Der Bauausschuss hat sich am 17.09.2025 weiter mit der Umgestaltung des Raschplatzes beschäftigt. Die „Masterplanung nördliches Bahnhofsviertel” ist ja seit Jahren in der Planung und schon weit fortgeschritten. Alle verfügbaren Dokumente sind z. B. hier einzusehen:
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/TM/20250917_ABau
Was mir auffällt: In all den dort zu findenden Planungen und Dokumenten kommt eine oberirdische Stadtbahnverlängerung der Linien 10 und 17 vom jetzigen Endpunkt ZOB in Richtung Südstadt nicht vor. Sie wird als Option zwar kurz angerissen, allerdings ohne Raschplatz-Hochstraße und damit mit all den Nachteilen einer ebenerdigen mehrspurigen Autobahn auf dem Cityring. Das wäre der Super-GAU mit einer neuen Wegeverbindung Richtung Oststadt.
Ein paar Zitate dazu aus der Variantendiskussion zur Raschplatzhochstraße:
Gewünscht wird
„eine wirksame verkehrsfreie Fuß- und Radverkehrsanbindung, die eine einzigartige Verbindung zwischen Oststadt und Innenstadt herstellt. Gleichzeitig eröffnet sich hierdurch ein neuer Spielraum für die Freiraumgestaltung. Unter der Hochstraße kann ein besonderer Freiraum entstehen, der u.a. Spiel- und Sportangebote anbietet und sich zu einem neuen Anlaufpunkt im Stadtzentrum entwickeln kann”.
Dem steht eine Führung der Stadbahn „10/17” in Richtung Südstadt, angedacht von der Region, massiv entgegen, denn
„die zusätzlichen Querungsstellen mit der Stadtbahn insbesondere für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen bergen zusätzliches Konfliktpotenzial”.
„Mit der Zielsetzung einer verkehrsfreien fußläufigen Querung vom Ernst-August-Platz über den Raschplatz hin zum Weißekreuzplatz und letztlich zum Lister Platz, kommt der Raschplatz-Hochstraße eine besondere Bedeutung zu. […] Der Rückbau der Hochstraße bleibt eine Option, die im Zuge zukünftig anstehender Sanierungsbedarfe der Hochstraße, sich ändernder Verkehrsstärken auf dem Cityring oder der eventuell anstehenden Verlängerung der Stadtbahn neu diskutiert werden kann”.
Und deshalb kann aktuell
„die optionale Stadtbahnverlängerung nicht in Mittellage geführt werden – eine Seitenlage im Profil ist weniger Nutzer*innen-freundlich und kompliziert umsetzbar”.
Was tut man also? Man lässt
„die optionale Stadtbahnverlängerung” in allen Planskizzen einfach weg. Es gibt auf den neuen Freiflächen unter der Hochstraße neue Wegeverbindungen und Spielflächen, aber nicht ein einziges Gleis in Richtung Berliner Allee und Königstraße. Diesen Konflikt aufzulösen zwischen zwei aktuell konkurrierenden Planungen – LHH und Region Hannover – wird noch lustig.
Wahrscheinlich kommt demnächst wieder einer mit einer Seilbahn-Idee um die Ecke, um die Flächen freizuhalten…
2 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.09.2025 09:15 von Amarok365.