnerholzweg.

Sechs weitere Haltestellen sind betroffen: Freizeitheim Linden, Wunstorfer Straße, Harenberger Straße, Brunnenstraße, Ehrhartstraße, Ahlem
Diese Haltestellen werden mit Schienenersatzverkehr während der Bauzeit bedient:
"Um die Stadtteile Linden, Limmer und Ahlem auch während der Bauzeit angemessen mit dem Nahverkehr zu bedienen, sehen die Planer vor, die Linie 10 mit Stadtbahnen zwischen der Haltestelle Hauptbahnhof/ZOB und einer Ersatzhaltestelle im Bereich Küchengarten pendeln zu lassen, für die noch Detailplanungen laufen. In jedem Fall ändert sich für Fahrgäste nichts, deren Start und Ziel zwischen Küchengarten und Hauptbahnhof/ZOB liegt."
[www.hannover.de]

Alles in allem hört sich das gut an. Und alle Haltestellen, auch Küchengarten, Leinaustraße und Harenbergerstraße sind barrierefrei mit den Niederflurbussen erreichbar. Und damit bereits zwei Jahre früher als die barrierfreien Hochbahnsteige in der Fußgängerzone Limmerstraße fertig sein werden. Wichtig ist, dass an den Haltepunkten für den SEV ein ausreichend hoher Haltebord errichtet wird. Das kann man zurzeit an der Ersatzhaltestelle Glocksee der Linie 100 sehen, wie so was aussieht. Während der Arbeiten auf der Leinertbrücke hält die Linie 100 vor dem Café Safran an einem provisorisch errichteten Haltestellenbord:


Zitat
Jules
Sie hätte vermutlich schneller gebaut werden können, hätte man keinen Weiterbetrieb der Stadtbahnlinie eingeplant.

Ja – maximal zwei Wochen von drei Jahren Bauzeit. Also 0,78% schneller. Wow.

Zitat
Jules
Man muss nicht grundsätzlich immer den Weiterbetrieb der Stadtbahnlinie einplanen.

Aha, Dir ist es also egal, wie Tausende von Fahrgästen währen einer langjährigen Bauphase die Baustellenstrecke überwinden? Wie gut, dass Du keine U-Bahn geplant hast. Fähige Leute haben fast überall den Betrieb über den Baugruben ermöglicht, ohne dass eine Straßenbahn nennenswert eingestellt werden musste.
Zitat
Amarok365
Zitat
Jules
Sie hätte vermutlich schneller gebaut werden können, hätte man keinen Weiterbetrieb der Stadtbahnlinie eingeplant.

Ja – maximal zwei Wochen von drei Jahren Bauzeit. Also 0,78% schneller. Wow.
Wenn ich das Foto sehe, dass du verlinkt hast dann frage ich mich, warum man zusätzlich zum Stadtbahnverkehr den Autoverkehr zugelassen hat und außerdem noch Parkplätze für den Privat-Autoverkehr? Es hätte sich bauzeitverkürzend ausgewirkt wenn nur für den Lieferverkehr eine Zufahrt möglich gewesen wäre. Und Platz genug für Radverkehr statt Autoverkehr hätte auch eingeplant werden können. Und das hätte die Bauzeit deutlich verkürzt. Aber es geht hier ja um die Limmerstraße:

Zitat
Amarok365
Zitat
Jules
Man muss nicht grundsätzlich immer den Weiterbetrieb der Stadtbahnlinie einplanen.

Aha, Dir ist es also egal, wie Tausende von Fahrgästen währen einer langjährigen Bauphase die Baustellenstrecke überwinden? Wie gut, dass Du keine U-Bahn geplant hast. Fähige Leute haben fast überall den Betrieb über den Baugruben ermöglicht, ohne dass eine Straßenbahn nennenswert eingestellt werden musste.

Die Baustellenstrecke überwinden die Fahrgäste in barrierefreien Niederflurbussen des Schienenersatzverkehrs. Und damit ist in der Limmerstraße bereits mit Baubeginn an den Haltestellen Küchengarten und Limmerstraße ein barrierefreies Ein- und Aussteigen im ÖPNV möglich.

