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Einstieg vorn wird ausgesetzt
geschrieben von HAM023 
Ab morgen Samstag 14.03.2020 wird der Einstieg vorn bei den Bussen ausgesetzt. Es wird auch keinen Fahrkartenverkauf in den Bussen mehr geben. Der vordere Bereich des Busses in Höhe der vorderen Achse wird abgesperrt. Zum Schutz des Fahrpersonals vor Corona.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.2020 11:36 von HAM023.
hatte das eben auch gesehen. Stimmt das also wirklich. Bei der Barzahlungshochburg Hamburg schon eine kleine Sensation.
Ja, ist auch bei den Überlandbussen so. Ich hätte eigentlich eine Ergänzungskarte gebraucht, aber es war tatsächlich komplett egal. Absolut surreal.
Vielleicht zeigt sich ja jetzt in der kommenden Zeit das es auch funktioniert mit dem Einstieg nicht nur vorne und man behält es bei.
Zitat
flor!an
Vielleicht zeigt sich ja jetzt in der kommenden Zeit das es auch funktioniert mit dem Einstieg nicht nur vorne und man behält es bei.

Es wird sich zeigen, dass bei Solobussen der Ein- und Ausstieg deutlich länger dauern wird und es zu bedeutenden Fahrgeldeinnahmenausfällen kommen wird.

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat
Zitat
Der Hanseat
Zitat
flor!an
Vielleicht zeigt sich ja jetzt in der kommenden Zeit das es auch funktioniert mit dem Einstieg nicht nur vorne und man behält es bei.

Es wird sich zeigen, dass bei Solobussen der Ein- und Ausstieg deutlich länger dauern wird und es zu bedeutenden Fahrgeldeinnahmenausfällen kommen wird.

MIMIMI also ein und austieg dauert deutlich länger wenn es nur durch die Vordertür reingeht.
Gilt das auch für die Blankeneser Sprinter die anstelle der Bergziegen fahren? Denn der Hintereinstieg wäre dort eng.
Zitat
Der Hanseat
Es wird sich zeigen, dass bei Solobussen der Ein- und Ausstieg deutlich länger dauern wird und es zu bedeutenden Fahrgeldeinnahmenausfällen kommen wird.

In Zeiten, wo die Bundesregierung Hilfen für die Privatwirtschaft in unbegrenzter Höhe bereitstellt, sind weniger Fahrgeldeinnahmen für die öffentlichen Verkehrsbetriebe nun wirklich das geringste Problem. Wichtig wird sein, dass der Betrieb überhaupt am Laufen gehalten wird.
Zitat
HAM023
Ab morgen Samstag 14.03.2020 wird der Einstieg vorn bei den Bussen ausgesetzt. Es wird auch keinen Fahrkartenverkauf in den Bussen mehr geben. Der vordere Bereich des Busses in Höhe der vorderen Achse wird abgesperrt. Zum Schutz des Fahrpersonals vor Corona.

Dasselbe kann ich auch aus Hannover vermelden!

"Kein Einstieg an der vorderen Tür der Busse

Der Ein- und Ausstieg in die Busse der ÜSTRA ist nur noch durch die hinteren Türen möglich. Zudem wird die erste Sitzreihe in den Fahrzeugen abgesperrt. In diesem Zuge wird der Fahrscheinverkauf beim Fahrpersonal ebenfalls eingestellt. Als Alternative können Fahrscheine an den Fahrkartenautomaten oder online über die GVH App gekauft werden.
"
[www.uestra.de]

Vermutlich wird sich die Anzahl der Omnibus-Fahrgäste ohnehin reduzieren, so dass keine längeren Standzeiten an den Haltestellen entstehen. Und die Tatsache, dass die Busfahrer*innen nicht durch den Fahrkartenverkauf von ihrer eigentlichen Aufgabe abgehalten werden, kann den Busbetrieb möglichwerweise sogar zusätzlich beschleunigen. In Niedersachsen sind ja auch ab kommenden Montag (16.3.2020) die Schulen geschlossen. Wie sieht es beim Thema Schulschließungen in Hamburg aus?

