Seit Jahresanfang taucht diese Baustelle werktags im Berufsverkehr regelmäßig in den Rundfunk-Verkehrsmeldungen mit Stau-Verzögerungen bis zu 20 Min. auf. Sie liegt an einem neuralgischen Punkt, der nur sehr weiträumig umfahren werden kann, bereits ab Schnelsen über Eidelstedt - Stellingen oder Langenhorn - Fuhlsbüttel. Die Vorhersagen von HamburgWasser über die Reparaturdauer begannen mit "Noch am Wochenende" über "Ende der Woche", "Ende Januar", "Ende März" bis zuletzt "Ende April / Anfang Mai". Die winterlichen Witterungsverhältnisse führten zu wochenlangem Stillstand ohne merkliche Fortschritte. Nach anfänglicher Komplettsperrung des Straßenabzweigs gab es nach einigen Tagen 2 Fahrstreifen stadteinwärts auf der Westfahrbahn der Kollaustraße sowie am Rande der Ostfahrbahn einen Fahrstreifen von Süden in die Papenreye. Schon anfangs hatte man die Oberfläche eines unterspülten Bereichs abgetragen, diesen verfüllt und verdichtet. Hier wurde nun provisorisch Asphalt aufgebracht, über den der linke Fahrstreifen der Ostfahrbahn mit engen Radien auf die Westfahrbahn geleitet und an den mittleren Fahrsteifen angeschlossen wurde, dessen Fahrtrichtung nun gewendet wurde. Die Rückführung auf die richtige Fahrbahn nördlich der Baustelle wurde durch übliche Baustellengitter eingerichtet.
All dies hatte gravierende Auswirkungen auf den Busverkehr, insbesondere der Linie 5. Am Anfangswochenende wurde der Verkehr der Linien 5 und 28 zwischen Niendorf Markt und Nedderfeld bzw. Warnckesweg ersatzlos eingestellt, während die "Echtzeitauskünfte" des HVV pünktlich verkehrende Busse dieser Linien suggerierten. Außer gut 3 km zuschlagfreiem Fußmarsch zum HVV-Tarif also sich irgendwie von diesen Endstationen zur weit entfernten U2 durchschlagen. In Woche 2 fiel der Hochbahn dann ein, die Burgwedel-/Niendorf-Kurse des M5 stadtauswärts bis Niendorfer Straße fahren zu lassen und dann ohne Halt über Niendorfer Straße nach U2 Hagenbeck zum Umstieg zu schicken, weiter dann leer nach Nedderfeld zur Pause und Aufnahme der Rückfahrt ohne Umweg. Wenig später führten dann alle Fahrten in beiden Richtungen ab/bis Niendorfer Straße nach/ab U2 Hagenbeck, auch die der Linie 28. In dieser Zeit wurde auch die Nachtlinie 624 von Niendorf Markt nach Nedderfeld mit Anschluss an den 5er verlängert. Wie das gegen die Einbahnstraße Kollaustraße stadtauswärts praktiziert wurde, habe ich mitten in der Nacht nicht erkundet, ich vermute mal irgendwie mit Blaulicht. Auch Polizei, Feuerwehr usw. können im Einsatz kaum viele Kilometer lange Umwege fahren, da hat es vermutlich auch Druck auf HamburgWasser gegeben, die Kollaustraße schnell zumindest einspurig in beide Richtungen befahrbar zu machen, nach einigen Tagen war das dann auch der Fall und der planmäßige Busverkehr konnte wieder aufgenommen werden - mit den resultierenden Verspätungen im Berufsverkehr. Mehrere lange Wochenendsperrungen der A7 und Unfälle sowie plötzliche Sperrungen von Lärmschutztunneln verschärften die Probleme auf der parallelen B447 Kollaustraße an manchen Tagen nicht unerheblich.
Schließlich kündigte HamburgWasser an, bis Ostern die Ostfahrbahn so weit befahrbar zu machen, dass dort 2 Fahrstreifen stadtauswärts eingerichtet werden sollten. Das war aber allenfalls halbrichtig, zwar wurden alle Fahrbahnflächen wiederhergestellt und der Fahrstreifen in der Kollaustraße nordwärts wieder auf die Ostfahrbahn gelegt, der rechte Fahrstreifen ist aber in der Mitte der Einmündung Papenreye durch Absperrungen unterbrochen, so dass er weiterhin nur stadtauswärts zum Rechtsabbiegen in die Papenreye genutzt werden kann und neu zum Einbiegen von der Papenreye in die Kollaustraße nordwärts. Gearbeitet wird allenfalls ohne Eile im Einschichtbetrieb. An den Staus hat sich damit nichts geändert. Nach Ostern begann man dann damit, Bereiche nun der Westfahrbahn aufzubrechen und T-Stücke und Sperrschieber zu ersetzen.
Zu meinem Erstaunen sah ich heute auf dem Rückweg vom Einkauf gegen 10:30, dass der einzig sichtbare Arbeiter der Baufirma das Verfüllen der Baugrube mit einem Bagger unterbrechen musste, um seinen Bagger umzurüsten, damit er die ca. 30 m ca. 60 cm dicken neuen Guss-Rohre, die seit etwa 3 Monaten mitten auf der Straße lagerten, wieder auf einen LKW von HamburgWasser zur Abfuhr verladen konnte. Die schon lange befürchtete weitere umfangreiche Baugrube wird es hoffentlich nicht mehr geben und vielleicht hat dieser Spuk mit seinen Busverspätungen tatsächlich nach 4 Monaten ein Ende.