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{Sammelthread} Störungen im Hamburger Busverkehr
geschrieben von Der Hanseat 
Zitat
Herbert
Gestern Spät-HVZ: Verkehrsstillstand im Nordwesten mal wieder. Busnetz unbrauchbar zusammengebrochen.

Gestern, Vorgestern, Vorvorgestern,...

Immerhin wurde auf dem DFI Hagenbeck ganztägig angekündigt, dass der 39er Richtung Norden umgeleitet wird (Lokstedter Grenzstraße, Gazellenkamp, Wördemanns Weg) und Rathaus Stellingen, Volksparkstraße und BAB-Auffahrt Stellingen nicht bedient werden. Die Umleitung wird sehr oft gefahren, aber nur selten kommuniziert.

Auch die M4 fährt ab und zu Umleitung über Basselweg und Wördemanns Weg Richtung Norden.
Zitat
Herbert
Gestern Spät-HVZ: Verkehrsstillstand im Nordwesten mal wieder. Busnetz unbrauchbar zusammengebrochen.

Europas modernstes Busnetz ist so stabil wie eine Seifenblase.

Jaja, die M21 mal wieder im Viererpack gesehen... Der erste Bus durfte an der Recknitzstraße 4 Kinderwagen aufnehmen. Überholen zufällig nicht möglich, weil auf Höhe der Haltestelle ein Lkw Baumaterial abgeladen hat. Pkw kamen durch, nicht aber Busse. Daß Wagen 4 dieser Kette leer war und wegen der Kinderkutschen noch nicht mal Schluckbeschwerden bekommen hätte, hat die Damen Mütter natürlich nicht interessiert. Die Busse standen 4 Minuten, bis einige der Fahrgäste die dahinter lungernden Busse wahrgenommen haben und nach hinten trotteten...

Die M22 muß durch die Kreuzung Kieler Straße wohl auch betroffen gewesen sein, jedenfalls standen vor Real 3 Solos auf dem Überlieger, einer davon noch mit S-Blankenese geschildert. Das sah mir bei letzterem nach qua Gesetz erforderlicher Zwangspause aus...
Zur nahezu selben Zeit waren im Bereich Elbgaustraße/Rugenbarg (Nord) weitere 3 Wagen Richtung Blankenese im dort üblichen Ampelrückstau (+ 1x SB39) zu sehen.

Auch im Bereich der Elbgaustraßenbrücken ging zeitweise nicht viel, weil natürlich einige Sturköppe mal wieder abbiegen mußten, wo es zwar erlaubt, aber nicht immer unbedingt sinnvoll ist -- und das Ermöglichen von Abbiegevorgängen durch den Gegenverkehr ja offenbar bei hohen Strafen verboten ist. ;-)

Gruß Ingo



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.10.2015 07:03 von INW.
Selbst auf der M5, die eine Ampelvorrangschaltung und über weite Teile eine eigene Bussspur hat, fahren die Busse seit zwei Wochen wieder sehr unregelmäßig. Zwei bis drei Busse im Doppelpack sind ebenso normal wie eine Taktlücke von 8–15 Minuten, in beide Richtungen.
Zitat

Immerhin wurde auf dem DFI Hagenbeck ganztägig angekündigt, dass der 39er Richtung Norden umgeleitet wird (Lokstedter Grenzstraße, Gazellenkamp, Wördemanns Weg) und Rathaus Stellingen, Volksparkstraße und BAB-Auffahrt Stellingen nicht bedient werden. Die Umleitung wird sehr oft gefahren, aber nur selten kommuniziert.

Blöd nur, dass die anderen Haltestellen keine DFIs haben und die Schnellbus-Fahrgäste dort ohne jede Information im Regen stehen. Auf ihrer Webseite postet die Hochbahn solche "Surprise!"-Nachrichten auch nicht, oder?