Wie die Fahrkarten-Kontrolleure vor Ansteckung geschützt werden oder davor selbst ein Ansteckungsherd für die Fahrgäste zu sein oder zu werden, dazu habe ich noch keine Infos.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.03.2020 18:56 von Jules.
Zum Thema Schulschließungen: In Hamburg werden alle Bildungsanstalten bis mindestens zum 29.03. geschlossen.

Zu den Kontrolleuren: Ich weiß nicht, wie es in Hamburg aussieht, aber die DB Regio Nordost und die ODEG haben ihr Zugpersonal angewiesen, NICHT mehr zu kontrollieren. In Hamburg wird wahrscheinlich ähnlich verfahren.
Bedeutet ein Verzicht auf Fahrkartenkontrollen ein Einstieg in den Gratis-ÖPNV?
Wohl kaum.
Zumal es auch andere Möglichkeiten gibt, sicherzustellen, dass ÖPNV-Transportmittel nicht ohne Fahrschein benutzt werden, als Kontrolleur*innen einzusetzen, die in direktem Kundenkontakt stehen. Zumindest langfristig kann man entsprechend reagieren.
Bis dahin waltet hoffentlich die Vernunft und es kommen nicht zu viele Menschen auf die Idee, sich in Busse und Bahnen zu stürzen, um kostenlos durch die Gegend zu zuckeln.
Konkrete Neuigkeiten aus Hannover habe ich nicht zu bieten.
Unvermindert an Fahrkartenkontrollen festzuhalten, kommt mir allerdings sehr riskant vor, und das wäre auch widersprüchlich zu den getroffenen Schutzmaßnahmen für die Busfahrer*innen.
Zitat
Jules
Bis dahin waltet hoffentlich die Vernunft und es kommen nicht zu viele Menschen auf die Idee, sich in Busse und Bahnen zu stürzen, um kostenlos durch die Gegend zu zuckeln.

Die Angst muss man wohl nicht haben, denn die Fahrgastzahlen und vermutlich auch das Fahrtenangebot wird in den nächsten Tagen wohl deutlich sinken.
Zitat
Ingo Lange
Zitat
Jules
Bis dahin waltet hoffentlich die Vernunft und es kommen nicht zu viele Menschen auf die Idee, sich in Busse und Bahnen zu stürzen, um kostenlos durch die Gegend zu zuckeln.

Die Angst muss man wohl nicht haben, denn die Fahrgastzahlen und vermutlich auch das Fahrtenangebot wird in den nächsten Tagen wohl deutlich sinken.

Gibt es schon konkrete Pläne in Hamburg. Bezüglich Busfahrens ist es aber zur Zeit wirklich egal ob Fahrkarte oder nicht.
Zitat
Kirk
Zitat
Ingo Lange
Zitat
Jules
Bis dahin waltet hoffentlich die Vernunft und es kommen nicht zu viele Menschen auf die Idee, sich in Busse und Bahnen zu stürzen, um kostenlos durch die Gegend zu zuckeln.

Die Angst muss man wohl nicht haben, denn die Fahrgastzahlen und vermutlich auch das Fahrtenangebot wird in den nächsten Tagen wohl deutlich sinken.

Gibt es schon konkrete Pläne in Hamburg. Bezüglich Busfahrens ist es aber zur Zeit wirklich egal ob Fahrkarte oder nicht.

Außer, dass die Fähren 75 und HBEL ausfallen, ist mir für Hamburg noch nichts bekannt. Ich denke, da wird gerade eifrig geplant.
Zitat
Kirk
hatte das eben auch gesehen. Stimmt das also wirklich. Bei der Barzahlungshochburg Hamburg schon eine kleine Sensation.

Eh? Hamburg hat traditionell doch eine sehr hohe Zeitkartenquote?
Zitat
Jules
Bedeutet ein Verzicht auf Fahrkartenkontrollen ein Einstieg in den Gratis-ÖPNV?
Wohl kaum.

