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„Fehler korrigieren” – Thema D-Tunnel nimmt wieder Fahrt auf
geschrieben von Amarok365 
Zitat
Jules
In diesem Film über die Straßenbahn in Stuttgart […] resümiert eine resolute ältere Stuttgarterin, ein Straßenbahnfahrgast: "Also mir gefällt das oben fahren sowieso besser. Weil da sieht man ja alles. Und die anderen sind alle unten drin, wie sie auch heißen und das ist schrecklich."

Dieser Film ist für Nostalgiker und redet Straßenbahn-Fans – und U-Bahn-Hasser – sehr schön nach dem Mund. Immerhin heißt er ja auch „Erinnerungen an Stuttgarts letzte Strassenbahn”. Das wahrste Zitat für die gesamte Chose kommt bei Minute 26:58 und gilt auch für Deine gesammelten Auswüchse: „Aber vorbei ist vorbei”. Weine also der Straßenbahn noch eine heiße Träne nach. Oder mit Minute 00:57 zitiert: „Das letzte Heulen in Stuttgart”.
Übrigens ist der Film von 2007, wie alt darf es denn noch werden mit der Nostalgie nach stillgelegten Straßenbahnen? Kannst Du Dich bitte wieder den heutigen Themen zum D-Tunnel in Hannover zuwenden?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.09.2025 08:48 von Amarok365.
Zitat
Amarok365
Zitat
Jules
In diesem Film über die Straßenbahn in Stuttgart […] resümiert eine resolute ältere Stuttgarterin, ein Straßenbahnfahrgast: "Also mir gefällt das oben fahren sowieso besser. Weil da sieht man ja alles. Und die anderen sind alle unten drin, wie sie auch heißen und das ist schrecklich."

Dieser Film ist für Nostalgiker und redet Straßenbahn-Fans – und U-Bahn-Hasser – sehr schön nach dem Mund. Immerhin heißt er ja auch „Erinnerungen an Stuttgarts letzte Strassenbahn”. Das wahrste Zitat für die gesamte Chose kommt bei Minute 26:58 und gilt auch für Deine gesammelten Auswüchse: „Aber vorbei ist vorbei”. Weine also der Straßenbahn noch eine heiße Träne nach. Oder mit Minute 00:57 zitiert: „Das letzte Heulen in Stuttgart”.
Übrigens ist der Film von 2007, wie alt darf es denn noch werden mit der Nostalgie nach stillgelegten Straßenbahnen? Kannst Du Dich bitte wieder den heutigen Themen zum D-Tunnel in Hannover zuwenden?

Wie heißt es so schön? Totgesagte leben länger. Und Stuttgart wäre nicht die erste Stadt, die sich auf die Vorteile der Straßenbahn besinnt, die ja auch in Stuttgart immer noch an vielen Stellen in Form einer Stadtbahn präsent ist, die ja im Prinzip auch nichts anderes ist als eine Straßenbahn.
Apropos Straßenbahn: In Minute 24:49 erfolgt der Hinweis, dass es selbstverständlich in dem Film nicht einfach um den Erhalt des Straßenbahnmodells aus Ende der 50er Jahre, den GTW4 geht: Aber wie in Hannover waren mit dem Beginn des Stadtbahn-Zeitalters in Stuttgart, so heißt es in dem Film, "...Niederflurwagen noch nicht verbreitet".
Wer mit den alten GTW-Wagen fahren will, der kann es übrigens heute noch tun. Sogar noch ältere Straßenbahnen fahren heute auf der Linie 15, deren Gleise mit einer dritten Schiene ausgestattet sind, auf Museumsbahnfahrten. (Siehe Bild).

Aber leider: Die Straßenbahnlinie auf der Stuttgarter Neuen Weinsteige wurde dem vermeintlichen "Fortschritt" geopfert, der da hieß Autos, mehr Autos, noch mehr Autos. Dafür musste die Straßenbahn als unterirdische Stadtbahn in den Tunnel ausweichen. In dieser älteren Stuttgarter Karte ist die Straßenbahn an der neuen Weinsteige noch eingezeichnet als Straßenbahnstrecke:
[padua-access.stuttgart.de]
Erhalten geblieben als oberirdische Stadtbahnstrecke ist die Linie 15, auf der außerdem wegen der zusätzlichen Schiene zwischen dem Normalspurgleis immer noch Museumsbahn-Fahrten auf dem Meter-Gleis stattfinden. Immerhin: Nicht alle schönen Straßenbahnstrecken haben die Stuttgarter vergraben.
Die hannoverschen Südstädter fiebern einer Straßenbahnanbindung durch die Sallstraße schon seit mehr als 100 Jahren entgegen. Vielleicht wird es einmal ähnlich wie die Linie 10 durch Ahlem, Limmer, Linden, der Calenberger Neustadt und der Innenstadt eine der schönsten Stadtbahnstrecken Hannovers. Natürlich nur dann, wenn es eine oberirdische Strecke wird und kein Tunnel. Als Tunnelstrecke würde sie sich nicht von anderen Tunnelstrecken unterscheiden.

