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"Y-Trasse" sticht "Alpha A" aus - Nach mehr als 60 Jahren Planungszeit: Großprojekt beschlossen zur Verbesserung des Bahnverkehrs von Hannover nach Hamburg
geschrieben von Jules 
Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover ist sicher vielen Lesern hier im Forum gut bekannt und von vielen schon oft befahren worden. Lange wurde über ein Streckenausbau gestritten, jetzt scheint eine Entscheidung gefallen zu sein: "Nach jahrelangen Prüfungen hatte die Bahn Ende Juni 2025 ihre bevorzugte Lösung vorgestellt: Einen Neubau von Hannover über Bergen und Soltau und in etwa entlang der A7 nach Hamburg. Die Verkehrspolitiker von Union und SPD haben sich jetzt, Mitte September 2026, ebenfalls auf den Neubau der Strecke geeinigt."
[www.ndr.de]

Auf NDR-Info gibt es einen Zeitstrahl mit den wichtigen Ereignissen zu einem lange diskutierten Eisenbahn-Infrastruktur-Großprojekt. Die Verkehrspolitiker von Union und SPD haben sich jetzt auf die Y-Trasse geieinigt haben, um den Zugverkehr zwischen Hamburg (und Bremen) und Hannover zu verbessern.
"Im Grunde besteht seit Jahrzehnten Einigkeit, dass die vorhandene Trasse zwischen den beiden Städten nicht ausreicht. An der Frage, wie die Situation verbessert werden soll, scheiden sich die Geister. Wir haben die Entwicklung um den Ausbau der Strecke Hannover-Hamburg in einer Chronologie zusammengefasst."
Hier ist der Link zum Zeitstrahl auf dem NDR
[www.ndr.de]
Noch muss allerdings der Bundestag zustimmen. Laut NDR ist damit zu rechnen.

Der Zeitstrahl auf NDR.de beginnt im Jahr 1962!

Hier ein Link zu einem Bild des NDR mit der eingezeichneten Y-Trasse: [images.ndr.de]



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.09.2026 07:41 von Jules.
Hier ein Bericht ohne die Springer-Rechts-Postille:

[www.ndr.de]
Vielen Dank, zurückbleiben bitte für den Link zum NDR-Bericht.
Darinheißt es:
"Die CDU-Bundestagsabgeordnete Cornell Babendererde und die SPD-Abgeordnete Svenja Stadler, beide aus dem Landkreis Harburg, hatten eigenen Angaben zufolge alles daran gesetzt, die Abstimmung zu verschieben. Die Kritiker befürchten durch eine neu gebaute Strecke unter anderem massive Eingriffe in die Natur, ..."

Wie scheinheilig ist diese Argumentation?
Wenn es darum geht, die Eisenbahninfrastruktur auszubauen, entdecken CDU und SPD plötzlich ihre Liebe zur Natur und vergießen Krokodilstränen.

Immerhin wird in dem Artikel auf einen neuen nächstmöglicher Abstimmungstermin hingewiesen:
"Der Bundestag könnte nun in der nächsten Sitzungswoche Anfang Oktober über die Neubaustrecke abstimmen."

Was dem Fass die Krone aufsetzt: "Die Bundesregierung will erneut die Energiesteuer auf Kraftstoffe senken und einen Spritpreisdeckel einführen, um Verbraucher zu entlasten." Darüber und über die Kritik der Wirtschaftsweisen Veronika Griimm bericghtet unter anderem die Tagesschau:
"Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat den neuen Tankrabatt der schwarz-roten Bundesregierung als kurzsichtig kritisiert. Durch opportunistische Politik werde versucht, die Wähler nicht zu verprellen, sagte die Ökonomin dem Kölner Stadt-Anzeiger. "Aber am Ende führt es nur dazu, dass viele Wähler sich frustriert von den etablierten Parteien abwenden, weil sie ihren Job eben nicht machen", sagte Grimm."
Tagesschau vom 20.9.2026: [www.tagesschau.de]

Eine langfristige Taktik gegen Verteuerung der Mobilität ist der Schienennetzausbau.
Der wird jedoch von CDU und SPD ausgebremst.
Ich wiederhole meinen Vorredner und dessen Zitat von Grimm: "Aber am Ende führt es nur dazu, dass viele Wähler sich frustriert von den etablierten Parteien abwenden, weil sie ihren Job eben nicht machen" (https://www.tagesschau.de/inland/tankrabatt-wirtschaftsweise-grimm-reaktion-100.html)

Die CDU-Abgeornete Cornell Babendererde und die SPD-Abgeordnete Svenja Stadler sind der Inbegriff der Bundespolitik, die ihren Job nicht macht.
Zitat
Neu Wulmstorf
Ich wiederhole meinen Vorredner und dessen Zitat von Grimm: "Aber am Ende führt es nur dazu, dass viele Wähler sich frustriert von den etablierten Parteien abwenden, weil sie ihren Job eben nicht machen" (https://www.tagesschau.de/inland/tankrabatt-wirtschaftsweise-grimm-reaktion-100.html)

Die CDU-Abgeornete Cornell Babendererde und die SPD-Abgeordnete Svenja Stadler sind der Inbegriff der Bundespolitik, die ihren Job nicht macht.

