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Neugestaltung Busanlage S-Altona-Mitte
geschrieben von Sonnabend 
Moin,

mit der Verlegung des Regional- und Fernbahnhofs von Altona-Mitte zum Diebsteich wird auch die Umsteigeanlage S-Bahn - Bus neu gestaltet.
Aus einem Architektenwettbewerb sind jetzt zwei Entwürfe als "Gewinner" hervorgegangen.
--> NDR.
Hier geht es zu städtischen Infos zur Umfeldgestaltung in Altona

Was die Busse angeht, etwas komisch.

Erstmal halte ich es für sehr gut dass keiner der beiden Gewinner-Entwürfe die Busse in den Keller verlegen will!

Aber der deine will den Busbahnhof zur Scheel-Plessen-Straße verlegen. Dass sind 150m-250m weiter weg vom S-Bahnhof. Und auf den Bildern kann ich irgendwie keine Zufahrt zum Busbahnhof sehen? Wie sollen die Busse denn da rauf kommen, nur vom (Ex-)Lessingtunnel aus?

Der andere will den Busbahnhof dort lassen wo er ist, und nach Süden erweitern wo jetzt die eine Rampe zum Untergeschoss ist. Ich denke mal dass dürfte machbar sein. Wäre aber etwas komisch, praktisch gäbe es dann zwei nebeneinander liegende Busbahnhöfe. Und auf den Bildern sehe ich keine Überliegeplätze. Und der Busbahnhof ist voll in die Fußgängerzone integriert was bei dem Betrieb dort wohl kaum funktionieren würde / zu täglichen Schlaganfällen bei Busfahrern führen dürfte. Aber auf dem in diesem Entwurf für die Busse vorgesehenden Gelände dürfte doch ein brauchbarer Busbahnhof machbar sein, oder? Dementsprechend finde ich den 2. Entwurf für viel besser. (Obwohl man den Betonklotzbahnhof (umgestaltet) behalten will!)

Beim 1. Entwurf soll es auch einen Teich/Brunnen über der S-Bahn geben. Das hat man ja schon mal versucht, der Stuhlmannbrunnen war ja mal auf dem Rampenplatz. Hat aber nicht funktioniert, es hat in die S-Bahn getropft. Also ich fände es ja schön wenn der Stuhlmannbrunnen wieder im Zentrum von Altona steht - aber bitte nicht über der S-Bahn!

PS Der Deutsche-Bank-Pavillon soll ja weg. Da kann man vielleicht dann im Erdgeschoss auf der Platzseite jede Menge Überliegeplätze einrichten?

PPS Komisch ist am 2. Entwurf auch der Klotz vor der alten Präsidentenvilla (Schweinske-Restaurant). Den könnte man doch etwas reduzieren (also nur zwischen Villa und alter Bundesbahndirektion) und auch dort im Erdgeschoss Überliegeplätze einrichten (bzw. behalten)

PPS Die Machbarkeitsstudie zum Busbahnhof von 2022 ist hier



5 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.04.2026 15:11 von christian schmidt.
dachte, man wolle sich etwas an den alten Bahnhof orientieren.

Es mag ja alles nett und urban wirken, aber man muss das auch pflegen. Wir waren doch alle schon mal dort vor Ort und wissen dass das Umfeld recht herausfordernd sein kann. Wenn man eventuell nach dem Eröffnungs-Hype Gelder abdreht, wird es unschön. Da hätte ich gedacht, man plant vielleicht etwas einfacher, was mit wenigen Mitteln auch langfristiger Bestand hat.
Zitat
Kirk
dachte, man wolle sich etwas an den alten Bahnhof orientieren.

Es mag ja alles nett und urban wirken, aber man muss das auch pflegen. Wir waren doch alle schon mal dort vor Ort und wissen dass das Umfeld recht herausfordernd sein kann. Wenn man eventuell nach dem Eröffnungs-Hype Gelder abdreht, wird es unschön. Da hätte ich gedacht, man plant vielleicht etwas einfacher, was mit wenigen Mitteln auch langfristiger Bestand hat.

Was den Busbahnhof betrifft, ist das ja noch eine Machbarkeitsstudie.
Alles andere ist gerade wegen der Herausforderungen, die das Quartier hat, eine Aufwertung. Mit "pflegeleicht" ist das nicht getan. ;-)
Auf Grundlage des "Konzept Bestandsoptimierung - Variante 1.2" (Seite 92 des Busbahnhof-Machbarkeitsberichts) habe ich mal meine eigene Version zusammengekritzelt. Das sind so 290m Ankunfts-/Abfahrtsbereich (grün, zur Zeit sind es 220m) und zustzliche 150m für Überlieger (gelb, bestehende Überliegerplätze in orange). Das sollte doch reichen?


Zitat
christian schmidt
Das sollte doch reichen?

die Frage ist ja: ist man gewillt, den ZOB dort zu belassen? Eventuell ist es ja gewünscht ihn zu verlegen.
So sah die Anlage übrigens 1984 aus:



- Die Zufahrt zum Hahnenkamp war etwas anders ausgeführt
- Die Zufahrt zur Museumstraße gab es noch nicht
- Die ebenerdigen Zugänge gab es noch nicht, einziger Zugang war von der Verteilerebene per Treppe oder Rolltreppe
- Abfahrtsbereiche E und F gab es noch nicht
- Weniger Überliegerplätze



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.04.2026 15:22 von christian schmidt.
Zitat
Kirk
die Frage ist ja: ist man gewillt, den ZOB dort zu belassen? Eventuell ist es ja gewünscht ihn zu verlegen.