Vielleicht die schönste Stadtbahnstrecke von Stuttgart, Bild von der Linie 15-Strecke am Eugensplatz (Jugendherberge), mit historischem Straßenbahnfahrzeug auf der zusätzlich eingebauten Meterspur:



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.10.2025 21:33 von Jules.


Zitat
Jules
Und Stuttgart wäre nicht die erste Stadt […] Wer mit den alten GTW-Wagen fahren will, der kann es übrigens heute noch tun […] Die Straßenbahnlinie auf der Stuttgarter Neuen Weinsteige wurde dem vermeintlichen "Fortschritt" geopfert, der da hieß Autos, mehr Autos, noch mehr Autos. Dafür musste die Straßenbahn als unterirdische Stadtbahn in den Tunnel ausweichen. […] Nicht alle schönen Straßenbahnstrecken haben die Stuttgarter vergraben.

Checkst Du das eigentlich nicht, dass sich dieser Themenstrang um Hannover dreht? Ignorierst Du die anderen Leser mit Deinen themenfremden Auswüchsen und Ablenkungen? Kannst Du überhaupt etwas Sinnvolles zum Thema D-Tunnel beitragen?

Zitat
Jules
Natürlich nur dann, wenn es eine oberirdische Strecke wird und kein Tunnel.

Dein Realitätsempfinden scheint ebenfalls nicht sonderlich ausgeprägt zu sein, denn es wird keine Straßenbahn in der Sallstraße geben. Wie Du dem Themenstrang zu Anfang entnehmen konntest, arbeitet aktuell ein externes Büro, beauftragt von der Region Hannover, an der Begutachtung der Möglichkeiten einer Tunnelstrecke in der Südstadt zwischen Schiffgraben und Lindemannallee als Anschluss an die D-Süd.
Zitat
Amarok365

Checkst Du das eigentlich nicht, dass sich dieser Themenstrang um Hannover dreht? Ignorierst Du die anderen Leser mit Deinen themenfremden Auswüchsen und Ablenkungen? Kannst Du überhaupt etwas Sinnvolles zum Thema D-Tunnel beitragen?

Es ist sehr wichtig, über die eigene Kirchturmspitze hinauszuschauen. Ich kann mich da an mehrere Beiträge in der Diskussion um die Hochbahnsteige in der Limmerstraße erinnern, in denen sehr ausführlich ein Stuttgarter Hochbahnsteig diskutiert wurde, der einen Trog hat, sodass der Hochbahnsteig nicht ganz so hoch gebaut werden musste in Relation zum Fußweg. Ein wichtiger Beitrag in der Diskussion, auch wenn sich letztlich zeigte, dass der Hochbahnsteig nach diesem einen Stuttgarter Vorbild in der Limmerstraße so nicht verwirklicht werden konnte.

Wer den Ausbau der D-Süd-Strecke diskutieren möchte und eine oberirdische Stadtbahnlinie in der Sallstraße a priori ausschließt, der riskiert, dass es diesen Ausbau der D-Süd-Strecke nicht geben wird. Willst du das? Es wurden bereits einige gute Argumente genannt, die für eine oberirdische Stadtbahnführung in der Sallstraße sprechen. Es gab in diesem Diskussionsstrang auch Argumente für eine unterirdische Lösung. Kannst du es nicht ertragen, dass es mehr als eine Sicht der Dinge gibt?
Zitat
Jules
Wer den Ausbau der D-Süd-Strecke diskutieren möchte und eine oberirdische Stadtbahnlinie in der Sallstraße a priori ausschließt, der riskiert, dass es diesen Ausbau der D-Süd-Strecke nicht geben wird.

Es wird ihn nicht geben, weil sich, wie ich schon schrieb, die Region auf eine Tunnelführung festgelegt hat und diese begutachten lässt. Offenbar verweigerst Du diese aktuelle Realität.

Zitat
Jules
Kannst du es nicht ertragen, dass es mehr als eine Sicht der Dinge gibt?

Das kann ich schon, aber ich behalte die aktuellen Entwicklungen im Auge und trauere keiner Lösung nach, die schon mehrfach politisch verworfen wurde und auch 2025 keine Chance mehr hat. Schade, dass Du das nicht ertragen kannst und noch immer den oberirdischen Straßenbahnen nachweinst. Informiere Dich doch bitte in den verschiedenen Sitzungsmanagementen nach den aktuellen Drucksachen und Beschlüssen und fantasiere nichts ins Blaue.
Zitat
Jules
Zitat
Amarok365

Checkst Du das eigentlich nicht, dass sich dieser Themenstrang um Hannover dreht? Ignorierst Du die anderen Leser mit Deinen themenfremden Auswüchsen und Ablenkungen? Kannst Du überhaupt etwas Sinnvolles zum Thema D-Tunnel beitragen?

Es ist sehr wichtig, über die eigene Kirchturmspitze hinauszuschauen. Ich kann mich da an mehrere Beiträge in der Diskussion um die Hochbahnsteige in der Limmerstraße erinnern, in denen sehr ausführlich ein Stuttgarter Hochbahnsteig diskutiert wurde, der einen Trog hat, sodass der Hochbahnsteig nicht ganz so hoch gebaut werden musste in Relation zum Fußweg. Ein wichtiger Beitrag in der Diskussion, auch wenn sich letztlich zeigte, dass der Hochbahnsteig nach diesem einen Stuttgarter Vorbild in der Limmerstraße so nicht verwirklicht werden konnte.

Wer den Ausbau der D-Süd-Strecke diskutieren möchte und eine oberirdische Stadtbahnlinie in der Sallstraße a priori ausschließt, der riskiert, dass es diesen Ausbau der D-Süd-Strecke nicht geben wird. Willst du das? Es wurden bereits einige gute Argumente genannt, die für eine oberirdische Stadtbahnführung in der Sallstraße sprechen. Es gab in diesem Diskussionsstrang auch Argumente für eine unterirdische Lösung. Kannst du es nicht ertragen, dass es mehr als eine Sicht der Dinge gibt?
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Dennoch nervt die Diskussion, da diese sich nur im Kreis dreht.

Mfg

Sascha Behn
Die HAZ berichtet am 06.11.2025 in der Printausgabe über die weiteren Aussichten für den D-Tunnel unter der Sallstraße:

Neuer Stadtbahn-Tunnel für 700 Millionen Euro?

Die Region plant Erweiterung des Netzes in Richtung Bismarckbahnhof und Kronsberg – Zeitplan, Kostenschätzung und Linienführung im Überblick

Bis zu 700 Millionen Euro könnte der neue Stadtbahn-Tunnel unter der Sallstraße kosten: Diese Summe nennt jetzt Ulf Birger Franz (SPD), Verkehrsdezernent der Region Hannover. „Dabei handelt es sich um eine grobe Schätzung, die wir anhand von Tunnelbauten aus anderen Kommunen ermittelt haben“, sagt Franz. Die Zahl könne noch stark variieren, weil Ingenieure in den nächsten Jahren erst die Bedingungen für die Üstra-Erweiterung in Hannovers Südstadt ermitteln müssten.

Region plant Ausschreibung für Ingenieurbüro

Dafür hat die Regionsversammlung noch vor der Sommerpause das Geld für die erste Planungsphase bereitgestellt. Damit bereite die Region nun die Ausschreibung für ein Ingenieurbüro vor, das sich auf U-Bahn-Bau spezialisiert habe. Bis 2027, sagt Franz, rechne er mit belastbaren Ergebnissen, unter anderem zur Bodenbeschaffenheit, und mit ei- ner Machbarkeitsstudie. Frühestens Anfang der 2030er Jahre könne der Bau beginnen, der bis etwa 2040 abgeschlossen sein könnte.

Neuer Tunnel für zwei Stadtbahn-Linien

Die Planungen sehen vor, dass die bisherigen Stadtbahngleise der Linie 10 bis zum Raschplatz und weiter auf der Berliner Allee oberirdisch verlängert werden könnten. „Am Platz der Kaufleute fährt die Bahn dann in den Tunnel“, sagt Franz, nach dessen Angaben unter der bisherigen Station Marienstraße eine weitere Stationsebene entstehen soll. Von dort aus führt die unterirdische Trasse unter der Sallstraße bis zum Bismarckbahnhof, mit zwei weiteren neuen Haltepunkten an der Krausenstraßen und am Bertha-von-Suttner-Platz.

