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{Sammelthread} Störungen im Hamburger Busverkehr
geschrieben von Der Hanseat 
Zitat
Sascha Behn
Wenn man sich die Sperrungen zum Marathon, Radrennen oder Triathlon anschaut, wird in den meisten Fällen im Innenstadtbereich die Linien zu einer U oder S Bahn Station geführt und dort dann gebrochen. Was schon betrieblich wie auch als Umfahrung ein gutes Konzept ist.

Ja, das finde ich auch sinnvoll.

Es sollte allerdings besser kommuniziert werden. Auf der Website des Marathons gibt es eine ziemlich gute Übersicht [mhv-maps.de] darüber, welche Straßenabschnitte wann genau gesperrt werden. Zwischen der Angabe, dass z.B. der Streckenverlauf der Linie 15 westlich des Bahnhofs Altona am Sonntag Morgen zwischen 7:50 und 10:50 gesperrt ist und der Aufzählung mehrerer Dutzend Buslinien, die für 3 Tage von umfangreichen Straßensperrungen und damit auch zu Beeinträchtigungen des Busverkehrs betroffen sind, ist schon deutlich Luft in der Information.
In der hvv-App waren für die betroffene Linien auch entsprechend Meldungen. Also die Verkehrsunternehmen im Bereich Bus liefert in der App sehr gute Informationen bei Veranstaltungen und Baumaßnahmen im Straßenraum.

Mfg

Sascha Behn
Zitat
Kirk
ich meine es gab wirklich Bestrebungen von Seiten der Anwohner auf St. Pauli, besagte Veranstaltungen (bis auf den Dom) dort zu verbieten. Kann man auch irgendwie verstehen. Da kann man sich auch schon fast vorstellen, wie am ende für Olympia abgestimmt wird.

Richtig, es ging darum, sie dort zu verbieten und sie anderswohin zu verlegen. Auf St. Pauli finden ja nun mal sehr viele Großveranstaltungen statt. Die Anwohner dort haben deutlich mehr zu ertragen als mal ein paar gesperrte Straßen und umgeleitete Busse anderswo in der Stadt bei Marathon, Cyclassics usw.


Gruß, Matthias
Zitat
masi1157
Richtig, es ging darum, sie dort zu verbieten und sie anderswohin zu verlegen. Auf St. Pauli finden ja nun mal sehr viele Großveranstaltungen statt. Die Anwohner dort haben deutlich mehr zu ertragen als mal ein paar gesperrte Straßen und umgeleitete Busse anderswo in der Stadt bei Marathon, Cyclassics usw.

Abgesehen davon haben diese Veranstaltungen durch ihre Emissionen auch deutlich mehr Auswirkungen auf die Anwohnenden als "nur" gesperrte Straßen und umgeleitete Busse.
Zitat
wgr22453
Mir ist nicht bekannt, dass in irgendeiner Großstadt die davon irgendwie betroffenen Einwohner befragt wurden, ob und welche Wochenend-Straßenevents sie gerne hätten - oder eben nicht. Warum wohl? Es geht eben ums Geschäft, das damit zu machen ist, wenn man die Straßen zu Partymeilen zweckentfremdet. Irgendwelche Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren, gibt es auch eher nicht.

Fang doch einfach mal Unterschriften zu sammeln gegen die Zweckentfremdung von Straßen zu Partymeilen. Es gibt doch in Hamburg (und den allermeisten anderen Kommunen und Ländern) Petitionen und Volksentscheide.

PS Keine Straßensperrung die Buslinien beeinträchtigen ohne dass Busse dann in der Umleitungsstrecke bevorrechtigt werden würde ich auch unterschreiben! (Gab mal wieder ganz viel Verspätung in Bernadottestraße wegen der Sperrung der Elbchaussee…)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.04.2026 23:47 von christian schmidt.
Zitat
christian schmidt
Fang doch einfach mal Unterschriften zu sammeln gegen die Zweckentfremdung von Straßen zu Partymeilen. Es gibt doch in Hamburg (und den allermeisten anderen Kommunen und Ländern) Petitionen und Volksentscheide.

