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Hochbahnsteige auf der Limmerstraße - Chancen und Möglichkeiten für Hannovers kultigste Flaniermeile!
geschrieben von Jules 
Zitat
Jules
Übrigens hat niemand "jahrzehntelang den Tunnelbau torpediert"
Es hatte auch „niemand die Absicht, eine Mauer zu errichten”… 😈
Es gibt ein Ungleichgewicht für unterirdische Verkehrsinfrastruktur-Planungen und oberirdische Verkehrsinfrastruktur-Planungen, wenn es darum geht, diese für die Öffentlichkeit plausibel zu machen.
Das konnte man zum Beispiel am Südschnellwegausbau beobachten. Der oberirdische Ausbau des Südschnellweges in Form eines sehr viel breiteren Fahrzeugdammes und breiterer und höherer Brücken wurde von vielen Bürgern scharf kritisiert und die Kritik fand auch in den Medien Beachtung.
Gleichzeitig wurde geplant, dass ein Teil des heutigen Südschnellweges in eine Trogstrecke verlegt wird, auf die anschließend ein Deckel drauf kommt.
Dagegen gab es kaum Einsprüche und der Protest dagegen fand so gut wie nicht statt.

Ein ähnliches Ungleichgewicht besteht bei der Diskussion über die Gestaltung der Hochbahnsteige in der Limmerstraße.
Da gibt es die eine Fraktion, die immer noch glaubt, es könne doch in der Limmerstraße alles so bleiben, wie es heute ist. Und würde man ganz einfach Niederflurstraßenbahnen einsetzen statt Hochflurstraßenbahnen, dann wäre das gar kein Problem.
Dann gibt es diejenigen, die an den Stadtbahnen mit Klapptrittstufen festhalten wollen. Die sagen, für die Behinderten gäbe es ja die Möglichkeit, die Omnibusse zu nutzen, die auch durch die Limmerstraße fahren. Und wenn dadurch zusätzliche Umstiege notwendig seien, dann sollten sich die "Behinderten mal nicht so anstellen". Es ist traurig, aber diese Position ist leider weiter verbreitet als es einem lieb sein kann.
Diese beiden Grundhaltungen sind nicht zielführend, sondern ein reines Nörgeln und Lamentieren.
Die Grundhaltung, mit einem Stadtbahntunnel unter der Limmerstraße könne man die anstehenden Gestaltungs-Probleme lösen, ist jedoch ebenfalls nicht zielführend. Aber bedauerlicherweise ist auch diese Grundhaltung weit verbreitet, sodass es schwer ist, überhaupt eine ernsthafte Diskussion in Gang zu bringen. Ulbricht-Zitate jedenfalls helfen da auch nicht weiter.
Bei einigen alteingesessenen Lindener*innen spielt übrigens ein komplett übertriebener Lokalpatriotismus eine Rolle, der sich dann in dem Ausruf Bahn bricht: "Wenn die in der List einen Tunnel bekommen haben, dann müssen wir in Linden aber auch einen bekommen."
Völlig unbegreiflich ist eine ebenfalls weit verbreitete Haltung, die beides zusammenbringt: "Wenn in der Limmerstraße ein Stadtbahntunnel gebaut werden würde, dann könnte alles so bleiben wie es ist."
Solche Animositäten blockieren dann eine ernsthafte Auseinandersetzung, die hier hoffentlich besser gelingen wird.
Was für ein ausgemachter Quatsch von Dir. Das alles wurde nicht nur von Dir schon x-mal hin- und her gekaut, jahrelang und ausgiebig an mehreren Schauplätzen. Der Südschnellweg-Ausbau ist auch thematisch hier gar nicht gefragt, aber sei's drum.