Der aktuelle Busbahnhof ist ja ziemlich eingeklemmt zwischen Bahnhofs- und anderen Gebäuden und Straßen. Wenn Bahnhofsgebäude und das Schienenfeld davor erstmal weg sind, könnte man einen Busbahnhof ja auch weiter nördlich und größer bauen, bloß den direkten Zugang zur S-Bahn sollte man erhalten.


Gruß, Matthias
Der Abgang von der Verteilerebene zu den S-Bahnsteigen liegt etwas südlich vom Abgang des Busbahnhofes zur Verteilerebene. Ergo bedeutet jede Verlagerung nach Norden einen längere Fußwege - außer man baut gleich noch neue Treppen zu den S-Bahnsteigen von deren nördlichem Ende.
Zitat

- Die ebenerdigen Zugänge gab es noch nicht, einziger Zugang war von der Verteilerebene per Treppe oder Rolltreppe
das kann ja irgendwie nicht funktionieren. War das in Wandsbek nicht auch so? Die Leute die ebenerdig den Busbahnhof ansteuern, gehen ja nicht in den Untergrund um dann wieder hochzusteigen. Da klettert man doch lieber, notfalls, über die Sperren.
Moin,

Zitat
Kirk
Zitat

- Die ebenerdigen Zugänge gab es noch nicht, einziger Zugang war von der Verteilerebene per Treppe oder Rolltreppe
das kann ja irgendwie nicht funktionieren. War das in Wandsbek nicht auch so? Die Leute die ebenerdig den Busbahnhof ansteuern, gehen ja nicht in den Untergrund um dann wieder hochzusteigen. Da klettert man doch lieber, notfalls, über die Sperren.

eigentlich doch. Die Wandsbeker Marktstraße ist sechsspurig, die Schloßstr. vierspurig und der Ring 2 mindestens ebenso. Da sind lediglich geringe Fußgängerströme vom Bezirksamt über die Schloßstr.
Zitat
Sonnabend
Moin,

Zitat
Kirk
Zitat

- Die ebenerdigen Zugänge gab es noch nicht, einziger Zugang war von der Verteilerebene per Treppe oder Rolltreppe
das kann ja irgendwie nicht funktionieren. War das in Wandsbek nicht auch so? Die Leute die ebenerdig den Busbahnhof ansteuern, gehen ja nicht in den Untergrund um dann wieder hochzusteigen. Da klettert man doch lieber, notfalls, über die Sperren.

eigentlich doch. Die Wandsbeker Marktstraße ist sechsspurig, die Schloßstr. vierspurig und der Ring 2 mindestens ebenso. Da sind lediglich geringe Fußgängerströme vom Bezirksamt über die Schloßstr.
Nein, beim Umbau hat man doch ebenerdige Zugänge am Café und zwischen den Zu- und Abfahrtenfahrten, Schloß- und Marktstraße, eingerichtet. Ich schrieb ja "war". Kann aber sein, dass es ebenerdige Zugänge schon VOR dem Umbau 200x gab.
Früher war Wandsbek Markt tatsächlich oberirdisch nur schlecht erreichbar. Offizielle Zugänge gab es gar nicht.
Über die Absperrungen bin ich früher jedoch nur selten geklettert. Ich ging dann doch durch den Tunnel

Das hat sich jedoch geändert. Inzwischen kommt man dort gut auch ohne Tunnel hin.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.04.2026 11:25 von MisterX.
Zitat
christian schmidt
Der Abgang von der Verteilerebene zu den S-Bahnsteigen liegt etwas südlich vom Abgang des Busbahnhofes zur Verteilerebene. Ergo bedeutet jede Verlagerung nach Norden einen längere Fußwege - außer man baut gleich noch neue Treppen zu den S-Bahnsteigen von deren nördlichem Ende.

"Etwas südlich"? Ja, ein paar Meter. Die Treppe zum/vom Busbahnhof ist aber auch merkwürdig dazwischen gequetscht. Ich weiß noch, wie ich meinen dienstreisenden französischen Kollegen erklärt habe, dass sie am unteren Ende der Treppe "auf der Hacke kehrtmachen" müssen, um die S-Bahn zu finden. Und für stadteinwärts ganz nach hinten durchgehen müssen.

Ich denke, ein Zugang zum Busbahnhof über die Treppe, die aktuell noch zum Querbahnsteig führt, wäre vertretbar.


Gruß, Matthias
Zitat
MisterX
Inzwischen kommt man dort gut auch ohne Tunnel hin.

an der "Spitze" des ZOB beim Café ist ja auch ein Übergang. Hier gab es öfters ziemlich spannende Szenen zu beobachten. Einige Busse rasen recht ungebremst um die Kurve während viele Fußgänger zur gleichen Zeit zügig über die Busspur laufen....
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