Angesichts der jubelnden Postings aus Eimsbüttel bei Facebook zum diesjährigen Ausfall des Osterstraßenfestes scheint es dort zumindest gute Chancen auf einige Unterschriften zu geben.
Zitat
wgr22453
Mir ist nicht bekannt, dass in irgendeiner Großstadt die davon irgendwie betroffenen Einwohner befragt wurden, ob und welche Wochenend-Straßenevents sie gerne hätten - oder eben nicht. Warum wohl? Es geht eben ums Geschäft, das damit zu machen ist, wenn man die Straßen zu Partymeilen zweckentfremdet. Irgendwelche Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren, gibt es auch eher nicht. Mir tun vor allem die direkten Anwohner der Marathon-Strecke leid, die sich stundenlang das Gegröle der Besucher anhören mussten - sofern sie nicht rechtzeitig die Flucht ergriffen hatten. Nach 40 Jahren wird es auch langsam Zeit, dass die Marathon-Freunde sich um eine dafür geeignete Sportstätte kümmern und diese auch bezahlen.
Wohnst du seit mehr als 40 Jahren in derselben Wohnung? Wenn ja, hat die Stadt dich "gefragt", da du es da schon wissen konntest, dass hier ein Marathon stattfindet. Du hast dich also aktiv dazu entschieden, das in Kauf zu nehmen ;)
@MisterX: Wo bitte habe ich geschrieben, dass ich etwas verbieten will? Ich nehme ja selbst gelegentlich an Demos teil, die ich für sinnvoll halte und habe damit auch zeitweilig den Busverkehr in der Innenstadt mit behindert. Eine Demo ist aber kein kommerzielles Spaßevent, sondern eine erlaubte politische Meinungsäußerung. Im Gegensatz zu "Hafengeburtstag" (ist da ein "Gebärvorgang" dokumentiert oder ist das nur frei erfundener Schwachsinn?), vielleicht auch nur ein wenig werbewirksamer Jahrestag im dezimalen Zählsystem (digital hätte man weit mehr "runde" Jahreszahlen! Und nicht nur die Chinesen hätten ganz andere Jahreszahlen zu bieten?) und "Harley Days" (ich weiß nicht, wer daran verdient), halte ich "Schlagermove" durchaus für eine auch politische Demonstration.

Unter haspa-marathon-hamburg.de/ergebnisse/ werden mir (heute) für 2026 vom 25.4. bis 29.11. im Lauftext allein 10 kommerzielle öffentliche Lauf-Events angezeigt, vmtl. alle auf öffentlichen Straßen, bis hin zur Köhlbrandbrücke am 3.10. (da gibt es zumindest wenig Anwohner). Da fehlen selbstverständlich noch viele andere kommerzielle Veranstalter für Radler, Motorradfahrer, Schwimmer, Triathlon usw. Da es sich ja um gewerbliche Veranstalter handelt, wären Gewerbegebiete der richtige Veranstaltungsort, da wäre doch vielleicht das sehenswerte Billbrook der richtige Stadtteil, der noch nie Eingang in die Hamburg-Werbung gefunden hat, obwohl man auch dort "Die schönste Stadt der Welt" bewundern kann und Anwohner gibt es dort auch nur wenige. Wann erreichen die Tages-Besucherzahlen all dieser Veranstaltungen je die 900000, was die Vermutung nahelegen könnte, dass zumindest die Hälfte der Hamburger Einwohner ein ernsthaftes Interesse daran haben könnte? Es sind wohl eher nur Minderheiten (Die man selbstverständlich auch nicht komplett ignorieren darf).

Auch mich interessieren all diese "Events" "nicht die Bohne", sie sind einfach nur lästig, ich habe ganz andere spannende Interessen, für die ich keine gesperrten Wege oder sonstige Einschränkungen anderer verlangen muss. Als "Autoloser" mit bis zur letzten aktiven Fahrt mit einem geliehenen Fahrzeug im Dezember 1988 und bis dahin kaum 10000 km Fahrpraxis entspreche ich sicherlich nicht dem gängigen Klischee eines "Hamburgers" (Frikadelle im Brötchen?) oder autofahrenden Partygängers. Da würde ich mich auch schämen müssen. Auch wenn Foristen (@masi1157 am 26.04.2026) hier eine "Ausbürgerung und Zwangsumsiedlung" z. B. nach Wacken empfehlen (AfD-Anhänger?),
Zitat
masi1157
muss dann wohl woanders hinziehen. Wacken vielleicht?
weil meine Vorstellungen Ihren nicht entsprechen, finde ich schon höchst bedenklich, zumal ich als ÖPNV-Befürworter dort quasi im Gefängnis wäre!
Weiter so???
Zitat
wgr22453
Auch mich interessieren all diese "Events" "nicht die Bohne", sie sind einfach nur lästig, ich habe ganz andere spannende Interessen, für die ich keine gesperrten Wege oder sonstige Einschränkungen anderer verlangen muss.