In diesem NDR-Bericht vom 21.9.2026 werden die beiden von dir genannten Kritikerinnen erwähnt:
[www.ndr.de]

Beide haben ein Direktmandat in ihren jeweiligen Wahklkreisen gewonnen. Fühlen sie sich deshalb diesen Bürger*innen gegenüber, die sie gewählt haben, besonders verpflichtet? Aber warum dazu verpflichtet, die Y-TRasse abzulehnen? Warum nicht dazu verpflichtet, dem Bau zuzustimmen und zu unterstützen?

Vielleicht ist es eine Möglichkeit, die beiden auf [www.abgeordnetenwatch.de] danach zu fragen, was ihre gründe für die Ablehnung sind.
Es geht doch nicht darum das zwei Wahlkreisabgeordnete dagegen sind und dagegen stimmen.

Es geht darum dass sie alles tun um irgendeine Entscheidung zu verhindern. Und dass die politischen Entscheidungsträgern der CDU und SPD das zulassen
„Nicht in meinem Hinterhof“ – eine Reise durch das Land der Bahntrassen-Gegner (haz.de / archive.is)

3 Einzelmeinungen, ein ausgewogenes "Ja, in Lüneburg gäbe es auch Anwohner."

Was gar nicht erwähnt wird, dass damit Millionen- und Großstädte miteinander verbunden werden.
Schade, dass man nie die Reisenden fragt.

In den 80ern gab's viele Fotos der NBS Hannover-Würzburg mit den Bauflächen, deren rote Erde wie eine Wunde im Mittelgebirgsland die Natur zerstörte. Heute ist das alles zugewachsen und die ICEs rauschen leise vorbei.
t-online.de schreibt am 5.10.2026 zur geplanten Y-Trasse:
"Eigentlich sollte das Projekt bereits am 24. September im Parlament beraten werden. Die Debatte wurde jedoch von der Tagesordnung genommen. Nun ist die Abstimmung für Donnerstag, 8. Oktober, angesetzt."
Zugleich werden in dem Artilel all zu hohe Erwartungen an eine schnelle Umsetzung gedämpft:
"Auch bei einer Zustimmung dürfte es noch lange dauern, bis auf der neuen Strecke tatsächlich Züge fahren. Nach der parlamentarischen Befassung folgen weitere Planungs- und Genehmigungsschritte. Die Deutsche Bahn selbst hatte bereits bei der Vorstellung ihrer Vorzugsvariante betont, dass bis zu einem möglichen Bau noch ein weiter Weg sei."
Eine nochgrößere Hürde für das erreichen von mehr nachhaltiger Mobilität sehe ich in der fehlenden Bereitschaft der Verantwortungsträger*innen, nicht nur sogenannte "Pull-Maßnahmen" umzusetzen, sondern auch "Push-Maßnahmen", um eine Verkehrswende zu mehr nachhaltiger Mobilität zu erreichen.

Siehe dazu: [www.isi.fraunhofer.de]
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI
Nur die Kombination Push und Pull führt zur Nachhaltigkeit



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.10.2026 07:55 von Jules.
Zitat
laufer
„Nicht in meinem Hinterhof“ – eine Reise durch das Land der Bahntrassen-Gegner (haz.de / archive.is)

3 Einzelmeinungen, ein ausgewogenes "Ja, in Lüneburg gäbe es auch Anwohner."

Was gar nicht erwähnt wird, dass damit Millionen- und Großstädte miteinander verbunden werden.
Schade, dass man nie die Reisenden fragt.

In den 80ern gab's viele Fotos der NBS Hannover-Würzburg mit den Bauflächen, deren rote Erde wie eine Wunde im Mittelgebirgsland die Natur zerstörte. Heute ist das alles zugewachsen und die ICEs rauschen leise vorbei.

Danke für den Link zu dem Artikel, ist der eigentlich auch in der HAZ-Druckausgabe erschienen? Mich wundert es, dass der sehr ausführliche und aktuelle Artikel kostenfrei gelesen werden kann. (Sehe gerade, ich hatte nicht gleich richtig hingeguckt. Der Artilkel ist auf archive.today verlinkt.) Krass finde ich den Abschluss-Satz: "In Lohheide hatte Christa Meyerhoff verraten, weshalb sie die neue Trasse stört, aber nicht das Gedonner vom Truppenübungsplatz. „Das Militär gehört einfach zu uns“, hatte sie gesagt. „Die Bahn nicht.“"

Ergänzung: Habe den Artikel gestern in der HAZ-Druckausgabe gelesen.
Die Abstimmung im Bundestag zur Y-Trasse soll wohl erst sehr spät heute (Donnerstag) abend erfolgen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.10.2026 18:22 von Jules.
"Nach jahrzehntelangem Streit gibt es grünes Licht."
siehe auch NDR-Bericht vom 9.10.26:
[www.ndr.de]
Hier noch der Link auf die Projektwebsite der Bahn, auf der laufend aktuelle Informationen eingestellt werden:

[www.hamburg-bremen-hannover.de]
Echt toll gemacht, 3 Wochen Verspätung, 3 Wochen viele genervt, und insgesamt schön politische Inkompetenz demonstriert.

PS und jetzt kommt die Bahn AG dran, die das Projekt mit der selben Kompetenz umsetzt wie Stuttgart 21?
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