Ich stelle mal die Gegenfrage: Wie stellst du dir einen Weiterbetrieb der Linie 10 mit Stadtbahnen durch die Fußgängerzone Limmerstraße vor, während dort an zwei Stellen die Schienen nicht nur erneuert werden, sondern außerdem die Leitungen im Untergrund verlegt, die Fundamente für zwei Hochbahnsteige geschaffen und in diesen Abschnitten die Gleise verlegt werden, so dass zukünftig die Bahnen jeweils zu einem Mittelbahnsteig hin betreten und verlassen werden können? Um bereits mit Baubeginn die Barrierefreiheit sicher zu stellen, müssten zudem Baustellenhochbahnsteige errichtet werden. Wo sollten die Platz finden, wenn trotzdem ausreichend Platz für Bauarbeiten sein soll? In dieser Ausgabe der Infobroschüre Nachbargleis kann man die Pläne für die Hochbahnsteige in der Fußgängerzone Limmerstraße sehen: [www.infra-hannover.de]
Zitat
Jules
Ich stelle mal die Gegenfrage: Wie stellst du dir einen Weiterbetrieb der Linie 10 mit Stadtbahnen durch die Fußgängerzone Limmerstraße vor

Idealerweise mittelfristig in einem Tunnel, Schorse. Aber das weißt Du doch schon längst.
(Auch wenn ich weiß, dass das für die Stadt planerisch seit 2010 nicht mehr relevant ist [Sallstraße schon]).
Zitat
Jules
Um bereits mit Baubeginn die Barrierefreiheit sicher zu stellen, müssten zudem Baustellenhochbahnsteige errichtet werden.

Warum sollte mit Baubeginn Barrierefreiheit hergestellt werden müssen, wenn es auf der Strecke noch gar keine gibt und erst mit Herstellung der finalen Bahnsteige Barrierefreiheit erlangt wird (was der Normalfall ist)?
Zitat
Amarok365
Zitat
Jules
Um bereits mit Baubeginn die Barrierefreiheit sicher zu stellen, müssten zudem Baustellenhochbahnsteige errichtet werden.

Warum sollte mit Baubeginn Barrierefreiheit hergestellt werden müssen, wenn es auf der Strecke noch gar keine gibt und erst mit Herstellung der finalen Bahnsteige Barrierefreiheit erlangt wird (was der Normalfall ist)?

Vorsicht! Ich möchte da nicht missverstanden werden: Ich habe nicht gesagt, dass der ÖPNV-Baustellenverkehr auf der Linie 10 ab Küchengarten (bzw. ab Glocksee) komplett über Schienenersatzverkerkehr mit Omnibussen abgewickelt werden soll, weil so schon ab Baustellenbeginn, also früher, mehr Barrierefreiheit möglich gemacht werden kann.

Aber es ist doch so, dass mit dem Schienenersatzverkehr mit Niederflurbussen schön früher mehr Barrierefreiheit möglich ist. Und ich sehe darin einen Vorteil, den es nicht gäbe, wenn in der Baustellenzeit die Stadtbahnen der Linie 10 die Klapptrittstufen an ebenerdigen Baustellen-Ersatzhaltestellen ausklappen müssten.
Zitat
Jules
Vorsicht! Ich möchte da nicht missverstanden werden

Da das so gut wie für jeden zweiten Beitrag von Dir gilt, solltest Du diesen Satz gleich als Signatur mit einbauen. 😉
Zitat
Amarok365
Zitat
Jules
Vorsicht! Ich möchte da nicht missverstanden werden

Da das so gut wie für jeden zweiten Beitrag von Dir gilt, solltest Du diesen Satz gleich als Signatur mit einbauen. 😉

Ich "frotzel" ja auch mal ganz gerne, so wie du grade, aber in dem Fall lohnt es sich die Sache mit der Barrierefreiheit noch mal genauer zu bedenken: Jemand der auf Barrierefreiheit angewiesen ist, der kann zur Zeit von den Hochbahnsteigen in der Innenstadt zu den Hochbahnsteigen in Ahlem barrierefrei fahren.