Du bist mit Deinen Interessen nun mal nicht allein in dieser (fast) 2-Millionen-Stadt. Andere haben andere Interessen. Das musst Du eben ertragen oder wegziehen.

Zitat
wgr22453
Als "Autoloser" mit bis zur letzten aktiven Fahrt mit einem geliehenen Fahrzeug im Dezember 1988 und bis dahin kaum 10000 km Fahrpraxis entspreche ich sicherlich nicht dem gängigen Klischee eines "Hamburgers" (Frikadelle im Brötchen?) oder autofahrenden Partygängers. Da würde ich mich auch schämen müssen.

Na und? Ich hatte in meinen Leben von bald 70 Jahren ein einziges Auto, für 5 Jahre. Und jetzt?

Zitat
wgr22453
Auch wenn Foristen (@masi1157 am 26.04.2026) hier eine "Ausbürgerung und Zwangsumsiedlung" z. B. nach Wacken empfehlen (AfD-Anhänger?)

"Ausbürgerung"? "Zwangsumsiedlung"? Sonst fehlt Dir nichts? "AfD-Anhänger" nehme ich als Beleidigung und werde beim nächsten Mal auch so drauf reagieren.

Zitat
wgr22453
Zitat
masi1157
muss dann wohl woanders hinziehen. Wacken vielleicht?
weil meine Vorstellungen Ihren nicht entsprechen, finde ich schon höchst bedenklich, zumal ich als ÖPNV-Befürworter dort quasi im Gefängnis wäre!
Weiter so???

Mir ist's egal, wie lächerlich Du Dich selber machst. Also "weiter so!"


Grunz, Matthias



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.04.2026 20:46 von masi1157.
Schon abenteuerlich, was man hier so lesen darf, wenn man keine vermeintliche "Mainstream"-Ansicht vertritt.

Zitat
christian schmidt (am 27.4.)
Fang doch einfach mal Unterschriften zu sammeln gegen die Zweckentfremdung von Straßen zu Partymeilen. Es gibt doch in Hamburg (und den allermeisten anderen Kommunen und Ländern) Petitionen und Volksentscheide.

PS Keine Straßensperrung die Buslinien beeinträchtigen ohne dass Busse dann in der Umleitungsstrecke bevorrechtigt werden würde ich auch unterschreiben! (Gab mal wieder ganz viel Verspätung in Bernadottestraße wegen der Sperrung der Elbchaussee…)
Eine Petition oder gar einen Volksentscheid erfolgreich durchzuführen, ist ohne etliche Mitstreiter, fachliche Berater und viel, viel Geld völlig aussichtslos und für Monate oder gar Jahre eher mehr als ein unbezahlter Vollzeitjob. Das übersteigt mein noch verfügbares Leistungsvermögen deutlich.

Verspätungen durch Busumleitungen finde ich auch ärgerlich und wenn die Politik eine Verkehrswende wirklich wollte (was ich überhaupt nicht erkennen kann), sollte die Umleitungsplanung auch ein zügiges Vorankommen der Busse berücksichtigen.