Zwei Linien sollen durch den neuen Tunnel rollen, eine davon dann am Bismarckbahnhof enden – als Umsteigeanlage für Pendlerinnen und Pendler, die mit der S-Bahn aus dem Süden kommen oder dorthin fahren. Die andere Linie führt weiter unter der Lindemannallee, sie soll vor dem Kinderkrankenhaus Auf der Bult aus dem Tunnel auftauchen und dort an die bestehenden Gleise der Linie 6 andocken. „Wir brauchen dringend neue Kapazitäten für die Menschen, die am Kronsberg, aber auch in Bemerode leben oder noch dorthin ziehen“, sagt der Verkehrsdezernent. Seinen Angaben zufolge sollen etwa 20.000 Fahrgäste pro Tag die neuen Linien nutzen.

Bergmännische Bauweise soll Nachbarn schonen

All diese Vorschläge prüfen die Ingenieure, die die Machbarkeitsstudie erstellen sollen. Das gilt auch für die Bauweise: Stadt Hannover und Region setzen auf den sogenannten bergmännischen Bau des Tunnels, bei dem der benötigte Hohlraum unter der Straße durch konventionellen oder maschinellen Vortrieb entsteht. Er hätte im Vergleich zu einer offenen Bauweise den Vorteil, dass die Belastungen für die Anliegerinnen und Anlieger geringer ausfielen. Einen oberirdischen Ausbau sieht die Stadt ohnehin skeptisch. Dieser sei von der Politik „eher kritisch beurteilt“ worden, heißt es in der Verwaltung.

Und: Auch die Pläne der Stadt Hannover für einen Umbau des Raschplatzes bewertet Verkehrsdezernent Franz nicht als Hindernis für die Verlängerung der Stadtbahn Richtung Südstadt. Diese sehen vor, den Autoverkehr auf der Berliner Allee zwischen Lister Meile und Fernroder Straße zu verbannen und nur noch über die Hochstraße zu führen. Der Raum darunter soll vor allem für Fuß- und Radverkehr reserviert bleiben. Damit bliebe noch genügend Platz für die notwendigen Stadtbahngleise.

Bis zu 800.000 Stadtbahn-Fahrgäste pro Tag?

Die Planungen laufen vor dem Hintergrund, dass die Region die Zahl der Fahrgäste mittelfristig auf 800.000 Reisende pro Tag erhöhen will – heute nutzen etwa 400.000 Fahrgäste täglich die Stadtbahnen der Üstra. So sieht es zumindest der Verkehrsentwicklungsplan 2035+ der Region vor. Ohne wesentliche Erweiterungen, zu denen zweifelsohne der Tunnel unter der Sallstraße gehört, lässt sich dieses ehrgeizige Ziel nicht erreichen.

Dazu zählen weiterhin auch die Umsteigeanlage am Braunschweiger Platz oder die Anbindung der Linie 1 an den Bahnhof Langenhagen-Mitte.
Die HAZ (15.12.2025) nimmt die Bauschäden in der Prinzenstraße zum Anlass, noch einmal auf die notwendig werdenden Tiefbauarbeiten für einen Tunnelbau in der Sallstraße aufmerksam zu machen. Dabei geht der Autor auch der Frage nach, ob die Tunnelarbeiten vor 40 Jahren mit mehr Nachsicht der Bürger in Bezug auf Schäden an angrenzenden Häusern hingenommen wurden.

"Tunnel unter der Sallstraße: Wie lässt sich ein Fiasko wie an der Prinzenstraße verhindern?
Ein neuer Tunnel: Unter der Haltestelle Marienstraße würde eine weitere Station entstehen, durch die Stadtbahnen zwischen Hauptbahnhof und Lindemannallee fahren sollen.
Mit einem Tunnel unter der Sallstraße will die Region das Stadtbahn-Netz der Üstra erweitern. Doch wie lassen sich Fehler wie an der Prinzenstraße vermeiden? Umfangreiche Bodenuntersuchungen und ein Bürgerdialog sollen helfen."
[www.haz.de]