Das ist doch alles ÖPNV von vorgestern. Staus: OK. Jeden zweiten Tag Staus: OK. Spontan umleiten mit Haltestellenauslassung: OK. Im Jahr 2015 keine Echtzeitinfos: OK. Keine Webseite für Umleitungsinfos: OK.

Auf der Hochbahn-Website nennen sie das:
Zitat

Auf vier U-Bahn-Linien und über 100 Bus-Linien bietet die HOCHBAHN der Bevölkerung Hamburgs und seines Umlands Verkehrsleistungen höchster Qualität.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.10.2015 11:14 von Herbert.
Zitat
PAD
Selbst auf der M5, die eine Ampelvorrangschaltung und über weite Teile eine eigene Bussspur hat, fahren die Busse seit zwei Wochen wieder sehr unregelmäßig. Zwei bis drei Busse im Doppelpack sind ebenso normal wie eine Taktlücke von 8–15 Minuten, in beide Richtungen.

Da könnte die HamburgWasser-Baustelle Martini-/Troplowitzstraße ursächlich sein.
Meines Wissens wird der Verkehr stadteinwärts über die Busspur geführt.

Gruß Ingo
owT



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.2016 11:39 von Boris.
Seine Aussage ist eh verkehrt, es wurde niemals über ein "Europas modernstes Busnetz" gesprochen.
Hier sind mal wieder "die" Experten am Werk...
Es ist kein Wunder, das hier immer nur die gleichen Beiträge schreiben, das fällt denen noch nicht mal auf...
Zitat

Seine Aussage ist eh verkehrt, es wurde niemals über ein "Europas modernstes Busnetz" gesprochen.

Olaf Scholz am 23. März 2011 in der Bürgerschaft:

"Dafür haben wir eine konkrete Vision. Hamburg soll das modernste Bussystem Europas bekommen. Das ist eine kluge Alternative zur Stadtbahn und diese Alternative wird auch die nötige Akzeptanz finden."

Zitat

Steckt eigentlich mehr hinter diesen Sätzen in Deinen Beiträgen oder ist dass das stetige Abarbeiten an einem Slogan für das Straßensanierungsprogramm, von dem auch der ÖPNV profitiert?

Dahinter steckt der Frust, als ökologisch bewusst handeln wollender Mensch angewiesen zu sein auf ein total abgewirtschaftetes Bussystem, das in seiner Unzuverlässigkeit auf ein völlig unzureichendes Informationsangebot trifft. Zugegeben, der Frust sitzt tief, und mit jeder Minute im Regen an der zugigen Haltestelle, völlig überfüllten Bussen nach einer langen Verspätungslücke und spätestens dem monatlichen Blick aufs Konto wird es mehr.

Kein Straßensanierungsprogramm der Welt hindert die Hochbahn daran, endlich ein System zu starten, mit dem man als staugeplagter Fahrgast so gut es eben geht die ÖV-Fahrt kalkulieren kann. Jeder fünftklassige Dudelradiosender hat Verkehrsservice mit "Echtzeitmessung". Was hat die Hochbahn? Nix - außer einem monatlichen Dauerwerbemagazin im Lokalfernsehen. Kein Straßensanierungsprogramm der Welt führt zwingend zu den Mondpreisen, die für diese oft nur lächerlichen Leistungen aufgerufen werden. Das ist Wahnsinn - und steht völlig im Gegensatz zu den großspurigen Ankündigungen der dafür verantwortlichen Politik.

Und: Kein Straßensanierungsprogramm muss so ausgelegt sein, dass die Dienstqualität des betroffenen Busnetzes ins Unterirdische absinken kann. Andere Städte schränken notfalls den MIV ein. Hamburg gibt dagegen den ÖV zum Abschuss frei, da ist kaum eine Priorisierung zu erkennen. Frustet auch.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.10.2015 21:59 von Herbert.
Die Erklärung dazu, ist rein deine eigene persönliche Version...

