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Wäre eine Verknüpfung der Linien 18 und 19 sinnvoll?
geschrieben von Der Rahlstedter 
Moin,

die zum Fahrplanwechsel neu eingerichtete Metrobuslinie 18 bietet nun aus weiteren Teilen Barmbeks, die noch nicht durch die Linie 17 erschlossen wurden, eine Direktverbindung bis fast in die Hamburger Innenstadt - aber eben nur fast, die Busse bleiben auf der Ostseite des Hauptbahnhofs und enden dann am ZOB.

Am ZOB endet von Westen kommend ebenfalls die Linie 19, die zuvor die gesamte Innenstadt - sogar inklusive der derzeit nur von wenigen Bussen befahrenen Mönckebergstraße - und hält hierbei außerdem am Stephansplatz, Gänsemarkt und Jungfernstieg.

Für mich stellt sich also die Frage, ob die Linie 18 nicht deutlich attraktiver sein könnte, wenn sie ebenfalls eine Verbindung bis in die Innenstadt schafft. In früheren Zeiten war es selbstverständlich, dass die von Osten kommenden Linien wie z.B. die 108 oder bis 1983 auch die 105 nicht am ZOB endeten, sondern durch die Innenstadt fahren. Die frühere Kehre Adolphsplatz dürfte aber nicht mehr zur Verfügung stehen.

Eine Idee wäre daher, die Metrobuslinien 18 und 19 zu einer durchgehenden Linie zu verbinden, so dass die Busse von Bramfeld kommend durch die Mö und dann weiter über Dammtor bis Alsterdorf fahren. Nahverkehrshistorisch interessierte werden hierbei möglicherweise auch an die frühere Straßenbahnlinie 9 denken, die einen ähnlichen Verlauf hatte.

Vorteile:
+ Durchgehende Verbindung von Bramfeld - Barmbek nicht nur zum ZOB, sondern in die ganze Innenstadt
+ Weniger kehrende Busse im Bereich ZOB
+ Der Bereich Lange Reihe erhält wieder eine direkte Verbindung in die Mö und zum Rathausmarkt, die Linien 6 und 17 fahren ja weiter durch die Steinstraße

Nachteile:
- Die Fahrplantakte der beiden Linien passen derzeit nicht zueinander
- Verspätungen durch Staus werden von einem Linienast auf den anderen übertragen (dies betrifft aber genauso die Linien 3 und 16, die die Innenstadt ebenfalls durchqueren und zwei Außenäste haben)

Wie denkt Ihr darüber?
Die Idee klingt auf den ersten Blick sehr sinnvoll. Aber ich glaube, dass dies aufgrund von 2 Details nicht umzusetzen ist.

Zum einen fährt die M19 über weite Teile des Tages einen anderen Takt als die M18 (7,5 Min vs. 10 min). Zum anderen fährt die M19 i.d.R. mit Gelenkbussen. Selbst wenn man nun genug Gelenkbusse für die M18 hätte, wäre der Einsatz eigentlich nicht möglich. Die Straßen in Barmbek Süd und in Bramfeld sind sehr eng und nicht für den regelmäßigen Gelenkbuseinsatz geeignet.
Gute Idee, dürfte aber aus den von Andreas1 bereits beschriebenen Gründen wohl nicht machbar sein. Im Grunde genommen haben wir diese von "Der Rahlstedter" beschriebene Linie auch schon einmal gehabt, nämlich in Form der damaligen Straßenbahn Linie 9, die heute westlich der Alster durch den Metrobus 19 und östlich der Alster durch den noch-Schnellbus 37 bedient wird. Im übrigen denke ich, dass der Metrobus 18 nur ein vorübergehendes Provisorium ist, welches mit Inbetriebnahme der U5 wieder eingestellt wird. Vielleicht wäre es noch denkbar, wenn der frühere E72 als X7 wiederbelebt wird?
Was haltet ihr davon, die 17 mit ihrer derzeitigen Überlänge zum ZOB zu verkürzen und dafür die neue 18 zur Feldstraße zu führen?
Muss man den Abschnitt HBF-Feldstraße tatsächlich mit Gelenkbussen fahren?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.12.2021 20:26 von Wolf Tiefenseegang.
Wäre auch eine Idee. Bis St. Pauli ist in den Bussen immer noch etwas los, der Rest zur Feldstraße existiert wohl nur, weil es dort eine Kehrmöglichkeit mit ausreichend Abstellkapazität gibt, was ja sonst im inneren Stadtbereich Mangelware ist.

Dann könnte man aber darüber nachdenken, die Gelenkbuslinien 17 und 19 zu verknüpfen.
Wie wäre es die 16-West mit der 18 zu verbinden und dann die 16-Ost über Glockengießerwall (Haltestelle an der Spitalerstraße), Ballindamm (neue Haltestelle am Alstertor), Jungfernstieg, Neuer Jungfernstieg (Überliegehaltestelle an der Ecke Colonaden) und Lombardsbrücke zu drehen?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.12.2021 10:28 von christian schmidt.
Ich wäre für eine Verknüpfung der 18 und 155. Kann ja auch zwischen Elbbrücken und Kirchdorf im 20min Takt, Bramfeld - Kirchdorf alle 40min (oder alle 20min, je nach Bedarf) und der Rest alle 5 - 10min. Dann würde auch der ZOB entlastet.
Und der 155 würde nicht nur mit den 5-6 Fahrten am Tag durch die HafenCity fahren sondern würde eine alternative zur U-Bahn darstellen.
Zitat
STZFa
Und der 155 würde nicht nur mit den 5-6 Fahrten am Tag durch die HafenCity fahren sondern würde eine alternative zur U-Bahn darstellen.

Braucht es denn eine Alternative zu einer vergleichsweise gering ausgelasteten U-Bahn?

Freundliche Grüße

Roman – Der Hanseat
Zitat
STZFa
Und der 155 würde nicht nur mit den 5-6 Fahrten am Tag durch die HafenCity fahren sondern würde eine alternative zur U-Bahn darstellen.
Voraussichtlich maximal vier Fahrten zwischen 9 und 13 Uhr.

Eine Alternative für die S3 wäre es schon, aber ist offensichtlich politisch nicht gewollt. Ansonsten würde die 34 zum Expressbus werden und bis mindestens Hbf fahren. Nun fährt die 155 durch die Wallachei.
Über den Sinn und Unsinn dieser wenigen Einzelfahrten habe ich mich auch schon gewundert. Wäre es nicht besser, die Linie 155 in der Hafencity mit der Linie 111 zu verknüpfen und so eine neue Direktverbindung aus Wilhelmsburg in den Bereich St. Paul - Altona zu schaffen?
Zitat
Der Hanseat

Braucht es denn eine Alternative zu einer vergleichsweise gering ausgelasteten U-Bahn?

Nun, mit Fortschreiten der Bebauung und damit verbundenen Besiedelung der östlichen HafenCity würden mehr Menschen in den Genuss einer direkten Verbindung zum Hbf kommen, gerade aus dem Bereichen die nicht von der U4 oder vom 2er erschlossen werden.
Bei einer Verknüpfung mit dem 18er, oder mit dem 4er um mal wieder zum Thema zu kommen, würden sich die Vorteile noch vergrößern.

LG



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.12.2021 19:43 von STZFa.
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