Zitat
florian (am 27.4)
Wohnst du seit mehr als 40 Jahren in derselben Wohnung? Wenn ja, hat die Stadt dich "gefragt", da du es da schon wissen konntest, dass hier ein Marathon stattfindet. Du hast dich also aktiv dazu entschieden, das in Kauf zu nehmen ;)
Ich weiß zwar nicht, was das mit heutigen realen Störungen des Busbetriebes zu tun haben könnte, aber zu deiner Beruhigung: Ich glaube eher nicht, dass der Senat bei ihrem Bauantrag meinen Ururgroßeltern 1899 mitgeteilt hat, dass der Ururenkel in ihrem Haus 2026 die permanente Lärmbelästigung einer siebenspurigen B447 und den regen Flugzeuglärm eines damals noch nicht mal erahnten Flugplatzes ertragen muss. Und von Marathon und massiven Ausfällen des "Megabus 5" war sicherlich auch nicht die Rede. Vielleicht hätten sie dann ihren Bauantrag zurückgezogen? Nach Versterben der Großeltern habe ich 1972 die Wohnung übernommen, auch bei der damaligen Ummeldung meines Wohnsitzes auf die andere Straßenseite hat die Stadt mir nicht mitgeteilt, was da künftig zu erwarten sei. Damals fuhr noch relativ zuverlässig und ohne fast tägliche Ausfälle die Straßenbahn in die Innenstadt. Und kommerzielle "Spaß-Events" auf öffentlichen Straßen waren noch weitgehend unbekannt.

Zitat
masi1157 (am 28.4.26)
Du bist mit Deinen Interessen nun mal nicht allein in dieser (fast) 2-Millionen-Stadt. Andere haben andere Interessen. Das musst Du eben ertragen oder wegziehen.
Na klar, gut erkannt! Ich bin mit meinen (abweichenden) Interessen sicherlich kein Einzelgänger - wie Du ja sagst. Ich respektiere auch andere Interessen, selbst von Minderheiten. Was bitte MUSS ich denn nach deinen Vorstellungen (unausweichlich) "ertragen" oder wohin sollte Ich nach deinen Vorstellungen "wegziehen", weil deine Meinung nicht die meine ist??? Und was könnte das mit lästigen Einschränkungen des Hamburger Busverkehrs irgendwie zu tun haben?

Zitat
masi1157 (am 28.4.26)
Na und? Ich hatte in meinen Leben von bald 70 Jahren ein einziges Auto, für 5 Jahre. Und jetzt?
Ich hatte in meinen bald 80 Jahren nie ein Auto. Und jetzt bin ich auf einen zunehmend völlig unakzeptablen unzuverlässigen ÖPNV angewiesen.

Zitat
masi1157 (am 28.4.26)
"Ausbürgerung"? "Zwangsumsiedlung"? Sonst fehlt Dir nichts? "AfD-Anhänger" nehme ich als Beleidigung und werde beim nächsten Mal auch so drauf reagieren.
Zitat
masi1157 (am 26.4.26)
An jedem Wochenende ist in Hamburg irgendwo irgendwas, was lokal zu Einschränkungen führt. Mal mehr, mal weniger. Wer das nicht erträgt und täglich seinen Trott leben will, muss dann wohl woanders hinziehen. Wacken vielleicht?
Nach deinen Vorstellungen "muss" ich woanders hinziehen. Wie sollte das ohne Zwangsumsiedlung gehen? Ich wäre dann auch kein Hamburger mehr, also Ausbürgerung. Nach meiner Einschätzung entspricht sowas eher AfD-Vorstellungen und meine Frage "AfD-Anhänger" hast du bislang nicht beantwortet - nur kritisiert. Noch Fragen?
Genug gelacht. Bevor ich noch Vergnügungssteuer zahlen muss: Klick!
Gestern, 13.5. gegen 18:30 Stau vor der Kreuzung Grindelallee/Rutschbahn/Bogenstraße stadtauswärts, nur noch der rechte Fahrstreifen nutzbar. Daneben zahlreiche Unfallwagen und Polizei um einen Capacity der Linie 5 herum, ein Verletzer wurde offenbar gerade in einen Unfallwagen verladen, gefolgt von einer Begleitperson. Mehr ist aus einem nachfolgenden "5er" nicht erkennbar, aber der NDR berichtete im Hamburg-Journal, auf "90.3" und im Internet Näheres: Auf einem Bild ist ist der vorne rechts offenbar leicht beschädigte Wagen 4917 auf der Busspur direkt vor der Haltelinie der Kreuzung zu sehen, schräg davor in ca. 2 m Abstand ein Pkw hinter der Haltelinie auf der Busspur. Der NDR berichtete, dass 9 Busnutzer durch eine Notbremsung verletzt wurden, von denen 3 ins Krankenhaus gebracht wurden. Der Pkw soll angeblich dort versucht haben, über die Busspuren zu wenden. Meine dortige Ortskenntnis besagt, dass dort "ampelgesichert" das Queren der Busspuren in Richtung Bogenstraße möglich ist. Ein "Wendeverbotsschild" erinnere ich dort nicht, auch keine durchgezogenen Linien oder Richtungspfeile auf den Fahrstreifen, so dass das Wenden im Kreuzungsbereich wohl nicht verboten ist. Wer sich dort falsch verhalten haben könnte, ist aus den mir vorliegenden Informationen kaum herleitbar.

