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Mobilitätshub Elbinseln
geschrieben von kalle_v 
Vielleicht etwas off-topic, aber Veddel hat doch einen Supermarkt und Apotheke. Das Problem ist doch eher das fehlende Ortszentrum - die meisten Geschäfte sind am Wilhelmsburger Platz bzw. Südende der Brückenstraße aber der Supermarkt am anderen Ende der Veddel.

Ich sehe auch nicht wie ein zweiter Supermarkt mehrere hundert Meter südlich der Veddel was bringen würde?
Moin,

etwas über die Hintergründe und Ausblick zum Thema im Blog.
Zitat
christian schmidt
Vielleicht etwas off-topic, aber Veddel hat doch einen Supermarkt und Apotheke. Das Problem ist doch eher das fehlende Ortszentrum - die meisten Geschäfte sind am Wilhelmsburger Platz bzw. Südende der Brückenstraße aber der Supermarkt am anderen Ende der Veddel.

Ich sehe auch nicht wie ein zweiter Supermarkt mehrere hundert Meter südlich der Veddel was bringen würde?
Eben. Es gibt an einem Ende einen Discounter. Keinen Supermarkt, keine Drogerie, nichts weiter. Zumal der Penny nicht immer zur Verfügung steht und dann hat man dort weit und breit nichts: [harburg-aktuell.de]

Ist schon bitter, dass man wachsenden Stadtteilen mit vielen Arbeitsplätzen (Hafen) das Krankenhaus ohne Folgekonzept wegnimmt und dann auch noch eine kleine Resthoffnung für ein bisschen mehr Nahversorgung (und ggf. Apotheke, Arztpraxis, Fitness) und Mobilität genommen hat, nachdem man über Jahre schöne Entwürfe durch die Gegend warf.

Und nicht falsch verstehen: ich kann die erwähnten Gründe der Hochbahn nachvollziehen, deren Aufgabe das nicht ist, aber hier wäre auch die Politik gefragt, mal etwas anzubieten, was nicht in der Grünen Banane liegt. Aber vermutlich moderiert man demnächst eine U4 nach Wilhelmsburg/Harburg ab, verweist auf alternative Systeme bzw. Prüfaufträge, wartet ein paar Jahre ab und dann findet man wieder Argumente, warum nichts kommt.
Moin,

soll die Kommunalpolitik jetzt auch noch Supermärkte betreiben?
Eigentlich ist es doch so, dass der Handel von sich aus Lücken besetzt und wenn es "nur" der türkische Familienbetrieb ist (nicht abwertend gemeint, sondern als Synonym für besondere Beweglichkeit).
Wenn der Handel von sich aus keine Lücken besetzt, sind dort vielleicht objektiv gar keine Lücken? Weil z.B. die Versorgung durch umliegende Standorte gesichert ist?
Der "gemeine Kunde" ist ja nicht durch Stadtteilgrenzen festgelegt.
Also in erster Linie ist es eine Absage an den "Mobilitätshub" bzw. den Betriebshof der Hochbahn. Ihr erinnert euch, dass die Planung bereits deshalb kritisiert wurde, weil dadurch andere Planungen (z.B. die Mehrzweckhallte Elbdome) nicht gebaut werden konnte?

Lasst uns doch mal abwarten, welche Optionen sich jetzt bieten. Vielleicht ist ein Nahversorgungszentrum ohne Busbetriebshof ja weiterhin möglich.

Tobias
Zitat
Sonnabend
Der "gemeine Kunde" ist ja nicht durch Stadtteilgrenzen festgelegt.
Ist ja richtig, aber mit dem Konzept kam der Zuschlag. Die Hochbahn hat andere Nutzungen/Vorhaben/Ideen damals verdrängt, indem sie mitteilte, nicht nur einen Betriebshof bauen zu wollen, sondern ein Projekt mit städtebaulicher und stadtplanerischer Relevanz. Und nach ein paar Jahren heißt es dann: och nö, wollen wir doch nicht. Und dass der Bezirk (laut Presse) erst am Montag von der Absage, für die es parteiübergreifend viel Rückendeckung über Jahre gab (und viel Kritik), erfuhr, ist kommunikativ auch ein Mittelfinger, der sich bei anderen Anliegen schnell rächen kann.
Zitat
kalle_v
ein Projekt mit städtebaulicher und stadtplanerischer Relevanz. Und nach ein paar Jahren heißt es dann: och nö, wollen wir doch nicht.

So wie es klingt, finde ich beides sehr vernünftig. Die Idee, Nutzungen zu überlagen, ist für zentrale Stadtbereiche sehr vernünftig und wird bisher immer noch viel zu wenig verfolgt. Auch, dass ein Unternehmen im öffentlichen Eigentum hier mit gutem Vorbild voran ging, war sehr vernünftig und vorbildhaft.

Ebenso vernünftig ist es aber wohl auch, nun die Notbremse zu ziehen, wenn sich in der konkretisierten Planung zeigt, dass die konkreten Nutzungen sich aufgrund unterschiedlicher Ansprüche, die (lt. Blog) zu "unerwartet hohen Brandschutzauflagen" führten, nur sehr aufwändig und teuer zu realisieren wären und gleichzeitig die Marktpreise für Gewerbeimmobilien eine gerechte Kostenaufteilung schwierig machen.

Ich hoffe, die Erkenntnisse aus diesem Projekt werden nun nicht dazu führen, wieder stärker auf eine funktionsgetrennte Stadt zu setzen, bei der alles mit möglichst großem Abstand voneinander gebaut wird, sondern man untersucht auch systematisch, ob es Rückschlüsse zu ziehen gibt, wie sinnvolle Kombinationen von Nutzungen realisiert werden können.
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