NahBus (Linie 131) schrieb bei Facebook vor drei Stunden folgendes:

Hinsichtlich des Fahrscheinkaufs noch folgende Erläuterungen:
Bei NAHBUS gibt es nur eine Quelle, um einen Fahrschein zu kaufen, und das ist beim Fahrer.
Es gibt keine Vorverkaufsstellen,
Automaten, E-Ticketing oder App, über die man alternativ Fahrscheine kaufen könnte
(es sei denn, man hat ein Abo und bekommt dieses zugeschickt).
Wenn beim Fahrer nun aber kein Fahrschein mehr gekauft werden kann, wie nun als Vorsichtsmaßnahme gegen
die Ausbreitung des Corona-Virus geschehen, erfolgt die Beförderung auch ohne Fahrschein. Somit können
Sie auch ohne Fahrschein die Fahrt antreten
. Es handelt sich hierbei um eine provisorische Übergangslösung,
bis wir eine alternative Lösung zum Erwerb von Fahrscheinen gefunden haben.
Es entfallen zahlreiche Anlässe, mit dem Bus zu fahren oder ganz allgemein den ÖPNV zu benutzen:
Alle Geschäfte werden geschlossen bis auf Geschäfte zur Lebensmittelversorgung und Apotheken.
"Das öffentliche Leben in Hamburg wird weiter eingeschränkt. Nach Schulen, Kitas, Theatern und Museen schließen nun auch die meisten Geschäfte des Einzelhandels. Das kündigte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Montagabend in der Hansestadt an - unter Berufung auf neue Absprachen zwischen Bund und Ländern. Offenbar soll diese erweiterte Allgemeinverfügung bereits ab heute gelten. Ausgenommen seien laut Tschentscher Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen. Apotheken, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte und Banken blieben geöffnet. Das Sonntagsverkaufsverbot sei für diese Bereiche bis auf weiteres aufgehoben, hieß es in einer Mitteilung. Restaurants und Gaststätten dürften nur noch von 6 bis 18 Uhr geöffnet werden, Spielplätze werden geschlossen." NDR, 17.3.2020
[www.ndr.de]

Bereits vergangenen Samstag war es in Hannovers Innenstadt merkbar ruhiger als an anderen Samstagen. Trotz des guten Wetters war die Fußgängerzone nur mäßig belebt. Hier ein Bild aus der Georgstraße von Samstag, 15.3.2020 um die Mittagszeit:


Das es auch ohne Fahrscheinkauf beim Fahrer funktioniert, zeigen bereits andere Länder aber auch deutsche Städte. Dort stehen Automaten im Fahrzeug zur Verfügung. In München darf zudem sogar nachts im Bus überall eingestiegen werden.

Schade, dass es erst einen Virus bedarf, um die Fahrer vor Fahrgästen zu schützen. Vielleicht sollte die EU mal etwas sinnvoles beschließen und geschlossene Fahrerkabinen in Bussen vorschreiben. Würde auch die Ablenkung durch Mitfahrer des Fahrers unterbinden.

-
Als erste niedersächsische Stadt führt Wolfsburg eine Maskenpflicht in Geschäften und dem ÖPNV ein: "Die Stadt Wolfsburg hat eine Maskenpflicht für ihre Bürgerinnen und Bürger eingeführt, die seit Montag gilt. Das hat der örtliche Krisenstab am Sonnabend beschlossen. Wolfsburg ist damit die erste Stadt in Niedersachsen, die den Bürgern vorschreibt, wegen der Corona-Krise in der Öffentlichkeit Mund und Nase zu bedecken." NDR vom 20.4.2020
[www.ndr.de]
Da die Zustimmung zur Maskenpflicht in der Bevölkerung derzeit ständig steigt, kann man vermuten, dass durch die Maskenpflicht die Attraktivität des ÖPNV in diesen schweren Zeiten gesteigert wird.
Ich wusste gar nicht, dass Osnabrück neuerdings im HVV-Gebiet liegt.

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.04.2020 06:26 von Der Hanseat.
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