Zur Erinnerung an den Tunnelbau Ende der 60-er und Anfang der 70-er Jahre dieses Foto aus einem HAZ-Artikel:
[cloudfront-eu-central-1.images.arcpublishing.com]
Zu sehen ist die Ecke Lister Meile Drostestraße. Hier dieselbe Stelle auf streetview rund 50 Jahre später:
[www.google.com]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.12.2025 14:53 von Jules.
Es ist ja nicht so, dass es im Vorfeld von Tunnelarbeiten nie Bodenuntersuchungen gegeben hätte. Selbst für die Trasse des D-Tunnels in seiner gesamten Länge (Goetheplatz bis Lindemannallee) gibt es Dutzende von Bohrungen, die kartiert und eingezeichnet die Bodenverhältnisse darstellen. Es gibt dazu Lagepläne im U-Bahn-Bauamt-Archiv namens D21/02 60g (Goetheplatz–Hbf.) und D21/24 61d (Berliner Allee–Lutherstr.). Für die Sallstraße bis Lindemannallee gab es das auch schon, Plan D25/27 52b vom 22.06.1992. Man muss halt nur mal wieder in die Archive gucken und nicht anfangen rumzujammern, nur weil woanders die plan- und offenbar kommunikationslose Hauruck-Technik der LHH mit dem Kopf durch die Wand plötzlich das Wort „Fiasko” herausschreit.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.12.2025 14:38 von Amarok365.
Die Idee einen Stadtbahn-Tunnel unter der Sallstraße zu bauen, ist ein Anachronismus.
Geschuldet einem unerbittlichen Festhalten an einer Idee, die in den 50er und 60er Jahren in vielen westdeutschen Städten dazu führte, dass funktionierende Straßenbahnnetze von Auto-Ideologie-getriebenen Stadtplaner*innen und Politiker*innen zerstört wurden. Wobei es vor allem männliche Planer und Politiker gewesen sind, die vielerorts Straßenbahnnetze "wegplanten", um Platz zu schaffen für den Autoverkehr.
Diese Liste von Städten wird in dem Film "10 vergessene Straßenbahnen - warum Deutschland sie abgeschafft hat!" abgearbeitet.
1. Hamburg (1978) – Das größte eingestellte Netz Deutschlands
2. West-Berlin (1967) – Kalter Krieg auf Schienen
3. Wuppertal (1987) – Schwebebahn ja, Tram nein
4. Regensburg (1964) – UNESCO-Stadt ohne Tram
5. Kiel (1985) – Die gescheiterte "Busstadt"
6. Aachen (1974) – Grenzüberschreitender Verkehr zerstört
7. Wiesbaden (1955) – Erster großer Fehler
8. Bremerhaven (1982) – Hafen ohne Schienen
9. Recklinghausen (1982) – Ruhrgebiet-Irrsinn
10. Wilhelmshaven (1960) – Marine ohne Tram
[www.youtube.com]
Auch in Hannover sollte ursprünglich der Straßenbahn-Betrieb komplett eingestellt werden.
Dazu kam es zum Glück nicht. Der Film lohnt sich, um die aktuelle Diskussion besser einordnen zu können.
Ein oberirdischer Ausbau der Stadtbahn in der Sallstraße ist ein nachhaltiges Zukunftsprojekt.
Ein unterirdischer Stadtbahnausbau ist dagegen ein Rückgriff auf die 50-er und 60er-Jahre mit ihrer Ideologie der autogerechten Stadt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.2026 19:28 von Jules.
@Jules, bist Du zufällig der User @Milo98 (bzw. @Leinebube) aus dem Fanmagazin von Hannover 96 bzw. im offiziellen Hannover 96 Forum der User @c452h? Gewisse Ähnlichkeit vom Schreibstil und von der Argumentation, daher. Ich jedenfalls bin im Fanmagazin als @Bothmerstrasse und im offiziellen Hannover 96 Forum als @Doehrener. Und im Aspie-Forum Berlin als User @Hannoveraner, früher als @Hannover 96. Sorry für off Topic.

btt: Ich stehe einem Tunnel unter der Sallstraße grundsätzlich offen gegenüber, jedoch befindet sich in unmittelbarer Nähe parallel der B-Süd-Tunnel (Aegidientorplatz, Schlägerstraße, Geibelstraße, Altenbekener Damm).

Davon abgesehen dürften die räumlichen Verhältnisse in der Sallstraße und ggf. in der Jordanstraße bzw. Stresemannallee zu beengt sein für eine oberirdische Stadtbahn.

