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Hochbahnsteige auf der Limmerstraße - Chancen und Möglichkeiten für Hannovers kultigste Flaniermeile!
geschrieben von Jules 
Zitat
laufer
Du tust immer so, als ob es nur um die Anwohner an der Limmerstraße geht; In Limmer und Ahlem wohnen auch Leute.

Grüße vom Laufer!

Und du tust so, als wären die Bewohner*innen von Limmer und Ahlem davon genervt, dass die Anwohner*innen an der Limmerstraße auf den "Luxus" einer verkürzten Baustellenzeit bestehen, anstatt eine längere Baustellenzeit zu dulden. Denn genau das sind die Alternativen, die zur Auswahl stehen:
"Die Bauzeit für die Hochbahnsteige sowie die vorher notwendigen umfangreichen Leitungsarbeiten könnte ohne gleichzeitigen Stadtbahn- und Busverkehr deutlich verkürzt werden. Fußgängerinnen und Fußgänger könnten sich sicherer bewegen, wenn auf dem ohnehin beengten Raum in den Baustellenbereichen nicht gleichzeitig Stadtbahnen und Busse fahren."
Zitat aus: [www.infra-hannover.de]


Auch in Ahlem und Limmer leben Menschen, die gerne zur Limmerstraße fahren und dort einkaufen oder einen Arzt besuchen, die Apotheke oder ein Café usw., das wird trotz Baustelle weiter möglich sein. Und selbst diejenigen, die einfach nur mit der Stadtbahn durch den Stadtteil hindurch fahren, profitieren von der verkürzten Bauzeit durch eine Vollsperrung, weil ein Aufrechterhalten des Stadtbahnverkehrs plus Baustellenarbeiten den Stadtbahnverkehr in einem deutlich längeren Zeitraum beeinträchtigen würde. Denn vermutlich wäre das nur möglich mit dem Einbau von Baustellenweichen und einem eingleisigen Abschnitt auf der Limmerstraße.
Du wiederholst Dich. 🌀
Guten Morgen,

ich möchte Euch doch noch einige Gedanken mitteilen, die mich letztes Wochenende bewegt haben:

Das Stadtbahnsystem in Hannover war imho deswegen so erfolgreich, weil man den Verkehr auf Achsen gebündelt hatte, die in der Innenstadt unterirdisch fuhren. Die Buslinien wurden an den Endhaltestellen gebrochen, wo bequeme Umsteigeanlagen (Lahe 1976, Empelde 1979) mit höhengleichen Einstieg entstanden. Der Umsteigezwang wurde durch schnellere Fahrzeiten und höheren Komfort ausgeglichen.

Die oberirdischen Zulaufstrecken waren aus heutiger Sicht ja reine „Zulaufstrecken“. Erst die B-Nord nach Alte Heide erhielt durchgehend Hochbahnsteige. Dass dies in den Folgejahren peu a peu überall sonst eingeführt wurde, finde ich gut. Auch wenn Hochbahnsteige als „baulicher Fremdkörper“ immer wieder in der Kritik stehen, erleichtern sie doch den Einstieg und können die Station als städtbaulichen Akzent (in lindgrün! Ohne Neon!) kennzeichnen. Meine Mutter fährt täglich mit der 9 und läuft eben lieber ein paar Meter mehr zum Schwarzen Bären als am Lindener Markt auszusteigen.

Und jetzt kommt als Ex-Hannoveraner meine Beobachtung: Meine Mutter fährt aus Linden jetzt nicht mehr mit der Bahn zum Mühlenberg, „weil die 17 nur noch selten fährt“ und steigt stattdessen in den 500er nach Gehrden.

Das Konzept der „Regio-Sprinter“ überzeugt mich, obwohl ich beim 500er irgendwie trotzdem glaube, dass man von Ronnenberg und Empelde mit der S-Bahn schneller in die Innenstadt kommt.

Am Sonntagmorgen fiel ich aus allen Wolken, als ich den 30min-Takt der 9 „genießen“ durfte, parallel aber den 120er gesehen habe, der gefühlt bis zum Soltekamp die 9 kannibalisiert. In der Limmerstraße gibt es die Linie 170 und den 700er als Parallelverkehr zur 10 und zwischen Letter und Dedensen zur S-Bahn.