Zuerst: Ein Tunnel in der Limmerstraße steht nicht mehr zur Debatte, das hat sich der Stadtteil Linden-Nord quasi durch die unnötige Anti-Tunnel-Diskussionen der Anfang der 1990er bis zuletzt 2012 selbst zunichte gemacht. Die Grünen, der VCD und die BiU haben genügend „Beweismaterial” hinterlassen, dass Tunnelbau für die D-Linie für sie Teufelswerk ist, das um jeden politischen Preis verhindert werden muss. Das Störfeuer mit der Niederflurbahn hat zudem weitere drei Jahre graue Haare gekostet und letztlich nichts gebracht. Irgendwann hat die Stadt dann im „Masterplan Mobilität 2025” aus 2011 den Limmerstraßen-Tunnel als „Ohne Planungsrelevanz” abgestempelt – den D-Tunnel ab Goetheplatz bis zu seiner Gesamtausdehnung zum Bahnhof Bismarckstraße hingegen als „planungsrelevant”. Und den A-West-Tunnel ab Waterloo zur Davenstedter Straße übrigens auch, das nur am Rande… Damit hat der Sallstraßen-Tunnel auch seine „Legitimation”. Linden-Nord und die Limmerstraße hingegen haben einfach nur die Arschkarte im ÖPNV gezogen und müssen a) mit den Mini-Hochbahnsteigen, b) den Mini-Zwei-Wagen-Zügen, c) einer Spitzenplatz-belegenden unfallträchtigen und d) keinesfalls signifikant beschleunigten Straßenbahn zunächst Jahrzehnte lang leben. Natürlich kannst Du Dir a) bis d) jederzeit weiter schönreden, jeder nach seiner Façon.
Wieso sagst Du:

Zitat
Jules
Völlig unbegreiflich ist eine ebenfalls weit verbreitete Haltung, die beides zusammenbringt: "Wenn in der Limmerstraße ein Stadtbahntunnel gebaut werden würde, dann könnte alles so bleiben wie es ist."

Es bliebe ja nichts „so wie es ist”, wer sagt denn das? Du als ausgedachtes „weit verbreitetes” Scheinargument? Wenn in der Limmerstraße ein Tunnel gebaut werden würde, wären die Stadtbahngleise weg und aus der Straße hätte man eine echte Fußgängerzone wie in der Lister Meile machen können. Selbe Straßenfluchten, selbe Anmutung, selbe Bauweise. Das ist passé für mehrere Generationen. Aber wie schon oben gesagt, all das wurde bereits jahrelang x-fach durchgekaut. Auch dieses Forum ist voll davon.
Hier nochmal als Bild zur Ansicht die Karte aus dem „Masterplan Mobilität 2025”, welche Strecken Planungsrelevanz haben und welche nicht. 14 Jahre später hat sich zwar wiederum einiges getan im Netz, aber grundlegend wird sich an manchen Relevanzen nichts mehr ändern.
Quelle: https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Mobilit%C3%A4t/Verkehrsplanung-entwicklung/Fortschreibung-Masterplan-Mobilit%C3%A4t

Bild Stadtbahnnetz Planungsrelevanzen 2011 aus dem „Masterplan Mobilität 2025”



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.05.2025 20:46 von Amarok365.
Zitat
Amarok365
Es bliebe ja nichts „so wie es ist”, wer sagt denn das? Du als ausgedachtes „weit verbreitetes” Scheinargument? Wenn in der Limmerstraße ein Tunnel gebaut werden würde, wären die Stadtbahngleise weg und aus der Straße hätte man eine echte Fußgängerzone wie in der Lister Meile machen können. Selbe Straßenfluchten, selbe Anmutung, selbe Bauweise. Das ist passé für mehrere Generationen. Aber wie schon oben gesagt, all das wurde bereits jahrelang x-fach durchgekaut. Auch dieses Forum ist voll davon.

Die kultigste Flaniermeile in Hannover ist aber nicht die Lister Meile, sondern die Limmerstraße! Kannste sagen was du willst. Ist so!

Jetzt befürchten natürlich viele, das werde sich durch den Bau der Hochbanhsteige zum Schlechten verändern, die Limmerstraße werde an Attraktivität verlieren.