Das System selbst für die Busse, lag Jahrelang im Graben und wurde nicht weiter wegen der Stadtbahn verfolgt.
Es ist nichts schlimmes dran, wenn ein ÖPNV Teil nun auch mal zu positiven Ausstattungen kommen, was schon längst überfällig ist.
Das Busse "emissionsfrei" werden sollen, hat nichts mit einer Stadtbahn zu tun, auch das "Busbeschleunigungsprogramm" nicht, also nur begrenzt um eine gewisse Kapazität zu erreichen. Das die Busse das ÖPNV Problem in Hamburg nicht lösen werden, ist doch nichts neues...
Gerade die letzten Stadtbahnpläne zeigen, das gerade auf den Strecken, die man nicht bedacht hat, davon einen nutzen bekommen werden.
Was die weitere Technik angeht, das ist hier völlig egal für einige...

Eins Netz, ist etwas anderes als ein System...auch wenn man den Unterschied nicht sehen will.
Das ist schon ein Grund, auf einige Beiträge von dir, nicht zu antworten!

Die HOCHBAHN hat auf jeden Betriebshof mind. 8% an Fahrzeugen, die eine Fahrgastzählanlagen on Bord haben.
Die HOCHBAHN fährt allerdings nur die Leistung, die von dem Senat genehmigt und von dem HVV bestellt wurde, auch das bekommst du regelmäßig weiterhin durcheinander, was aber nicht so schwer sein sollte.
Bleib erst mal bei den Fakten und nicht bei dem Unsinn...



6 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.10.2015 09:36 von Heiko T..
Da die Einfahrt Lohbrügger Landstraße / B5 gesperrt ist, fahren für 2 Wochen die Linien 31, 232 und 332 einen Umweg über Mendelstraße, Weberade, Osterade, Rudorffweg und Reinbeker Redder, kommen erst bei Burger King wieder auf den normalen Linienweg zurück. Richtung Bergedorf natürlich genau entgegengesetzt. Das kostet etliche Zusatzminuten, Verspätungen bis zu 10 Minuten sind keine Seltenheit!

***
Busbeschleunigungsprogramm - mit Vollgas und 20-Sitzplatz-Gelenkbussen ins Chaos.
Achwas:
Der M3 fährt neuerdings über's Schulterblatt, zumindest bis Montag.
owT



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.2016 11:39 von Boris.
Zitat

hätte ich gern ein Beispiel, wie und wo man den MIV in akuten Situationen für den ÖPNV mal eben so begrenzt.

[wiev1.orf.at]
Es kam wegen Bauarbeiten auf einer angrenzenden Hauptstraße zu massivem Ausweichverkehr in einen Straßenzug, durch den es zum berühmten Verkehrsstillstand kam. Das haben sie sich in Wien zwei Tage angeguckt, dann wurde die Straße für den MIV eingeschränkt. In Hamburg wurde in einer vergleichbaren Situation der Busverkehr am Jungfernstieg tagelang fast vollständig aufgegeben. Es ließ sich offenbar kein Straßen-ÖPNV im Herzen der Hamburger Innenstadt mehr anbieten, weil die Stadt den gänzlich freidrehenden und sich selbst sabotierenden MIV nicht einschränken konnte/wollte.

Zitat

Meiner Vorstellung nach, wird das Problem dann doch nur verschoben und es bilden sich an anderen Stellen sogar mehrere Staus.

Sicher. Nur, mal ernsthaft: Wenn in der Stadt der Verkehrsraum überlastet ist, dann muss ich im Interesse einer guten Lösung möglichst effiziente Verkehrsmittel fördern. Hamburg lässt ad-hoc in vielen Fällen lieber den ÖV auflaufen, als den MIV weiter einzuschränken. Das Problem entsteht durch zuviel MIV, nicht durch zuwenig Fläche für den Autoverkehr. Hamburgs Modal-Split-Werte sollten bekannt sein. Der flächenineffiziente MIV liegt in Hamburg um Dimensionen über den Best-Practice-Werten anderer Städte.