Ich würde überlegen, den 120er durch einen Stadtbahnast nach Davenstedt zu ersetzen, der vom Soltekamp oder weiter stadteinwärts die bestehende Schieneninfrastruktur nutzt. Auch in der Limmerstraße sollte der Verkehr auf die 10 (und die 12 ab Humboldstraße im Tunnel?) konzentriert werden!

Buslinien sollten Zubringer sein, aber nicht in der Goethestraße und am Steintor im Stau stehen. Dort ist die Stadtbahn viel schneller!

[EDIT] Mir ist bewusst, dass die Berechnungen zu den Ästen nach Davenstedt und in die Wasserstadt negativ ausgefallen sind, weil „bestehende Buslinien“ für ausreichende Erschließung sorgen. Das liegt imho aber eher an den Parametern der Untersuchung und dem mangelnden Engagement das Stadtbahnnetz ausbauen zu wollen.
Evtl. ändert sich das irgendwann wieder.
[/EDIT]

Ich bitte um Kommentare!
Euer Laufer



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.06.2026 07:42 von laufer.
Zitat
laufer
Das Stadtbahnsystem in Hannover war imho deswegen so erfolgreich, weil man den Verkehr auf Achsen gebündelt hatte, die in der Innenstadt unterirdisch fuhren. Die Buslinien wurden an den Endhaltestellen gebrochen, wo bequeme Umsteigeanlagen (Lahe 1976, Empelde 1979) mit höhengleichen Einstieg entstanden. Der Umsteigezwang wurde durch schnellere Fahrzeiten und höheren Komfort ausgeglichen.
(...)
Ich bitte um Kommentare!
Euer Laufer
Ich hatte kürzlich ein interessantes Gespräch mit dem OB-Kandidaten der CDU am Wahlkampfstand auf dem Lindener Marktplatz. Er kritisierte den Bau der Linie 13 nach Hemmingen und sagte, im Grunde genommen wäre es besser gewesen, die Linie 13 wäre nie gebaut worden. Er begründete das damit, dass er von Hemmingen aus mit der Buslinie 300, die aus Pattensen startet, schneller als mit der Linie 13 in der Innenstadt sei.
Da konnte ich nur den Kopf schütteln und ihn drauf aufmerksam machen, dass die 13 und die 300 zwar ähnlich schnell seien. Laut Fahrplan ist die Linie 300 sogar etwas schneller, aber der Bus hält auch an deutlich weniger Haltestellen. Und die Stadtbahn bedient nicht nur mehr, sondern auch andere Haltestellen als der 300er Bus. Und die Stadtbahn ermöglicht eine deutlich größere Menge an Fahrgastwechseln als der Bus in derselben Zeit.

Ich finde es gut, dass es beide Möglichkeiten gibt, nämlich mit dem Bus zu fahren oder mit der Stadtbahn. Und der alte Begriff, den du auch verwendest, ist geradezu Menschen-verachtend: "die Buslinien wurden gebrochen". Diese Begrifflichkeit deutet darauf hin, dass es damals nicht nur darum ging, eine Direktbusanbindung von Orten in der Region bis in die Innenstadt zu "brechen", sondern auch den Willen der Fahrgäste zu "brechen", von denen viele gerne weiter mit der Direktbusverbindung in die Innenstadt fahren wollen.

Zitat
laufer
Und jetzt kommt als Ex-Hannoveraner meine Beobachtung: Meine Mutter fährt aus Linden jetzt nicht mehr mit der Bahn zum Mühlenberg, „weil die 17 nur noch selten fährt“ und steigt stattdessen in den 500er nach Gehrden.

Deine Mutter hat's voll drauf! Und ich selbst bin auch schon mehrfach mit der 500 von Linden nach Gehrden ins Krankenhaus gefahren, um dort einen Bekannten zu besuchen.

Zum Glück scheint es da ein Umdenken zu geben und die Üstra kultiviert inzwischen diese Direktbusverbindungen in die Innenstadt. Mit der 800 ist sogar eine dazu gekommen. Und die "kannabalisieren" auch nichts, auch die Linie 10 wird nicht kanabalisiert von der Linie 700 oder umgekehrt. Und selbst wenn die S-Bahnen aus Wunstorf immer alle pünktlich fahren würden, gäbe es genug Fahrgäste auf der 700 (und umgekehrt). Zumal die Fahrgastzahlen ja noch steigen sollen, ja müssen, um die Autozentriertheit mit Hilfe einer Verkehrswende hin zu sanfter Mobilität mit ÖPNV, und mit Rad- und Fußverkehr abzulösen.

Wenn zwei Jahre lang für die Linie 10 der Schienenersatzverkehr über den Kötnerholzweg und die Fössestraße in die Innenstadt rollt, dann wird man möglicherweise erkennen, dass dort Leute zusteigen werden, denen die Fahrt mit der Linie 120 durch Linden Mitte und über den Aegi in die Innenstadt nicht genügend attraktiv erscheint. Dazu müssten die Busse des Schienenersatzverkehrs und die 700er und 170er Busse aber auch in Nähe der Kreuzung Kötnerholzweg/Fössestraße halten!



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.06.2026 00:50 von Jules.
An dieser Haltestelle einer Niederflurbahn in Düsseldorf kann man sehen, dass auch Niederflurbahn-Haltestellen ihre Tücken haben. Vermutlich würde eine Niederflurhaltestelle in der Limmerstraße ähnlich aussehen, wie diese in Düsseldorf:
[rp-online.de]
Das Foto ist aus einem Artikel der Rheinschen Post vom 16.2.2025 und berichtet darüber, wie durch ein besonderes Elastomer in den Rillenschienen der Straßenbahn die Sturzgefahr vermindert wird:
[rp-online.de]
„Die Ergebnisse zeigen eine weitgehend positive Wahrnehmung des Velogleises.“ So beurteilen laut RP-Artikel die Radfahrenden das Velo-Gleis das mit Elastomeren gefüllt ist, sodass die schweren Bahnen das Elastomer runterdrücken, um auf den Schienen fahren zu können, die leichteren Fahrräder aber nicht in dem Elastomer in den Spurrillen einsinken.
An den Niederflurbahnsteigen in Düsseldorf wird der Fahrrad-Verkehr zwischen den beiden seitlichen Bahnsteigen durchgeleitet. Diese sind zwar nicht so hoch wie ein Hochbahnsteig aber haben ca 25-30 cm Höhe. In der Limmerstraße werden 80 cm hohe Hochbahnsteige gebaut und der Fahrradverkehr fließt außen vorbei. Fahrradfahrer*innen müssen sich nicht unbedingt zwischen den beiden Schienen des Gleises begeben wie in Düsseldorf.
Aber zwischen den Schienen ist es leichter fahren, weil die Gefahr, den Fußverkehr zu behindern geringer ist. Schon heute fahren viele Fahrradfahrende auf der Limmerstraße zwischen den Gleisen. Zum Beispiel, deshalb, weil auf dem hellgrau geplasteren Sreifen immer mal wieder Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen stehen bleiben, sodass sie umfahren werden müssen.
Die Elastomere, die in Düsseldorf eingesetzt werden, könnten auch für die Limmerstraße noch interessant werden. Hier ein Link zu einem Werbevideo der Thüringer Firma SealAble: [www.youtube.com]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.06.2026 10:50 von Jules.
Shared Space in allen Ehren, und ja –eine konsequente Trennung aller Verkehrswege schafft andere Probleme,
aber anstelle des Links zur Rheinischen Post hättest du doch den einen Satz zitieren können:

Zitat
Rheinische Post, 25.02.2025
Doch eine Untersuchung der Stadt zeigt nun Schwächen auf, ein Einsatz in größerem Umfang ist zunächst nicht geplant.


Sonntagmorgen, 7:17 -
Alle wollen nur das eine, doch dazu ist es zu heiß!
Es ist kein Einsatz im größeren Umfang nötig.
Die Skizze zeigt, dass vier mal jeweils 5 m lange Abschnitte ausreichen, die jeweils mit der speziellen Velogleis-Schiene ausgestattet sind:



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.06.2026 05:54 von Jules.


