Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
ÖPNV -Thema im OB-Wahlkampf in Hannover?
geschrieben von Jules 
Ist der öffentliche Personennahverkehr ein Thema im Wahlkampf um das Oberbürgermeisteramt in Hannover?
Am 27. Oktober wird in Hannover ein neuer Oberbürgermeister gewählt.
Welche Rolle spielt der ÖPNV im Wahlkampf um das Oberbürgermeisteramt?
Zwei aktuelle Beispiele:
Marc Hansmann, der SPD-Kandidat, hat den neuen TW 3000 und den Solaris-Elektrobus auf seine Wahlplakate aufgenommen.
Jessica Kaußen, von der Partei Die Linke, präsentiert sich vor einer Straßenbahn, die eher an den Klassiker TW 6000 erinnert.


Hoffentlich gewinnt mal jemand anderes als die SPD.

-
Zitat
Deniz90
Hoffentlich gewinnt mal jemand anderes als die SPD.

Nach der heutigen Berichterstattung in der HAZ (vom 30.9.2019) bin ich mir da gar nicht so sicher, dass mal wer anderes als die SPD gewinnen soll:
"Hannovers Fußgängerzone ist in den Siebzigerjahren angelegt worden, jetzt schlägt SPD-Oberbürgermeisterkandidat Marc Hansmann vor, das Areal auf weitere City-Straßen auszudehnen. „Kulturmeilen“ sollen auf Georgstraße, Sophienstraße und Prinzenstraße entstehen, zudem will er Teile der Karmarschstraße und der Schmiedestraße für den Autoverkehr sperren."
[www.haz.de]

Außerdem hat sich Hansmann sehr verbindlich für den oberirdischen Ausbau der Linie 10 durch die Sallstraße zum Bismarckbahnhof ausgesprochen: HAZ vom 12.8.2019:
"Der SPD-Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters Marc Hansmann legt die ersten konkreten Forderungen für sein Wahlprogramm vor. So will er die Stadtbahnlinie 10 bis zum Bismarckbahnhof in der Südstadt verlängern und die Linie 17 bis zum Hanomaggelände führen."
[www.haz.de]

Und bislang ist Hansmann noch kein SPD-Mitglied mit irgendwelchen dummen Sprüchen zu seinen ÖPNV-Vorhaben in die Beine gegrätscht. Alleine das ist schon bemerkenswert, wenn auch keine Garantie dafür, dass dies nicht sofort geschieht, wenn es konkret werden sollte. Vielen SPD-Betonköpfen, die immer noch alleine den U-Bahnbau als guten ÖPNV gelten lassen wollen (weil so Platz geschaffen wird für mehr Autoverkehr), dürfte bereits mächtig der Kamm schwellen.

Hansmann tritt sehr überzeugend als Verfechter einer ökologisch orientierten Verkehrspolitik auf. Für Hansmann ist klar, dass es kein weiter so geben darf mit der Priorisierung des Autoverkehrs bei der Verkehrsplanung. Vielmehr spricht er sich für eine echte Verkehrswende aus mit deutlich mehr ÖPNV und Radverkehr. Aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Und die Adler in der SPD lauern bereits in ihren Startlöchern. Auch hat man im Gespräch mit SPD-Mitgliedern an den Wahlkampfständen oft den Eindruck, dass sie Hansmanns Aufruf zu einer echten Verkehrswende mehr aus wahltaktischen Überlegungen denn aus Überzeugung unterstützen. Die offene Frage ist halt, ob die Parteidisziplin anhält, wenn es konkret wird.

Sehr viel peinlicher sind Scholz' Auftritte. Scholz versucht ja auch so ein bisschen das Verkehrsthema zu besetzen (Anreize statt Verbote, intelligente Mobilität) [www.haz.de] Wenn Scholz jedoch zum Beispiel danach gefragt wird, was er konkret dazu sagt, dass seine Partei sich für breitere Autofahrbahnen und größere Parkplätze für die vielen Dickschiffe (SUV) ausspricht, dann ist ihm das ziemlich offensichtlich ganz einfach nur peinlich. Ist ja nun auch nicht eine besonders "intelligente Form" von Mobilität mit tonnenschweren Stadtpanzern Hannovers Straßen unsicher zu machen.

Scholz selbst ist im Wahlkampf um "Downsizing" bemüht: Sein VW-Wahlkampfbus ist ein Oldtimer! Hier ein Bild von seiner Web-Site
[echter-neuanfang.de] Ein Fahrzeug aus der Zeit als ein VW-Bus noch 30 PS und keine 300 PS hatte.
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen