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Ab 2020 lernt Hannover das ABC - die neuen Tarifzonen der Üstra
geschrieben von Jules 
Nach vielen Jahren vollmundiger Versprechungen und heilig geschworener Eide kommt endlich die Reform der sogenannten "Card-Zonen" in Hannover.
Card ist im (bald veralteten) Üstra-Sprachgebrauch die Bezeichnung für eine Monatskarte. Im neuen Üstra-Sprachgebrauch ab 2020 soll die Monatskarte dann allerdings wieder Monatskarte heißen.
Viel grundlegender jedoch als der Namenswechsel oder die Rückkehr zum alten Namen ist die Zusammenlegung der Cardzonen Hannover 1 und Hannover 2 zur neuen Zone A.
Kennfarbe: Hellgrün
Aus der Zone Umland wird dann Zone B.
Kennfarbe: Dunkeltürkis
Und aus der Zone Region wird dann Zone C. Kennfarbe: Hellblau
A B C

Auch von dem Begriff "Ticket" verabschiedet sich die Üstra. So heißt zum Beispiel das „GVH KinderEinzelTicket“ zukünftig „Einzelkarte Kind“.

Das Erfreuliche: Man muss sich keinen Kopf mehr darüber machen, ob es den nun bei den Tickets oder den Cards so ist, dass es Hannover 1 und Hannover 2 gibt. Durch die Zusammenlegung der Tarifzonen H1 und H2 entsteht die einheitliche Tarifzone A.

Quelle: [www.uestra.de]
und: [www.hannover.de]

Ergänzung: [einfach.gvh.de] Der Werbefilm dr Üstra zur neuen Tarifstruktur!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.11.2019 00:58 von Jules.
Viele Haltestellenschilder in Hannover wurden bereits aktualisiert und tragen jetzt die neue Zonenbezeichnung.
Hier ein Beipiel, das noch nicht aktualisiert wurde und ein weiteres, bei dem bereits die Umstellung stattfand.
Beide Bilder sind von Mitte November 2019.


Ein bisschen groß, diese Zoneninfo, mal so verglichen mit Haltestellennamen oder Liniennummer/-ziel...
Liegt vielleicht an der Perspektive, von unten nach oben fotografiert.
Hier noch eine Aufnahme von weiter weg aufgenommen.
Haltestellennamen und Zonenbezeichnung haben wohl dieselbe Größe:


Jules, die Sache ist doch das Haltestellenbezeichnung und Liniennummer um einiges wichtiger sind, Zone (und GVH) sollte meiner Meinung nach viel kleiner sein - auf jeden Fall nicht größer als die Linienendhaltestelle
Meinst du so? (Linkes Schild Original, rechtes Schild gleichgroße Schrift, große Liniennummern)
Ich finde es hat durchaus seine Berechtigung, dass die Zielhaltestelle deutlich kleiner angegeben wird als die aktuelle Haltestelle (linkes Bild), weil es andernfalls zu Verwechslungen führt, "verflixt bin ich schon vorbeigefahren an der Haltestelle, an der ich eigentlich aussteigen will?"
Oder so (nur Zone und GVH kleiner, unteres Bild)?

Das mit der Zone ist wichtig, wegen der Preise. Es ist schon wichtig, deutlich sehen zu können, in welcher Zone ich mich befinde. Entsprechend muss ich ja meine Fahrkarte kaufen. (Was bedeutet eigentlich die Zahl unten links, in meinem Beispiel 3122? Ist das die Haltestellennummer? Und wozu ist die wichtig?)



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.11.2019 09:33 von Jules.


Wenn dann müsste auch das Modul mit der Zone kleiner sein, nur eine kleinere Schrift ändert ja an dem Bereich nichts, wenn dann sollte schon beides schrumpfen. Den Haltestellennamen zu verkleinern finde ich unnötig.
Wie man sieht besteht das Schild ja aus mehreren Modulen: 5 einfache Module (3 × Linien, 1 × Zone, 1 × Nummer und GVH), ein doppelt hohes Modul für den Haltestellennamen, ein vierfach hohes Modul für das Haltestellen-Symbol.
Unteres Bild.

Die Zone ist nicht so wichtig da die meisten Fahrgäste bereits Fahrkarten haben (z.B. alle mit Zeitkarten).

Natürlich wissen die meisten Fahrgäste auch wo sie sind und das ihr Bus von dieser Haltestelle (und diesem Abfahrtsbereich) abfährt. Was allerdings beim ÖPNV ganz wichtig ist dass Fahrgästen regelmäßig versichert wird dass sie sich auf dem richtigen Weg befinden - ich weiß genau dass mein Bus von der Haltestelle um die Ecke abfährt, ich schaue allerdingst trotzdem wenn ich um die Ecke komme erst einmal auf das Haltestellenschild. Deshalb müssen dort die Informationen die ich in so einem Fall Suche hervorgehoben sein: 1. Haltestellensymbol (dies ist die Haltestelle...) 2. Haltestellenname (es ist die Haktestelle zu der ich will...) 3. Liniennummern (mein Bus fährt hier...).

Vieles anderes kann hilfreich sein (Zonen, Betreiber, Abfahrtszeiten, Echtzeitinfo), insbesondere bei etwas komplizierteren Straßenkreuzungen / Umsteigehaltestellen (Linienendhaltestelle, Abfahrtsbereich), aber für Fahrgäste die nur eine kurze Bestätigung wollen dass sie richtig sind zu viel Info und deshalb irritierend.
Ich habe dein Bild mal genommen und eine für mich adäquate Lösung hineingearbeitet:

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat


Danke für die Anregung, Roman.
Habe deine Idee mal übernommen und in Großbuchstaben den Hinweis ZONE A gesetzt, so dass dieser Hinweis so anmutet wie GVH.
GVH heißt ja der gesamte Tarifverbund und Zone A ist ein Teil dieses Verbundes. (Bild 1)

Habe auch nochmal wegen der Zahl unten links recherchiert. Das ist die Halteposition, die auch auf dem Aushangfahrplan auftaucht.
Die gegenüberliegende Haltesposition in dem Beispiel hat die Nummer 3121! Das kann man im entsprechenden Aushangfahrplan sehen. (Bild 2)


Und? Hast du das an die GVH geschickt?
Zitat
christian schmidt
Und? Hast du das an die GVH geschickt?
Eher vorgemerkt. Erstens hatte ich ja weiter oben schon geschrieben, dass ich die Information über die aktuelle Zone auch recht wichtig finde. Gut möglich, dass das bei den Designern sehr stark im Mittelpunkt stand, schließlich gibt es ja genau in dieser Sache eine Änderung.
Dann kommen natürlich die nächsten Wochen noch jede Menge Infobroschüren Linienpläne usw. auf den Tisch, die ja auf das jetzige Haltestellenschild-Design abgestimmt sind und nicht eben mal einfach so geändert werden können.
Aber so langfristig gesehen ist der Vorschlag vom Hanseaten auf jeden Fall im Rennen. Vielleicht schaut ja mal der "GVH oder Üstra-Cef-Designer" hier rein? Und wenn es einen Anlass gibt, dann kann man ja auch mal gezielt auf diese Seiten hinweisen!
Habe gerade im Internet dieses alte grüne Haltestellenschild in Lollyform entdeckt. Dort ist ein Logo von Regio-Bus noch sehr großformatig vertreten:
[live.staticflickr.com]
Ein neueres Haltestellenschild Leinaustraße, im aktuellen Dunkelblau gestaltet, enthält kein Regiobus-Logo mehr.
[www.haz.de]
Auf dem oben gezeigten Schild von der Haltestelle Bünteweg/Lange-Hop-Straße, ist ja auch die Linie 800 erwähnt. Die wird aber anders als die 300, 500 und 700 nicht von Regiobus betrieben. Auf dem Schild hat die Linie 800 den Zusatz "sprintH".
Auf der 300, 500 und 700 gibt es ja innerhalb Hannovers nicht die Möglichkeit, mit dem Kurzstreckenticket zu fahren. Gilt das eigentlich auch für die 800?
Sehr verwirrend!!!
Da hat die Zonenreform nichts zur Entwirrung beigetragen.
Laut GVH-Auskunft gilt das Kurzstreckenticket nicht auf der 700:
"GVH KurzstreckenTickets gelten nicht: ... auf der Buslinie 700 zwischen den Haltestellen Martin-Luther-Kirche und Hannover ZOB."
[www.gvh.de]
Die 800 ist nicht von der Benutzung mit dem Kurzstreckenticket ausgeschlossen.

Auf den Haltestellenschildern Leinaustraße kein Hinweis. Im Aushangfahrplan ebenfalls kein Hinweis, ob das Kurzstreckenticket gilt:


Was das Logo von Regio-Bus angeht, das ist dann die hannoveraner Variante des Marketingkampf Verbund versus Betreiber. Siehe auch Hochbahn-HVV, VBB-BVG, usw, da kann man an der Plazierung der Logos oft gut ablesen wie denn die Macht verteilt ist...
Zitat
christian schmidt
Was das Logo von Regio-Bus angeht, das ist dann die hannoveraner Variante des Marketingkampf Verbund versus Betreiber. Siehe auch Hochbahn-HVV, VBB-BVG, usw, da kann man an der Plazierung der Logos oft gut ablesen wie denn die Macht verteilt ist...

Gibt es da eigentlich bundesweite oder europaweite Regelwerke, Empfehlungen, Richtlinien, an denen man die jetzt neu entwicklte Tarifzonenlösung des GVH messen kann? Oder auch die Qualität der Haltestellenschilder?

Ein Bekannter sagte mir zum Beispiel, dass er in Paris Metro gefahren sei und es dort sei es üblich, seine Karte beim Eintreten in eine Station zu entwerten um eine Schranke passieren zu können und dann fährt man egal wohin, auch weite Strecken, immer zum selben Preis. Das fand er toll.

Ohne jetzt über die Vorzüge bestimmter Abrechnungsmodi diskutieren zu wollen. Eine Vereinheitlichung würde meines Erachtens die Akzeptanz des ÖPNV verbessern. Ich finde es immer nervig in einer anderen Stadt mich mit den Details der dortigen Tarifstruktur beschäftigen zu müssen, um herauszufinden, was wo wie lange gilt usw.

Um mal ein Beispiel zu nennen, das mir gerade einfällt: In Hannover gibt es die Tagesgruppenkarte mit der bis zu fünf Erwachsene fahren können, in Dessau gibt es die zum Beispiel nicht. So was nervt.

Und du hattest ja selbst schon weiter oben angemerkt, dass es sinnvoll sei, die Liniennummer und den Haltestellennamen größer als die Endhaltestelle und die Tarif-Zone anzugeben. Gibt es da eine gemeinsame Richtlinie oder eine Empfehlung auf das sich die Verkehrsunternehmen in Deutschland und/oder Europa verständigt haben? Und wird die umgesetzt. Zum Beispiel in Hannover bei den Haltestellenschildern?

Hier zum Vergleich ein Haltestellenschild aus Wittenberg. Diese Riesen-Lollys gab es auch mal in Hannover. Die Haltepositionsnummer in Wittenberg ist weiter oben als in Hannover, direkt rechts neben, bzw. unter dem grünen H auf gelbem Grund angebracht.

Über dem eigentlichen groß geschriebenen Haltestellennamen ist noch mal etwas kleiner der Stadtteilname angebracht.
Es gibt keinen Hinweis auf eine Tarifzone.
Es gibt unten einen Hinweis auf Vetter-Verkehrsbetriebe, aber so heißt nicht der dortige Verkehrsverbund. Das ist der Mitteldeutsche Verkehrsverbund.


Es gab vor 20 Jahren mal ein VDV-Projekt zu Fahrpreisen im öffentlichen Personennahverkehr, das sich auch etwas mit Fragen wie Einheitstarif oder Zonentarif beschäftige - aber allem der Vereinheitlichung von Tarifbestimmungen (bis wie alt sind Kinder, wie viele Menschen sind eine Gruppe, usw.) - siehe hier

Was daraus geworden ist kannst du ja jeden Tag in Deutschland feststellen :-(

In Großbritannien gibt es auch ein landesweites System für Haltestellennamen (NapTAN) - und meines Wissens soll das von einem EU-weitem System abgelöst werden
Zitat
christian schmidt
Es gab vor 20 Jahren mal ein VDV-Projekt zu Fahrpreisen im öffentlichen Personennahverkehr, das sich auch etwas mit Fragen wie Einheitstarif oder Zonentarif beschäftige - aber allem der Vereinheitlichung von Tarifbestimmungen (bis wie alt sind Kinder, wie viele Menschen sind eine Gruppe, usw.) - siehe hier

Was daraus geworden ist kannst du ja jeden Tag in Deutschland feststellen :-(

In Großbritannien gibt es auch ein landesweites System für Haltestellennamen (NapTAN) - und meines Wissens soll das von einem EU-weitem System abgelöst werden

Vielen Dank für den Link. Besonders interessant sind die Tabellen auf den Seiten 22 bis 26. Sie bestätigen die von mir gemachten Erfahrungen bei der Benutzung des ÖPNV in anderen Städten.

In Hannover gab es ja vergangenen Samstag, am einkaufsstarken ersten Adventssamstag die Aktion kostenlose ÖPNV-Nutzung.
Es wurden sehr positive Erfahrungen gemacht. Und es soll eine Auswertung stattfinden.

Ich könnte mir vorstellen, dass für viele Menschen nicht der Fahrkartenpreis an sich es ist, der sie davon abhält, den ÖPNV zu nutzen. Sondern vielmehr die ständige Angst in der man leben muss, wenn man sich dann zum Kauf eines bestimmten Produktes entschieden hat.
- "Wäre es nicht günstiger gewesen wenn...",
- "Habe ich auch die richtige Fahrkarte gekauft, wenn die Kontrolle kommt wird die sicher kein Auge zudrücken...",
- "Wäre es besser gewesen erst nach 9:00 Uhr loszufahren..."
- "Was nutzt uns die Gruppenkarte, wenn wir uns im Laufe des Tages dazu entschließen zu unterschiedlichen Zeiten nach hause zu fahren?" und, und, und ...

Diese ganzen Überlegungen mussten die Gelegenheits-Fahrgäste in der Region Hannover an diesem Wochenende nicht anstellen, denn die Fahrt im GVH war kostenlos. Und das trug dazu bei, das sonst übliche Verkehrs-Chaos in der Innenstadt in Grenzen zu halten, das hauptsächlich verursacht wird duch die vielen Autofahrer, die sich aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage sehen, Bus und Bahn zu benutzen.

Und auch wenn ich sonst wenig Einsehen in die diversen typischen Autofahrer-Ausreden habe...

Wenn es darum geht die Tarif-Struktur zu durchschauen, da kann ich nur sagen: "Autofahren lernen ist einfacher."

Vielleicht ist der Gratis-ÖPNV-Tag gar nicht deshalb so gut eingekommen, weil es was umsonst gab, sondern weil einem ob des sonst üblichen Tarifdschungels keine grauen Haare wachsen mussten?


Zitat
Jules
Wenn es darum geht die Tarif-Struktur zu durchschauen, da kann ich nur sagen: "Autofahren lernen ist einfacher."

Vielleicht ist dies der Königsweg zum Erreichen eines umweltfreundlicheren Verkehrsverhaltens der Menschen:

Für die Benutzung des ÖPNV ein ganz einfaches und auch niedriges Tarifsystem und vor allem:

Für die Straßenbenutzung ein Mautsystem, das so kompliziert ist, dass man dafür erstmal 3 Semester studieren muss ;-)
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