Wird sie nicht. Und es gibt keinen Grund, den Menschen irgendwelche Ängste einzureden in Bezug auf den Bau der Hochbahnsteige in der Limmerstraße. Freilich muss man schauen, dass da eine gute Gestaltung zum Tragen kommt. Auch muss an dem Verkehrskonzept weiter gearbeitet werden, insbesondere indem Raum für Fahrrad-Parkplätze und Lieferverkehr-Stellplätze in den Seitenstraßen geschaffen werden. Es gibt leider immer noch keine Anwohnerparkzone in Linden-Nord, wie sie jetzt in der Calenberger Neustadt geschaffen wurde. Dort wird das Parken stärker reguliert als früher und das tut dem Stadtteil gut!
Zitat
Amarok365
Hier nochmal als Bild zur Ansicht die Karte aus dem „Masterplan Mobilität 2025”, welche Strecken Planungsrelevanz haben und welche nicht. 14 Jahre später hat sich zwar wiederum einiges getan im Netz, aber grundlegend wird sich an manchen Relevanzen nichts mehr ändern.
Vielen Dank für den Hinweis auf den "Masterplan Mobilität".
Da steht zum Beispiel auf Seite 66 in Bezug auf den ÖPNV geschrieben: "... die barrierefreie, attraktive und sichere Gestaltung von Haltestellen, Umsteigepunkten und Fahrzeugen fördern die Zugänglichkeit für alle."
[www.hannover.de]

Ist es nicht genau das, was jetzt auf der Limmerstraße mit dem Bau der Hochbahnsteige geschaffen wird? Noch fahren die sogenannten "Silberpfeile" auf der Strecke. Die Klapptrittstufen der Silberpfeile sind leichter begehbar als die hohen Stufen der grünen TW 6000-Vorgänger. Aber im kommenden Jahr kommt bereits die zweite Stadtbahngeneration auf's Gleis, die über keine Klapptrittstufen mehr verfügt. Und die Silberpfeile sind bereits in die Jahre gekommen. Vermutlich wäre es unmöglich, eine neue Stadtbahngeneration mit Klapptrittstufen einzusetzen, denn die Barrierefreiheit ist endlich gesetzlich vorgeschrieben. Das war in den 60er-Jahren als der U-Bahn-Bau begann noch nicht einkalkuliert gewesen. Aber deswegen kann man doch nicht weiterhin die Augen davor verschließen.
Zitat
Jules
Die kultigste Flaniermeile in Hannover ist aber nicht die Lister Meile, sondern die Limmerstraße! Kannste sagen was du willst. Ist so! [... ]
Und es gibt keinen Grund, den Menschen irgendwelche Ängste einzureden in Bezug auf den Bau der Hochbahnsteige in der Limmerstraße

Du verdrehst meine Aussagen und nimmst Dir nur Wortteile heraus, die für Deine Gegenreden brauchbar sind. Ich habe in keinster Weise die Lister Meile als Flaniermeile hervorgehoben, sondern als baulich machbares Beispiel für die enge Limmerstraße.
Ich rede zudem niemanden „irgendwelche Ängste” ein. Diese Wortverdreherei geht nur von Dir aus.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.05.2025 09:13 von Amarok365.
Zitat
Jules
Aber deswegen kann man doch nicht weiterhin die Augen davor verschließen.

Eine vollkommen falsche und irrelevante Suggestion. Auch hier verdrehst Du den vorigen Sinn meiner Beiträge.
Zitat
Amarok365
Ich rede zudem niemanden „irgendwelche Ängste” ein. Diese Wortverdreherei geht nur von Dir aus.
Ich erinnere an dieser Stelle an diese Aussage:
Zitat
Amarok365
(...) Hochbahnsteige in der Sallstraße sind ein städtebauliches No-Go, weswegen hier jetzt die Kehrtwende mit dem Tunnelbau einsetzt. Linden wird hingegen zugestellt. (...)
Welche Fakten dagegen sprechen, Hochbahnsteige in der Sallstraße zu bauen, bleibt von dir indes unbeantwortet. Stattdessen wird gegen Hochbahnsteige Stimmung gemacht und Ängste geschürt, der Stadtteil Linden werde angeblich "mit Hochbahnsteigen zugestellt". Aber wir müssen darüber nicht weiter zanken. Stimmung gemacht wurde auch gegen den Hochbahnsteig in der Rosenstraße, der sich inzwischen sehr gut bewährt hat.
Hochbahnsteige sind nicht unbedingt die beste Lösung für die Straßenbahn, aber sie sind auch kein "No-Go". In der Limmerstraße werden sie ihre Aufgabe erfüllen. Sie werden sichtbar das Erscheinungsbild der Limmerstraße prägen. Aber mit einer guten Formgebung können die Hochbahnsteige in der Limmerstraße nicht nur Ein- und Ausstiegs-technisch, sondern auch gestalterische eine Bereicherung sein, da bin ich zuversichtlich. Und auch andernorts können sie in mehrfacher Hinsicht funktionieren.
Als Ausstehenden muss ich sagen ihr dreh euch in der Diskussion im Kreis.