Leider häufen sich ähnliche Vorfälle allgemein und besonders auf der fahrbahnmittigen Busspur Gänsemarkt - Veilchenweg immer mehr, meist erst, wenn Verletzte ins Krankenhaus müssen, berichten auch die Medien darüber. Seit Einstellung der Straßenbahn 2 funktionierte das jahrzehntelang auch mit Bussen relativ problemlos. Dann wurden durchgezogene Linien vermehrt durch Kraftfahrer als "unverbindliche Empfehlung" ignoriert, woran auch Sperren aus Gliederelementen wenig änderten, jede Unterbrechung - z. B. für Fußgängerüberwege wurde zur Querung der Busspur auch für Kfz genutzt. Die offensichtlich allgemeine Zunahme von Aggressivität in der Bevölkerung bei Stresssituationen im Verkehrsbereich wäre dann aber ein anderes Thema...
Nach der provisorischen Wiederherstellung der Fahrstreifen dort Ende April hat sich der Betrieb der betroffenen Buslinien im Berufsverkehr wieder deutlich normalisiert. Im Gegensatz zu frühmorgens konnte ich das Desaster Januar - April auf dem 5er nachmittags eher nicht vermeiden, nicht selten Wartezeiten bis 10 Min. und dann Karawanen bis zu 4 Bussen - von völlig überfüllt bis fast leer - garniert mit den Folgen zahlreicher Demos, nicht zu vergessen die Streiks.

"Angedroht" wurde dann noch eine Vollsperrung des Abzweigbereichs für ein Wochenende Ende Mai. Anfang dieser Woche wurden vor dem Abzweig "Autonome digitale Leuchtdisplays" anstelle von Großflächenschildern aufgestellt, wie sie mir zuvor noch nirgends aufgefallen waren. Die Stromversorgung erfolgt über am selben Mast angebrachte Solarpaneele und vmtl. Akkus im Fuß. Wahrscheinlich lässt sich die Anzeige über eine Funkverbindung steuern. Seit gestern, 19.5. wird in beiden Richtungen angezeigt: "Starke Verkehrsbehinderung, Abbiegen Papenreye nicht möglich. 28.5. 20h - 31.5. 20h.". Immerhin keine Vollsperrung, aber ein Fahrstreifen pro Richtung dürfte vor allem am Freitag eher wie gehabt nicht so gut funktionieren.

Inzwischen ist es Hamburg Wasser nach Medienmeldungen ja erfolgreich gelungen, den Busverkehr in Harburg stark zu beeinträchtigen...
Gestern Abend 28.05. 20:00 begannen die Absperrarbeiten für die Asphaltarbeiten im Bereich Kollaustraße/Papenreye, bis zum 29.05. etwa 06:30 waren Unmengen Absperrgitter und Leitpfosten angeliefert und aufgestellt worden und auch die jüngst abgebaute Fußgänger-"Bettelampel" am Nordende der Baustelle war wieder aufgebaut und in Betrieb. Über die monatelange Rohrbruch-Sperrung hinaus nun weitere Einschränkungen: Die Papenreye komplett abgesperrt und die östliche Kollaustraßen-Fahrbahn bereits ab Niendorfer Straße voll gesperrt und ab dort nur je ein Fahrstreifen pro Richtung am Westrand der Fahrbahn südwärts befahrbar. In Folge auch die Niendorfer Straße stark beeinträchtigt: Einfahrt nur von Norden nach rechts und Ausfahrt nur nach Süden ebenfalls nach rechts. Die 4 Fahrten der Linie 391 nach Niendorf Markt wie gehabt umgeleitet: Wenden an der Haltestelle "Hinter der Lieth" im Kreisverkehr und Rückfahrt ohne Halt zur Julius-Vosseler-Straße und weiter über diese, Vogt-Wells-Straße und Kollaustraße zu den Halten stadtauswärts M5 Nedderfeld (zusätzlich) und Niendorfer Straße (ersatzweise). Für die Linien 5 und 28 wieder die "normalen" monatelangen Verspätungen bis zu 20 Min.