Zitat

PS: Für das HOCHBAHN-Magazin dürfte es einen ganz anderen Zusammenhang geben, aus dem vermutlich auch die Hamburg Port Authority, SAGA GWG und das UKE ihre Sendungen haben.

Nebenschauplatz. Dass im "Business TV" des kommerziellen Lokalfernsehens überwiegend (ausschließlich?) städtische Unternehmen ihre Reklame platzieren, ist einfach nur Zufall.

@Heiko T.:

Ich kann deinem Beitrag nicht ganz folgen. Es gab keine Kritik an der Kapazität der Hochbahn. Fass' es doch nicht fälschlicherweise so auf, als würde ich schreiben, dass die Hochbahn in jedem Belang völlig inkompetent wäre. Dann hätten wir heute nicht 20 % ÖV, sondern nur 10 %. Ihr Kerngeschäft beherrscht die Hochbahn ausgezeichnet. Das wird vermutlich auch niemand in Frage stellen. Da kommt TOP-Leistung.

Was die Hochbahn ganz selbst seit Jahren versemmelt, sind andere Dinge. "Europas modernstes Bus-System" wird es nicht ohne Echtzeitinfo geben. "Europas modernstes Bus-System" müsste auch mal sowas wie EC-Karte zur Zahlung nehmen. Dass schließlich viele Verbundthemen mit allen dort entstehenden Problemen nicht ohne großen Einfluss aus dem Hochbahnhaus ablaufen, ist nicht einmal ein offenes Geheimnis, sondern in Hamburg so selbstverständlich wie der Sonnenaufgang am Morgen. Andersrum funkt die Stadt in Aufgaben der VU oder des Verbundes rein. Eine Trennung der Verantwortlichkeiten nach Lehrbuch gibt es in Hamburg nicht.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.2015 03:42 von Herbert.
Ganz ehrlich Herbert, das mag dein persönliche Auffassung sein, wenn man allerdings nach den Verkehrsunternehmen geht, also als Beispiel, auch nach der HOCHBAHN, dann liegt das Problem nicht wirklich dort. Meine Infos, sind bezüglich was "Echtzeitinfo" oder "EC-Karte Zahlung" kein HOCHBAHN Problem, sondern da muss man schon etwas Tiefer gehen. Das Pauschal an einem VU festmachen zu wollen, ist mehr als billig und hat nichts mit der Realität zu tun.
Du machst hier wieder einen Fehler, indem man meint, die HOCHBAHN wäre allein dafür zuständig, das man auf dem Display sieht, wann der Bus nun kommt.
Warum fragt man nicht mal bei einigen wenigen Stellen nach, woran das liegen könnte, als immer nur so einen Unsinn in Foren schreiben zu müssen?
Wo die Stadt selbst mit dran beteiligt ist und es um verschiedene Behörden geht, die da zwangsläufig mit im Boot sitzen, kann man das System in Hamburg vergessen.


Wenn man so etwas lesen muss wie:
Zitat
Herbert
Gestern Spät-HVZ: Verkehrsstillstand im Nordwesten mal wieder. Busnetz unbrauchbar zusammengebrochen.

Europas modernstes Busnetz ist so stabil wie eine Seifenblase.


Dann lohnt es sich gar nicht darauf zu antworten.