Mfg

Sascha Behn
Zitat
Jules
Ich erinnere an dieser Stelle an diese Aussage:
Zitat
Amarok365
(...) Hochbahnsteige in der Sallstraße sind ein städtebauliches No-Go, weswegen hier jetzt die Kehrtwende mit dem Tunnelbau einsetzt. Linden wird hingegen zugestellt. (...)

Welche Fakten dagegen sprechen, Hochbahnsteige in der Sallstraße zu bauen, bleibt von dir indes unbeantwortet. Stattdessen wird gegen Hochbahnsteige Stimmung gemacht und Ängste geschürt, der Stadtteil Linden werde angeblich "mit Hochbahnsteigen zugestellt".

Unterscheide bitte die rein faktische Aussage „Die Limmerstraße wird zugestellt” – was ja faktisch stimmt – und die von Dir hinzugefügte, jedoch nichts mit den sachlichen Fakten zu tun habende Behauptung von „geschürten Ängsten”. Nur jemand, der Angst haben würde, dass die Limmerstraße zugestellt wird, bekommt Angst davon. Ansonsten sind die Attribute „Stimmung machen” und „Ängste schüren” Deine eigenen übergestülpten, jedoch nichts mit den Fakten zu tun habenden Zusätze, die ich mir nicht zu eigen mache.

Kurz zur Sallstraße, hier hat die Stadt Hannover schon 2012 klar gemacht, dass sie einer Oberflächenstrecke mit Hochbahnsteigen nicht zustimmen würde, weswegen diese Idee damals in der Schublade verschwand und auch Ulf-Birger Franz recht kleinlaut der Strecke keine Chance gab. Nur noch mal im OB-Wahlkampf im August 2019 wurde das nochmals propagiert.

Zitat
Jules
Hochbahnsteige sind nicht unbedingt die beste Lösung für die Straßenbahn, aber sie sind auch kein "No-Go".

In der Sallstraße schon. Egal wie schön solche Lösungen in engsten Straßenräumen visualisiert sein mögen, hier hat die LHH seit einiger Zeit eine offenbar recht klare Vorstellung davon, dass eine Straßenbahn-Trasse in diesem Raum nicht machbar sein wird, ohne den gesamten Stadtteil gegen sich aufzubringen.
Zitat
Sascha Behn
Als Ausstehenden muss ich sagen ihr dreh euch in der Diskussion im Kreis.

Vielleicht ist das genau das Ansinnen von Jules. Ewig alles x-mal durchdiskutieren und immer die gleichen Klamotten und Sprüche rausholen, die schon vor Jahren alle Hannover-Foren geflutet haben. Ich bin seit 16 Jahren im Thema tief drin und kenne mittlerweile jeden Gegenspruch.
Zitat
Amarok365
Zitat
Sascha Behn
Als Ausstehenden muss ich sagen ihr dreh euch in der Diskussion im Kreis.

Vielleicht ist das genau das Ansinnen von Jules. Ewig alles x-mal durchdiskutieren und immer die gleichen Klamotten und Sprüche rausholen, die schon vor Jahren alle Hannover-Foren geflutet haben. Ich bin seit 16 Jahren im Thema tief drin und kenne mittlerweile jeden Gegenspruch.

Wenigstens jemand der es einsieht.

Mfg

Sascha Behn
Zitat
Sascha Behn
Als Ausstehenden muss ich sagen ihr dreh euch in der Diskussion im Kreis.