Zitat
Jules
Es ist kein Einsatz im größeren Umfang nötig.
Die Skizze zeigt, dass vier mal jeweils 5 m lange Abschnitte ausreichen, die jeweils mit dem speziellen Rillengleis ausgestattet sind:

Ich versuche ja immer möglichst diagonal Straßenbahn-Schienen zu kreuzen.
Das würde mir in den von Dir markierten Bereichen leichter fallen als dort, wo sie parallel zu meiner (gedachten) Fahrtrichtung laufen.

Insofern: Eine Lösung auf der Suche nach einem Problem.
Zitat
laufer
Zitat
Jules
Es ist kein Einsatz im größeren Umfang nötig.
Die Skizze zeigt, dass vier mal jeweils 5 m lange Abschnitte ausreichen, die jeweils mit dem speziellen Rillengleis ausgestattet sind:

Ich versuche ja immer möglichst diagonal Straßenbahn-Schienen zu kreuzen.
Das würde mir in den von Dir markierten Bereichen leichter fallen als dort, wo sie parallel zu meiner (gedachten) Fahrtrichtung laufen.

Insofern: Eine Lösung auf der Suche nach einem Problem.

Auch ich versuche möglichst nicht spitzwinklig in das Straßenbahnschienenpaar hineinzufahren. Trotzdem bin ich schon einmal gestürzt. Genau in dem Moment, in dem ich gerade darauf nicht geachtet hatte. Es kostet ohnehin Überwindung, mitten im Schienenpaar zu fahren. Eine hilfreiche Markierung in Kombination mit einem kurzen Stück Velogleis ist ein wertvolle Hilfe. Insbesondere wird dadurch auch weniger routinierten Fahrradfahrer*innen das klare Signal gegeben: Trau dich, an dieser Stelle ist es besonders einfach, die Schiene zu überfahren.

Im von Autos befahrenen Teil der Limmerstraße gibt es so einen Gleisabschnitt, wo man besser im Schienenpaar fährt, wegen der Dooring-Gefahr: [www.google.com]
"Die Limmerstraße ist doch viel zu schmal für Hochbahnsteige." Diese Befürchtung ist oft zu hören.
Der Hochbahnsteig Stafflenbergstraße in Stuttgart llegt in einer noch schmaleren Straße. Dort ist zwischen den Grundstücksgrenzen eine Breite von gerade mal 14,30 m. trotzdem findet beidseitig des Hochbahnsteigs Stafflenbergstraße Autoverkehr und Fußverkehr statt.

[www.google.com]

Allerdings sind dort in Stuttgart schmalere Fußgängerflächen als sie für die Limmerstraße rechts und links der Hochbahnsteige geplant sind.
Zitat
laufer
Ich versuche ja immer möglichst diagonal Straßenbahn-Schienen zu kreuzen.
Das würde mir in den von Dir markierten Bereichen leichter fallen als dort, wo sie parallel zu meiner (gedachten) Fahrtrichtung laufen.

Insofern: Eine Lösung auf der Suche nach einem Problem.

In Stuttgart gibt es ca. 100m vor dem Hochbahnsteig Bubenbad stadteinwärts eine Stelle, an der Fahrradfahrende mit Hilfe eines Piktogramms dazu aufgefordert werden, in die Gleismittte zu fahren:
[www.google.com]

Die Haltestelle Bubenbad selbst ist wie viele andere Stuttgarter Hochbahnsteige in Seitenlage und man kann nur daran vorbeifahren, wenn man in die Gleismitte wechselt.
[www.google.com]

Ein Piktogramm alleine reicht also möglicherweise aus, um die Fahrradfahrenden dazu zu bringen, in die Mitte des Gleises zu fahren. Ich bin sicher, dass zusätzlich ein Stück Velogleis-Schiene eine sehr viel höhere Aussagekraft hat. Zumal vielen Fahrradfahrenden ein Piktogramm wie das in Stuttgart zunächst widersinnig erscheinen wird. Es ist ja doch eher so, dass bei vielen Fahrradfahrenden im Bewusstsein ist: Straßenbahnschienen möglichst meiden!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.06.2026 06:41 von Jules.
Willkommen im 396. Kreislauf diese Themas.

Mfg

Sascha Behn



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.06.2026 09:20 von Sascha Behn.
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