Die Auslastung der Elektrobus-Linie 121 Altenbekener Damm - Haltenhoffstraße ist mir nicht geläufig, könnte diese eventuell bereits ausreichend sein? Durch Einrichtung einer zusätzlichen Elektro-Bus-Linie (Fahrtroute z. B. Steintor - Hauptbahnhof/Raschplatz - Marienstraße - Sallstraße - S-Bahn/Hannover-Bismarckstraße - Lindemannallee/Menschingstraße/ Kinderkrankenhaus - Bischofsholer Damm - Bemerode - Kronsberg - Messegelände /Ost (Expo Plaza) könnte man evtl.zusätzliche Fahrgäste erreichen, falls die Stadtbahn nicht gebaut würde. Finanziell und politisch könnte es künftig evtl Schwierigkeiten geben für ein solches Großprojekt.

Nur meine Gedanken und Abwägungen hierzu.



12 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.2026 14:22 von Sheldon_Cooper.
Sorry doppelt.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.2026 04:39 von Sheldon_Cooper.
Zitat
Sheldon_Cooper
@Jules, bist Du zufällig der User @Milo98 (bzw. @Leinebube) aus dem Fanmagazin von Hannover 96 bzw. im offiziellen Hannover 96 Forum der User @c452h? Gewisse Ähnlichkeit vom Schreibstil und von der Argumentation, daher. Sorry für off Topic.
Nein, bin ich nicht. Und das Fanmagazin von Hannover 96 besuche ich nie. Obwohl, du hast mich da jetzt neugierig gemacht. Wird da auch über Stadtbahn-Themen diskutiert wie eine Stadtbahnverbindung durch die Sallstraße?
Zitat
Sheldon_Cooper
btt: Ich stehe einem Tunnel unter der Sallstraße grundsätzlich offen gegenüber, jedoch befindet sich in unmittelbarer Nähe parallel der B-Süd-Tunnel (Aegidientorplatz, Schlägerstraße, Geibelstraße, Altenbekener Damm).
Allerdings ist der B-Süd-Tunnel schon stark ausgelastet. (Linien 1,2,8) Willst du andeuten, es sei möglich, den B-Süd-Tunnel zu erweitern und so zusätzliche Fahrtkapazitäten Richtung Kronsberg zu ermöglichen?

Zitat
Sheldon_Cooper
Davon abgesehen dürften die räumlichen Verhältnisse in der Sallstraße und ggf. in der Jordanstraße bzw. Stresemannallee zu beengt sein für eine oberirdische Stadtbahn.

Die Auslastung der Elektrobus-Linie 121 Altenbekener Damm - Haltenhoffstraße ist mir nicht geläufig, könnte diese eventuell bereits ausreichend sein? Durch Einrichtung einer zusätzlichen Elektro-Bus-Linie (Fahrtroute z. B. Steintor - Hauptbahnhof/Raschplatz - Marienstraße - Sallstraße - S-Bahn/Hannover-Bismarckstraße - Lindemannallee/Menschingstraße/ Kinderkrankenhaus - Bischofsholer Damm - Bemerode - Kronsberg - Messegelände /Ost (Expo Plaza) könnte man evtl.zusätzliche Fahrgäste erreichen, falls die Stadtbahn nicht gebaut würde. Finanziell und politisch könnte es künftig evtl Schwierigkeiten geben für ein solches Großprojekt.

Nur meine Gedanken und Abwägungen hierzu.
Die Buslinie 121 erschließt den Bedarf der Sallstraße, aber bei einer Stadtbahn durch die Sallstraße geht es auch darum, die Weiterfahrt bis Kronsberg einzuplanen. Dafür braucht es mehr Kapazität. Eine zusätzliche Buslinie dafür ist teurer, wenn dauerhaft dieselben Kapazitäten erreicht werden sollen, wie mit einer Stadtbahnlinie möglich sind.
@Jules der Üstra-Thread im Fanmagazin von Hannover 96 ist eigentlich ein reiner Off Topic Thread, (unter Region Hannover) für Laien, Link [www.das-fanmagazin.de] für das aktuelle Tagesgeschehen bei der Üstra. Kein Vergleich zum Bahn Info Forum. Die Sallstraße oder der mögliche D-Tunnel wird, wenn überhaupt, vereinzelt und peripher erwähnt.