Selbst wenn du der Meinung bist "Das Problem entsteht durch zuviel MIV, nicht durch zuwenig Fläche für den Autoverkehr.", dann hast du glaube ich irgendetwas verpasst. Sobald in Hamburg eine Hauptstraße gesperrt ist, steht ein Teil von Hamburg still. Gerade, wenn es darum geht, das der MIV auf der Strecke wieder durchfahren muss, weil es keine anderen Möglichkeiten gibt. Schaut man sich andere Städte an, dann haben die allermeisten nicht das Problem, das der MIV um auf die andere Seite Hamburgs zu kommen, durch die Stadt fahren muss. Wenn der Elbtunnel mal wieder völlig dicht ist, dann muss man sich nicht mehr wundern, warum der Verkehr in Hamburg still steht und somit auch der Busverkehr.
Wenn man dann noch nach effiziente Verkehrsmittel fordert, dann wird man wohl kaum an eine Oberflächenlösung denken können. Du kannst uns da mal gerne die Lösung anbieten, wenn es nicht zu wenig Fläche für den MIV gibt, wo man dann noch Schienen verlegen könnte, die auf eigener Trasse fahren könnten und somit ungehindert an dem Stau vorbeifahren könnten. Es nützt mir persönlich sehr wenig, wenn man in den Verkehrsmeldungen hören kann, das im Westen wieder der Verkehr stehengeblieben ist und ich dann die Meldungen auf meinem Smartphone bekomme, das sich der Bus verspätet und das bis zur Unendlichkeit. Da wäre mir eine Lösung schon mal lieber, das diese immer wieder aufkommenden "Routine-Staus", die es seit Jahren gibt, endlich entschärft werden. Da spricht man dann aber wieder nur davon, das man dem MIV hilft und nicht dem ÖPNV...
Zitat
Heiko T.
Selbst wenn du der Meinung bist "Das Problem entsteht durch zuviel MIV, nicht durch zuwenig Fläche für den Autoverkehr.", dann hast du glaube ich irgendetwas verpasst. Sobald in Hamburg eine Hauptstraße gesperrt ist, steht ein Teil von Hamburg still.
Naja, das liegt daran, dass keine Alternativen kommuniziert werden. Wenn die U3 zwischen Berliner Tor und Barmbek gesperrt wird, dann weisen Schilder auf einen SEV und auf die anderen Schnellbahnen hin, niemand käme auf die Idee, den Kunden zu raten, das Auto zu nehmen. Umgekehrt müsste im Falle einer Hauptstraßensperrung deutlich gemacht werden, dass Pendler etc. nach Möglichkeit auf den ÖPNV umsteigen sollten. Die Stadt hätte da verschiedene Möglichkeiten, den Leuten das Schmackhaft zu machen. Sonderaktionen (vergünstigte Tickets), freie Parkflächen, erhöhtes Angebot etc. Viele Autofahrer kommen doch gar nicht auf die Idee, den ÖPNV zu nutzen, weil vermeintlich zu teuer, zu langsam und zu umkomfortabel. Stattdessen steht man lieber täglich im Stau. Da muss man ansetzen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.2015 18:05 von PAD.
Klar, der nicht ÖPNV Bürger ist einfach nur blöd, nur die den ÖPNV nutzen, sind schlau...
Es gibt genügend Beispiele, wo der ÖPNV zwar gut ist, aber man nur durch vieles Umsteigen zu seinem Ziel gelangt. Ist man da mit dem PKW schneller, dann nimmt man auch im Kauf, das es letztendlich etwas teurer ist.

Wenn eine Strecke gesperrt ist, dann weist man meistens auch nur auf dem SEV hin, nicht das man auch andere Verkehrsmittel nehmen könnte, die aber nicht dem eigenen Unternehmen angehören, das wird nur im Notfall gemacht.
Wenn ich zu meinem Ziel auch nur mit dem Bus hinkomme und der im Stau mit steht, dann nützt mir auch keine gute Schnellbahn, die vier Haltestellen mit dem Bus entfernt ist. Was soll ich da für eine Werbung machen, gehen Sie vier Bushaltestellen zu Fuß, aber dann kommen sie mit der Bahn schnell ans Ziel?

Es gibt auch genügend Bürger, die haben einen Grund, weil man das Auto nimmt, da hilft mir auch dann kein Schnupperticket.
Dazu kommen noch die Leute, die eh aus dem Umfeld Hamburgs kommen und denen es schon so Bequem wie möglich gemacht wird.
Im Umfeld musste man schon immer für P&R zahlen und es gab/Gibt dann noch schlechtere Takte um nach Hamburg kommen zu können, da ist es doch einfacher, das umliegende Bundesländer den ÖPNV so schlecht machen wie möglich, damit man vor Ort nicht zu viel Geld ausgeben muss.
Dann lässt man die lieber nach Hamburg reinfahren, da gab es kostenfreie Parkplätze und es ist dann ein Hamburger Problem, die Leute befördern zu können.