Für die Baustellenzeit schreibt die Infra: "Um die Stadtteile Linden, Limmer und Ahlem auch während der Bauzeit angemessen mit dem Nahverkehr zu bedienen, sehen die Planer vor, die Linie 10 mit Stadtbahnen zwischen der Haltestelle Hauptbahnhof/ZOB und einer Ersatzhaltestelle im Bereich Küchengarten pendeln zu lassen, für die noch Detailplanungen laufen."

Diese Ersatzhaltestelle am Küchengarten müsste dann aber eine mit Hochbahnsteig sein, damit dort barrierefrei in den Schienenersatzverkehr umgestiegen werden kann. Oder es müsste die Haltestelle Glocksee sein, wo der Umstieg in den Schienenersatzverkehr mit Niederflurbussen erfolgt, denn dort gibt es ja bereits einen Hochbahnsteig.

E-Mail an zuständige Stellen läuft.
Wenn wir dich nicht hätten... Aber ansonsten wiederholst Du Dich und ich glaube, nach meinem letzten Volkshochschulkurs auch Pressemitteilungen gründlich lesen zu können. Die brauchst du nicht dreimal wiederholen.
Zitat
Amarok365
Wenn wir dich nicht hätten...
Und wenn ich dich nicht hätte ... und meinen Löffel, dann müsste ich meine Suppe mit der Gabel essen. 😉
Zur Sache: Umsteigen für Fahrgäste, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind, am Hochbahnsteig Glocksee.
Die Stadtbahnen fahren aber trotzdem von Hauptbahnhof ZOB bis zu einer Baustellen-Ersatzhaltestelle am Küchengarten, in dem Zeitraum, in dem die Hochbahnsteige auf der Limmerstraße gebaut werden. Darauf wird es wohl hinauslaufen. Wer mit der Bahn aus der Stadt kommt, um zum Küchengarten zu kommen, steigt dann an der Ersatz-Endhaltestelle am Küchengarten aus. Wer auf Barrierefreiheit angewiesen ist, muss allerdings schon an der Haltestelle Glocksee aussteigen und über die Spinnereistraßenbrücke mit dem Rolli oder Rollater gehen. Oder Umsteigen in den SEV-Bus.
Aber es gibt ja auch die Option, ab Hauptbahnhof kommend gar nicht erst die Stadtbahn zu benutzen, sondern gleich einen Bus 700 oder 170 zu nehmen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.06.2026 14:48 von Jules.
Hallo Jules,

das ist uns allen klar.

Was dir aber als größte Errungenschaft seit der Erfindung von geschnittenem Brot vorkommt –

„Weg mit der Stadtbahn – Umsteigefrei mit dem Niederflurbus in die Stadt!“

… bereitet anderen eben Kopfschmerzen.

Die Stadtbahn
hat größere „Gefäßgrößen“ - ein Fahrer bringt mehr Leute weg, ergo mehr Sitzplätze
ruckelt wegen der Schienen nicht so (Schienen-Bonus)
ist auf ausgebauter Strecke schneller als ein Bus

Du tust immer so, als ob es nur um die Anwohner an der Limmerstraße geht; In Limmer und Ahlem wohnen auch Leute.

Und bezüglich der Bauzeit von 2 Jahren. Manche Sachzwänge muss man hinnehmen.
Hier geht es aber nicht um eine kilometerlange Brücke, einen Tunnel oder Arbeiten im Bergfallgebiet, sondern um den Bau von zwei Hochbahnsteigen, bei denen man Straßenbahnschienen um wenige Meter verlegen muss.
Selbst wenn das zwei Jahre dauern muss, sollte man da nicht jubeln, weil der SEV so viel besser als die existierende Stadtbahn wäre.

So etwas nennt man „tone-deaf“ und es geht den anderen auf den Keks.

Grüße vom Laufer!
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