Auf keinen Fall soll der B-Süd-Tunnel erweitert werden, davon wäre mir nichts bekannt. Ich wollte zum Ausdruck bringen, daß die Hildesheimer Straße und die Sallstraße dicht bei einander liegen, in fußläufiger Distanz. So daß Anwohner*Innen der Sallstraße eine der U-Bahn-Stationen an der Hildesheimer Straße erreichen können.

Eine Bus-Linie, parallel zur Straßenbahn kann zumindest praktisch als Schnellbus-Linie an Attraktivität gewinnen, als Beispiel Linie 700 parallel zur Linie 10 oder Linie 900 parallel zu den Linien 3, 7, 13, da sie anders als die Stadtbahn weniger Haltestellen haben.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.2026 21:21 von Sheldon_Cooper.
Zitat
Jules
Wobei es vor allem männliche Planer und Politiker gewesen sind, die vielerorts Straßenbahnnetze "wegplanten", um Platz zu schaffen für den Autoverkehr.

Du wirst nicht müde, dieses Märchen zu verbreiten, dass wir in diesem Forum und in anderen Foren schon Dutzendemale widerlegt und mit Quellen untermauert bewiesen haben, dass dies nicht die ursprüngliche Intention der U-Bahn-Planer war. Kaum vergehen mal ein paar Monate, kommst Du mit dieser alten Leier wieder um die Ecke, und jedes Mal muss man Dir widersprechen. Denn:

Zitat
Sheldon_Cooper
@Jules, bist Du zufällig der User @Milo98 (bzw. @Leinebube) aus dem Fanmagazin von Hannover 96 bzw. im offiziellen Hannover 96 Forum der User @c452h? Gewisse Ähnlichkeit vom Schreibstil und von der Argumentation, daher.

Bewiesenermaßen hat Jules seit mindestens 10 Jahren mehrere Accounts in diversen anderen Foren und ist sich auch nicht blöde, denselben Schreibstil, teils dieselben Argumente und Quellen zu verbreiten. Selbst Fotos, die allesamt aus derselben Kamera stammen, werden in diversen anderen Foren verbreitet. Wenn man sich keine Mühe gibt, Spuren zu verwischen (EXIF wäre z. B. mal ein guter Anfang), kann man noch so oft behaupten, man wäre nicht derjenige. Insofern sollte man die Trolle auch nicht füttern und auf Scheindiskussionen anbeißen und reinfallen, lieber Sheldon_Cooper. Sowas wie:

Zitat
Jules
Obwohl, du hast mich da jetzt neugierig gemacht. Wird da auch über Stadtbahn-Themen diskutiert wie eine Stadtbahnverbindung durch die Sallstraße?

Solche Scheindiskussionen werden auch hier desöfteren geführt, sind aber abgeklungen. Es werden suggestive Fragen gestellt und Nebenschauplätze aufgemacht (Stuttgart, ick hör dir trapsen), Hauptsache, es wird angesprungen.

Zitat
Jules
Der Film lohnt sich, um die aktuelle Diskussion besser einordnen zu können.
Ein oberirdischer Ausbau der Stadtbahn in der Sallstraße ist ein nachhaltiges Zukunftsprojekt.
Ein unterirdischer Stadtbahnausbau ist dagegen ein Rückgriff auf die 50-er und 60er-Jahre mit ihrer Ideologie der autogerechten Stadt.

Zum Trollen gesellt sich dann noch offenbar Alzheimer, denn dass eine oberirdische Straßenbahn in der Sallstraße nicht mehr kommen wird, scheint Jules wieder mal entfallen zu sein. Für alle Mitleser und für Jules deswegen noch mal in Kürze: Aktuell erstellt ein externes Büro im Auftrag der Region Hannover eine Bewertung und eine Variantenauswertung für einen Tunnel unter der Sallstraße. Ich denke, im Sommer 2026 können wir mit ersten Ergebnissen rechnen. Eine Straßenbahn steht für die Region Hannover nicht mehr zur Debatte, und das ist auch bereits mehrfach durch die Presse gegangen. Jules ignoriert gerne die Fakten und holt dann den Phrasendrescher raus.

Siehe auch übrigens diesen wichtigen Punkt in Sachen Raschplatz und „10/17”:
https://www.pro-d-tunnel.de/news-details/251107-pressemitteilung-d-tunnel.html



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.2026 22:22 von Amarok365.
Zitat
Amarok365
Zitat
Jules
Wobei es vor allem männliche Planer und Politiker gewesen sind, die vielerorts Straßenbahnnetze "wegplanten", um Platz zu schaffen für den Autoverkehr.