Ein großes Problem ist alleine schon der MIV, der nur durch Hamburg durchfahren muss, weil es keine Alternative gibt und wenn selbst der normale Weg versperrt ist um von Norden in den Süden, oder andersrum zu kommen, dann geht das auf dem Querverkehr, der eh schon überlastet ist.
Zitat
Heiko T.
Selbst wenn du der Meinung bist "Das Problem entsteht durch zuviel MIV, nicht durch zuwenig Fläche für den Autoverkehr.", dann hast du glaube ich irgendetwas verpasst. Sobald in Hamburg eine Hauptstraße gesperrt ist, steht ein Teil von Hamburg still. Gerade, wenn es darum geht, das der MIV auf der Strecke wieder durchfahren muss, weil es keine anderen Möglichkeiten gibt. Schaut man sich andere Städte an, dann haben die allermeisten nicht das Problem, das der MIV um auf die andere Seite Hamburgs zu kommen, durch die Stadt fahren muss. Wenn der Elbtunnel mal wieder völlig dicht ist, dann muss man sich nicht mehr wundern, warum der Verkehr in Hamburg still steht und somit auch der Busverkehr.

Andere Städte -- nicht nur das hier von einem User so sehr hochgelobte Wien [Herbert, bitte nicht negativ verstehen!] -- tackern die Umleitungsstrecken mit Halteverboten zu und überwachen diese auch konsequent. Die Abschleppmafia freut sich dann immer schon und hält freie Kapazitäten in der Nähe dieses Umfeldes bereit, um auf Fingerschnipp der blau gekleideten Herrschaften das Gelblicht zum Blinken bringen zu dürfen...

Gruß Ingo
Zitat
Heiko T.
Dazu kommen noch die Leute, die eh aus dem Umfeld Hamburgs kommen und denen es schon so Bequem wie möglich gemacht wird.
Im Umfeld musste man schon immer für P&R zahlen und es gab/Gibt dann noch schlechtere Takte um nach Hamburg kommen zu können, da ist es doch einfacher, das umliegende Bundesländer den ÖPNV so schlecht machen wie möglich, damit man vor Ort nicht zu viel Geld ausgeben muss.
Dann lässt man die lieber nach Hamburg reinfahren, da gab es kostenfreie Parkplätze und es ist dann ein Hamburger Problem, die Leute befördern zu können.

Das kann ich für Niedersachsen nicht unterschreiben.

Maßnahmen seitens des Landes:
Zu praktisch jedem Fahrplanwechsel weitere Metronom-Verbindungen (zum letzten Fahrplanwechsel vor allem mehr Wagen), wenn am Hbf mehr Platz wäre, würden noch mehr gefahren. Die S3 bekommt auch regelmäßig weitere Verbindungen. Die Strecke über Jesteburg nach Hamburg sollte für Personenverkehr reaktiviert werden, scheiterte letztendlich an den Kapazitäten in Harburg.

Maßnahmen der Städte:
Große kostenlose Parkplätze in Neu Wulmstorf und Buxtehude, es wird grad ein großes Parkhaus in Winsen gebaut, Buchholz hat seit ein paar Jahren ein großes Parkhaus. Die Kosten zwar für Nutzer etwas, trotzdem nehmen die Städte jeweils 6-7stellige Summen in die Hand um P+R attraktiver zu machen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.2015 09:54 von bahn42.
Stimmt, in dem Bereich wurde einiges getan, was aber auch mehr als Zeit wurde...