Das ist der Grund dafür, dass ich in meinem letzten Beitrag schrieb:

Zitat
Jules
Aber wir müssen darüber nicht weiter zanken. Stimmung gemacht wurde auch gegen den Hochbahnsteig in der Rosenstraße, der sich inzwischen sehr gut bewährt hat.
Hochbahnsteige sind nicht unbedingt die beste Lösung für die Straßenbahn, aber sie sind auch kein "No-Go". In der Limmerstraße werden sie ihre Aufgabe erfüllen. Sie werden sichtbar das Erscheinungsbild der Limmerstraße prägen. Aber mit einer guten Formgebung können die Hochbahnsteige in der Limmerstraße nicht nur Ein- und Ausstiegs-technisch, sondern auch gestalterisch eine Bereicherung sein, da bin ich zuversichtlich. Und auch andernorts können sie in mehrfacher Hinsicht funktionieren.

Es täte der Diskussion sicher gut, den Blick nach vorn zu richten und konkrete Gestaltungsvorschläge für die Hochbahnsteige in der Limmerstraße zu diskutieren! Das geschah übrigens auch beim Bau des Hochbahnsteigs Hauptbahnhof/Rosenstraße. Ich kann mich noch gut an den Begriff "Kantige Wolke" erinnern. So wurde die Dachkonstruktion für das Wartehäuschen damals bezeichnet.
Zitat
Jules
[...] konkrete Gestaltungsvorschläge für die Hochbahnsteige in der Limmerstraße zu diskutieren! Das geschah übrigens auch beim Bau des Hochbahnsteigs Hauptbahnhof/Rosenstraße. Ich kann mich noch gut an den Begriff "Kantige Wolke" erinnern.

Alle drei Innenstadt-Hochbahnsteige von „10/17” wurden von Architekturbüros entworfen und hatten keinerlei öffentlichen Input an Vorschlägen. Die Politik war zunächst entsetzt, dass man offene Dächer am Steintor und Hauptbahnhof planen wollte. Diese wurden dann zu den heutigen „Tischen” mit „normalem” Dach umgeplant. Bürgermeinungen und Kritiken zum Streckenausbau wurden in allen Planfeststellungsverfahren entlang der Strecke zu 100 % abgelehnt, teils mit Antwort-Bausteinen aus dem Standardbaukasten.
"Die Politik war entsetzt..." Zunächst mal hätten ja die Bürger*innen entsetzt sein müssen, aber anstatt die Vorzüge der Gestaltung mit den innen unterbrochenen Dächern hervorzuheben, hatte irgendwer die unangemessen platte Parole rausgehauen, die Dächer an den Hochbahnsteigen Steintor und Hauptbahnhof hätte ja Löcher, durch die es durchregnen würde.
Dabei wurde nach meiner Erinnerung nicht so recht klar, ob die Vorgabe der Bedachungsfläche von der Üstra oder der Politik kam, oder das in der Freiheit der gestaltenden Architektur-Büros lag. Möglicherweise war es ein Ablenkungsmanöver der Politik, die mit dem Herausposaunen der Parole, "Löcher im Dach, wie bekloppt ist das denn", davon ablenken wollte, dass diesbezüglich keine Vorgaben gemacht wurden von der Politik oder sogar die Vorgabe gemacht wurde, die Dachflächen eher klein zu halten.
Jedenfalls war es eine gute Idee, die Unterseite der Dachflächen zu verspiegeln. Diese Idee kam dann nach meiner Erinnerung von den Architekten, nicht von der Politik.

Die kantige Wolke-Idee für den Hochbahnsteig Rosenstraße hatte darunter gelitten, dass das ursprüngliche Konzept aus Kostengründen aufgegeben wurde, die Wolke von innen zu beleuchten. Stattdessen wurde ebenfalls die Unterseite verspiegelt.

Trotzdem: Dein Hinweis auf die Dachfläche ist wichtig bei dem großen Andrang an den Bahnsteigen Küchengarten und Leinaustraße. Soweit ich weiß, gibt es bislang keine Vorgabe der Politik, die Dachfläche so groß zu gestalten, dass die gesamte Hochbahnsteigfläche bedacht ist. Die jetzigen Haltestellendächer der ebenerdigen Wartehäuschen am Küchengarten sind viel zu klein. Bei Regen warten viele Fahrgäste unter den Dachvorsprüngen der angrenzenden Geschäfte.