Du wirst nicht müde, dieses Märchen zu verbreiten, dass wir in diesem Forum und in anderen Foren schon Dutzendemale widerlegt und mit Quellen untermauert bewiesen haben, dass dies nicht die ursprüngliche Intention der U-Bahn-Planer war. Kaum vergehen mal ein paar Monate, kommst Du mit dieser alten Leier wieder um die Ecke, und jedes Mal muss man Dir widersprechen. Denn:

Im Sinne einer sachlichen Debatte überspringe ich hier einfach deine unflätigen Worthülsen für eine faktenbasierte Antwort:
"Ursprünglich sollte es ein eigenes U-Bahn-Netz geben, ..."
Quelle: Jubiläen 2025 - 50 Jahre U-Bahn in Hannover, www.hannover.de (Offizielle Internetseite der Stadt Hannover)
[www.hannover.de]#

Bedauerlicherweise gibt es bis heute viele Menschen, die diesen "Traum der autogerechten Stadt" weiterträumen. Und wenn es darum geht, dem Autoverkehr Grenzen zu setzen, wird es schwer, faktenbasiert Entscheidungen zu treffen für mehr ÖPNV-Mobilität. Dabei müssten in der Sallstraße Autofahrer bei einer oberirdischen Stadtbahnführung keine großen Nachteile befürchten. Es würden einige Straßenabschnitte für den Privat-KFZ-Verkehr nicht mehr befahrbar sein, und kostenloser Parkraum stünde nicht mehr zur Verfügung. Aber da in der Südstadt ohnehin schon große Flächen Anwohnerparkzonen sind, für die ein Park-Berechtigungsschein gekauft werden muss, ist das auch heute bereits vielfach verwirklicht.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.01.2026 08:03 von Jules.
Zitat
Jules
Im Sinne einer sachlichen Debatte überspringe ich hier einfach deine unflätigen Worthülsen für eine faktenbasierte Antwort

Wenn man Deine ständigen falschen Leiern widerlegt, sind das also „unflätige Worthülsen”, interessant. Und dann heißt es wieder zu einer „sachlichen Debatte” von Dir:

Zitat
Jules
Dabei müssten in der Sallstraße Autofahrer bei einer oberirdischen Stadtbahnführung keine großen Nachteile befürchten.

Ah ja, so viel zu „sachlich” und „Worthülsen”. Weil Du einfach ignorierst und übergehst, dass es faktisch und politisch keine oberirdische Stadtbahnführung in der Sallstraße mehr geben wird. Also warum führst Du diesen Gedanken dann immer wieder ins Feld? Doch Alzheimer? Für eine von Dir geforderte „sachliche Debatte” müsstest Du das eigentlich dann endlich mal akzeptieren, Dich den Realitäten stellen und nicht ständig von einer Straßenbahn fabulieren. Die Realität heißt – wie mehrfach beschrieben – aktuell Variantenuntersuchung für einen Tunnelbau in der Sallstraße. Dafür macht die Region gerade 500.000 EUR locker. Am besten schreibst Du Dir das auf einen Zettel auf, dann vergisst Du es nicht mehr.

Außerdem hat die Region am 15.12.2025 Antworten auf eine öffentliche Anfrage von Bernward Schlossarek (CDU) gegeben. Dort heißt es (Zitat):
„Aufgrund der vergleichsweise geringen Breite der Sallstraße, die aktuell eine wesentliche Bedeutung für den Kfz-Verkehr in der östlichen Südstadt hat, ist ein besonderer Bahnkörper an der Oberfläche nicht möglich. Zudem ist keine Lösung denkbar, ohne dass eine erhebliche gegenseitige Beeinflussung aller Verkehrsarten eintritt und es zu Zeitverzögerungen und unbefriedigender Betriebsqualität des Stadtbahnverkehrs kommt.”
Noch was zum Auf-den-Zettel-schreiben.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.01.2026 15:51 von Amarok365.
Merkt niemand das man sich im Kreis dreht?

Mfg

Sascha Behn
Solange Jules sich im Kreis dreht – oder vielmehr am Rad – und ständig die gleichen Märchen auftischt, bin ich gewillt, diesen gerne zu widersprechen. Sonst glaubt womöglich noch einer der wenigen Mitleser den Stuss; nach dem Motto, man muss nur so oft Stuss erzählen, bis er wahr wird, weil man an ihn zu glauben anfängt.
So viel Zeit muss sein.
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