Gerade die S3 aus Stade/Buxtehude sorgen dafür, das man von Harburg aus, lieber mit dem Auto fährt, weil die Fahrzeuge einfach schon so überfüllt sind, das man am Bahnhof Harburg - Wilhelmsburg - Veddel kaum in die Bahn kommt. Somit kommt der MIV auch immer schlechter über die Elbbrücken, weil es keine Alternative gibt.
Dann gibt es auch nur zwei Fahrspuren Ri. Innenstadt und über der Elbbrücke nur eine Ri. Berliner Tor. Dann kommt noch der weitere MIV, weil man eben durch die Stadt fahren muss um auf die andere Seite zu kommen, denn die B73 und die Köhlbrandbrücke eignen sich nicht gerade dazu, da der Elbtunnel dann auch schon voll ist.
Sicher, es ist positiv, das da was gemacht wird, nur bringt es ja nichts, wenn in Hamburger Bereich dann kaum Fahrgäste aufgenommen werden können.
Schaut man sich Stormarn an, dann schraubt man den ÖPNV immer weiter runter. Ob das mit der M11 und der M12 wirklich so eine gute Idee war?
Das war doch alles schon mehr als überfällig gewesen, nur bringt es nichts, wenn die Bahnen eh schon voll sind.

Die Leute steigen doch erst vermehrt im Umland um, weil man in Hamburg einige P&R Parkhäuser kostenpflichtig gemacht hatte und jetzt vor Ort größere Parkhäuser baut, vorher sind viele bis Hamburg reingefahren. Schaut man sich Harburg oder Veddel an, denn hat man um 7 Uhr keinen freien Platz mehr gehabt.
Zitat
Heiko T.
Schaut man sich Harburg oder Veddel an, denn hat man um 7 Uhr keinen freien Platz mehr gehabt.

Im Westen ist es das gleiche Problem:
  • Wedel ist spätestens ab 07h30 voll.
  • In den Straßen rund um den Rissener Bahnhof bekommt man teils schon um 7 Uhr keinen Parkplatz mehr, weil sich dort die Anwohner mit ihren Zweit- und Drittwagen breitmachen, damit sie nachmittags durch Zusammenrücken Parkplätze bekommen. Für die dort zuvor abgestellten Pendler-Pkw müssen nun andere Stellplätze gesucht werden. Zur Dorf-Seite ausweichen geht nicht wirklich, da dort Parkscheibenpflicht herrscht, was die Parkdauer befristet.
  • Rund um den Bahnhof Sülldorf gibt es keine nicht mit Parkscheibe belegten Flächen.
  • Am Bahnhof Iserbrook werden die Flächen teilweise durch langzeitparkende Anwohner blockiert.
  • Hochkamp fahre ich schon gar nicht an, weil zu weit ab vom Schuß und nur über Nebenstraßen erreichbar.
  • Klein Flottbek ist auch schnell und früh voll. Da bekommt man erst ab dem späten Mittag einen Platz, wenn die ersten Teilzeit-Büromenschen nach Hause fahren.
  • Ich selber fahre meist schon direkt nach Bahrenfeld, weil dort (fast) immer ein Platz zu bekommen ist -- im letzten halben Jahr mußte ich nicht mal ins Parkhaus fahren, weil am Seiteneingang im Parkstreifen ein Plätzchen für meine Ruine war.

Hier an der S1-West hilft nur Hoffen auf den Bau von Wedel-Ost (oderwieauchimmerderBahnhofheißenwird) samt dem dort angedachten P&R-Haus.
Aus meiner Sicht einzige weitere Möglichkeit für einen P&R-Platz wäre in Hochkamp -- die dortige ebenerdige Fläche könnte man mit einem Fertigteile-Parkhaus bebauen ähnlich dem, was seit einigen Jahren vor dem Krankenhaus Altona steht. Weitere Möglichkeiten wären nur durch Abriß und Neubau mit mehr Ebenen in Bahrenfeld (das Parkhaus ist bald am Ende seiner Nutzungsdauer) oder Klein Flottbek (ist [leider] noch relativ neu), wobei man bei beiden Häusern auch ein bis drei der versetzten Ebenen im Boden verbuddeln könnte.

Gruß Ingo
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