Die Wartehäuschen im Lindinger-Design sind auch nur bedingt regenfest, denn von der Vorderseite her kann leicht Regen unter das hohe Dach geblasen werden. Die Wartehäuschen messen in der Grundfläche etwa 1,50 m x 7,50 m, sind also nicht sehr groß. Die eingebauten Lautsprecher werden nach meiner Beobachtung nicht benutzt. Ob sie kaputt sind, oder absichtlich nicht genutzt werden?

Werden die Designer-Haltestellen an der Haltestelle Leinaustraße als Busstops weiter genutzt werden? Gibt es die Möglichkeit bei der Hochbahnsteiggestaltung einen gestalterischen Bezug herzustellen?


Du hast doch so viel Spaß daran, alte Zeitungsartikel herauszukramen, dann mach das doch bitte zum Thema Hoch­bahn­steige „10/17”. Der Politik wieder den Buhmann in die Schuhe zu schieben macht es für Dich ja so einfach, offenbart aber nur, dass Du den Planungs- und Entscheidungsprozess nicht mit verfolgt und begleitet hast. Die Reaktionen der Bürger und der Ratspolitik auf die ersten Architekturentwürfe waren jedenfalls eindeutig und reichten von Verwunderung über pure Häme bis hin zur Vermutung einer Vorsätzlichkeit ohne Gedanken an die Fahrgäste, die im Regen gestanden hätten.
Informier Dich, statt zu spekulieren.
@Jules -- Deine Bilder mit den abgeschnittenen Köpfen sind echt nervig. Welche Persönlichkeitsrechte haben zufällige Passanten?

Freundliche Grüße
Horst Buchholz - histor
Da du ja gut informiert bist: Wie groß soll denn die Dachfläche werden bei den Haltestellenhäuschen auf den Hochbahnsteigen in der Limmerstraße? Gibt es da Vorgaben durch die Regionsversammlung oder den Verkehrsausschuss? Am Hauptbahnhof ist der Hochbahnsteig über die gesamte Länge abgedeckt. In der Rosenstraße zu etwa 2/3.
Am neuen Hochbahnsteig an der Haltestelle Freizeitheim Linden sind zwei Wartehäuschen, die zusammen ca. 1/3 der Hochbahnsteigfläche überdachen.
Hier ein Link zu einem Hochbahnsteig in einem engen Fußgängerzonenabschnitt in Manchester. Die Dachkonstruktion ist ganz anders als zum Beispiel die massiven Dächer am Steintor und am Hauptbahnhof. Sie hat einen langen gelben Mittelsteg auf schlanken dunklen Säulen. Aus dem Mittelsteg ragen schmale Stahlträger, die eine Glasbedachung halten:
[www.google.com]
Allerdings ist der Hochbahnsteig selbst in Manchester sehr massiv gestaltet, mit roten Backsteinwänden. Das sollte auf keinen Fall so in der Limmerstraße durchgeführt werden. Besser eine scheinbar schwebende Platte auf Stelzen, ähnlich wie am Schwarzen Bär.
Hier ein sehr schlicht, mit einfachen Mitteln hergestellter Entwurf, der eine große Dachfläche vorsieht, die vielen sehr wichtig zu sein scheint. Die Gestaltung lehnt sich im Bereich des Dachaufbaus an das Manchester Vorbild an:


Zitat
histor
@Jules -- Deine Bilder mit den abgeschnittenen Köpfen sind echt nervig. Welche Persönlichkeitsrechte haben zufällige Passanten?
Beim Veröffentlichen von Fotos auf denen Personen zu erkennen sind, bin ich lieber vorsichtig, auch wenn dadurch die Persönlichkeitsrechte nicht verletzt werden. Und eine professionelle Personen-Unkenntlichkeitsmachung habe ich nicht. Hast du einen einfachen Tipp? Das letzte Foto habe ich jetzt ausgetauscht gegen ein anderes mit einer kleinen Veränderung. Ich hätte nicht gedacht, dass die "abgeschnittenen" Köpfe so sehr auffallen. Danke für den Hinweis.
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