Meine Vermutung: In der Nacht Fr./Sa. Verlagerung der Absperrungen/Fahrstreifen auf den Ostrand der östlichen Fahrbahn, Sa. dann Bearbeitung der westlichen Fahrbahn, Restarbeiten, Fahrbahnmarkierungen und So. Abrüstung. Dann fehlt eigentlich nur noch der nächste Rohrbruch...
In den letzten Mai Wochen, war öfter das Nedderfeld scheinbar so überfüllt, dass die 281 umgeleitet wurde. Sonst eigentlich immer andersrum (22 durchs Nedderfeld geleitet). Weiß wer was da los war. Aus dem Bürofenster sah es nicht so voll aus in der Strasse.
"Linienbusse fotografieren in Frankfurt Hunderte Falschparker"

Artikel im Spiegel

Könnte wir das auch in Hamburg haben?

Allerdings, dass die Fahrer dann immer auf einem Knopf drücken müssen ist etwas umständlich. Hier könnte doch KI mal wirklich helpfen - die KI sucht das Video nach Verstößen ab, und wenn sie glaubt einen zu finden bekommt wird automatisch eine Serie von Fotos losgeschickt. Jemand beim Ordnungsamt schaut sich die dann an und entscheidet ob es für ein Knöllchen reicht, genau wie da jetzt wohl jemand überprüft ob die Fotos die die Busfahrer ausgelöst haben reichen...
Zitat
christian schmidt
Könnte wir das auch in Hamburg haben?

Allerdings, dass die Fahrer dann immer auf einem Knopf drücken müssen ist etwas umständlich. Hier könnte doch KI mal wirklich helpfen - die KI sucht das Video nach Verstößen ab, und wenn sie glaubt einen zu finden bekommt wird automatisch eine Serie von Fotos losgeschickt. Jemand beim Ordnungsamt schaut sich die dann an und entscheidet ob es für ein Knöllchen reicht, genau wie da jetzt wohl jemand überprüft ob die Fotos die die Busfahrer ausgelöst haben reichen...

Grundsätzlich wird das sicherlich auch in Hamburg funktionieren. Was den Knopf angeht, den der Busfahrer drücken muss: dies hat einerseits sicherlich den juristischen Vorteil, dass er damit auch direkt dokumentiert, durch das Fahrzeug behindert zu werden, andererseits könnte dies aber auch eine KI im Gerät selbst ohne Serverzugriff leisten.

Das einzige grundsätzliche Problem, das ich dabei hätte, wäre, dass wir die Schwelle für eine KI-gestützte Videoüberwachung des öffentlichen Raumes sehr niedrig ansetzen würden. So lästig das Zuparken von Busspuren auch ist, wenn auf Verdacht jedes Verhalten im öffentlichen Raum per KI analysiert wird, um Strafen von 70 Euro auszusprechen, wäre die Schwelle z.B. auch geeignet, um jegliche Gespräche im öffentlichen Raum zu filmen, weil ja jemand beleidigt werden könnte oder jegliches Verhalten zu dokumentieren, weil jemand einen Kirschkern auf die Straße spucken könnte. Da finde ich den erforderlichen Knopfdruck schon deutlich angenehmer.
Heute fiel wieder mal die eine oder andere Fahrt der 29 aus. Die E-Busse kommen wohl mit der Hitze nicht klar?
Wer sagt denn, das es E Busse waren die ausgefallen sind?

Mfg

Sascha Behn
Gültigkeit: 27.06.2026 13:30 Uhr - 27.06.2026 18:30 Uhr
Letzte Änderung: 27.06.2026 13:44 Uhr

Aktuell kann es auf allen VHH Linien zu Fahrtausfällen kommen. Grund dafür ist die extreme Hitze.
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